
Alle Gefühle ganz dasein lassen
In dieser Meditation tasten wir uns langsam an deine Stimmung und deine Gefühle heran. Gemeinsam öffnen wir uns all dem, was da in uns ist. Wir laden alle Anteile und Gefühle ein, die gerade dasein möchten. Du lernst, dass du dich selbst und deine Gefühle und Anteile halten kannst.
Transkription
Genau,
Ja,
Ich würde sagen,
Lasst uns doch direkt erstarten.
Ihr könnt es euch bequem machen,
Euch den Platz suchen für die Meditation.
Dann kommen vielleicht nochmal die Schultern ein bisschen lockern und kreisen,
Wenn ihr merkt,
Ihr seid ein bisschen angespannt.
Dann darfst du gerne deine Augen schließen,
Ankommen,
Vielleicht nochmal ausatmen.
Ganz einfach wahrnehmen,
Wie deine Stimmung gerade ist,
Wie es dir jetzt geht.
Und dich ganz neugierig und liebevoll auch fragen,
Was fühle ich gerade?
Du brauchst nicht nach einer Antwort suchen oder dich anstrengen.
Wenn wir suchen,
Finden wir alle möglichen Gefühle manchmal auch,
Die können wir sogar erzeugen.
Aber uns interessiert,
Was ist von alleine da.
Was ist jetzt gerade da?
Uns interessiert nicht,
Was gestern da war,
Was morgen da sein wird.
Nur jetzt,
Weil das ist das Einzige,
Was wirklich da ist.
Jetzt zu schauen,
Vielleicht ist deine Stimmung etwas Heiteres oder etwas Trauriges,
Etwas Unruhiges oder etwas Ruhiges.
Vielleicht ist das Gefühl stark,
Vielleicht ist es aber auch nur ganz,
Ganz sanft.
Und du lässt es einfach so da sein,
Wie es da sein will.
Du willst nicht,
Dass es stärker wird,
Dass es weniger wird,
Dass es weg geht.
Sondern du sagst gewissermaßen diesem Gefühl oder dieser Stimmung,
Dem,
Was du jetzt wahrnehmen kannst,
Du darfst jetzt genauso da sein,
Wie du da sein willst.
Und du kannst kommen,
Wann du willst und du kannst auch gehen,
Wann du willst.
Du kannst nur ganz kurz da bleiben oder du kannst auch länger da sein,
Was du brauchst.
Du darfst mich nur ganz sanft bewegen oder den größten Aufruhr in mir verursachen.
Ich bin einfach da und gebe dir den Raum,
Den du als Gefühl brauchst.
Lass mich von dir bewegen.
Nehme vielleicht wahr,
Welche Botschaft mit diesem Gefühl verbunden ist.
Und so kannst du das Gefühl oder das,
Was du gerade wahrnimmst,
Auch fragen.
Gibt es was,
Was du mir gerade mitteilen möchtest?
Und dann bist du ganz offen für die Antwort.
Du kannst ganz intuitiv das Gefühl zu dir sprechen lassen.
Du kannst ihm zuhören.
Und wenn wir das so sehen können,
Dass die Gefühle uns was sagen wollen,
Können wir wirklich offen dafür sein,
Welches Gefühl da sein möchte.
Dann können wir auch aufhören,
Gefühle in schlechte und gute Gefühle zu teilen,
Weil jedes Gefühl eine Botschaft für uns hat,
Uns in eine bestimmte Richtung bewegt.
Wenn wir es lassen,
Wenn wir es nicht unterdrücken,
Dann können wir uns bewegen lassen von den Gefühlen.
Dann geht es auch nicht mehr darum,
Wie will ich mich fühlen?
Oder das ständige Verlangen,
Ich will,
Dass es mir besser geht.
Weil wir sehen,
Dass jedes Gefühl wichtig ist und es dann nichts zu werten gibt.
Eine Wut kann gut sein,
Weil sie uns hilft,
Grenzen zu setzen,
Uns zu schützen.
Zum Beispiel eine Trauer kann gut sein,
Um etwas loszuwerden,
Um etwas zu betrauern und zu verabschieden.
