53:37

Selbstreinigung durch Nicht-Denken

by Karsten

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Meditation
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Erfahrene
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Diese intensive, 45-minütige Stillepraxis führt dich in den Raum jenseits des Denkens. Du lernst, bewusst still zu werden, keine Energie nach außen zu geben und deine Aufmerksamkeit vollständig im eigenen Inneren zu halten. Durch achtsames Fühlen des Körpers und waches Nicht-Tun beginnt ein natürlicher Reinigungsprozess. Alte Gedanken, Emotionen und Spannungen verbrennen im Feuer der Bewusstheit. Was bleibt, ist ein Zustand von Klarheit, Leere und tiefer Präsenz, in dem neue, authentische Impulse entstehen können.

Transkription

Gut,

Wenn du ungestört bist,

Wenn du bequem sitzt,

Wenn du jetzt 45 Minuten Zeit hast,

Dann können wir mit dem stillen Sitzen starten.

Los geht es.

Versuche das an etwas denken aufzuhören.

Also nicht,

Dass du ständig an irgendwelche Leute denkst,

An irgendwelche Situationen denkst.

Versuch das aufzuhören.

Wird still.

Schweige.

In deinem inneren Sprechen schweige.

Nur wenn du still bist,

Kannst du beobachten.

Erkenne,

Wenn du wieder anfängst,

An etwas zu denken.

Also wenn du das tust,

Dann erkenne das und versuche es wieder aufzuhören.

Das heißt nicht,

Dass keine Gedanken durch deinen Kopf gehen.

Das ist eine andere Ebene.

Irgendwelche Gedanken schwirren rum,

Obwohl du an nichts gedacht hast.

Das ist so,

Als würdest du in die geistige Welt blicken.

Ich meine erstmal dieses bewusst an etwas denken,

Was wirklich von dir kommt.

Versuch das sein zu lassen.

Sei lieber still,

Ruhig,

Schweige.

Bemerke auch,

Wenn du unruhig wirst,

Wenn du an nichts denkst.

Vielleicht versuchst du dann nach etwas zu suchen,

Woran du jetzt mal denken könntest.

Das erzeugt Unruhe.

Wenn das geschieht,

Erkenne es erst einmal.

Niemanden in dich reinlassen und keine Gedanken oder Energie rausschicken.

Alles bei dir behalten und schön bei dir bleiben,

Im Inneren still.

Sehr gut.

Jetzt,

Wo du an nichts denkst,

Hast du Energie zur Verfügung.

Die nutzen wir jetzt,

Um den Körper zu fühlen.

Einfach den Körper spüren.

Du musst gar nicht an ihn denken,

Er ist sowieso da.

Einfach aufmerksam wahrnehmen,

Den eigenen Körper fühlen.

Und wenn du den Körper fühlst,

Dann ist da mal hier und mal dort eine Empfindung,

Vielleicht auch eine Anspannung,

Oder Bereiche,

Wo du scheinbar nichts fühlst.

Was du aber ganz gut bemerken kannst,

Ist,

Dass in dem Fühlen kein Denken ist.

Im Wahrnehmen des Körpers,

Im Fühlen,

Im Spüren des Körpers,

Da ist im Körper kein Denken.

Bei dem,

Was du fühlst,

Sind keine Gedanken dabei.

Eine Empfindung ist eine Empfindung.

Ein Gespür ist ein Gespür.

Wahrnehmen ist wahrnehmen.

Jetzt sind wir also schweigend fühlend.

An niemanden denken,

Niemanden reinlassen,

Niemanden rauslassen.

Im Fühlen still bleiben.

Dieser Zustand jetzt nennen wir Achtsamkeit.

Jetzt bist du achtsam.

Das ist so ein sanftes Aufpassen,

So wie vorsichtig sein.

Als würden wir Verstecken spielen und du hast dich versteckt und du lauscht und bist ganz still,

Ohne nachzudenken.

Jetzt hören wir der Welt zu,

Ohne unseren eigenen Senf dazuzugeben.

