
Leicht durch den Tag
by Petra Hess
Diese Meditation hilft dir, mit Leichtigkeit und Gelassenheit durch den Tag zu gehen. Wir bringen deine Aufmerksamkeit bewusst in deinen Körper. Das hilft dir, ruhiger und präsenter zu werden und schwere Gedanken und Emotionen sanft zu lösen. Gemeinsam spüren wir in deinen Atem und schaffen mit einer Visualisierung neuen Raum. Wir schließen die Meditation mit kraftvollen Affirmationen, die dir helfen, Kontrolle gehen zu lassen und in das Leben zu vertrauen.
Transkription
Schön dass du da bist.
Komm in eine gemütliche Haltung zum Sitzen.
Nimm eine entspannte Position ein,
In der du gleichzeitig aufrecht sitzen kannst.
Leg die Hände auf den Oberschenkeln oder im Schoß ab und wenn du soweit bist,
Dann schließe deine Augen.
Atme einmal tief durch die Nase ein und lange durch den Mund aus.
Tief ein,
Lange aus,
Noch einmal tief ein und lange und vollständig aus.
Dir die Zeit nehmen,
Ganz hier anzukommen.
Spüre in deine Stirn,
In deine Schultern,
In den Bauch.
Spüre in das Becken,
Die Beine,
Die Füße,
Die den Boden berühren.
Spüre in deine aufrechte Position,
Wie du hier sitzt.
Das Gewicht auf dem Boden wahrnehmen,
Die Stellen an denen dein Körper den Boden berührt.
Die aufrechte Position der Wirbelsäule spüren.
Beuge dich hier im Sitzen,
Ganz leicht,
Nur ein paar Millimeter nach vorne.
Nimm wahr,
Wie dein Körper reagiert.
Der Rücken,
Die Schultern.
Beuge dich,
Gefühlt ein kleines Stück nach hinten.
Nimm wahr,
Was im Bauch,
In den Beinen passiert.
Dann komm wieder zurück zur Mitte.
Einen Punkt finden,
An dem du ganz ausbalanciert bist.
Dann lass mit jeder Ausatmung etwas mehr Gewicht nach unten in den Boden sinken.
Atme ein,
Aus,
Lass los und aus.
Sinke tiefer und stell dir vor,
Wie du alles jetzt getrost abgeben darfst und aus.
Erlaube dir zu entspannen.
Bring die Aufmerksamkeit auf deinen Atem.
Den gleichmäßigen Atemzug im Bauch wahrnehmen.
Spüren,
Wie sich mit jeder Einatmung deine Bauchdecke hebt.
Der Ausatmung senkt.
Atme ein,
Es entsteht Raum.
Atme aus,
Lass los.
Ruhig durch die Nase ein- und ausatmen und den Atem im Bauch beobachten.
Vielleicht kannst du ein Gefühl von Gelassenheit in deine Aufmerksamkeit fließen lassen.
Der Atem kommt und geht von ganz alleine.
Du musst nichts dazu tun.
Darfst dich innerlich zurücklehnen.
Du kannst dir den Atem wie weiße Luft vorstellen,
Die in deinen Bauch strömt,
Dich innerlich reinigt.
In jeder Einatmung ein neuer Anfang.
Wenn Gedanken kommen,
Ist das ganz natürlich.
Dass du das merkst,
Ist Teil der Meditation.
Sie dürfen da sein.
Sie wahrnehmen und die Aufmerksamkeit wieder sanft auf die Bewegungen in deinem Bauch lenken.
Jetzt den Atem in der Brust spüren.
Wandere mit der Aufmerksamkeit ein Stück höher.
Die Lungenflügel spüren,
Die sich mit frischer Luft füllen.
Wahrnehmen,
Wie sich die Brust mit der Einatmung hebt und mit der Ausatmung senkt.
Die Rippenbögen fühlen,
Die sich mit jeder Einatmung weiten.
Atemzug für Atemzug fühlt sich dein Körper mit frischer Luft.
Vielleicht kannst du ein Gefühl von Dankbarkeit einfließen lassen,
Für jeden Atemzug,
Der dich mit neuer Energie versorgt.
