
Schweizerdeutsch - Gedanken Am Strand Loslassen
Nimm mit mir die korrekte Meditationshaltung anhand der 7 Gesten vom Kum Nye ein und lass dich danach mit einer wunderschönen Visualisierung an einen Strand leiten und dort die Gedanken ans Meer abgeben.
Transkription
Bevor wir starten,
Nehmen wir die Meditationshaltung ein vom Kum-Nye,
Vom tibetischen Heil-Yoga.
Die besteht aus sieben Gesten,
Die wir nacheinander miteinander durchgehen,
Damit wir eine optimale Sitzhaltung haben für die Meditation.
Als erstes setze dich mit verschränkten Beinen auf ein Kissen oder ein Yoga-Kissen und achte dich darauf,
Dass das Becken höher sein soll als deine Beine.
Mit der zweiten Geste lässt du deine Hände mit der Handfläche nach oben ganz bequem und entspannt auf deinen Knien knüren.
Auch deine Schultern und Arme dürfen sich jetzt völlig entspannen.
Du darfst auch nochmal deine Schultern kreisen lassen,
Von vorne nach hinten.
Und sie dann einfach sitzen lassen.
Mit der dritten Geste achten wir uns darauf,
Dass unsere Wirbelsäule aufgerichtet ist.
Das heisst,
Wir machen dann einen geraden Rücken,
Bleiben aber nicht starr,
Sondern am besten durch dich einmal fest aufrichten und dann lässt du dich etwas locker.
Nicht,
Dass du ein Buckel machst.
Schon gerade bleiben,
Aber nicht verkrampfen.
So stellen wir sicher,
Dass die Energie von unten nach oben fliessen kann.
Mit der vierten Geste kannst du nochmal deine Hand lösen und kannst dein Kinn mit deinem Zeigefinger etwas anzutippen,
Sodass es etwas nach hinten geht.
Gleichzeitig strickst du dich noch mehr,
Deine Wirbelsäule,
Und setzt dich noch gerader an.
Mit der fünften Geste darfst du deine Augen entweder schliessen oder halb geöffnet haben.
Wenn du sie halb geöffnet hast,
Dann richte deinen Blick an den Boden vor dir.
Egal,
Ob du sie offen oder halb geöffnet hast,
Versuche einmal einen ganz sanften und mitfühlenden Blick aufzulegen.
Wie eine Mutter,
Die ihr Kind betrachtet.
Voller Liebe.
Mit der sechsten Geste darfst du dein Maullicht öffnen,
Den Unterkiefer,
Der manchmal so fest verspannt ist,
Hängen lassen,
Ganz entspannt Ruhe lassen.
Mit der siebten und letzten Geste kannst du die Zungenspitzen oben am Gaumen legen,
Hinter die Schneidezähne,
Und sie dann einfach dort in Ruhe lassen.
Das sind jetzt die sieben Gesten.
Gute Meditationshaltung.
Die versuchen wir jetzt beizubehalten,
In dieser Zeit,
In der wir meditieren.
Wenn du merkst,
Dass du rausgefallen bist,
Oder dass dein Rücken sich plötzlich rundet,
Dann einfach wieder zurückgehen mit dem nächsten Atemzug.
Wieder einrichten,
Wieder einrücken.
Und falls dir dein Bein oder dein Fuss einschläft,
Dann darfst du dich selbstverständlich auch bewegen.
Vielleicht den Fuss ausstrecken.
Die Zehen etwas bewegen und schauen,
Dass dein Bein wieder aufwacht.
Das soll dir bequem sein.
Das soll aber auch alles schön fliessen können.
Dann nehmen wir miteinander drei tiefe Atemzüge ein.
Und aus.
Einatmen,
Bis im Bauch.
Ausatmen.
Und dann einfach ganz im Tempo.
Versuche einfach,
Bis im Bauch hinein zu atmen.
Dass sich der Bauchdeckel etwas wölbt und wieder senkt.
Schön den Atem im ganzen Körper verteilen.
Lass dich erden.
Verbinde dich mit dem Boden.
Indem du spürst,
Wie du hier sitzt.
Wie dein Füttchen auf dem Kissen ist.
Wie deine Beine und Füsse den Boden berühren.
Nimm das mal ganz bewusst wahr,
Wie sich das anfühlt.
Lass dich gegen den Boden ziehen.
Lass deine Beine schwer werden.
Verbinde dich mit deinem Atem.
Du kannst dir auch vorstellen,
Wie du Wurzeln schlägst.
Wie aus deinen Beinen und Füssen Wurzeln wachsen.
Die sich in die Mutter Erde hineinwurzeln.
Wie sie immer weiter wachsen.
Und dir dadurch wie einem Baum ganz viel Stabilität geben.
Wie sie sich halten,
Egal was für einen Sturm kommt.
Du bist ganz da.
In diesem Moment.
Für dich.
In deinem Raum.
Verwurzelt.
Einfach nur am Atmen ein und aus.
Du merkst,
Wie sich alles etwas mehr entspannt.
Wie dein Herz ruhiger schlägt.
Gleichzeitig fühlst du dich etwas stärker,
Geerdeter,
Ruhiger.
