
Vergebungsmeditation
Vergebung ist eine zentrale Meditationstechnik die gerade zu Beginn aber geübt werden muss. Diese geführte Meditation will dabei helfen.
Transkription
Die Vergebungsmeditation fordert als allererstes die Erkenntnis,
Dass es weniger darum geht,
Dass andere dir vergeben,
Sondern dass es eine Arbeit an dir selber ist und dass es darum geht,
Dass du dir vergeben kannst.
Dass du dir vergeben kannst,
Was du anderen in Gedanken,
Worten und Werken getan hast.
Vergebung fängt also bei dir an,
Bei deinem Empfinden,
Bei deiner Wahrnehmung und darum soll es hier gehen.
Setz dich auch recht hin.
Sitze bequem und entspannt,
Die Schultern hängen locker herunter,
Deine Hände sind gefaltet,
Der Kopf ist gerade und die Augen geschlossen.
Und nun atme einige Male tief ein und wieder aus.
Richte deine ganze Aufmerksamkeit auf dein Ein- und Ausatmen.
Achte darauf,
Wie sich dein Brustkorb bei jedem Atemzug hebt und senkt.
Spüre,
Wie der Atemzug sich seinen Weg durch deinen Körper bahnt.
Beginnt bei der Nasenspitze,
Strömt durch die Nase,
Durch den Hals,
Tief in deinen Körper.
Während du nun aufrecht sitzt und auf deinen Atem achtest,
Spüre einmal in deinen Körper hinein und achte auf mögliche Verspannungen.
Wenn du eine Stelle in deinem Körper findest,
Die jetzt im Moment noch angespannt ist,
Die voller Spannung ist,
Dann kannst du deine Hand auf diese Stelle legen und einige Male ganz bewusst den Atem auf diese Stelle lenken.
Stell dir vor,
Dass dein Atem eine kühle Brise ist,
Die diesen verspannten Ort durchströmt.
Atme ruhig und gelassen weiter,
Wenn wir nun gemeinsam die Vergebungsmeditation beginnen.
Es kann sein,
Dass während der Meditation Trauer oder Wut oder Ohnmacht als Gefühl in dir aufkommt.
Und das ist völlig in Ordnung und ganz normal.
Nimm das einfach wahr als Gefühl,
Das da ist und mach mit deiner Meditation weiter.
Schäm dich nicht,
Wenn du zwischendrin weinen musst,
Wenn du traurig bist.
Das gehört dazu.
Bitte nun als allererstes um Vergebung für dich selbst.
Jeder von uns benimmt sich manchmal ein wenig ungeschickt und verletzt andere aus Schmerz oder Angst,
Obwohl wir es eigentlich nicht wollen.
Auch du hast durch Gedanken,
Worte oder Taten andere Lebewesen verletzt.
Gehe die Situation durch,
Wo du anderen wehgetan hast und bitte um Vergebung.
Bitte vergib mir,
Dass ich dich verletzt habe.
Menschen handeln nur aus zwei Gründen ungeschickt.
Aus Angst oder Schmerz.
Seid dir dessen bewusst.
Nun bitte um Vergebung für alle Fälle,
In denen du dich selbst aus Zorn,
Angst,
Unwissenheit verletzt hast.
Lass die Bilder in dir aufsteigen,
Schau sie an und bitte um Vergebung.
Nimm dir Zeit für diese Übung.
Sei offen für alle Gefühle,
Gedanken und Bilder,
Die jetzt kommen.
Atme ruhig und gelassen weiter.
Bitte vergib,
Dass ich mich verletzt habe.
Nun betrachte deine eigenen Wunden,
Die dir durch andere zugefügt wurden.
Mach dir klar,
Dass andere sind wie du.
Sie handeln oft aus Angst,
Schmerz und Verwirrung.
Andere Menschen haben dich verletzt.
Aus Angst oder Schmerz.
Ich vergebe dir,
Dass du mich verletzt hast.
Versuch dir eine Situation vorzustellen,
In der ein anderer dich verletzt hat.
Es kann sein,
Dass das durch etwas geschehen ist,
Das dieser Mensch gesagt oder getan hat.
Vielleicht auch,
Was er nicht getan hat.
Stell dir diese Situation vor.
Atme ruhig und gelassen weiter.
In dem Maß,
Wie du dazu bereit bist,
Kannst du lautlos die Worte wiederholen.
Ich vergebe dir,
Dass du mich verletzt hast.
Du hast aus Schmerz oder Angst gehandelt und ich vergebe dir.
Du kannst in jedem Teil nun die Person vor dein inneres Auge holen,
Sie ganz nahe zu dir holen und sie um Vergebung bitten oder ihr selbst vergeben.
Versuche dabei,
Ehrlich und natürlich zu sein.
Wenn du dies tust,
Bleibe nah bei deinem Herzen und spüre,
Ob es weiter oder leichter wird.
Zum Ende der Meditation spreche diese Worte lautlos nach.
Bitte vergib mir,
Dass ich dich verletzt habe.
Bitte vergib,
Dass ich mich verletzt habe.
Ich vergebe dir,
Dass du mich verletzt hast.
Möge ich glücklich und friedvoll sein.
Möge ich in Harmonie sein.
Möge ich befreit sein von Gier,
Hass und Verblendung.
Möge ich den tieferen Frieden in mir erkennen.
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