Wir lauschen,

Sind aufmerksam,

Beobachten uns selbst.

An diesem Punkt geht es nicht um Selbstverbesserung,

Nichts muss jetzt hier besser werden.

Wir meditieren,

Das heißt,

Wir sind okay mit dem,

Was ist.

In uns ist kein Verlangen,

Keine Gier nach etwas anderem.

Stattdessen Akzeptanz von innen heraus.

Akzeptanz fühlt sich leicht an,

Unbeschwert,

Zeitlos,

Friedlich.

Nicht an jemanden denken.

Tu einfach so,

Als wärst du noch in deinem Versteck.

Du müsstest ganz still sein,

Damit dich niemand hört und sieht.

Sehr gut,

Da ist sie wieder,

Die Aufmerksamkeit.

Achtsam,

Aufmerksam,

Beobachtend,

So als wäre in dir noch etwas Größeres,

Eine Art Überbewusstsein,

Höheres Selbst,

Ein Beobachter.

Bleib in Kontakt zum Beobachter,

Zum Höheren Selbst,

Zu diesem Größeren.

Wenn du in Beziehung zu diesem Größeren bist,

Dann scheint es so,

Als würde alles in dir stattfinden.

Du könntest gar nicht mehr sagen,

Da draußen sind Geräusche,

Du hörst sie in dir.

Gedanken sind nicht irgendwo,

Sie sind in deinem Raum,

In deinem Universum.

Gefühle finden in dir statt.

Meinungen sind in dir,

Bilder sind in dir,

Als wäre die ganze Welt lediglich in dir.

Die denkende Person ist in dir,

Die sprechende Person ist in dir,

Du bist die sprechende Person.

Wenn du denkst,

Ist es wie sprechen,

Du sprichst.

Versuch zu schweigen,

Still zu sein,

Lauschen,

Beobachten,

Wahrnehmen,

Registrieren,

Den ganzen inneren Vorgang checken.

Überprüfe wieder,

Ob du wieder der Denkende bist,

Dass du an irgendwas denkst,

Versuch das wieder aufzuhören.

Wahrscheinlich verstehst du selbst noch nicht mal,

Wozu das gut sein soll,

Jetzt an irgendwas zu denken.

Sind nur Gedanken,

Ohne Handlung keine Wirkung.

Stattdessen lauschen,

Still sein,

Impulse wahrnehmen,

Verfügbar sein,

Wenn es losgeht,

Abwarten können,

Mit nichts etwas anfangen können,

Die Stille aushalten,

Die Kraft kommt von innen,

Handlung kommt von innen.

Und wenn kein Impuls zum Handeln kommt,

Dann nutzen wir die Gelegenheit,

Um still sein zu können,

Um Frieden zu praktizieren,

Inneren,

Geduld,

Sich an nichts festklammern müssen,

Einfach auf den passenden Augenblick warten.

Also du schläfst nicht,

Du bist wach,

Du wärst sofort verfügbar.

Bist nicht abgelenkt,

Bist nicht mit was anderem beschäftigt,

Eine innere klare Wachheit,

Aufmerksamkeit,

Stets bereit,

Immer verfügbar,

Für was auch immer.

Die meisten Menschen in diesem Zustand werden sich mit Denken beschäftigen,

Weil im Grunde nichts los ist und so eine Art Langeweile entsteht,

Die Zeit nutze ich,

Um mal darüber nachzudenken,

Darüber nachzudenken.

Dann entsteht aber kein intuitives Handeln,

Was von innen herauskommt.

Es ist kein tiefer Impuls,

Um den zu spüren müssen wir ruhig sein,

Geduldig,

Zuhören,

Dem Universum zuhören.

Alle Antworten sind da,

Du musst nur zuhören und still sein und abwarten können.

Besser wäre nicht einzuschlafen,

Weil Schlafen ist Ablenkung und du kannst nicht zuhören.

Du bist beschäftigt und dann sind deine Kanäle nicht alle offen.

