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Präsenz kultivieren. Üben, in diesem Moment zu sein

by Svenja Krumpeter

Aktivität
Meditation
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Wie oft am Tag sind wir nicht "da"? Sondern in der Vergangenheit, der (eventuellen) Zukunft oder bei Dingen oder Themen, die jetzt gerade nicht wichtig sind und warten können. Wir nehmen uns dadurch etwas ganz Entscheidendes und Wertvolles: Den einzigen Moment, in dem gerade wirklich Leben stattfindet. Und wir handeln können. Diese Übung sensibilisiert uns, zu spüren, wenn wir uns gedanklich im Gestern, Morgen oder Unwichtigen verheddern. Und uns freundlich zurück in diesen Moment zu holen - ins Leben. Regelmäßig geübt zeigt sich diese Fähigkeit auch vermehrt im Alltag und verhilft uns zu mehr Präsenz, bewusstem Erleben und Dankbarkeit. Musik: Chris Collins

Transkription

In dieser Übung wollen wir nichts anderes tun als Präsenz kultivieren.

Wir üben immer wieder in diesen einen Moment zurückzukehren und wann immer uns Gedanken,

Überlegungen,

To-Do-Listen,

Erinnerungen oder Visionen vor dem inneren Auge erscheinen,

Sortieren wir diese ein,

Verabschieden sie freundlich und lassen sie los.

Wir machen uns dabei drei Definitionen zunutze,

Die erste lautet,

Das war schon und trifft immer dann zu,

Wenn Dinge von gestern,

Von vor einigen Jahren,

Von heute früh oder vergangener Woche in deinen Gedanken auftauchen.

All das war schon.

Und dieser Moment,

Der sich da jetzt vor deinem inneren Auge wieder abspielt,

Kann nicht mehr verändert werden.

Er ist bereits gewesen.

Wenn dir ein solcher Gedanke kommt und du ihn bemerkst,

Dann verabschiede ihn freundlich mit,

Das war schon.

Die zweite Sorte oder Gattung an Gedanken,

Die uns immer wieder beschäftigt,

Gefangen nimmt,

In ihren Bann zieht,

Sind die Gedanken an die Zukunft,

An das Morgen.

Wie werde ich das Morgen schaffen?

Die anstehende Prüfung,

Die vielen Erledigungen in der kommenden Woche,

Aber auch gar nicht feststehende,

Rein imaginierte Bilder von möglichen Krankheiten,

Dem Kind,

Das den Schulabschluss vielleicht nicht schafft und andere Zukunftsvisionen,

Die Ängstigen und Sorgen machen,

Aber vielleicht auch Gedanken an Schönes,

Das in der Zukunft liegt,

Die durchaus zu Wohlbefinden beitragen können,

Aber dennoch,

Jetzt gerade ist das nicht.

Das kommt noch.

Und wann immer du einen solchen Gedanken denkst,

Bemerkst,

Dass du ihn denkst,

Verabschiede ihn freundlich mit,

Das kommt noch.

Wenn du weißt,

Dass das wirklich noch kommt,

Zum Beispiel die Prüfung oder der unangenehme Zahnarztbesuch,

Und verabschiede ihn freundlich mit.

Ich kann nicht wissen,

Ob das jemals kommt,

Wenn es ein inneres Bild von etwas ist,

Von dem gar nicht sicher ist,

Dass es jemals eintreten wird.

Das kommt noch,

Oder ich kann nicht sicher sein,

Ob das jemals kommt.

Und dann diese dritte Kategorie von Gedanken,

Weder im Gestern noch im Morgen beheimatet,

Dieses bunte,

Wilde Potpourri aus Bildern,

Ideen,

Überlegungen,

Gedankenfetzen.

Das kann der Gedanke an irgendeinen Promi-Skandal sein,

Von dem du im Vorbeigehen auf einer Titelseite gelesen hast,

Die Überlegung.

Das kann die Überlegung sein,

Ob du eigentlich lieber Spaghetti Bolognese oder Carbonara magst,

Oder all das andere wilde,

Wirre,

Bunte Zeug,

Das dir so durch den Kopf schießt,

Wenn du einfach vor dich hindenkst.

Und wann immer du einen solchen Gedanken bemerkst,

Verabschiede ihn freundlich mit,

Das ist jetzt nicht wichtig.

Oder das kann warten.

Das ist jetzt nicht wichtig.

Das kann jetzt warten.

Und jetzt lade ich dich ein,

Genau das für einige Minuten einmal überwiegend in Stille zu versuchen.

Ich werde dich nur in einigen,

Wenigen Momenten einmal erinnern,

Hinzuschauen,

Deine Gedanken zu überprüfen,

Wo du gerade gedanklich bist und den Gedanken,

Der gerade da ist,

Einzusortieren.

Das war schon oder das kommt noch.

Ich kann nicht sicher sein,

Ob das jemals kommt oder das ist jetzt nicht wichtig.

Das kann warten.

