
Meditation - bewusst langsam werden
Wenn du beginnst, das Tempo zu drosseln und bewusst langsamer zu werden, dann wird auch dein Kopf stiller. Das ständige Denken, Planen und Grübeln tritt in den Hintergrund. Du findest zurück in einen ruhigeren Zustand – einen Ort, an dem Kreativität entstehen kann, an dem Bilder auftauchen dürfen, an dem du träumen kannst. All das ist schwer zugänglich, wenn du mitten im Trubel feststeckst und dich von Aufgabe zu Aufgabe bewegst. Denn: Wir sind keine Maschinen. Du kannst dich nicht einfach auf Knopfdruck umschalten. (So wie du beim Autofahren auch nicht von hundert auf null bremst – ohne dazwischen herunterzuschalten.) Diese Übung nimmt dich mit – Schritt für Schritt, in einen langsameren, weicheren Zustand. Dorthin, wo es stiller wird. Und wo oft genau das auftaucht, wonach du vielleicht die ganze Zeit suchst.
Transkription
Nimm dir einen Moment Zeit,
Um in deinem Körper anzukommen.
Schließ deine Augen oder lass den Blick weich und ruhig umherschweifen.
Und wenn du soweit bist,
Atme tief ein und lass mit einem sanften Säufzer los.
Vielleicht magst du noch ein paar tiefe Atemzüge nehmen,
Die erlauben,
Durchzuatmen.
Ganz weich,
Ganz ruhig.
Spür,
Wie du dich mit deinem Sitz verbindest.
Wie du in deine Sitzknochen singst.
Wie dich der Boden trägt.
Gleichzeitig spür das sanfte Anheben deines Scheitels Richtung Decke und all den Raum zwischen diesen beiden Polen.
Schaff Raum für deinen Atem.
Lass ihn frei fließen.
In deinen Bauch,
In deine Rippen,
In deinen Brustkorb.
Bis zu deinen Schultern.
Spür,
Wie sich dein Atem ganz von alleine beruhigt.
Wie er langsamer wird.
Leiser,
Weicher.
Lass sich dieses Gefühl in deinem ganzen Körper ausbreiten.
Erlaub dir,
Dass dein ganzer Körper weich wird.
Ganz besonders dort,
Wo du den Boden oder deine Unterlage berührst.
Und auch dort,
Wo dein Körper sich selbst berührt.
Vielleicht die Hände im Schoß,
Dort,
Wo die Beine sich kreuzen oder die Arme an deinen Seiten.
Ohne etwas zu verändern oder zu steuern.
Beobachte einfach,
Wie dein Atem kommt und geht.
Spür den kühlen Luftzug beim Einatmen durch die Nase.
Wie er sich durch deinen Körper bewegt und beim Ausatmen vielleicht durch den leicht geöffneten Mund wieder hinaus fließt.
Nimm auch die kleinen Pausen zwischen deiner Ein- und Ausatmung wahr.
Sie entstehen von ganz allein.
Begleite deinen Atem.
Spür,
Wie er dich bewegt.
Ganz sanft,
Ganz fein.
Vielleicht spürst du eine kleine Bewegung in deinem Bauch.
Ein Heben deiner Schultern.
Eine feine Vibration in deiner Kehle.
Eine Wärme in deinem Innern.
Lass dich von diesem Rhythmus tragen.
Wenn du magst,
Zähl leise mit.
Vielleicht bis vier beim Einatmen und bis vier oder fünf beim Ausatmen.
Und wenn es sich für gut anfühlt,
Dann lass den Atem ganz natürlich noch etwas länger werden.
Ganz mühelos.
Finde für einen Moment einen Rhythmus,
Der sich angenehm anfühlt.
Und dann lass das Zählen los.
Nimm einen tiefen,
Vollständigen Atemzug.
Atme ein durch deinen ganzen Körper.
Und mit einem sanften,
Langen Säufze wieder aus.
Lass deinen Atem jetzt wieder kommen und gehen,
Wie er möchte.
Ganz frei,
Ganz ohne ihn zu formen.
Nimm wahr,
Was sich verändert hat.
Was fühlst du jetzt gerade?
Was ist neu?
Was weicher?
Was präsenter?
Und dann nimm noch einen weiteren tiefen Atemzug und spüre,
Wie du langsam zurückkommst.
Ohne deine Augen zu öffnen oder dich zu bewegen.
Nimm deine Umgebung wieder bewusst wahr.
Wenn du möchtest,
Beginne dich zu dehnen,
Dich etwas größer zu machen,
Dich zurück in den Raum hinein zu bewegen.
Du kannst noch einen Moment hierbleiben.
Es gibt keinen Grund zur Eile.
Bleib so lange hier in dieser Pause,
Wie es dir gut tut.
Und komm erst dann zurück,
Wenn du bereit bist.
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