Wenn du es also schaffst,

Still zu sein und zuzuhören,

Zu lauschen und wahrzunehmen,

Dann wirst du auf eine gewisse Art mit dir selbst konfrontiert.

Für manche ist das unangenehm,

Aber das bist du,

Wie du bist.

Das ist das,

Was in dir vorgeht.

Das ist das,

Was geschieht.

Das ist das,

Was ist.

Ohne Bewertung ist es das,

Was geschieht.

Und auch hier kann es sein,

Dass es noch keinen Impuls zu irgendeiner Handlung gibt.

Es könnte einen Fluchtmechanismus geben,

Dass du das aufhören willst,

Weil das zu viel Gefühl,

Zu nah,

Zu viel Konfrontation mit dir selbst ist.

Aber wenn du beobachtest,

Erkennst du diesen Fluchtmechanismus.

Dein ganzes System arbeitet in diesem Zustand wie eine Verbrennungsanlage.

Alles,

Was geschieht,

Taucht in dir auf und verschwindet wieder,

Taucht auf und verschwindet wieder.

Alles wird sozusagen verbrannt,

Wie Energie verbrennen.

Du bleibst sitzen,

Hier tut was weh,

Da taucht irgendein Gefühl auf,

Eine Reaktion.

Aber du fängst damit nichts an.

Du wartest,

Bis es wieder weg ist.

Ein ständiges Verdauen.

Du reinigst dich selbst.

Alte Gedanken,

Alte Erinnerungen,

Alte Gefühle,

Alter Schmerz im Körper verdauen.

Froh sein,

Dass das geschieht und du den ganzen Mist los wirst durch Nichtreaktion,

Durch Akzeptanz dessen,

Was geschieht.

Es weiter in dir brennen lassen.

Im Auge des Bewusstseins brennt alles nieder.

Am Ende bist du gereinigt,

Völlig frei.

Niemand kann dir mehr etwas vorwerfen.

Du bist ohne Angriffsfläche,

Du hast alles verdaut,

Alles losgelassen,

Alles aufgegessen.

Du bist leer,

Wie ein leeres Gefäß,

Gereinigt.

Und du bist die einzige Person,

Die aus dem Mülleimer wieder was rausholen könnte.

Aber du musst dich fragen,

Wozu solltest du das tun?

Stattdessen aufmerksam,

Wach,

Verfügbar,

Stets bereit,

Immer klar,

Immer da,

Immer präsent.

Zuhörend,

Nicht denkend an etwas.

Bleib mit dem Größeren Ganzen verbunden,

Mit deinem Höheren Selbst.

Wo alle Antworten vorhanden sind.

Du brauchst nur still zu sein.

Sehr gut,

Dann lass uns irgendwann gleich die Augen öffnen.

Eine sehr schöne Meditation,

Wo dir dieses an etwas Denken,

Selbst an etwas Denken bewusst werden kann,

Wo du das bemerken kannst.

Ich denke jetzt gleich mal an mein Auto da draußen,

An den Lenker,

Wie der sich anfühlt.

Oder ich könnte jetzt daran denken,

Dass ich morgen etwas einkaufen gehen will,

Ob ich mit dem Auto fahre oder mit dem Roller.

Das sind von mir gedachte Gedanken.

Das kostet sozusagen ein bisschen meine Aufmerksamkeit.

Ich muss das ja auf eine gewisse Art tun.

Und wenn ich es schaffe,

Das nicht zu tun,

Dann bleibt irgendetwas übrig.

Nämlich Aufmerksamkeit.

Weil ich nicht beschäftigt bin,

Habe ich Aufmerksamkeit zur Verfügung.

Normalerweise diese Aufmerksamkeit geben wir dem Handy zum größten Teil mittlerweile.

Du denkst nicht mehr selbst,

Sondern gibst dann die Aufmerksamkeit dem Handy und das Handy projiziert praktisch die Ideen und alles auf dich.

Ganz schlimme Falle.

