30:11
30:11

Vom Tun zum Sein

by Vilas Turske

rating.1a6a70b7
Bewertet
4.8
Group
Aktivität
Meditation
Geeignet für
Alle
Aufrufe
34

Vilas weist auf die Dominanz des Tuns in unserem Alltag hin. Wir verlieren uns in den Aufgaben und Anforderungen, sind in einer nimmer endenden Kette von Reaktionen gefangen. Es gibt eine ganz einfache Möglichkeit, dem zu entkommen.

Transkription

Ich begrüße euch alle ganz herzlich,

Wo immer ihr seid,

Wir wandern gemeinsam heute vom Tun zum Sein.

Dieses innere Sein,

Das ist eigentlich das,

Wo wir immer sein könnten,

Wenn wir wüssten,

Wie wir an diesen Ort kommen,

Auch in unserem Alltag.

Es ist eigentlich alles sehr,

Sehr einfach.

Aber wir sind Menschen,

Die sehr geprägt sind von ihrem Tun,

Die sehr geprägt sind von dem,

Was sie meinen,

Wer sie sind und was sie erfüllen müssen und welche Pflichten sie erfüllen müssen.

Und das führt dazu,

Dass wir ununterbrochen irgendwo hinter einer Erwartungshaltung herrennen,

Die wir unbedingt erfüllen möchten.

Und was sich dort abzeichnet,

Ist ein Aktionsmuster,

Was von außen aus dem Tun irgendwann vielleicht mal nach innen kommt.

Was wir eigentlich können und was tief in uns angelegt ist,

Ist die Fähigkeit,

Dass das Tun dem inneren Wunsch,

Unser Sein und wie wir uns in unserem Sein fühlen,

Mit den Menschen um uns herum zu teilen.

Also ein Weg von innen nach außen,

Nicht von außen nach innen.

Und vor diesem Hintergrund jetzt sind wir an einem Ort,

Wo wir gemeinsam immer wieder suchen und wir alle sind auf diesem Weg der Suche,

An den Ort zu kommen,

Der eigentlich schon da ist und den wir eigentlich gar nicht suchen müssen.

Denn er ist tief in uns eigentlich angelegt.

Und wenn ich heute mit euch jetzt hier meditieren darf,

Dann ist auch dieses Meditieren schon wieder etwas,

Was wir in unserer Vorstellung im Äußeren erfahren.

Wir sagen,

Wir möchten jetzt meditieren,

Also etwas tun.

Und im Grunde genommen ist einfach der Weg,

Den wir nach innen gehen können und den wir nach innen gehen,

Wenn wir die Aufmerksamkeit nach innen richten,

Der ist eigentlich schon da.

Das heißt,

Die Meditation ist eigentlich immer da,

Wenn wir uns diesen Ort der Stille schenken.

Und diesen Ort der Stille,

Den versuche ich jetzt mit euch heute so ein bisschen rauszufinden.

Wie komme ich da relativ zügig,

Einfach,

Ohne große Komplikationen hin?

Und dafür bitte ich euch jetzt erstmal einen Moment,

Euch komfortabel einzurichten.

Wir können sitzen,

Wir können liegen,

Wenn uns die Aufmerksamkeit erhalten bleibt.

Und das,

Was ich mir jetzt von euch wünsche,

Ist einfach aufmerksam zu sein.

Nicht auf etwas gerichtet,

Sondern einfach aufmerksam zu sein.

Achtsam,

Aufmerksam,

Jetzt an diesem Ort.

Aufmerksamkeit ist für uns auch immer wieder verbunden,

Dass wir sagen,

Ich achte jetzt auf das.

Und ich bin jetzt aufmerksam und höre aufmerksam zu.

Ich bin aufmerksam und schaue genau hin.

Ich möchte einfach den Zustand der Aufmerksamkeit.

Nicht im Hören,

Nicht im Sehen,

Denn wenn ich aufmerksam bin,

Ist das sowieso alles da.

Also einfach,

Ich bin jetzt für einen Moment die Aufmerksamkeit.

Einfach aufmerksam.

Und wenn ich aufmerksam bin,

Dann erfahre ich mich sofort hier sitzend,

Hier und jetzt.

Das sind die einzigen beiden Dinge,

Die jetzt da sind.

Das hier und das jetzt.

Und da wir jetzt hier sitzen,

Erfahren wir uns.

Ich erfahre mich,

Wie ich einatme.

Und ich erfahre mich,

Wie ich ausatme.

Ich atme ein.

Ich atme aus.

Und aufmerksam atme ich ein.

Und aufmerksam atme ich aus.

Und ich weiß,

Dass ich einatme.

Und ich weiß,

Dass ich ausatme.

Da ich jetzt ganz bei meinem Atem bin,

Sind alle meine Gedanken,

Die sich mit der Vergangenheit beschäftigen,

Nicht mehr da.

Ich bin hier.

Und ich bin jetzt hier.

Ohne Vergangenheit.

Ich weiß,

Dass ich einatme.

Und ich weiß,

Dass ich ausatme.

Meine Aufmerksamkeit richtet sich auf das Atmen und auf das Jetzt-Hier-Sein.