Jede Angst kann gut sein,
Um uns entweder im Jetzt zu schützen oder aber um zu schauen,
Wann diese Ängste entstanden sind,
Was uns die Angst sagen will,
Damit wir uns besser kennenlernen.
Und so wäre es total schade,
Wenn wir sagen,
Ich möchte zum Beispiel immer nur Freude im Leben,
Weil es uns berauben würde an dieser Vielfalt,
An diesen Botschaften.
Dann wäre das Leben sehr,
Sehr eintönig.
Wenn wir aufhören,
Die Gefühle zu bewerten,
Dann können wir für jedes Gefühl und jede Botschaft dankbar sein.
Für jede Energie dankbar sein,
Weil das einfach nur Energien sind,
Die sich durch uns hindurch bewegen.
Wenn wir nicht im Weg stehen,
Wenn wir keinen Widerstand zeigen.
Widerstand bedeutet,
Ich will mich nicht bewegen lassen von dem Gefühl.
Wenn ich die Wut nicht will,
Will ich keine Grenzen setzen,
Dann lasse ich mich vielleicht ausnutzen.
Auch nur ein Beispiel.
Und so kann es ganz vielfältig sein,
Wohin uns diese Gefühle bewegen wollen.
Von etwas weg zu etwas hin.
Und dem können wir wirklich trauen.
Die Gefühle sind deine innere Wahrheit zu dem jetzigen Moment.
Die können nicht lügen.
Unsere Gedanken können das schon.
Das heißt,
Wenn du eine Entscheidung zu treffen hast,
Ist es viel schöner,
Dich zu fragen,
Welches Gefühl ist da?
Was bewegt mich?
In welche Richtung bewegen mich die Gefühle?
In welche Richtung der Entscheidung?
Und wenn wir solche Dinge gefühlsmäßig beantworten wollen,
Ist die Antwort meistens relativ einfach und klar und offensichtlich.
Solange wir uns nicht einmischen mit dem Kopf,
Weil dann gibt es hin und her und was auch zu bestimmten Zeiten sinnvoll sein kann,
Dann schaut man sich das hin und her an.
Aber nur dein jetziges Gefühl kann dir sagen,
Was gerade wichtig für dich ist.
Und so kannst du auch jetzt nochmal die Frage nach innen richten.
Was fühle ich jetzt?
Hat sich etwas verändert?
Ist ein Gefühl dazugekommen?
Ist eins abgeflossen?
Hat sich nichts verändert?
Und du bist für alles offen.
Ist da nichts?
Und ich hoffe,
Du kannst den Unterschied wahrnehmen zwischen ich möchte mich so und so fühlen.
Ich mache jetzt eine Meditation,
Damit ich ruhig werde,
Damit ich friedlich bin.
So sind viele Meditationen.
Aber sie versetzen uns in einen falschen künstlichen Zustand.
Wenn Ruhe von alleine da ist,
Gut.
Wenn Unruhe von alleine da ist,
Auch gut.
Und dann bist du frei.
Weil wenn du immer etwas tun musst,
Dich anstrengen musst,
Damit es gut für dich ist,
Damit du das akzeptieren kannst,
Wie du dich fühlst.
Wenn du erst etwas wegschieben musst,
Damit es okay ist,
Dann bist du gefangen in einer ständigen Anstrengung,
In einem ständigen etwas ändern müssen und etwas tun müssen,
Damit es dir gut geht.
Das lohnt sich nicht,
Weil es sehr viel Energie verbraucht,
Anstatt mit dem zu sein,
Was gerade da ist.
Und es wäre auch eine Art von sich selbst belügen,
Sich etwas einreden und vormachen,
Wo man eigentlich weiß,
Unter diesem Oberflächlichen ist eine ganz andere innere Wahrheit.
Und so kannst du alles Oberflächliche,
Künstliche einfach loslassen.
Brauchst es nicht.
Es dient dir auch nicht.
Und es raubt dir Energie.
Wenn du stattdessen bei dem bist,
Was jetzt gerade bei dir da ist,
Dann bist du bei deinem Kern.
Dann bist du wirklich bei dir.
Nicht bei einer Version von dir,
Die du gerne hättest oder die du gerne wärst.
