
Meditation für inneren Halt und Ruhe
Wie kann es sein, dass ein Baum schief steht und nicht umkippt? Die Antwort: Es sind seine Wurzeln und die Wurzeln seiner Nachbarbäume, die ihn halten und tragen. Es ist ein: Halten und Gehalten werden. Anlehnend an diesen Impuls erfährst du in dieser Meditationen, wie du den Halt in dir selbst finden kannst, und du lernst, wie du ebenso Unterstützung von außen annehmen kannst. Es ist genau dieses Wechselspiel, dass uns die größten Herausforderungen im Leben meistern lässt. Die Meditation ist geeignet für jeden, der die eigene Perspektive und Wahrnehmung erweitern möchte.
Transkription
Halten und gehalten werden.
Die folgende Meditation ist entstanden,
Als ich vor kurzem auf einen Baum geblickt habe und dieser Baum stand so unglaublich schief,
Dass ich mich gefragt habe,
Wie kann es sein,
Dass dieser Baum nicht umfällt?
Und die Antwort ist,
Dass der Baum zum einen gehalten wird von seinen eigenen Wurzeln,
Die tief und weit in die Erde reichen und gleichzeitig wird er eben auch gehalten von den Wurzeln der Bäume,
Die um ihn herum stehen.
Und genau an diesem Bild setzt diese Meditation an.
Finde einen aufrechtend bequemen Sitz und dann schließt deine Augen,
Lass alles was heute schon war und was noch kommt,
Alles was dich jetzt noch beschäftigt,
Lass das alles los.
Pack das für die nächsten paar Minuten in eine Schublade oder vielleicht imaginär vor deine Tür und entscheide dich jetzt ganz bewusst,
Deine komplette Aufmerksamkeit,
All deinen Fokus wirklich auf dich zu richten,
Dich selbst zu Prioritäten zu machen,
Dein Wohlergehen,
Deine innere Ruhe an erster Stelle zu setzen.
Und das alles ohne schlechtes Gewissen,
Nur für ein paar Minuten.
Ein paar Minuten Auszeit und Durchatmen.
Vielleicht merkst du schon,
Wie dein Atem ein kleines bisschen ruhiger wird.
Vielleicht merkst du,
Wie du deinen Atem überhaupt erstmal wahrnehmen kannst,
Bewusst ein- und ausatmest,
Bewusst den Atem durch den Körper schickst und wieder rausschickst.
Und während du so hier sitzt,
In Stille,
Nur mit dir selber,
Schau mal,
Wo in deinem Körper du gerade ganz besonders viel Halt spüren kannst.
Vielleicht spürst du den Halt im Kontakt zum Boden an deinen Füßen.
Vielleicht spürst du auch eine gewisse Stabilität,
Die aus deinem Becken herauskommt.
Dein Becken,
Das den Oberkörper trägt.
Vielleicht spürst du auch einen großen Halt in deiner Wirbelsäule.
Die Wirbelsäule,
Die dich aufrichtet,
Die von ganz unten,
Vom Steißbein bis ganz nach oben über den Hals ein Stück noch in den Kopf ragt.
Und vielleicht kannst du auch Halt in deinen Schultern spüren.
Die Schultern,
Die deine Arme links und rechts halten,
Denen Platz und Raum bieten.
Und zu bemerken,
Wie viele Stellen es doch in deinem Körper gibt,
Die dir Halt und Stabilität bieten.
Ähnlich wie der Baum seine Wurzeln hat,
Die ihn tragen,
So gibt es auch in deinem Körper ganz viele Anhaltspunkte,
Die dich tragen.
Und ebenso gut kann dein Atem ein guter Halt sein,
Ein Ankerpunkt sein,
An dem du dich immer wieder ausrichtest.
Und in all diesen Punkten,
In diesen Anhaltspunkten steckt auch Gehaltenwerden.
Der Atem,
Der dich hält und der Atem,
Der dich hält einfach so,
Ohne dass du dafür irgendwas tun musst.
Der Boden,
Der dich trägt,
Der da ist und der einfach so da ist,
Ohne dass du dafür irgendetwas leisten musst.
Die Luft,
Die Luft,
Die dich umgibt,
Die spürbar ist an deinen Händen,
In deinem Gesicht,
Die vielleicht nicht sichtbar ist,
Aber die dich trägt,
Die Schwerkraft,
Die dich trägt.
Das alles ist ein Halten und Gehaltenwerden,
Ein Tragen und Getragenwerden.
Und ebenso deine Atmung,
Mit der Einatmung,
In der du ganz viel Unterstützung,
Sauerstoff,
Alles was du von außen brauchst,
Aufnimmst.
Und die Ausatmung,
Bei der du abgibst,
Bei der du vielleicht auch ein Stück deiner Talente und Fähigkeiten anderen zur Verfügung stellst und du ihnen damit Halt bietest.
Ein Halten und Gehaltenwerden,
Ein Tragen und Getragenwerden,
Ein Nehmen und ein Geben.
Es ist genau dieses Wechselspiel,
Das es uns ermöglicht,
Die größten Stürme des Lebens durchzustehen,
Die größten Herausforderungen zu meistern.
Und auf dieses Wechselspiel können wir vertrauen.
Und in diesem Vertrauen finden wir unsere Ruhe.
Nimm an dieser Stelle nochmal zwei,
Drei tiefe Atemzüge und dann bring langsam wieder Bewegung in deinen Körper.
Wenn du bereit bist,
Öffne die Augen und nimm dieses Bild des Baumes mit seinen Wurzeln,
Dem Wurzelgeflecht seiner Mitbäume,
Der Idee des Halten und Gehaltenwerdens mit in dein Leben,
Mit in deinen Alltag.
Vielen Dank.
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