Einfach ganz fest wohl in deinem Körper.
Stell dir vor,
Wie du an einen Strand läufst.
Du kommst von oben in den Sand.
Deine Füsse berühren den Sand und sinken leicht ein.
Der Sand fühlt sich ganz weich und warm auf deinen Füssen.
Du läufst über den Sand,
Das hat nichts an dem Strand.
Ganz leer,
Nur du,
Der Strand.
Und vor dir das Meer.
Die Wellen ganz sanft hin und her.
Und hin und her rauschen.
Du läufst am Wasser entgegen.
Die langsamen Schritte lassen dir Zeit.
Du spürst die Wärme.
Du hörst,
Wie die Wellen sich bewegen,
Das Rauschen der Wellen.
Vielleicht hörst du auch mal Vögel und Möwen schreien.
Sonst ist es ganz still an dem Strand.
Du spürst die Sonne,
Die Wärme,
Es ist ein wunderbarer Tag.
Blauer Himmel,
Wenige Wolken.
Während du am Wasser zuläufst,
Wird das Rauschen von mehreren Leuten.
Das Wasser kommt und das Wasser geht.
Du beschliesst,
Dich in den Sand zu setzen.
Entweder so,
Dass du dich oben am Meer hinsetzt,
Dass sich das Wasser nicht berührt.
Wenn du willst,
Darfst du auch ein bisschen weiter ins Meer hineinlaufen und dich dort hinsetzen,
Sodass das Wasser dich nicht berührt.
Egal,
Wo du bist,
Setz dich hin.
Versuche,
In deiner Vorstellung die sieben Gesten einzunehmen.
Einen schönen Schneedersitz,
Einen geraden Rücken,
Die Hände auf den Knien.
Dann darfst du dich entspannen am Meer,
Das Wasser zuhören.
Wenn du jetzt viele Gedanken hast und nicht abschalten kannst,
Viele Sorgen vielleicht,
Es kommen dir Bilder,
Es kommen dir Erinnerungen,
Dann lass mehr deine Gedanken weg,
Mehr.
Stell dir vor,
Du kannst einen Gedanken am Wasser geben,
Sobald die Welle dich zukommt.
Nimm deinen Gedanken ins Wasser und lass sie einfach gehen,
Sobald die Welle auch wieder zurückgeht ins Meer.
Du kannst dir auch vorstellen,
Dass dein Gedanke ein Wassertropfen wird und in das Meer hineinplumpst,
Wie die Welle den Gedanken mitnimmt.
Du darfst die Erde abgeben und wieder zurück an seinen Ursprung gehen.
Dein Kopf darf etwas klarer werden,
Ruhiger,
Stiller.
Wenn der nächste Gedanke kommt,
Kommt bestimmt die nächste Welle.
Dann darfst du auch diesen Gedanken abgeben und auch diesen darf ich mir verschwinden.
Jetzt lass uns sitzen hier an diesem schönen Ort.
Lass uns atmen.
Lass uns Gedanken abgeben und lass uns einfach sein für ein paar Minuten in Stille.
Der Gedanke kommt,
Die Welle kommt und der Gedanke darf gehen.
Dann spüre nochmal den Sand unter deinen Beinen,
Unter deinen Füssen.
Spüre nochmal die Wärme auf deiner Haut von der Sonne.
Nimm diese Stille nochmal wahr,
Das Rauschen des Meeres.
Das einzige Geräusch,
Das es gibt.
Dann lassen wir langsam das Meer voller Dankbarkeit verlassen.
Dass es all unsere Gedanken angenommen hat.
Dass wir Energie aufdanken durften.
Dass wir ruhig bleiben durften.
Und dass wir ein bisschen mehr Sonnenschein im Herzen haben.
Mit dieser Welle darfst du auch in den Strand zurücklaufen.
Mach mal den warmen Sand zwischen den Zähnen warm.
Dann lass das Bild langsam verblassen vom Meer.
Spüre wie du hier in deinem Raum bist.
Wie du hier sitzt,
Wie du geerdet bist.
Wie du aufrecht bist,
Entspannt.
Vielleicht hat sich auch ein Lächeln auf dein Gesicht gezaubert.
Dann lass uns nochmal miteinander atmen.
Dreimal tief bis in den Bauch einatmen.
Zurückkommen im Körper.
Anfangen zu bewegen.
Den Rücken ein bisschen hin und her.
Wippen.
Vielleicht strecken,
Vielleicht recken.
Die Hände bewegen,
Die Finger.
Und vielleicht auch die Füsse.
Strecken.
Den Kopf ein bisschen hin und her.
Wieder aufwachen.
Die Augen aufmachen.
Und wieder ganz ankommen.
Ich danke dir,
Dass du mitgemacht hast.
Ich hoffe,
Du konntest einen Moment abschalten.
Ich wünsche dir alles,
Alles Gute und bis zum nächsten Mal.
Namaste
Treffen Sie Ihren Lehrer
4.7 (7)
Neueste Bewertungen
Ähnliche Meditationen
Trusted by 35 million people. It's free.

Get the app
