
Die Fülle des Augenblicks
In dieser Meditation sagen wir "Ja" zum Moment. Ich leite dich dazu an, die Fülle des Augenblicks wahrzunehmen und in dein Leben einzuladen. Die Meditation beginnt mit einer Zen-Geschichte. Im Anschluss folgt eine Achtsamkeitsübung.
Transkription
Herzlich Willkommen zur Meditation Die Fülle des Augenblicks In der heutigen Meditation richten wir den Fokus gemeinsam auf die Fülle,
Die jeder Moment in sich trägt.
Suche dir eine bequeme Position.
Wenn du magst,
Schließe deine Augen.
Erlaube dir,
All die Gedanken,
Die dich gerade beschäftigen,
Für die nächsten Minuten loszulassen.
Während dieser Meditation darfst du ganz bei dir sein.
Atme zunächst dreimal tief ein und wieder aus.
Du darfst dich in diesem Moment sowohl körperlich als auch innerlich komplett fallen lassen.
Atme tief ein und wieder aus,
Tief ein und wieder aus und noch einmal tief ein und wieder aus.
Während du in diesem Moment ankommst,
Möchte ich dir eine Geschichte erzählen.
Die Geschichte heißt Nur ein Augenblick.
Einst kam ein Fragender zu einem weisen Mann.
Er fragte den Weisen,
Wie es gelingen könnte,
Den Augenblick voll und ganz auszukosten,
Um etwas davon festhalten zu können.
Schließlich sei der Augenblick zu wertvoll und unwiederbringlich,
Als dass man ihn einfach so entschwinden lassen könne.
Was denkst du,
Fragte der Weise,
Wenn du versuchst,
Den Augenblick festzuhalten?
Ich denke jetzt,
Antwortete der Fragende.
Und dann,
Fragte der Weise,
In dem Moment,
In dem ich jetzt denke,
Ist der Augenblick auch schon verflogen und ich habe nichts mehr.
Festhalten kann ich nichts.
Du hast recht,
Erwiderte der Weise.
In dem Moment,
In dem du jetzt denkst,
Ist das jetzt schon vorüber.
Jetzt sagen nützt gar nichts.
Aber was soll ich tun,
Fragte der Andere.
Ganz gleich,
Was ich denke,
Der Augenblick ist sofort verflogen.
Du täuscht dich,
Sagte der Weise.
Ich will dir ein Geheimnis anvertrauen.
Versuche es einmal ganz anders.
Atme tief ein und wieder aus.
Höre auf den Schlag deines Herzens.
Schau,
Was jetzt gerade ist und sag dann ganz ruhig,
Ja.
In diesem Ja kostest du den gegenwärtigen Augenblick voll aus.
Das Ja verfliegt nicht wie das Flüchtige Jetzt.
Es bleibt bei dir und eröffnet dir die Fülle des Moments.
Das Ja ist stärker als Raum und Zeit.
Es verleiht dem Augenblick Tiefe.
So hat es Teil an dem,
Was nicht vergeht.
Nach einer Weile fügt dir der Weise lächelnd hinzu.
In jedem Ja wohnt ein Augenblick Ewigkeit.
Wenn du dich voll und ganz darauf einlässt,
Kannst du es spüren.
Lass uns gemeinsam Ja sagen zu diesem Moment.
Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem und beobachte,
Wie er ganz von selbst in seinem eigenen Rhythmus fließt.
Sage nun mit jedem Ausatmen zu dir selbst innerlich Ja.
Sprich das Ja ganz bewusst in deinen Gedanken und wiederhole es ein paar Atemzüge lang.
Während du weiter mit jedem Ausatmen Ja zu dir und diesem Moment sagst,
Fühle in dich hinein.
Was kannst du spüren?
Welche Gefühle löst dieses Ja in dir aus?
Nimm nun noch einmal bewusst drei Atemzüge und sage ganz bewusst mit jedem Ausatmen innerlich zu dir Ja.
Öffne dich dem Moment und spüre die Fülle und Tiefe,
Die du dir mit jedem Ja selbst schenkst.
Wenn es für dich richtig ist,
Kehre mit deiner Aufmerksamkeit nun in deinem Tempo wieder zurück an den Ort,
An dem du dich gerade befindest.
Nimm das Ja mit in deinen Alltag.
Wenn du es erlaubst,
Wird es dich dort begleiten.
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