
Körperempfindungen erforschen
by Frank
Anders als im Bodyscan nennt diese Meditation nicht Orte im Körper, sondern Arten möglicher Körperempfindungen.
Transkription
Du wirst nun durch eine Übung zur Wahrnehmung unterschiedlicher Körperempfindungen geführt.
Wenn ich gleich dazu anrege,
Die vielen möglichen Sinneseindrücke zu erforschen,
Geht es darum,
Offen und neugierig,
Frei von Wertungen zu spüren,
Welche Signale des Körpers sich anbieten.
Egal ob sie angenehm,
Unangenehm oder neutral sind.
Nimm eine Haltung ein,
Die zwar entspannt,
Aber auch wach und präsent ist,
Etwa aufrecht sitzen oder auf dem Rücken liegen.
Die Augen sanft schließen,
Wenn dies möglich ist,
Oder ohne Fokus auf einem Punkt vor Dir ruhen lassen.
Den Kontakt zur Unterlage oder Sitzfläche spüren,
Die Aufmerksamkeit auf den Atem richten,
Dort,
Wo er am deutlichsten zu spüren ist,
Vielleicht im Luftzug zwischen Nasenlöchern und Oberlippe,
Im Wechsel des Ausdehnens und Loslassens des Brustkorbes oder im Heben und Senken der Bauchdecke.
Den Atem so sein lassen,
Wie er an jedem einzelnen Moment sein möchte.
Eventuelle Wechsel im Atemrhythmus neugierig beobachten und zulassen,
Dabei frei von Wertungen bleiben.
Ich werde nun weitere mögliche Körperempfindungen anbieten.
Forsche im ganzen Körper,
Ob,
Wo und mit welcher Qualität diese Empfindungen zu spüren sind.
Und falls da teilweise keine Empfindungen sind,
Ist dies vollkommen in Ordnung.
Druck und Berührung,
Etwa durch Kleidung,
Schmuck,
Brille,
Sitz oder Liegefläche.
Schwere,
Wo möchte der Körper besonders der Anziehungskraft der Erde erfolgen,
Wo ist er leicht.
Wärme,
Kälte,
Spannung,
Nicht nur starke Verspannungen,
Sondern auch feine Muskeltätigkeiten,
Vielleicht im Gesicht oder den Händen,
Im Rücken oder anderswo.
Druck im Körper,
Etwa im Kopf oder in den Verdauungsorganen.
Entspannung,
Wo ist der Körper locker.
Hunger,
Durst oder auch Sattheit.
Wann immer eine Beurteilung als angenehm oder unangenehm aufsteigt.
Dies ebenfalls neugierig und wohlwollend zur Kenntnis nehmen und mit sanfter Entschlossenheit zum reinen Spüren der Körperempfindungen ohne Bewertungen zurückkehren.
Geschmack,
Ist da ein Geschmack im Mund und wenn ja,
Nur eine oder mehrere und welche.
Geruch,
Geräusche,
Nur registrieren,
Ob Geräusche von den Ohren wahrgenommen werden,
Wenn die Geräusche oder andere Dinge die Gedanken anregen und wenn die Gedanken die Aufmerksamkeit davontragen,
Zum gegenwärtigen Atemfluß und zur Erforschung der übrigen Körperempfindungen zurückkehren.
Schmerzen,
Sollten da Schmerzen sein,
Diese in diesem Moment so zulassen,
Wie sie ohnehin gerade sind.
Neugierig die Aufmerksamkeit darauf richten und wahrnehmen,
Welchen Anteil der reine Schmerz und welchen Anteil die Bewertung des Schmerzes hat.
Den immer vorhandenen Körperbewegungen und den Prozessen im Körper nachspüren,
Zuerst wieder dem Atem,
Dann dem Herzschlag,
Der Verdauung,
Den Bewegungen von Augen und Augenlidern,
Die ganze Aufmerksamkeit wieder auf den Atem lenken,
Das Kommen und Gehen des Atems und auch die Pausen dazwischen wahrnehmen,
Die Wahrnehmung auf den ganzen Körper ausdehnen,
Ihn als Ganzen wahrnehmen,
Mit kleinen Bewegungen der Finger und Zehen und immer größeren Bewegungen langsam in die Welt der Aktivität zurückkehren,
Die Augen langsam öffnen und den Raum um Dich herum wahrnehmen,
Recken,
Strecken,
Eine Bewegung machen,
Die Dir jetzt gut tut.
Lausche auch jenseits dieser Übung im alltäglichen Geschehen immer mal wieder auf die Botschaften des Körpers.
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