
Brahmavihāra Mediation - die 4 himmlischen Verweilzustände
Brahmavihāra ist ein buddhistischer Begriff und bedeutet „Die vier himmlischen Verweilzustände“. Diese vier Qualitäten unseres Herzens kultivieren wir in dieser Meditation. Diese sind: Metta bzw. Mudita = liebende Güte Karuna = Mitgefühl Mudita = Mitfreude Upeksa = Gleichmut
Transkription
Meditation zu den Brahma-Viharas,
Den vier himmlischen Verweihzuständen.
Komm in einem bequemen Sitz an,
Etwas erhöht,
So dass du stabil und gleichzeitig leicht aufgerichtet sitzen kannst.
Die Kopfkrone strebt in Richtung Decke.
Atme ein paar Mal tief ein und aus,
Um hier anzukommen.
Das erste der vier Brahma-Viharas ist Metta oder Mudita,
Die liebende Güte.
Zieh deine Sinne,
Deine Aufmerksamkeit in dein Herz.
Verbinde dich mit einem Gefühl von Liebe und Wohlwollen in deinem Herzen.
Werde weicher,
Innerlich wärmer.
Und dann aus einem Gefühl von Verbundenheit und Wohlwollen und Glück allen Wesen gegenüber,
Sprich innerlich die folgenden Sätze.
Mögen ich und alle Wesen gesund sein.
Mögen ich und alle Wesen sicher sein.
Mögen ich und alle Wesen glücklich sein.
Mögen ich und alle Wesen mit Leichtigkeit leben.
Das zweite der vier Brahma-Viharas ist Karuna,
Das Mitgefühl.
Mitgefühl mit dem Schmerz oder der Trauer,
Dem Leid anderer.
Denke an einen Freund oder eine Person,
Die Schmerz oder Trauer erlebt hat.
Vielleicht eine schlimme Krankheit oder ein Verlust,
Ein Schicksalsschlag oder ein Trauma.
Vielleicht ist es eine Person,
Die du nicht kennst.
Ein Flüchtling,
Ein Obdachloser,
Ein Straftäter.
Vielleicht jemand,
Über den du mal einen Bericht gehört oder gesehen hast.
Ohne zu urteilen,
Ohne dich getrennt von dieser Person zu fühlen.
Stell dir vor,
In einem Boot mit dieser Person zu sitzen.
Betrachte diese Person auf Augenhöhe,
Nicht von oben herab.
Aus deinem Herzen heraus empfinde mit dieser Person,
Sodass du einen Teil dieses Leidens in dir spüren kannst.
Lass das Schicksal dieser Person so nahe an dein Herz kommen,
Dass du im Herzen berührt bist und du wie ein Zittern oder Beben des Herzens verspürst.
Dieses Mitgefühl lähmt dich nicht,
Zieht dich nicht hinunter oder schwächt dich,
Als würdest du dir das Leid der anderen aufladen.
Aber es berührt dich tief in deinem Herzen,
Weil du weißt,
Du bist nicht getrennt von dieser Person.
Vielleicht kann man die Umstände,
Warum es der Person so geht,
Wissen,
Vielleicht können wir sie nicht wissen.
Vielleicht können wir es nachvollziehen oder verstehen,
Vielleicht können wir es nicht.
Wir wissen aber,
Das Leid dieser Person geht mich etwas an.
Denke dir,
Das könnte genauso ich sein oder ein Freund von mir.
Vielleicht hatte ich nur Glück in meinem bisherigen Leben,
Mit den Umständen,
Dem Land,
Der Familie,
In die ich hineingeboren wurde.
Vielleicht hätte es mir genauso passieren können oder kann mir genauso passieren.
Aus dieser inneren Haltung heraus fühl dich verbunden und in deinem Herzen berührt.
Atme dann ein paar mal tief ein und aus und lass das Gefühl von tiefem Mitgefühl wieder los.
Das dritte der Brahma-Viharas ist Mudita,
Die mit Freude.
Lass uns nun in ein tiefes Gefühl von Wohlbefinden und Freude gehen.
Stell dir vor,
Du stehst in der Natur,
In einer schönen Landschaft oder auf dem Gipfel eines Berges und die Sonne scheint dir in dein Gesicht.
Vielleicht hebst du ein bisschen dein Gesicht der Sonne entgegen,
Sodass noch mehr der wärmenden Sonnenstrahlen dich berühren können.
Du fühlst die Wärme auf deinen Wangen,
Auf deinem Kinn,
Auf deiner Stirn.
Die Rückseiten deiner Augenlider beginnen heller zu werden.
Lass dich ganz auf diese Vorstellung ein.
Dein Gehirn erkennt den Unterschied zwischen der Vorstellung und der tatsächlichen Situation nicht und du stellst es dir vor,
So gut du kannst.
Fühle die Wärme und das Licht der Sonne auf deinem Gesicht.
