
Traumreise Für Kinder – Woohlis Erster Tag
Gutenachtgeschichte mit Musik für Kinder ab 3 Jahren. Heute Abend erlebt woohli seinen ersten Tag bei einer neuen Herde, und dein Kind lernt das schönste Geheimnis für alle ersten Tage: Dein sicherer Ort reist immer mit dir mit. Diese Traumreise nutzt eine geführte Vorstellungsreise, eine etablierte Methode gegen Stresssituationen, liebevoll eingebettet in eine Geschichte für kleine woohlis. Für entspannte Abende, erholsame Nächte und einen guten Start in Kindergarten, Einschulung und co. woohli – Traumreisen | Von Kirstin, Psychologin und Mama
Transkription
Hallo und herzlich willkommen bei Woli's Traumreisen.
Ich bin Kirstin,
Psychologin und Mama und ich begleite dich heute auf eine ganz ruhige Reise in den Schlaf.
Heute Abend erlebt Woli etwas ganz Aufregendes,
Seinen allerersten Tag bei einer neuen Herde.
Und du wirst dabei das schönste Geheimnis für alle ersten Tage entdecken.
Kuschel dich jetzt tief in dein Bett.
Zieh die Decke bis unters Kinn.
So ist es gut.
Atme einmal tief ein.
Und langsam wieder aus.
Und noch einmal ein.
.
.
Und aus.
Deine Augen dürfen zufallen.
Die Reise beginnt.
Es ist früher Morgen im Stall,
Die Sonne malt goldene Streifen durchs Fenster und die Luft riecht nach frischem Heu.
Woli ist heute schon ganz früh wach.
Denn heute ist ein besonderer Tag.
Heute darf Voli zum ersten Mal die Sternenherde besuchen,
Die auf der großen Wiese hinter dem Hügel wohnt.
Uli ist ein bisschen aufgeregt,
So ein Kribbeln im Bauch,
Kennst du das?
Es ist kein schlimmes Kribbeln.
Eher wie kleine Schmetterlinge,
Die sich freuen und ein bisschen zappeln.
Uli frühstückt sein Heu,
Putzt sich das Fell besonders ordentlich und schaut noch einmal in die Wassertränke,
Ob die Wolle auch richtig flauschig aussieht.
Ja,
Sie tut es.
Die anderen Schafe im Stall blinzeln verschlafen und wünschen Woli einen wunderschönen ersten Tag.
Eines brummt noch gemütlich,
Dass die Sternenherde ganz besonders nett sein soll.
Das macht das Kribbeln gleich ein bisschen leichter.
Zu gestmitt.
Natürlich gehst du mit!
Woli geht neben dir her,
Und ihr macht euch auf den Weg,
Den kleinen Pfad hinauf,
Der sich durch das taufeuchte Gras schlängelt.
Deine Füße machen leise Geräusche im Gras.
Überall im Gras hängen kleine Tautropfen und die Morgensonne macht aus jedem Einzelnen einen winzigen Diamanten.
Zwischen zwei Grashalmen hat eine Spinne in der Nacht ein Netz gewebt.
Und auch darin glitzern die Tropfen wie eine Perlenkette.
Du schaust es dir im Vorbeigehen an.
Die Welt ist am Morgen voller kleiner Wunder.
Wenn man langsam genug geht,
Um sie zu sehen.
Oben auf dem Hügel bleibt Woli einen Moment stehen.
Von hier kann man beides sehen.
Hinter euch den vertrauten Stall.
Mit seinem roten Dach.
Und vor euch,
Unten im Tal.
Große,
Neue Wiese,
Auf der die Sternenherde wohnt.
Alles dort unten ist neu für Woli.
Die Wiese hat andere Blumen.
Blaue und silberne.
Der Wind klingt anders.
Ein bisschen wie eine Melodie.
Sogar die Luft riecht etwas anders.
Lavender und nach etwas,
Das du noch nicht kennst.
Neu Alles ganz neu.
Boli schaut ein letztes Mal zurück zum Stall.
Und dann passiert etwas Wunderschönes.
Eine alte Schafsdame kommt den Hügel herauf.
Ihr Fell ist silbergrau und ganz weich gelockt.
Und um ihren Hals hängt ein kleines Glöckchen.
Das Neiße bimmelt.
Das ist Oma Wolle.
Sie ist das älteste und weiseste Schaf weit und breit.
Oma Wolle setzt sich zu euch ins Gras.
Sie schaut Woli lange und freundlich an.
Und dann erzählt sie euch ihr großes Geheimnis.
Das Geheimnis,
Das sie selbst als kleines Lamm gelernt hat,
Vor vielen,
Vielen Sommern.
