
Mein letzter Tag
Mein letzter Tag geführte meditation
Transkription
Und jetzt machen wir eine geführte Übung,
Wo wir uns vorstellen,
Dass heute,
Jetzt,
Der letzte Tag in unserem Leben ist.
Und eine Vorstellung,
Die da empfohlen wird,
Ist,
Wir stellen uns vor,
Wir liegen in unserem Bett,
Vielleicht im Krankenhaus,
Aber vielleicht auch zu Hause.
Und die Situation ist so,
Dass wir mit einiger Wahrscheinlichkeit annehmen können,
Heute ist der letzte ganze Tag,
Vielleicht morgen noch ein halber Tag.
Wir könnten einige Momente dieses Bild auf uns wirken lassen,
Im Bett,
Die Hände auf der Decke,
Den Kopf gut unterstützt,
Sodass wir in den Raum hineinschauen können.
Und dann fragen wir uns,
Wen würde ich gerne noch einmal sehen,
Bevor ich sterbe.
Und hören in uns hinein,
Lauschen,
Schauen,
Welche Namen da auftauchen,
Welche Bilder,
Wen wollen wir noch einmal sehen,
Heute,
An diesem letzten Tag in unserem Leben.
Wen wollen wir noch einmal sehen?
Wir brauchen nicht alle Menschen zu erinnern,
Die wichtig sind,
Aber einige,
Das reicht.
Bei wem wollen wir uns noch bedanken?
Wir können an die Menschen denken,
Denen gegenüber wir Dankbarkeit empfinden für das,
Was wir mit ihnen erlebt haben,
Was sie uns gegeben haben.
Und es ist jetzt gleichgültig,
Ob die noch leben oder schon gestorben sind.
Wir denken an sie und bedanken uns,
Mit ein,
Zwei Sätzen.
Wenn wir möchten,
Können wir uns vorstellen,
Dass sie in einem Kreis um uns herum sitzen,
Um das Bett herum.
Das Bett steht in der Mitte des Raumes und drumherum.
Wir bedanken alle die Menschen,
Denen wir danken,
Um uns herum,
Einige dieser Menschen,
Denen wir danken.
Es brauchen nicht alle zu sein.
Und dann denken wir an Menschen,
Die wir um Verzeihung bitten.
Vielleicht haben wir ihnen irgendwann einmal wehgetan,
Unabsichtlich oder weil wir es nicht besser verstanden haben,
Weil wir nicht anders konnten zu der Zeit.
Und wir bitten sie um Verzeihung,
Mit einem Satz oder zwei.
Und wir können uns vorstellen,
Dass diese Menschen einen zweiten Kreis um uns herum bilden,
Oder einige dieser Menschen,
Diejenigen,
Die wir um Verzeihung bitten.
Und wir stellen uns vor,
Dass sie uns tatsächlich verzeihen.
Und schließlich denken wir an Menschen,
Die uns wehgetan haben.
Vielleicht haben wir ihnen schon verziehen,
Dann tun wir es noch einmal.
Wir schauen sie an und sagen ein,
Zwei Sätze,
Was wir ihnen verzeihen,
Was sie uns zugefügt haben.
Und vielleicht gibt es auch Menschen,
Denen wir bislang noch nicht verzeihen konnten,
Und wir versuchen das jetzt.
Angesichts der Tatsache,
Dass wir vielleicht nur noch einen Tag leben,
Verzeihen wir ihnen um unseres eigenen Seelenfriedens willen,
Damit wir loslassen können,
Damit wir leichter gehen können.
Und die Personen,
Denen wir verzeihen,
Was sie uns zugefügt haben,
Bilden einen dritten Kreis um uns herum.
Oder zumindest einige dieser Personen.
Wenn wir einige von ihnen nicht in unserer Nähe haben wollen,
Nehmen wir das zur Kenntnis.
Wenn wir einige noch nicht verzeihen können,
Nehmen wir das zur Kenntnis,
Aber wir versuchen es.
Und zum Abschluss verabschieden wir uns von diesen Menschen,
Denen wir dankbar sind,
Die wir um Verzeihung gebeten haben,
Denen wir verziehen haben.
Und sie stehen auf und verlassen durch die Tür uns gegenüber den Raum.
Mit einem freundlichen Blick sie gehen.
Wir lassen sie los und die Tür schließt sich hinter der letzten Person.
Und für eine Weile ruhen wir in dem,
Was größer ist als wir.
Im lebendigen Raum,
In dem alles entsteht,
In dem alles existiert und in dem hinein sich wieder alles auflöst.
Wir ruhen im lebendigen Raum,
In dem alles kommt und geht.
Und wir wissen,
Unser tiefstes Wesen ist dieser lebendige Raum.
Die tiefste Bedeutung von ich ist,
Ich bin dieser lebendige Raum.
Offen,
Klar,
Feinfühlig,
Offen,
Unfassbar,
Unbeschreibbar.
Die Klarheit in der Wissen und Nichtwissen aufscheinen.
Feinfühlig,
Lebendig,
Nah,
Ungeboren,
Ungeschaffen,
Unbeschreibbar,
Unfassbar.
Und in diesem Wissen vergeht alle Furcht.
Dieser lebendige Raum,
In dem alles entsteht,
Existiert und in dem hinein sich auch wieder alles auflöst.
Offen,
Klar,
Feinfühlig.
Das ist jenseits von Leben und Tod.
Tod und Leben erscheinen darin.
Sein und Nichtsein erscheinen darin.
Jenseits aller Gegensätze.
Das ist die tiefste Existenz,
Das höchste.
Die Natur,
Das Wesen von Leben.
Lebendiger Raum.
Raumhafte Klarheit.
Und das bin ich.
Die tiefste Bedeutung von ich.
Jenseits von Leben und Tod.
Und aus diesem lebendigen Raum manifestieren wir uns in unserer gewöhnlichen Gestalt.
Gesund und munter,
Hier in diesem Raum.
Und mit uns erscheint die ganze Welt.
Dieses kleine Ich,
Diese Körper-Geist-Verbindung von uns,
Von anderen.
Alles was existiert,
Entsteht in jedem Augenblick aus diesem lebendigen Raum.
Darin sind wir immer verbunden.
Darin sind wir ungetrennt.
Auch wenn wir unterschiedlich aussehen,
Unterschiedliche Gedanken,
Empfindungen,
Erinnerungen,
Prägungen haben.
Und jetzt fassen wir diese Übung zusammen.
Bringen sie auf den Punkt mit der Frage,
Was ist mir klar geworden durch die Übung oder klarer.
Und vielleicht kommt ein Bild,
Ein Wort oder ein Satz,
Die unsere Einsicht auf den Punkt bringen.
Und wir lassen das auf uns wirken,
Damit der Eindruck tief wird.
Und dann widmen wir die Erfahrung,
Geben ihr eine Richtung,
Angeregt durch die Frage,
Wie soll sich diese Übung auf mein Leben auswirken.
Mögen wir durch die Betrachtung,
Durch das Nachdenken über unsere Sterblichkeit,
Durch das Nachdenken über unseren Tod,
Uns klar werden über unsere Beziehung,
Unsere Beziehung zu den Menschen,
Denen wir etwas verdanken.
Mögen wir verzeihen lernen und um Verzeihung bitten lernen,
Angeregt durch diese Übung.
Und mögen wir so unbeschwerter,
Leichter,
Mit mehr Gelassenheit und Freude leben.
Zu unserem Wohl und dem aller Beteiligten.
Mögen alle Wesen glücklich sein.
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