Und dadurch lösen sich auch alle meine Ideen und Konzepte auf,

Die ich für die Zukunft habe und die noch vor wenigen Minuten in meinem Kopf waren.

Das Morgen,

Was geschieht nächste Woche,

Was geschieht heute Abend als nächstes.

Meine Pläne,

Meine Vorhaben,

Auch die lasse ich alle gehen,

Weil ich nur ganz achtsam in diesem Moment bin.

Ich atme ein.

Ich atme aus.

Und diese Gedanken an den Atem binden immer wieder meine Gedanken an das,

Was jetzt ist.

Und da ich nur beim Atem bin und nur im Jetzt und im Hier,

Kann ich auch die Gedanken gehen lassen,

Die mich beschreiben.

Also das,

Was ich meine,

Wer ich bin.

Das,

Von dem ich ausgehe,

Das macht mich aus.

Alle die Geschichten,

Alle die Stories,

Alles,

Was sich mit diesem Ich verbindet,

Die können wir auch gehen lassen.

Es ist nur noch das,

Was jetzt in diesem Moment ist.

Keine Vergangenheit,

Keine Zukunft und keinerlei Konzepte,

Die sich mit dem Ich beschäftigen.

Ich weiß,

Dass ich einatme.

Ich weiß,

Dass ich ausatme.

Ich erfahre mich,

Wie ich atme.

Erfahre meine Atemzüge.

Sie sind so fein,

Aber für mich jetzt so deutlich wahrnehmbar,

Dass ich ihnen folgen kann.

Ich folge meiner Einatmung.

Die ganze Länge der Einatmung.

Und ich folge meiner Ausatmung.

Die ganze Länge meiner Ausatmung.

Das sind die einzigen Gedanken,

Die ich im Moment habe.

Ich folge meinem Atem jetzt und hier.

Und ich erfahre mich wieder,

Wie ich einatme.

Und ich erfahre mich,

Wie ich ausatme.

Der Atem wird immer ruhiger.

Ein innerer Raum öffnet sich,

In dem ich mich gerade befinde.

Hier und jetzt.

Erlebe mich in diesem inneren Raum,

Einatmend,

Ausatmend.

Ohne Vergangenheit.

Ohne Zukunft.

Nur noch atmend in diesem Raum des Seins.

Unbeschwert.

Leicht.

Offen.

Das,

Was ich jetzt erlebe,

Ohne Anbindung.

So etwas wie meine Essenz.

Mein Sein.

Nicht limitiert.

Endlos.

Immer da.

Nicht veränderbar.

Falls irgendwelche Gedanken kommen,

Unser Geist hat es nicht gerne,

Dass wir so in die Stille gehen,

So zu uns gehen.

Dann nehmen wir den Atem wieder.

Fokussieren auf das Einatmen.

Auf das Ausatmen.

Dann sind die Gedanken wieder weg.

Gibt es nur noch den Gedanken der Atmung jetzt hier.

Und ich kann wieder an diesen Ort gehen,

Der mich ausmacht,

Mein Selbst.

Leicht.

Friedlich.

Hell.

Leicht.

Freudvoll.

Immer da.

Immer zugänglich.

Es braucht einfach den Wunsch,

Es anzunehmen.

Es tun zu wollen.

Diesen Wunsch,

Das Tun nach innen zu verlagern.

Aus diesem Raum,

Diesem inneren Raum,

Sich nach außen zu öffnen.

Aber das Bewusstsein dieses Raums und die Erfahrung,

Die wir jetzt machen,

Ist eine Erfahrung,

Die uns eine wahre Dimension von uns zeigt,

Das,

Was wir wirklich sind.

Es ist so einfach.

Und es fühlt sich so gut an.

Ganz bei mir.

Dieses Aufgehen in einer Form von Ich bin.

Dieses tiefe,

Innere Sein.

Richten die Aufmerksamkeit wieder behutsam auf den Atem.

Ich erfahre mich,

Wie ich einatme.

Ich erfahre mich,

Wie ich ausatme.

Und es ist dieses achtsame Atmen,

Was uns an diesen inneren Ort führen kann.

So leicht.

Tiefer Atem gibt uns wieder das Gefühl des Körpers zurück.

Können die Schultern leicht anheben.

Uns nochmal aufrichten,

Den Körper wieder wahrnehmen.

Aus dem Tun zum Sein.

Aufgehend in diesem Raum könnt ihr gerne noch bei euch verweilen.

Auch einen Moment in diesem Raum bleiben.

Das,

Was sich für euch jetzt gut anfühlt.

Danke euch fürs Dasein,

Fürs Mitmachen.

Wir haben immer die Möglichkeit,

Dorthin zu gehen,

Wo wir gerade waren,

Um wieder an den Punkt zu kommen,

Der uns wirklich ausmacht.

Namaste

4.8 (6)

Neueste Bewertungen

Lisa

February 25, 2026

Danke Vilas! Diese halbe Stunde war eine Wohltat 🙏

© 2026 Vilas Turske. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

How can we help?

Sleep better
Reduce stress or anxiety
Meditation
Spirituality
Something else