19:25

Das Gartenhaus und ein Sommergewitter

by Schlafenszeit Podcast

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Es ist einer der letzten warmen Tage des Sommers. Du hast heute viel im Garten gearbeitet. Gerade räumst du noch auf, da ziehen sich Wolken über dir zusammen. Donner, Blitze, das Klopfen der Tropfen an der Fensterscheibe, auf den schwer nach unten hängenden Blättern und auf der Regentonne, ... die Luft wird angenehm kühl und erfrischend... Wenn du den Bodyscan überspringen und direkt in die Geschichte einsteigen möchtest beginne bei Minute 03:45. Träum' schön!

Transkription

Schlafenszeit Das Gartenhaus und ein Sommergewitter Komm ganz im Hier und Jetzt an Richte deine Aufmerksamkeit kurz auf den Raum um dich herum Jetzt bist du hier Gedanken an gestern oder morgen brauchen dich nicht mehr zu beschäftigen Schalte stattdessen das Gedankenkarussell ab,

Indem du genau in deinen Körper spürst Wo berührt dein Körper deine Unterlage?

Welche Stoffe spürst du auf deinem Körper?

Und wo,

Vielleicht auf deinen Armen oder an deinen Beinen?

Was berühren deine Füße in diesem Moment?

Spüre,

Wie sich dein Bauch,

Deine Brust und sogar deine Nase bei jedem Atemzug heben und senken Atme tief ein und aus Stell dir vor,

Wie die Luft bei jedem tiefen Atemzug durch deine Nase in deinen Brustkorb und in deinen Bauch fließt und bei jedem genauso tiefen Ausatmen den gleichen Weg zurück aus deinem Bauch,

Durch deinen Brustkorb und aus deiner Nase wandert Spüre,

Wie du mit jedem Atemzug ruhiger und entspannter wirst Nimm den tiefsten Atemzug des heutigen Tages ein und aus Sehr gut,

Du bist jetzt bereit,

Den Tag hinter dir zu lassen,

Einzuschlafen und loszuträumen Es ist einer der letzten warmen Tage des Sommers,

Du hast heute viel im Garten gearbeitet Als du dein Gartenwerkzeug,

Deine Schaufeln,

Handschuhe,

Besen,

Die Blumentöpfe und die Unkrautreste weggeräumt hast,

Stehst du mitten in deinem wunderschönen Garten und atmest den angenehmen Duft von frisch gemähtem Gras und den letzten bunten Blumen ein Dein Körper fühlt sich staubig und steif an,

Du beschließt,

Dich ein wenig zu dehnen,

Du stellst dich aufrecht hin,

Verlagerst dein Gewicht gleichmäßig auf beide Füße und nimmst eine stolze,

Selbstbewusste Haltung ein Dann kippst du deinen Kopf zur rechten Seite,

Legst deinen rechten Arm sachte auf deinen Kopf und dehnst auf diese Weise die linke Seite deines Nackens Die harte Gartenarbeit macht sich mit einem Zwicken und Ziehen im Nacken bemerkbar,

Du atmest tief ein und beim Ausatmen spürst du,

Wie die Anspannung in deinem Nacken schon wieder etwas loslassen kann Du richtest deinen Kopf wieder auf und wiederholst die Übung auf der anderen Seite,

Lehnst deinen Kopf nach links und spürst ein Ziehen in deiner rechten Nackenseite Nach ein paar tiefen Atemzügen lässt der Schmerz nach und du richtest dich wieder auf,

Jetzt lässt du deinen Rücken sich langsam Wirbel für Wirbel nach vorne beugen,

Bis du mit deinen Händen deine Füße berühren kannst,

Schaukelst ein wenig von rechts nach links und richtest dich dann wieder langsam Stück für Stück auf Als letztes streckst du deine Arme hoch in den Himmel und folgst deinen Fingern mit deinem Blick,

Gerade spürst du eine angenehme Dehnung in deinem gesamten Körper,

Als dein Blick in den Himmel wandert und du riesengroße,

Pechschwarze Wolken über dir aufsteigen siehst.

Jetzt aber schnell,

Denkst du,

Schüttelst dein Körper noch einmal durch und huschst ins Gartenhaus,

Um deine Habseligkeiten herauszuholen.

Als du die klapprige Holztür hinter dir schließt,

Hörst du einen lauten Donner vom Himmel grollen.

Du schiebst den Stuhl an den kleinen Gartentisch,

Um deinen Rucksack besser erreichen zu können und siehst schon erste Tröpfchen an die Fensterscheibe klopfen.

Draußen ist es plötzlich so dunkel geworden,

Dass du hier drinnen das Licht anschalten musst.

War das gerade ein Blitz oder flackert die alte Glühbirne?

Du holst deinen Schlüssel hervor,

Als es so laut donnert,

Als würde es direkt über deinem dünnen Dach ertönen.

Ein letztes Mal schaust du dich in deinem engen,

Aber gemütlichen Gartenhäuschen um und wendest dich dann zum Gehen.

Du öffnest die Tür mit einem Quietschen und denkst gerade daran,

Bald Öl mitzubringen.

Da stößt dir eine überraschende Kälte entgegen.

Noch ein Blitz erhellt den Himmel.

Voller Verwunderung hältst du einen Moment inne.