Oma Wolle erzählt,
Dass jedes Schaf seinen Stall im Herzen trägt.
Nicht den Stall aus Holz und Stroh.
Sondern das Gefühl vom Stall.
Die Wärme.
Den Geruch.
Das Licht.
Und weil das Gefühl im Herzen wohnt,
Reißt es überall hin mit.
An jeden neuen Ort.
Zu jeder neuen Herde.
Sie zeigt euch auch,
Wie man es macht.
Man schließt die Augen.
Man denkt ganz fest an seinen Lieblingsort.
Und dann macht man innerlich Klick.
Wie mit einem Fotoapparat.
Und schon ist das Bild gespeichert.
Für immer im Herzen.
Woli probiert es gleich aus.
Er schließt die Augen.
Und denkt ganz fest an seinen Stall.
An das rote Dach.
An das weiche Stroh von seinem Nest.
An den Sonnenstreifen am Morgen.
Wohli lächelt.
Jetzt ist der Stall immer mit dabei.
Und dann geht ihr gemeinsam los.
Den Hügel hinunter.
Der neuen Wiese entgegen.
Oma wolle?
Bimmelt hinter euch her!
Wie ein kleiner Segen.
Die Sternenherde hat euch schon gesehen.
Ein junges Schaf mit silbrig glänzendem Fell.
Hüpft euch entgegen!
Es heißt Stella.
Und in seiner Wolle glitzern winzige Pünktchen,
Als wären Sterne hineingefallen.
Stella hüpft einmal um euch herum.
Und stupst Woli freundlich an die Schulter.
Stella will euch alles zeigen.
Den silbernen Bach,
In dem nachts die Sterne baden.
Die Schlafmulden im weichen Moos.
Und das Allerbeste,
Die Traumblumenwiese.
Dort wachsen Blumen,
Die am Abend sacht zu leuchten beginnen.
Jede in einer anderen Farbe.
Und wenn der Wind durch sie hindurch streicht,
Klingen sie wie winzige Glöckchen.
Ihr setzt euch mitten hinein in die Traumblumenwiese.
Und spielt das Lauschspiel.
Dass Stella euch zeigt.
Es geht so.
Alle machen die Augen zu und lauschen genau hin.
Welche Blume gerade wohl klingt?
Die Rosablumen klingen hell und fein.
Die blauen klingen tief und weich.
Und wenn der Wind einmal durch alle gleichzeitig streicht,
Klingt die ganze Wiese wie ein Schlaflied.
Ihr lauscht lange hin.
Keiner sagt etwas,
Es ist wunderschön.
Ihr spielt den ganzen Vormittag,
Ihr springt über den silbernen Bach,
Einmal hin,
Einmal her.
Ihr rollt euch den weichen Grashügel hinunter,
Und das Gras kitzelt ganz sanft.
Ihr liegt auf dem Rücken und schaut den Wolken zu.
Die aussehen wie Watteschafe am blauen Himmel.
Später zeigt Stella euch noch ihr Lieblingsversteck.
Eine Mulde unter einem Silberbusch,
Ausgepolstert mit dem weichsten Moos der ganzen Wiese.
Hier ruht sich die Sternenherde mittags aus.
Ihr legt euch also für einen Moment hinein.
Alle drei nebeneinander und spürt,
Wie weich die Welt sein kann.
Uli flüstert,
Dass es sich hier schon fast ein bisschen wie zu Hause anfühlt.
Und Stella Nick.
Genauso fängt es immer an.
Mit einem kleinen Bisschen.
Und zwischendurch,
Ganz kurz,
Wird Woli ein bisschen still.
Alles ist so neu hier,
So viele neue Geräusche,
So viele neue Gerüche.
Da schließt Woli einfach die Augen.
Und holt sein Bild hervor.
Den Stall.
Das rote Dach.
Den Sonnenstreifen und sein Nest.
Klick und sofort wird Woli innen ganz warm und ganz ruhig.
Der Stahl ist ja da.
Er ist immer da.
Mitten im Herzen.
Stella hat das gesehen und macht es gleich nach.
Sie erzählt Woli,
Dass ihr sicherer Ort die Traumblumenwiese ist.
Und dass sie das Bild jeden Abend vor dem Einschlafen anschaut.
Wie ein Gute-Nacht-Foto.
Die Herde sammelt sich langsam für den Abend.
Großen Schafe rufen die kleinen mit weichen,
Tiefen Stimmen wieder zusammen.
Und alle finden ihren Platz im Moos.
Es sieht friedlich aus.
Eine Herde,
Die sich gut kennt und aufeinander aufpasst.
Und heute,
Für einen Tag,
Hast du dazugehört.
