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Die Seemeditation [MBSR]

by Björn

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Meditation
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Erfahrene
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Die Seemeditation ist inspiriert durch die Übung von Jon Kabat-Zinn und wird so, analog der Bergmeditation, unter anderem in MBSR-Kursen praktiziert. Diese Übung beinhaltet die Visualisierung eines Sees, mit dem Du dich verbindest kannst. Sie lädt Dich dazu ein die verschiedenen Qualitäten eines Gewässers mit dem eigenen Sein zu verbinden. So gibt es Zeiten der Ruhe, in denen die Oberfläche des Sees kristallklar ist und alles reflektiert. Der See kann auch gefroren sein, in der Tiefe aber ist er immer noch er selbst in seiner Existenz. Die Übung dient zur Einübung von Gleichmut, Selbstfreundlichkeit und -mitgefühl.

Transkription

Die Sehmeditation In dieser Übung bist du eingeladen,

Zu einer Visualisierung eines Sehes.

Das kann dich dabei unterstützen,

Mitgefühl,

Selbstfreundlichkeit und Gleichmut im Alltag und auch bei dieser Übung zu entwickeln.

Für die Übung bist du eingeladen,

Im Liegen zu praktizieren,

D.

H.

Du kannst dir eine Matte suchen oder auch im Bett liegen,

Lege dich gerne auf dem Rücken,

Wenn dir das möglich ist.

Dazu kannst du ein Kissen unter die Knie legen,

Um den unteren Rücken zu entlasten,

Die Beine können aber auch ausgestreckt sein,

Die Arme gerne entlang des Körpers,

Wenn das bequem ist oder auch auf dem Bauch ablegen.

Dann hier ankommen,

Die Aufmerksamkeit in den Körper bringen,

Einmal den Körper spüren,

Wie er Kontakt zum Boden hat,

Welche Punkte des Körpers sind das,

Vielleicht die Füße,

Fußsohlen,

Fersen,

Vielleicht die Waden,

Oberschenkel,

Das Gesäß,

Der Rücken,

Die Schultern,

Die Arme,

Hände und Finger und auch der Hinterkopf,

Einmal den ganzen Körper so spüren,

Wie er hier liegt und ankommen.

Wenn es dir nicht möglich ist,

Den Körper als Ganzes wahrzunehmen,

Ist es auch in Ordnung,

Dann verweile einfach kurz in einem Teil,

Den du besonders gut spüren kannst.

Die Aufmerksamkeit langsam vom Körper lösen und auf die Atmung richten,

Den Atem so spüren,

Wie er jetzt gerade in diesem Moment passiert.

Es gibt hier nichts zu tun oder zu erreichen,

Es geht einfach darum,

Die Atmung wahrzunehmen,

Genauso wie sie in diesem Moment ganz von alleine,

Ohne dein Zutun fließt.

Einatmung bewusst wahrnehmen und auch die Ausatmung vom Anfang bis zum Ende begleiten.

Gerne auch etwas die Ruhe einladen,

Dazu kannst du den Atem etwas vertiefen oder ein Körperteil berühren,

Vielleicht die Hände auf den Bauch legen und auch so einige Momente etwas mehr den Ruhemodus einladen.

Spüre,

Wie der Atem kommt und geht,

Wenn du möchtest,

Den Atem in seinem eigenen Rhythmus weiterfließen lassen,

Ich lade dich nun ein,

In deiner Vorstellung das Bild eines Sees entstehen zu lassen.

Es kann ein See sein,

Den du einmal selber besucht hast,

Vielleicht wo du regelmäßig spazieren gehst,

Es kann ein Bild sein aus einer Zeitschrift,

Von einem Foto,

Aus einem Film,

Von einer Postkarte oder der See,

Der gerade in deiner Fantasie entsteht.

Nimm dir einen Moment Zeit,

Vielleicht kommt da das Bild eines Sees von ganz alleine,

Auch wenn da vielleicht gerade Schwierigkeiten sind,

Sich das vorzustellen,

Mit der Praxis einfach fortfahren,

Meinen Worten folgen und vielleicht entsteht ja mit der Zeit von ganz alleine ein Bild.

