
Wie du effektiv Konflikte löst & vermeidest
Du hast einen Konflikt mit jemand anderem? Hier gebe ich dir dafür eine effektive Lösung. Dabei ist es egal, ob du dich mit deinem Partner, einem Familienmitglied oder Freund gestritten hast. Zunächst ist es wichtig, dass du den Konflikt als Herausforderung annehmen kannst und ihn da sein lässt. Jegliche Gegenwehr macht es nur schlimmer. Danach öffnest du dich in deiner Kommunikation und erzählst, was durch den Konflikt auf deiner Gefühls- und Bedürfnisebene passiert ist.
Transkription
Hey,
Ich begrüße dich wieder ganz herzlich zu einem neuen kleinen Input von mir.
Schön,
Dass du wieder eingeschalten hast.
Wir schauen uns heute das Thema Konflikte an.
Und Konflikte,
Damit meine ich vor allem zwischenmenschliche Sachen.
Also das heißt,
Du hast dich vielleicht mit deinem Partner gestritten oder mit deinem Freund oder mit jemanden aus der Familie und dann hat man oft die Situation,
Beide Seiten sind verhärtet.
Das heißt,
Du denkst dir dein Teil,
Der andere und es ist in der Art eine zwischenmenschliche Trennung entstanden,
Könnte man sagen.
Also man ist gar nicht mehr mit den anderen irgendwie verbunden und man will vielleicht auch gar nicht mehr darüber sprechen.
Und irgendwie ist es eben eine Paz-Situation.
Vielleicht hast du dich schon mal probiert,
Nochmal anzunähern,
Dann in so einem Fall und dann wurde es vielleicht nur noch schlimmer.
Und die Frage ist dann,
Wie kannst du solche Konflikte lösen?
Und vor allem auch die Frage,
Wie beide miteinbezogen werden.
Also nicht nur,
Dass du gewinnst nach dem Motto und der andere verliert,
Sondern wie können beide zufrieden sein?
Und als erstes dafür möchte ich dir einen kleinen Hinweis geben,
Denn oft ist es so,
Dass man den Konflikt probiert,
Mit aller Macht zu lösen.
Also man will das irgendwie weg haben und dadurch baut man in der Regel eigentlich noch mehr Widerstände auf.
Das Ganze ist eigentlich das Thema,
Dass es anders herum geht.
Und jetzt befinden wir uns schon sogar mitten im Prozess.
Das heißt,
Wir denken immer,
Wenn wir uns streiten,
Dass der andere daran schuld ist.
Also wir schauen nach außen und sagen nach dem Motto,
Dort,
Das ist der Feind.
Der muss sich ändern,
Damit ich mich besser fühle,
Und der muss den Konflikt lösen,
Indem er macht,
Was ich sage.
Also die Perspektive nach außen.
Und jetzt hier die ganz große Änderung,
Wie du das nächste Mal bei Konflikten agieren solltest,
Schon am besten mittendrin,
Dass du die Ansicht auf dich hast.
Also das heißt,
Im Außen passiert etwas und was macht das mit dir?
Und bevor wir dort näher jetzt darauf eingehen,
Möchte ich dennoch jetzt von der Situation ausgehen,
Dass du dich bereits gestritten hast oder einen Konflikt schon gerade hast.
Also das heißt,
Es ist irgendwie eskaliert.
Der erste Schritt,
Der immer sehr sehr hilfreich ist,
Aus Erfahrung her,
Mit der Arbeit,
Auch mit Pärchen oder Einzelsitzungen,
Dass du erst mal die Situation so akzeptierst,
Wie sie ist.
Und auch das ist erfahrungsgemäß sehr schwer für viele.
Das heißt,
Dass man sich erst mal für sich hinsetzt und ja zu dem sagt,
Was war.
Also nach dem Motto,
Ja,
Das durfte sein.
Und die Übung dafür ist,
Dass du dich hinsetzt,
Damit auseinandersetzt,
Was in dir vorgeht,
Was dadurch ausgelöst wurde für Gefühle durch diesen Streit,
Und dass du am Ende dann sagen kannst,
Ja,
Das durfte sein,
Ohne dass ein innerlicher Widerstand wiederkommt,
So nach dem Motto,
Nein,
Das durfte nicht alles so sein.
Nein,
Nein,
Nein,
Nein,
Nein.
Und wenn du das geschafft hast,
Dann hast du erst mal eine akzeptierende Haltung zu der Vergangenheit.
Das ist wirklich ein ganz wesentlicher Schritt,
Weil die Erfahrung zeigt,
Wenn man das nicht macht,
Dann kommt irgendwann immer wieder diese Schuldgefühle oder dann doch noch der Kämpfer wieder in einem hoch und er macht diesen ganzen lösenden Prozess dann letztendlich wieder zunichter.