Von einer Sekunde auf die nächste scheinen all die Wolken,

Auf die du in den vergangenen Tagen so sehnsüchtig gewartet hast,

Über dir aufzureißen und endlose Wassermassen prasseln vor deinen Füßen auf den trockenen Boden.

Eilig schließt du die Tür wieder.

Vielleicht wartest du lieber noch einen Moment.

Du legst deinen Rucksack zurück auf den Stuhl,

Schaltest das Licht wieder an und setzt dich an den Gartentisch direkt neben das Fenster.

Der nächste Donner lässt den Boden erschüttern.

Unter dem Dach dieses kleinen Gartenhauses hört sich der Regen unfassbar laut und auch ein wenig bedrohlich an.

Als würden Tennisballgroße Hagelkörner herunterkommen.

Aber beim Blick aus dem Fenster siehst du,

Dass es sich doch um ein ganz normales Sommergewitter handelt.

Nachdem du in den letzten Tagen mit Blumengießen kaum hinterhergekommen bist,

Bist du eigentlich sehr dankbar für dieses bitternötige Geschenk der Natur.

Die Luft hat sich schlagartig verändert.

Der typische Geruch von Sommerregen kommt jetzt auch in deinem Gartenhaus an.

Du atmest tief durch und spürst die kalte Luft deine Nase kitzeln.

Sie riecht so klar und frisch und unbeschreiblich gut.

Darunter mischt sich der Geruch von nassem Holz.

Du hast das Gefühl,

Dass der Regen nicht nur den Pflanzen draußen neue Energie schenkt,

Sondern auch dich wieder aufweckt und deinen Kopf klarer und freier fühlen lässt.

Erst jetzt merkst du,

Wie trocken sich dein Hals anfühlt.

Du greifst zu der Wasserflasche auf dem Regal und schenkst dir Wasser in dein Gartenglas ein.

Das Gartenhaus ist so klein,

Dass du dafür nicht einmal aufstehen brauchst.

Das Wasser schmeckt sehr erfrischend.

Du spürst noch einen Moment mit deiner Zunge nach,

Während du draußen beobachtest,

Wie die Blätter vor dem Fenster schwer nach unten sinken.

Der Staub auf dem kleinen Steinweg wird abgewaschen und sickert in die Wiese,

Die mittlerweile von braunem Wasser überschwemmt wird.

Trotz der dunklen Gewitterwolken findest du,

Dass alles jetzt in einem ganz besonderen Glanz erstrahlt und großartig aussieht.

Langsam wird dir kalt und du greifst nach einer Wolldecke,

Die du hier immer bereit gelegt hast.

Du schlägst sie um deine Schultern.

Der Stoff kratzt zwar etwas,

Aber er wärmt dich zugleich angenehm.

Du sinkst tiefer in deinen Stuhl,

Legst die Füße hoch und schließt für einen Moment die Augen.

Jetzt nimmst du das Klappern des Regens noch deutlicher wahr.

Du kannst hören,

Wie der Regen dumpf auf das Holzdach fällt.

Ganz nah an deinem Ohr hörst du dieses hellere,

Klopfende Geräusch von den Tropfen,

Die gegen die Fensterscheibe klopfen.

Dort,

Wo der Regen auf die Fensterbank trifft,

Erklingt sogar ein hallender Ton.

Und weiter entfernt hörst du,

Wie sich die Regenpfützen mit lautem Platschen füllen und wie das Wasser in einem dicken Strahl von der Regenrinne in die Regentonne geleitet wird.

Wahrscheinlich ist die Regentonne schon voll.

Und du kannst dir sogar vorstellen,

Den kleinen Wasserfall am Rande der Tonne zu hören.

Der nächste Donner übertönt alles andere.

Und den kurz darauf folgenden Blitz kannst du sogar mit geschlossenen Augen zweifellos sehen.

Du kuschelst dich noch mehr in die Decke und riechst ihren altbekannten Duft.

Das Gewitter scheint direkt über euch zu wüten.

Du bist froh,

Hier im Trockenen sitzen zu können und lauscht dem Naturschauspiel draußen.

Deine Gedanken schweifen ab.

Und du siehst dich vor deinem inneren Auge an einem Wasserfall im Regenwald stehen.

Du kannst dir exotische Vögel vorstellen.

Und siehst Flusspferde im See planschen.

Du spürst die Wärme des Regenwaldes in dir hochkommen.

Und überlegst,

Dir auch Abkühlung im Wasser zu gönnen.

Du könntest aber auch auf einem Floß auf dem wilden Fluss in unbekannte Gewässer gleiten.

Oder doch lieber in dein persönliches Baumhaus klettern.

Und es dir dort oben über den Wipfeln des Regenwaldes gemütlich machen.

Äffchen beobachten.

Eine Banane vom Baum pflücken.

Und den Sonnenuntergang beobachten.

Du könntest den Sternenhimmel über dir genießen.

Und irgendwann sanft einschlafen.

Und während du dann den lauten Wasserfall neben dir hörst,

Könntest du davon träumen,

In einem kleinen Gartenhaus zu sitzen.

Während draußen ein wildes Sommergewitter tobt.

Und du aber,

Geborgen im Trockenen sitzt.

Und die Abkühlung genießt.

3.9 (50)

Neueste Bewertungen

Jana

April 21, 2021

Hat toll die Sinne angesprochen! Habe die Regentropfen regelrecht gehört. Vielen Dank :)

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