Lass das Bild des Sees immer lebendiger und detaillierter in deiner Vorstellung werden,

Dann nimmst du wahr,

Wie Wasser die Neigung hat,

Sich an tief gelegenen Plätzen der Erde zu sammeln,

In solchen Becken der Erde,

Die das Wasser halten und umfassen,

Wo das Wasser drin ruht und sogenannte Seen bildet.

Der See,

Den du vor deinem inneren Auge hast,

Ja egal ob der groß oder klein,

Tief oder flach ist,

Egal wie die Farbe des Wassers ist,

Ob blau,

Grün,

Schlammig oder so ganz kristallklar vielleicht,

Den See einfach anschauen und das Bild vom See immer detaillierter und lebendiger werden lassen,

Beobachten,

Wie sich dieser See in so einem ständigen Wandel befindet,

Da mögen Wesen sein,

Die an der Oberfläche oder unter der Oberfläche leben und sich bewegen,

Bemerken,

Wie die Sonne tagsüber auf den See scheint und sich reflektiert,

Vielleicht die Wolken und der Himmel zu erkennen sind und vorbei wandern,

Und der See verändert sich auch,

Je nachdem,

Wie das Wetter gerade ist,

Manchmal da gibt es ruhige Tage,

Dann ist die Oberfläche glasklar und reflektiert alles mit der Präzision eines Spiegels fast schon,

Dann kannst du die Sonne erkennen,

Die Wolken,

Vielleicht sind da Vögel,

Die drüber hinwegfliegen oder auch Bäume,

Die am Ufer stehen,

Und in der Nacht siehst du dort an der Oberfläche vielleicht den Mond und die Sterne auf den kleinen Wellen,

Vielleicht sind da auch die Umrisse der Bäume oder Schatten,

Dann gibt es Zeiten,

Wo der See extrem ruhig ist und alles ganz klar ist und reflektiert wird,

Und es gibt Zeiten,

Da kommt Wind auf,

Dann gibt es kleinere Bewegungen an der Wasseroberfläche,

Ja,

Wie so ein ganz leichtes Gekräusel,

Und wenn der Wind stärker wird,

Dann entstehen da sogar Wellen,

Und wenn da Wellen sind,

Dann verschwinden die klaren Reflexionen,

Dann wird alles unruhig und so fragmentiert.

Auch die Jahreszeiten sorgen für Wandel beim See.

Es gibt Zeiten,

Wie zum Beispiel im Winter,

Wo Frost herrscht,

Dann kann die Oberfläche des Sees gefroren sein und fest,

Und doch ganz tief unten ist der See noch nicht gefroren,

Und dort herrscht auch Leben.

Im Sommer erwärmt sich der See,

Im Herbst liegen vielleicht Blätter drauf und die Oberfläche ist nicht zu erkennen,

Doch bleibt der See in seinem Wesen immer gleich.

Vielleicht ist es dir jetzt möglich,

So wie du hier liegst und atmest,

Selbst zu diesem See zu werden,

Das Bild in dein Bewusstsein zu nehmen und ein Stück mehr diesen See zu verkörpern.

Vielleicht kannst du so in deinem Bewusstsein mit der Offenheit und mit dem Mitgefühl für dich selbst die Zustände,

Die dort auf der Oberfläche und tief unten entstehen,

Genauso halten wie das Becken der Erde diesen See.

Immer mehr zum See werden und auch mit dem Bild des Sees atmen,

Von Augenblick zu Augenblick.

Das Bild des Sees und die Körperempfindung,

Die da entstehen und sich vielleicht verändern über die Zeit,

Immer weiter verschmelzen.

Erlaube dem Körper und dem Geist,

Offen und empfänglich zu werden,

Sodass alles,

Was von Augenblick zu Augenblick geschieht,

Klar reflektiert wird,

Was immer dieses auch sein mag.