Und das wäre so,
Als würden wir uns selbst leugnen oder uns selbst andauernd wieder sagen,
So wie du dich jetzt gerade fühlst,
Das ist nicht in Ordnung.
Es sollte dir besser gehen,
Anders gehen.
Auch trügerisch das typische,
So schlecht geht es dir auch wieder nicht,
Stell dich nicht so an.
Anderen Menschen geht es schlechter.
All das sorgt dafür,
Dass wir unsere innere Wahrheit leugnen und uns selbst betrügen.
Und das ist traurig.
Und wir alle haben das schon mal gemacht.
Haben uns selbst und das,
Wie es uns gerade wirklich geht,
Ignoriert.
Und es ist dann so,
Als würden wir uns selbst ignorieren.
Und das genaue Gegenteil ist,
Sich selbst ernst zu nehmen,
Sich selbst wert zu schätzen,
Sich selbst zu lieben und mit allem da zu sein,
Was gerade bei dir da ist und da sein möchte.
Und das ist auch wahre Selbstannahme.
Wenn du dich nicht mehr nur annimmst,
Wenn es dir gut geht,
Wenn da irgendwas ist,
Was du akzeptieren kannst,
Sondern wenn du dich immer annimmst,
Egal wie es dir geht,
Mit allen Gefühlen,
Die da sind.
Wenn du nicht nur die halbe Seite und die halbe Wahrheit,
Sondern beide Seiten und die ganze Wahrheit sehen möchtest.
Deine ganze Wahrheit und all deine Seiten.
Oft verstecken wir verschiedene Seiten,
Wir sprechen dann von Schattenseiten,
Vor anderen.
Aber das Schlimmere ist,
Dass wir diese Seiten auch vor uns selbst verstecken und verheimlichen.
Als wir zum Beispiel sagen,
Ja,
Da ist oft Wut oder oft Angst,
Aber ich möchte kein wütender oder kein ängstlicher Mensch sein und zack,
Sind diese Gefühle eingekesselt,
Unterdrückt und dürfen nicht da sein.
Dabei hat jedes Gefühl seine Berechtigung,
Seine Botschaft,
Möchte dich bewegen,
Ist einfach da und verdient es ganz sicher nicht,
Weggeschoben oder eingesperrt zu werden.
Es ist so,
Als würdest du einen Teil von dir begraben.
Weil wir die Vorstellung vielleicht haben,
Dann sind wir ein besserer Mensch.
Dann geht es uns besser,
Aber es stimmt nicht,
Weil irgendwas in uns spürt,
Ist es nicht ganz stimmig oder der Körper ist deswegen die ganze Zeit angespannt.
Oder wir denken ganz,
Ganz viel,
Irgendwas verschiebt sich dann,
Weil diese unterdrückten Emotionen,
Die Energie,
Die ist dann woanders.
Die denkt dann ganz viel,
Die macht den Körper angespannt.
Das heißt,
Unterdrückte Emotionen führen immer zu mehr Leid,
Zu Unruhe,
Zu vielen Gedanken,
Zu Anspannungen.
Aber wir glauben,
Wenn wir das bloß wegdrücken,
Dann ist es vielleicht besser.
Aber das Gegenteil ist der Fall.
Du mit allen Facetten,
Mit allen Emotionen,
Mit allem was da ist,
Bist genauso gut.
Und wenn es etwas Perfektes gibt,
Dann genau das,
Wenn alles da sein kann.
Und dafür kannst du dich jetzt nochmal öffnen für dich selbst,
Mit allem was dazu gehört,
Mit allen Anteilen,
Mit allen Gefühlen,
Mit allen Facetten.
Und du kannst dich selbst halten,
Mit allem,
Was da ist und was da sein möchte.
Und dann nimm gerne nochmal einen Atemzug und atme über den Mund aus.
Schau,
Wie es dir geht und auch wenn du jetzt langsam die Augen öffnest,
Dass du dabei bleibst.
Dass das Öffnen der Augen nicht bedeutet,
Ich schiebe wieder etwas weg,
Sondern dass du auch mit geöffneten Augen alles in dir siehst und da sein lassen kannst.
Ja,
Danke,
Dass du dabei warst heute.
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