Der Tag vergeht wie im Flug,
Die Sonne wandert über den Himmel und wird langsam müde.
Sie färbt die Wiese golden und die Traumblumen beginnen zu leuchten.
Erst ganz zart.
Dann immer heller und schöner.
Rosa.
Hellblau Gold gäbe.
Die ganze Wiese sieht aus wie ein Sternenhimmel,
Der auf die Erde gefallen ist.
Es ist Zeit,
Nach Hause zu gehen.
Stella begleitet euch bis zum Hügel.
Sie verspricht,
Dass ihr bald wiederkommen dürft.
Und dann winkt sie mit ihrem glitzernden Schwänzchen,
Bis ihr oben angekommen seid.
Der Rückweg ist ganz still und friedlich.
Die ersten Sterne gehen auf.
Deine Beine sind angenehm müde von vielen Spielen und Springen.
Schritt für Schritt.
Immer langsamer.
Immer ruhiger.
Oli,
Geh dicht neben dir her!
Ab und zu berührt wohl die Schulter dich ganz leicht und jedes Mal wird der Abend ein bisschen wärmer.
Ihr müsst gar nicht reden.
Manchmal ist Zusammengehen das schönste Gespräch.
Und da ist er ja wieder,
Der Stahl!
Das rote Dach im letzten Abendlicht.
Das warme Leuchten hinter der Tür.
Genau wie in Bolis Bild,
Genau wie in seinem Herzen.
Ihr kuschelt euch ins Stroh,
Boli säuft's zufrieden.
Was für ein Tag,
Ein erster Tag.
Und weißt du was?
Es war gar nicht so schwer,
Weil das Zuhause die ganze Zeit mitgereist ist.
Und jetzt,
Bevor du einschläfst,
Machen wir es wie Oma wolle.
Wir bauen dein eigenes Bild.
Dein Gute-Nacht-Foto Denk an deinen Lieblingsort.
Vielleicht ist es dein Bett.
Vielleicht das Sofa,
Auf dem gekuschelt wird?
Vielleicht ein anderer Ort,
An dem Du Dich wohlfühlst.
Schau dich dort um.
In deinem Kopf.
Ganz in Ruhe.
Welche Farben siehst du?
Ist es hell oder gemütlich dunkel?
Und jetzt heuchle mal.
Was hörst du an deinem Lieblingsort?
Vielleicht eine leise Stimme,
Die du magst.
Eine leichte Melodie.
Oder einfach eine schöne Stille.
Und wie riecht es dort?
Vielleicht nach deiner Decke?
Oder nach etwas Leckerem?
Spürst du,
Wie warm und sicher es dort ist?
Das ist Dein Ort,
Dein ganz eigener,
Sicherer Ort.
Und jetzt spür einmal,
Wie sich dein Körper anfühlt,
Wenn du an diesen Ort denkst.
Deine Schultern werden weich.
Dein Bauch wird ruhig.
Vielleicht möchtest du sogar ein kleines bisschen lächeln.
Genau das ist das Zuhause-Gefühl.
Es wohnt nicht im Ort.
Es wohnt in dir.
Und jetzt machen wir das Foto.
Bist du bereit?
Und klick.
Fertig.
Jetzt ist dein Bild gespeichert.
Für immer.
Es wohnt jetzt in deinem Herzen.
Wann immer du es brauchst,
An einem neuen Ort.
An einem ersten Tag.
Musst du nur die Augen schließen und Klick machen.
Und ein sicherer Ort ist da.
Er reist immer mit.
Überall hin.
Mach es gleich noch einmal.
Einfach zum Üben,
Weil es so schön ist.
Augen zu.
Dein Lieblingsort erscheint mit allen Farben,
Mit allen Geräuschen,
Mit seinem Duft.
Und klick.
Siehst du,
Es geht schon ganz von allein.
Dein Herz kennt den Weg nämlich jetzt auswendig.
Woli ist schon fast eingeschlafen.
Sein Atem geht ruhig und tief.
Ein und aus.
Ein und aus.
Draußen singen ganz zart die Krillen ihr Abendlied,
Und die Sterne leuchten über dem roten Dach.
Du bist hier.
Du bist sicher.
Und Woli ist ganz nah bei dir.
Schlaf gut!
Dein sicherer Ort leuchtet leise in deinem Herzen die ganze Nacht.
Boni macht jetzt nicht mehr auf.
Uli schläft einfach bis zum nächsten Morgen.
Direkt an deiner Seite.
Gute Nacht!
Treffen Sie Ihren Lehrer
Ähnliche Meditationen
Trusted by 37 million people. It's free.

Get the app