Du erlebst vielleicht Augenblicke völliger Ruhe,

In denen die Spiegelung,

Ebenso wie das Wasser an der Oberfläche,

Völlig klar sind.

Und dann sind da vielleicht auch Augenblicke,

In denen die Oberfläche gestört,

Aufgewühlt oder vielleicht sogar schaumig ist.

Dann sind da die Spiegelung,

Ebenso wie der Blick auf die Tiefe des Wassers,

Für Momente verloren.

Während du hier so liegst,

Beobachte ganz einfach,

Was von Moment zu Moment in deinem Körper und Geist geschieht.

Vielleicht ziehen da am Himmel deines Geistes Gedanken vorbei.

Dann lass die auf dieser Oberfläche einfach mal spiegeln,

Nimm einfach wahr,

Wie sie vorbeiziehen.

Spüre diese Energien und beobachte sie auf die gleiche Weise,

Wie du das Spiel der sich ständig wandelnden Energien auf dem See beobachtest.

Den Wind,

Die Wellen,

Das Licht,

Die Schatten,

Die Farben,

Die Reflexion,

Bewegung und Stille,

Trübheit und Klarheit – alles spiegelt dieser See wieder.

Wahrnehmen,

Welche Wirkung Gedanken und Gefühle haben.

Beobachten,

Ob die Oberfläche und die Klarheit des Sees durch sie gestört wird.

Vielleicht wird dann das Wasser trüb.

Dann das einfach geschehen lassen.

Ein Moment dir erlauben,

Das zu beobachten.

Denn auch die Wellen und die Trübung gehören zur Natur des Sees,

Ebenso wie die Stille in der Tiefe ein Teil seiner Natur ist.

Werde dir bewusst,

Dass dieser See in der Tiefe immer still ist,

Selbst dann,

Wenn die Oberfläche sich zum Schäumen aufwühlt,

Und es zulassen,

Immer mehr und mehr mit der Ganzheit des Sees in Kontakt zu kommen und zu verschmelzen,

Nicht nur mit der Oberfläche,

Sondern auch mit seiner Tiefe,

Wo die Stille herrscht.

Wenn du hier mit dem Bild des Sees liegst und praktizierst,

Ist es vielleicht auch möglich,

Die Gedanken und Gefühle,

Die da unruhig,

Traurig oder auch verzweifelnd sind,

Oder wenn wir uns auch mit schwierigen Dingen auseinandersetzen müssen,

Die Oberfläche durch Gedanken und Gefühle gestört ist,

Einen Raum in der Tiefe zu finden,

Der die Stille beherbergt,

Um das Vertrauen zu haben,

Dass dieser Raum immer da ist und dir in jedem Augenblick,

Egal ob du hier liegst oder beschäftigt im Leben bist,

Dass dieser Raum dir zur Verfügung steht,

Und auch so mit dem Bild des Sees und der Stille in der Tiefe einen Moment atmen,

Immer mehr mit diesem Bild des Sees verschmelzen,

Spüren,

Wie sich alles von Moment zu Moment verändert und beobachte,

Wie Empfindungen,

Gedanken,

Gefühle und auch Geräusche kommen und gehen,

Während du ganz einfach hier liegst,

In Stille und Frieden,

Das ganze Spiel der Gedanken und des Körpers vorbeiziehen lassen,

Ohne es zu beeinflussen,

Und erlaube dir,

Alles in deinem Gewahrsein zu halten,

Von Moment zu Moment und von Atemzug zu Atemzug.

Einige Momente noch mit diesem Bild des Sees hier liegen und atmen,

Und vielleicht,

Wenn dich dieses Bild anspricht,

Ist es dir auch möglich,

Und dann möchtest du dich vielleicht auch im Alltag damit verbinden,

Wenn es mal trüb ist oder der See sich aufschäumt,

Dich genau damit wieder zu verbinden,

Um den Raum der stillen Tiefe bewusst anzusteuern und zufrieden zu finden.

Einige Momente,

Die erlauben,

Noch so zu liegen und zu atmen.

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