Wenn deine Augen noch geöffnet sind und es sich für dich gut und richtig anfühlt,

Dann kannst du sie jetzt an dieser Stelle gut schließen,

Um dich intensiver auf die Übung einzulassen.

Es ist ganz egal,

Ob du sitzt oder liegst.

Mach es dir bequem und gemütlich und konzentrier dich zum Einschwingen auf die Übung.

Jetzt für ein paar Atemzüge einmal auf deine Einatmung.

Ganz bewusst wahrnehmen und auch wahrnehmen,

Wie du ausatmest.

Versuch mal,

Bei der nächsten Ausatmung deine Schultern ganz locker werden zu lassen.

Dein Gesicht bei der nächsten Ausatmung ganz weich und locker werden zu lassen.

Ein wenig tiefer in deinen Sitz oder deine Unterlage hinein zu sinken,

Gewicht abzugeben,

Und beginne nach deiner nächsten Ein- und Ausatmung mit der Übung,

Die in nichts anderem besteht,

Als deine Gedanken zu beobachten,

Deinen Atem als Anker zu nutzen,

Dich auf deine Ein- und Ausatmung zu fokussieren.

Und da werden andere Gedanken kommen und du wirst sie ganz freundlich verabschieden.

Ich lasse dich in Stille üben und melde mich in einigen Momenten mit einer Erinnerung zurück.

Bist du gedanklich bei deiner Ein- und Ausatmung?

Oder welcher Gedanke beschäftigt dich gerade?

Ist es ein,

Das war schon,

Gedanke?

Oder ein,

Das kommt noch?

Oder ich kann mir nicht sicher sein,

Ob das jemals kommt?

Oder ist es ein,

Das ist jetzt,

Total egal und kann warten,

Gedanke?

Verabschiede ihn freundlich und kehre zurück zu deiner Ein- und Ausatmung.

Und wo bist du jetzt gerade gedanklich?

Schau auch an dieser Stelle,

Wenn du gerade nicht bei deiner Ein- und Ausatmung bist,

Noch einmal ganz genau hin.

War das schon?

Kommt das noch?

Kannst du überhaupt sicher sein,

Dass das wirklich kommen wird?

Oder ist das gerade total unwichtig und kann warten,

Weil du jetzt hier in diesem Moment bist,

Einatmest und ausatmest?

Bereite dich langsam darauf vor,

Diese Übung zu beenden,

Aus der ich dich jetzt hinaus begleite und einlade auch jetzt zum Abschluss,

Noch einmal hinzuschauen.

Dein jetziger Gedanke,

Deine Aufmerksamkeit,

Gilt sie deiner Ein- und Ausatmung?

Oder ist es ein,

Das war schon,

Gedanke?

Ein,

Das kommt noch?

Oder ich kann mir gar nicht sicher sein,

Ob das noch kommt,

Gedanke?

Oder ein,

Das ist jetzt nicht wichtig,

Das kann jetzt warten,

Gedanke?

Und wenn da so ein Gedanke war und du ihn jetzt losgelassen und verabschiedet hast,

Jetzt wirklich wieder bei deiner Einatmung und Ausatmung bist,

Dann bring ein bisschen Bewegung in deine Hände und Füße.

Atme,

Wenn es dir gut tut,

Ein bisschen tiefer,

Dynamischer ein und aus,

Um wieder ein bisschen wacher zu werden,

Energie zurück in deinen Körper zu holen.

Und wenn du soweit bist und deine Augen geschlossen waren,

Dann öffne sie jetzt und nimm auch jetzt noch einmal wahr,

Dass du genau hier bist,

In diesem Moment.

Schau dich einmal um in dem Raum oder der Umgebung,

In der du bist.

Spür deine Verbindung zur Sitzfläche oder zur Unterlage.

Du bist jetzt genau hier,

Nirgendwo sonst.

Alles andere war schon.

Und alles andere kommt vielleicht noch.

Und sehr viel anderes ist jetzt hier in diesem Moment gar nicht.

Je häufiger du diese Übung machst und tatsächlich übst,

Umso leichter wird es dir auch im Alltag fallen,

Frühzeitig zu erkennen,

Zu spüren,

Wenn du mit deinen Gedanken abdriftest,

In die Vergangenheit,

Die nicht mehr änderbar ist,

In die Zukunft,

Die an vielen Stellen ein großes Fragezeichen ist oder in Dinge,

Themen,

Die jetzt ganz unwichtig sind,

Deine Zeit,

Kraft und Energie fressen und dich aus diesem einen Moment herauskatapultieren.

Ich freue mich sehr,

Dass du dir die Zeit für diese Übung genommen hast und ich wünsche dir,

Dass sich diese Wahrnehmung dafür,

Wo du gedanklich gerade bist,

Peu a peu vermehrt auch in deinem Alltag breit macht.

Du dich selbst immer wieder,

Immer besser in den jetzigen Moment zurückholen kannst,

Denn es ist der einzige,

In dem tatsächlich Leben stattfindet.

Ich wünsche dir alles Gute und freue mich auf dich bis zum nächsten Mal.

© 2026 Svenja Krumpeter. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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