Erlaube dieser Energie in deinen Kopf zu sinken,
In dein Gehirn,
In deine Kehle.
Lass es den Nacken hinunter fließen.
Spür dieses wohlige Gefühlen dir,
Das in dir eine Freude,
Eine Zufriedenheit auslöst.
Lass das Gefühl weiter nach unten fließen über die Schlüsselbeine,
Die Schultern,
Den Schultergürtel,
Die Arme hinunter,
Über deine Brust,
Den Bauch,
Über den Rücken und deine Seiten,
Den gesamten Weg hinunter durch dein Becken zu den Beinen,
Hinunter bis zu den Füßen,
Bis in deine Zehen und dann weiter bis in die Erde.
Bemerke jegliche Veränderung deines Bewusstseins,
Die stattgefunden hat,
Aufgrund dieser einfachen Übungen.
Nimm nun dieses Gefühl,
Das du hast,
Auch wenn es nur ganz leicht ist und lasse es deutlicher,
Stärker und größer werden.
Wenn es eine Farbe ist,
Wird sie heller,
Wenn es ein Geräusch ist,
Wird es lauter,
Wenn es ein Geschmack ist,
Wird es süßer.
Ganz bewusst vergrößere es.
Intensiviere es nochmal.
Bemerke,
Wie frisch und klar es ist.
Das Gefühl,
Das vorher nicht da war,
Ist jetzt da.
Ein wunderschönes Gefühl in dir.
Dieses subtile Gefühl in deinem Körper.
Intensiviere es noch einmal.
Verdopple es.
Verdreifache es.
Und während es heller und lauter und süßer und lebendiger wird,
Lade ich dich ein,
Deinen Körper zu öffnen.
Dein Gesicht,
Deinen Brustkorb,
Dein Herz und lasse es ein.
Lasse es tief in dich sinken.
In deinen ganzen Körper.
Lasse deinen ganzen Körper durchtränkt sein von der Wärme und dem Licht.
Und es dringt nicht nur in deine Haut,
Sondern auch in deine Muskeln,
In deine Knochen,
Sogar in deine DNA.
Lass es dich komplett umgeben und einhüllen.
Und genieß es einfach für einige Sekunden.
Lebe dieses Gefühl von innen heraus.
Blicke aus diesem Gefühl von innen heraus auf die Welt.
Aus diesem Gefühl von innerer Freude Wohlbefinden.
Blicke auf die anderen Menschen in deiner nächsten Umgebung,
Vielleicht in diesem Raum oder im nächsten Raum oder in der nächsten Wohnung oder dem nächsten Haus.
Und empfinde mit Freude,
Mit dem Glück,
Das sie verspüren und der Freude,
Dass sie verspüren.
Und lass dieses innere Gefühl,
Das du in dir trägst,
Sich ausweiten auf all die Menschen um dich herum.
Immer weiter und immer weiter.
Aus tiefem Herzen,
Verbunden in der Freude mit allen Wesen.
Atme hier nochmal tief ein und lang aus.
Lass diesen Zustand von Wärme und Licht und tiefer Freude und Wohlbefinden ein wenig abeppen.
Und lass ein Gefühl von Gelassenheit in deinem Inneren auftauchen.
Eine innere Ausgeglichenheit.
Und so kommen wir zu dem Vierten der Brahma-Viharas,
Dem Gleichmut.
Erinnere dich noch einmal an das Gefühl von Schmerz,
Leid und Trauer.
Und erinnere dich nochmal an dieses unglaubliche Gefühl der Freude,
Wenn alles hell,
Warm,
Süß und freundlich war.
Und dann finde Gleichmut,
Als würdest du wie durch die Präsenz des Augenblicks schweben,
Mitfühlend mit dem Leid der anderen,
Dich freund für das Glück der anderen.
Und doch frei und leicht und gelassen,
Innerlich friedlich.
Ein Gefühl gleichen Mutes zu sein,
Komme was da wolle.
Ein Gefühl,
Das keine Gleichgültigkeit ist,
Mehr eine innere Kraft,
Die deinen Blick und deiner inneren Haltung Zuversicht und Gelassenheit gibt.
Wie ein tiefes Vertrauen,
Eine stille Kraft in dir,
Die dich durch alle Aufs und Abs des Lebens mit Gelassenheit tragen wird.
Spür nochmal nach.
Atme dann nochmal tief ein.
Lang aus.
Komm mit deiner Aufmerksamkeit,
Mit deiner Präsenz wieder mehr und mehr hier an.
Auf der einer Sitzerhöhung,
Spür den Boden,
Das Kissen,
Den Stuhl unter dir.
Nimm den Raum um dich wahr.
Wenn die danach ist,
Dann atme nochmal tief ein und aus.
Senke dann langsam deinen Kopf.
Öffne deine Augen.
Und wenn du soweit bist,
Dann heb deinen Blick,
Um ganz wieder hier im Raum anzukommen.
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