Und deswegen der erste Schritt also,
Wenn ein Konflikt passiert ist,
Ja,
Das durfte alles so sein.
Aber nicht nur,
Dass der andere auch so sein durfte mit seinen Gefühlen,
Sondern auch zum Beispiel dein Schmerz,
Der ausgelöst wurde.
Es geht nicht so sehr um die Handlung,
Sondern wirklich um das Innerliche und vielleicht auch deine Verzweiflung,
Dass du jetzt gerade nichts anderes machen konntest.
All das durfte eben so sein.
Und wie näherst du dich dem anderen jetzt also wieder im besten Fall?
Ich habe ja schon erwähnt,
Dass eben der Blick zu uns geht,
Also zu dir selbst.
Also schau nicht so sehr,
Was der andere jetzt machen soll,
Damit du dich besser fühlst,
Sondern der andere hat eben so gehandelt,
Wie er gehandelt hat.
Und jetzt geht es darum,
Diese Getrenntheit zu überwinden,
Indem du wieder eine Verbundenheit herstellst zu dem anderen.
Man könnte es auch Liebe oder Zwischenmenschlichkeit nennen.
Doch das passiert nicht mit der Keule.
Also du sagst nicht,
Los,
Ich will dich wieder lieben,
Oder hier siehst du meine Liebe nach dem Motto,
Sondern das machen wir,
Indem wir uns öffnen.
Wir zeigen uns verletzlich,
Indem wir dem anderen sagen,
Was in uns los ist.
Das heißt,
Was die Situation mit uns gemacht hat.
Und ganz wichtig hier,
Nicht den anderen für irgendwas beurteilen oder beschuldigen.
Also nicht,
Du hast das und das gemacht und deswegen ist das und das mit mir passiert,
Sondern es geht anders.
Das schauen wir uns im Detail auch gleich nochmal an.
Aber hier nochmal zum Festhalten.
Es geht praktisch um die Haltung.
Nicht der andere ist es,
Sondern die Situation hat was mit dir gemacht,
Und das offenbaren wir den anderen.
Und so geben wir dem anderen ein Angebot,
Dass die Liebe wieder fließen kann.
Also wir bauen eine Brücke,
Zumindest bieten wir dem anderen eine Brücke an,
Und das Angebot kann er annehmen oder auch nicht.
Das sind auch noch Fälle,
Aber in jedem Fall hast du dein Bestes getan.
Und die Wahrheit ist,
Mehr kannst du eigentlich auch gar nicht tun,
Als diese Brücke herzustellen,
Aber eben nicht auf eine beurteilende und verurteilende Art und Weise zu dem anderen.
Denn es geht in die Richtung gewaltfreie Kommunikation,
Man nennt es auch authentische Kommunikation,
Und das ist genau das Tool,
Was dafür sehr gut geeignet ist im ersten Schritt.
Denn hier ist es so,
Man sagt,
Man gibt dem anderen erst mal ein Feedback,
Was man selbst beobachtet hat.
Also nach dem Motto,
Du schau,
Das und das ist passiert.
Und hier vorsichtig im ersten Schritt,
Nicht dem anderen das um die Ohren knallen,
Wie du hast das und das gemacht,
Sondern wir nehmen ein Beispiel,
Sagen wir eine Frau und ein Mann,
Ein Pärchen,
Und der Mann,
Der ist in der letzten Zeit sehr viel am Computer oder arbeitet sehr viel.
Wahrscheinlich ein sehr bekanntes Beispiel.
Und jetzt geht es darum,
Dass die Frau,
Wir nehmen es mal an,
Eben nicht sofort in das Gespräch einsteigt und sagt,
Wieso musst du die ganze Zeit so viel arbeiten,
Mach was mit mir.
Man merkt sofort,
Man geht in die Offensive,
Und jetzt denken wir uns in die Perspektive des Mannes,
Der vielleicht gerade am Computer sitzt.
Der Mann ist irritiert,
Weiß gar nicht so richtig jetzt,
Was damit anzufangen.
Was meinte die Frau jetzt?
Arbeite ich jetzt generell mehr oder nur die letzten Tage?
Ja,
Ihr seht,
Es ist viel da an Möglichkeiten,
Und das ist einfach irritierend,
Weil dann der Mann auch gar nicht so richtig weiß,
Was er denn jetzt falsch gemacht hat,
Beziehungsweise wo das Problem überhaupt liegt.
Und stattdessen,
Dass die Frau so einsteigt,
Könnte sie jetzt sagen,
Du schau,
In der letzten Woche hast du deutlich mehr gearbeitet als sonst.