Wenn wir es also schaffen,

Nicht an etwas zu denken und die Aufmerksamkeit nicht dem Handy zu geben,

Bleibt wieder was übrig.

Nämlich eine Art Energie.

Und da wissen die meisten einfach nicht,

Wohin damit,

Mit dieser Energie.

Also wieder irgendwas machen,

Irgendwas tun und nicht zuhören können,

Nicht abwarten können,

Was käme aus mir selbst heraus,

Wenn ich lange genug nichts tue?

Was kommt denn wirklich dann von mir selbst?

Und da kann lange nichts kommen.

Kein Impuls.

Nichts.

Wenn ich aber da drin bleiben kann,

Dann kann ich verfügbar bleiben.

Ich bin still,

Höre zu,

Nehme wahr.

Ich bin nicht weg von der Welt.

Überhaupt nicht.

Bin auch nicht langweilig oder so.

Ganz im Gegenteil.

Ich bin sehr verbunden mit allem und höre und lausche und spüre und nehme wahr und erkenne Impulse in mir,

Die mir sagen,

Okay,

Jetzt ist es Zeit duschen zu gehen,

Weil ich gleich aufstehen muss.

Es ist kurz vor sieben und ich zur Arbeit muss.

Das kommt ohne Überlegung.

Das ist wie duschen gehen.

Du gehst einfach in die Dusche irgendwie.

Ja,

Das ist ein Mini-Gedanke.

Oder auf Toilette gehen.

Das ist ein Impuls.

Du gehst einfach auf Toilette.

Du musst nicht denken,

Um acht Uhr gehe ich auf Toilette.

Du gehst,

Wenn der Impuls da ist.

Aber zwischen dem Anfangen und das Warten auf den Impuls kommen so viel,

Unglaublich viele Ablenkungen,

Dinge,

Die dich wieder wegziehen,

Die von außen deine Aufmerksamkeit rauben,

Alte Geschichten in dir,

Wo du doch wieder zurück gehst und gedanklich daran denkst und versuchst irgendwie die Vergangenheit im Inneren zu bewältigen durch Denken.

Wenn du das schaffst,

Diesen ganzen Prozess zu kontemplieren,

Dann verbrennst du den ganzen Mist so die ganze Zeit.

Du reagierst dann nicht mehr drauf.

Du hast dir vorgenommen,

Auf die Impulse zu warten,

Die wirklich von innen kommen und du bist bereit,

Still zu bleiben und abzuwarten,

Lange abzuwarten.

In der Zeit verbrennt der ganze Mist in dir.

Es ist wirklich wie eine Selbstreinigung.

Die geht natürlich nicht in dieser einen Stunde.

Du müsstest das alle drei Tage machen und noch länger und immer wieder noch mal machen und noch mal machen,

Bis du richtig drin bist und dann verbrennst du sehr schnell.

Muss man wirklich so sagen.

Und dann wirst du,

Man könnte vielleicht sagen,

Wie neu geboren.

Dann geschieht eine richtige Geburt.

Dann wirst du wirklich du.

Nicht mehr reagierend auf die Umwelt und das alles,

Sondern es ist ein eigenes inneres Ichsein.

Und damit bringst du natürlich Dinge auf die Welt,

Die noch gar nicht da waren.

Dann ist man kein Nutzer mehr,

Sondern ein Kreierer oder Kreierende.

Im Moment nutzen wir meistens die Welt mit dem,

Was da ist,

Mit dem Handy und arbeiten und das und in Urlaub fahren und das Geld nutzen für irgendwas.

Da ist ja noch nichts eigenes kreiert,

Richtig?

Sehr spannende Meditation.

Da bleiben wir irgendwie dran.

Danke fürs Mitmachen.

Viel Spaß noch.

Bis zum nächsten Mal.

Danke dir.

Bis bald.

Tschüss.

Tschüss.

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Lutz

January 21, 2026

Danke 🙏 🙏 🙏 Wirklich sehr spannend. LG

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