Visualisiere den Atem wie weiße Luft,
Die in jede Zelle deines Körpers strömt,
Dich lebendig macht.
Atme ein,
Die Brust weitet sich.
Atme aus,
Die Brust senkt sich.
Jetzt den Atem an der Nasenspitze spüren.
Und vielleicht fällt es dir gar nicht so leicht,
Den Atem hier zu spüren.
Ich lade dich ein,
Jetzt so zu atmen,
Wie wenn du an einer Blume riechst.
Wie ein Schnuppern.
Wie fühlt sich diese Bewegung in deinen Nasenflügeln an?
Dann den Atem wieder ganz natürlich kommen und gehen lassen.
Wahrnehmen,
Wie der Luftzug hier noch ganz leicht zu spüren ist.
Die kühle Luft mit der Einatmung,
Die wärmere Luft mit der Ausatmung.
Vielleicht ist der Atem besser im linken oder im rechten Nasenflügel zu spüren.
Vielleicht auch in beiden gleich.
Stell dir vor,
Wie der Atem wie weiße Luft durch deine Nase in den Körper strömt und erweitere deine Aufmerksamkeit von deiner Nase auf deinen ganzen Körper.
Dich selbst wahrnehmen,
Von Kopf bis Fuß,
Schulter zu Schulter,
Hüfte zu Hüfte.
Den Körper als ganz wahrnehmen,
Die Temperatur des Körpers spüren,
Zur Temperatur im Raum,
In dem du sitzt.
Dein Gewicht auf dem Boden wahrnehmen,
Die Berührung der Kleidung auf der Haut spüren.
Stell dir vor,
Wie sich dein ganzer Körper mit weißer Luft füllt und du dich langsam vom Boden löst.
Mit jeder Einatmung wirst du leichter,
Kannst dich lösen und alles Schwere loslassen.
Stell dir vor,
Wie du höher schwebst und von hier aus den Lauf des Lebens beobachtest,
Mit Gelassenheit und Leichtigkeit.
Atme tief ein.
Ich lade dich ein,
Diese Affirmationen mit mir zu wiederholen.
Ich erlaube den Fluss des Lebens.
Ich fühle mich frei und leicht.
Das Leben hat immer eine Lösung für mich.
Ich gehe meinen Weg mit Leichtigkeit.
Atme einmal tief ein und lange aus.
Tief ein,
Lange aus.
Letztes Mal tief ein und lange und vollständig aus.
Spüre deinen Körper,
Wie du hier sitzt.
Die Verbindung zum Boden,
Wie du hier getragen und gehalten wirst.
Du darfst loslassen.
In Leichtigkeit leben.
Halte die Augen gern noch geschlossen.
Ich möchte dir eine kleine Geschichte erzählen.
Die Geschichte heißt die Lebensbohnen und kommt aus Italien.
Sie handelt von einem Grafen,
Der sehr alt wurde,
Weil er ein besonderer Lebensgenießer war.
Niemals verließ er sein Haus,
Ohne sich vorher eine Handvoll Bohnen einzustecken.
Er tat dies nicht,
Um die Bohnen zu kauen.
Er nahm sie mit,
Um so die schönen Momente des Tages wahrzunehmen.
Zum Beispiel ein nettes Gespräch auf der Straße,
Das Lächeln seiner Frau und das Lachen seiner Kinder,
Ein leckeres Mittagessen,
Eine feine Zigarre,
Einen schattigen Platz in der Mittagshitze,
Ein Glas guten Weines,
Für alles,
Was die Sinne erfreute,
Ließ er eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern.
Manche Begebenheiten waren ihm gleich zwei oder drei Bohnen wert.
Abends saß er dann vor dem Haus und zählte die Bohnen aus der linken Tasche.
Er zelebrierte diese Minuten.
Sogar an einem Abend,
An dem er bloß eine Bohne zählte,
War der Tag für ihn gelungen.
Hatte es sich zu leben gelohnt.
Und wenn du soweit bist,
Öffne langsam deine Augen.
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