
Liebevolle Güte für uns selbst (MSC)
by Anja Benesch
Schenke dir selbst mit nährenden Worten das, was du jetzt in diesem Moment brauchst. Spüre in deinem Körper, wie wohltuend es ist, solche Worte zu hören. Umgib dich selbst mit liebevoller Güte, indem du Sätze findest und diese einübst. In dieser angeleiteten Übung werden dir folgende Beispiele gegeben, falls du bislang keine eigenen Sätze hast: Möge ich gesund sein. Möge ich mich sicher fühlen. Möge ich frei sein von Angst. Möge ich mich verbunden fühlen. Möge ich mich so lieben, wie ich bin.
Transkription
Liebevolle Güte für uns selbst.
Diese Selbstmitgefühlsübung kannst du im Sitzen oder im Liegen machen,
Ganz wie es jetzt gerade passend für dich ist.
Such dir also jetzt zu Beginn erstmal eine angenehme Haltung,
Nimm dir Kissen und Decken bzw.
Alles was du jetzt brauchst,
Um dir die Praxis angenehm zu gestalten.
Und nimm dir jetzt auch Zeit,
Dich in dieser Haltung niederzulassen.
Wenn du soweit bist,
Schließe deine Augen halb oder ganz,
Ganz so wie sich das jetzt richtig anfühlt für dich.
Nimm jetzt wahr,
Wie dein Körper hier liegt oder sitzt.
Die Unterlage,
Der Boden,
Die Erde unter dir,
Die dich tragen,
Ohne dass du irgendwas tun musst.
Der Himmel und der Raum über dir,
Die sich ausdehnen in alle Richtungen,
Alles da sein lassen,
So wie es ist.
Und du sitzt oder liegst da,
Kannst jetzt einfach sein,
Ohne irgendwas Bestimmtes tun zu müssen.
Sei dir dessen gewahr,
Spür deinen Körper und wenn du möchtest,
Dann leg jetzt eine Hand oder beide Hände auf dein Herz oder irgendeine andere Stelle im Körper,
Wo das jetzt beruhigend oder wohltuend wirkt.
Vielleicht unterstützend.
Und spür dann die Wärme deiner Hand,
Deiner Hände,
Den sanften Druck,
Den Kontakt.
Und schau,
Ob du bereit bist,
Diese Geste mit einer Absicht zu verbinden,
Dich dir selbst und deiner Erfahrung mit Freundlichkeit,
Mit Offenheit und Neugier zuzuwenden.
Du kannst deine Hand oder deine Hände dort liegen lassen oder sie jetzt einfach zurücklegen.
Nimm dir jetzt ein wenig Zeit,
Um ganz in deinen Körper hinein zu spüren,
Zu fühlen,
Was dort ist.
Und schau,
Ob du alle Empfindungen,
Gedanken und Gefühle einfach kommen und gehen lassen kannst.
So wie Wolken,
Die am Himmel vorüberziehen.
Sei der Himmel,
Der dieses Wolkenspiel einfach geschehen lässt.
Lass deine Aufmerksamkeit sanft und freundlich sein und richte sie jetzt auf die Bewegung deines Atems im Körper.
Fühle deinen Atem dort,
Wo du ihn am deutlichsten spürst.
Und verbinde dich mit dem sanften Rhythmus deines Atems.
Du musst ihn dabei nicht irgendwie beeinflussen oder kontrollieren.
Lass ihn einfach so fließen,
Wie er ist und beobachte diesen Fluss deines Atems.
Wenn deine Aufmerksamkeit abschweift,
Achte einfach wieder auf die sanfte Bewegung,
Die dein Atem hervorruft und verankere deine Aufmerksamkeit dort.
Werde ganz innig damit.
Während du atmest,
Erlaube dir selbst,
Gewahr zu werden,
Wie es sich anfühlt,
Genau jetzt in deinem Körper zu sein.
Spüre dieses Einfachsein,
Das Lebendigsein.
Der Atem erinnert uns daran immer wieder mit seinem sanften Rhythmus,
Das Ein- und Ausatmen.
Löse jetzt langsam den Fokus deiner Aufmerksamkeit vom Atem und lass diesen im Hintergrund des Gewahrseins sein.
Beginne jetzt damit,
Dir selbst Wörter oder Sätze anzubieten,
Die zu deinen Bedürfnissen genau in diesem Moment passen.
Wörter,
Die dir etwas bedeuten,
Die für dich stimmig sind,
Einfach,
Klar,
Aufrichtig und freundlich.
Wenn du bereits Sätze hast,
Die dir etwas bedeuten,
Dann nutze diese.
Wenn du keine Sätze hast,
Dann probiere einfach mal folgende Sätze aus.
Ich gebe dir einige Beispiele.
Möge ich gesund sein.
Möge ich mich sicher fühlen.
Möge ich frei sein von Angst.
Möge ich mich verbunden fühlen.
Möge ich mich so lieben,
Wie ich bin.
Wenn du dich gut fühlst und dir gerne etwas mehr liebevolle Güte entgegenbringen willst,
Dann sind vielleicht Sätze passend wie Möge ich glücklich sein.
Und wenn du geradezu kämpfen hast und etwas Mitgefühl brauchst,
Vielleicht Sätze wie Möge ich frei sein von Leid.
Versuche,
Worte zu finden,
Die dir genau jetzt guttun.
Wiederhole deine Sätze immer wieder.
Lass dich von ihnen umgeben sein.
Umgib dich selbst mit Worten der Liebe und des Mitgefühls.
Wenn du bemerkst,
Dass deine Aufmerksamkeit abschweift,
Dann spüre erneut in dein Körper hinein und kehre zu deinen Sätzen zurück.
Verankere deine Aufmerksamkeit in den Worten.
Lass deine Stimme dabei sanft und freundlich sein.
Sprich liebevoll mit dir.
Es gibt nichts zu tun,
Nichts zu erreichen.
Einfach nur in wohlwollenden Worten baden.
Sie aufnehmen.
Worte,
Die du hören möchtest.
Schau,
Ob du den Worten erlauben kannst,
Wahr zu sein.
Wenn auch nur jetzt für diesen Moment.
Erlaube den Worten in jeder Zelle deines Körpers zu resonieren.
Vielleicht spürst du in deinem Körper,
Wie wohltuend die Worte sind.
Löse dich jetzt allmählich von den Sätzen und ruhe einfach in der Erfahrung deines Körpers und deines Atems.
Verweile still mit deiner Aufmerksamkeit in deinem Körper.
Spür nach und schau,
Ob du allem erlauben kannst,
Raum zu haben.
Ob du mit allem,
Was du jetzt vielleicht wahrnimmst,
Einfach so da sein kannst.
Es so lassen kannst,
Wie es ist,
Ohne irgendwas verändern zu müssen.
Wenn du die Klangschale hörst,
Öffne langsam und sanft deine Augen.
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