
Kurze Selbstmitgefühlspause bei Angst und Unsicherheit
by Anja Benesch
Stärke dich und begegne dir selbst und deiner Angst und Unsicherheit offen und liebevoll. Erkenne dabei dahinter liegende Bedürfnisse wie das nach Sicherheit, Stabilität, Harmonie, Verbundenheit oder Zuneigung. Ein mutiges Erkunden der damit verbundenen Gefühle und Körperempfindungen erlaubt dir eine liebevolle Antwort auf deine Erfahrungen, gestützt durch die drei Schritte der Selbstmitgefühlspause: Achtsamkeit, gemeinsames Menschsein und Selbstfreundlichkeit.
Transkription
Kurze Selbst-Mit-Gefühls-Pause bei Angst und Unsicherheit Diese kurze Version der Selbst-Mit-Gefühls-Pause kann dir helfen,
Dir selbst und deiner Angst und Unsicherheit offen und liebevoll zu begegnen und deine dahinterliegenden Bedürfnisse anzuerkennen.
Du brauchst für diese Übung keine besondere Haltung einnehmen.
Sie lässt sich auch jederzeit gut im Alltag anwenden.
Vielleicht erlebst du ja genau jetzt einen angstvollen Moment.
Falls dem nicht so ist,
Dann denk jetzt bitte an eine Situation oder einen schwierigen angstvollen Moment der jüngeren Vergangenheit.
Es ist nicht notwendig,
Da ganz tief in die Geschichte einzutauchen.
Bitte überleg für einen Moment,
Welches deiner Bedürfnisse in einem angstvollen Moment nicht erfüllt ist.
Vielleicht ist es das Bedürfnis nach Sicherheit,
Nach Stabilität,
Nach Gesundheit,
Nach Harmonie.
Vielleicht ist es das grundlegendste Bedürfnis,
Das wir alle teilen.
Das Bedürfnis nach Liebe.
Nimm dir jetzt einen Moment Zeit,
Darüber nachzudenken.
Schau,
Ob du das Bedürfnis benennen kannst,
Das in einem angstvollen Moment nicht erfüllt ist.
Nimm dir hier auch einen Moment Zeit dafür,
Zu überlegen,
Wie das für dich in einem angstvollen Moment erlebbar ist.
Mache dir dabei klar,
Welche Gefühle du dabei spürst.
Vielleicht Angst,
Unsicherheit,
Unruhe,
Verzweiflung.
Vielleicht irgendein anderes Gefühl.
Versuch,
Das stärkste Gefühl zu erkennen und zu benennen.
Nimm dabei auch dein Körper wahr und achte darauf,
Welche Empfindungen dort spürbar sind.
Gehe in Kontakt mit dem körperlich wahrnehmbaren Unbehagen.
Vielleicht merkst du muskuläre Anspannung,
Enge,
Kribbeln oder einen raschen Herzschlag.
Fühle einfach,
Was du fühlst,
Ohne es zu bewerten.
Das ist heilsam.
Erinnere dich jetzt nochmal daran,
Welches deiner Bedürfnisse gerade nicht erfüllt ist.
Vielleicht das Bedürfnis nach Sicherheit oder Stabilität oder was auch immer du für dich herausgefunden hast.
Bleibe mit deiner Aufmerksamkeit nun bei diesem Bedürfnis.
Wir gehen jetzt durch die drei Schritte der Selbstmitgefühlspause.
Der erste Schritt hilft uns,
Achtsam zu sein und ganz klar zu erkennen und zu benennen,
Was wir fühlen und was wir brauchen.
Du kannst zum Beispiel zu dir selbst sagen,
Dies ist ein schwieriger,
Angstvoller Moment.
Das ist Angst.
So fühlt es sich an,
Wenn Menschen Angst haben.
Ich sehne mich nach Sicherheit.
Ich brauche Stabilität.
Du kannst dir auch deine ganz eigenen Worte finden.
Schau,
Dass sie sich stimmig anfühlen für dich,
Wenn du sie laut oder leise zu dir selbst sagst.
Lass deine Stimme dabei freundlich und langsam sein.
Wiederhole die Worte einige Male für dich.
Im zweiten Schritt der Selbstmitgefühlspause vergegenwärtigen wir uns,
Dass wir als Menschen alle miteinander verbunden sind und vieles teilen,
Vieles gemeinsam haben.
Wir alle teilen zum Beispiel das Bedürfnis nach Liebe und nach Sicherheit.
Schau,
Was du jetzt zu dir selber sagen kannst,
Um genau dies anzuerkennen.
Hier sind einige Beispiele.
Ich bin nicht alleine mit meiner Angst.
Anderen geht es genau wie mir.
So fühlt es sich an,
Wenn Menschen unsichere Zeiten durchleben.
Wir alle haben vor irgendetwas Angst und sehnen uns nach Liebe und Sicherheit.
Möge ich mein eigenes Bedürfnis wichtig nehmen.
Möge ich mein eigenes Bedürfnis und auch die Bedürfnisse anderer wichtig nehmen.
Auch hier kannst du deine ganz eigenen Worte wählen.
Schau,
Was dir jetzt hilft,
Dich mit anderen verbunden zu fühlen.
Für den dritten und letzten Schritt lege deine Hände nun auf eine oder mehrere Stellen an deinem Körper,
Wo sich das jetzt unterstützend und beruhigend anfühlt.
Vielleicht ist es genau da,
Wo du das körperliche Unbehagen jetzt am meisten spürst.
Leg dort die Hände hin,
Spüre die Wärme deiner Hände und ihren sanften Druck auf deinem Körper.
Schau,
Ob du dir selbst erlauben kannst,
Dich durch diese beruhigende Berührung unterstützt zu fühlen.
Jetzt übe mir Selbstfreundlichkeit und Selbstfürsorge.
Einfach,
Weil auch dir das zusteht und weil dein eigenes,
Persönliches Bedürfnis wichtig ist.
Spüre weiter die Unterstützung durch deine Hände und schau,
Was du dir selbst sagen kannst.
Vielleicht so etwas wie,
Ich kümmere mich um die Erfüllung meiner Bedürfnisse,
So gut ich das kann.
Möge ich mir selbst geben,
Was ich brauche.
Möge ich frei sein von Angst.
Möge ich mich sicher fühlen.
Möge ich gesund sein.
Möge ich mich verbunden fühlen.
Möge ich mich so lieben und akzeptieren,
Wie ich bin.
Mich selbst und andere.
Wenn dir das schwer fällt,
Dann denk jetzt mal an eine gute Freundin oder einen guten Freund,
Die oder der einen angstvollen,
Schwierigen Moment erlebt.
Was würdest du zu dieser Person sagen?
Welche Nachricht würdest du ihm oder ihr aus deinem Herzen zukommen lassen?
Und schau mal,
Ob du dieselben Worte jetzt an dich selbst richten kannst.
Du kannst die einzelnen Schritte der Selbstmitgefühlspause jetzt oder im Alltag jederzeit wiederholen.
Einzeln oder zusammen.
Du kannst auch jetzt einfach damit fortfahren,
Die beruhigende Berührung deiner Hände zu spüren und dir Worte zu sagen,
Solange dir das gut tut.
Auch über den Klang der Klangschale hinaus,
Der jetzt formal das Ende dieser Übung einläutet.
Mögest du frei sein von Angst und Unsicherheit.
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