Ja,
Also das heißt,
Es ist mehr eine beobachtende Haltung,
Und wir nennen das,
Was die Fakten sind,
Und was der Mann in dem Beispiel nicht wirklich von der Hand weisen kann,
Beziehungsweise fällt Ihnen das vielleicht dann erst mal auf.
Aber man geht nicht sofort in diese Beschuldigungslinie rein.
Das hört man auch direkt schon,
Wenn man das so kommuniziert.
Und der zweite Schritt wäre bei dieser Kommunikationsart,
Dass man jetzt sagt,
Was diese Beobachtung mit einem selbst macht.
Also,
Das und das beobachtet man,
Und deswegen fühlt man sich auf eine bestimmte Weise,
Zum Beispiel wütend oder verletzt,
Weil ein bestimmtes Bedürfnis nicht erfüllt ist.
In dem Fall wäre es das zum Beispiel Zweisamkeit.
Und ihr merkt jetzt auch hier schon,
Da muss man sich auch ein bisschen mit sich selbst auseinandersetzen,
Und das ist der große Punkt,
Weil man wird sich über bestimmte Dinge auch selbst erst mal im Klaren,
Weil oft sagt man irgendetwas und weiß überhaupt gar nicht selber,
Warum,
Was einen da wirklich bewegt.
Und deswegen ist es ideal,
Dann auch nach einem Streit sowas ansetzen zu können.
Gut,
Also,
Das waren diese drei Schritte.
Das heißt Beobachtung,
Deswegen fühle ich mich so,
Weil.
.
.
In dem Beispiel,
Wie gesagt,
Die Frau fühlt sich vielleicht verletzt,
Weil sie das Bedürfnis nach Zweisamkeit hat,
Und genau so sagt man das auch.
Also,
Pass auf,
Du hast in der letzten Woche mehr gearbeitet als sonst.
Das macht mich irgendwie traurig,
Weil ich gerne mit dir zusammen bin oder weil ich gerne Zweisamkeit mit dir haben möchte.
So,
Ganz wichtig,
Ihr seht,
Wir haben überhaupt nichts mit der Situation gemacht.
Wir haben sie genannt und gesagt,
Was es mit uns macht.
Und dann kann man hintendran noch einen Wunsch setzen,
Und der ist.
.
.
Also,
Er sollte möglichst ganz konkret sein,
Dass der andere weiß,
Was er zu tun hat,
Beziehungsweise was er tun könnte,
Um das wieder zu beheben auch oder zumindest damit einzusteigen.
Und das wäre in dem Fall zum Beispiel,
Ich würde gern mit dir nächstes Wochenende mal wieder ins Kino.
Das wäre ein Wunsch,
Den man dann da hinten dransetzt.
Ja,
Also das heißt Beobachtung,
Ein Gefühl,
Weil darunter ein bestimmtes Bedürfnis liegt,
Und im letzten Schritt sagen wir,
Was wir uns gerne wünschen.
Und natürlich kann der andere sagen,
Nein,
Ich brauche jetzt wirklich ein bisschen mehr Zeit noch für mich.
Ich muss jetzt ein bestimmtes Projekt abschließen.
Ich würde dich bitten,
Dass du mir die Zeit einräumst.
Könnte natürlich dann auch darauf kommen.
Und dann könnte man stattdessen fragen,
Okay,
Wollen wir dann in zwei Wochen ins Kino?
Könntest du dir das vorstellen?
Also,
Ihr seht,
Das ist dann so ein bisschen eine Art Kompromissfindung auch.
Und hier ganz wichtig zu sehen,
Der andere ist nicht zwangsläufig dafür da,
Einfach nur deine Bedürfnisse zu erfüllen.
Das ist auch ein ganz wesentlicher Punkt,
Weil leider basieren darauf auch viele Beziehungen tatsächlich,
Auch langjährige,
Dass es nur so ein gegenseitiger Tauschhandel ist.
Machst du das und das,
Dann erfülle ich dir das und das.
Das ist so ein Abwägen von Bedürfnissen.
Und sobald einer sein Bedürfnis nicht mehr erfüllt bekommt,
Dann gibt es Probleme bzw.
Dann trennt er sich einfach.
Und derjenige weiß dann gar nicht,
Dass es nur um ein Bedürfnis geht,
Was er dann bei einem neuen Partner auch nur wieder probiert auszuleben.
Also,
Ihr seht,
Es kann auch eine sehr unbewusste Beziehung überhaupt sein.
Genau,
Und dadurch,
Dass der Partner nicht nur da ist,
Irgendwie deine Bedürfnisse zu erfüllen,
Hast du natürlich auch die Möglichkeit,
Das Bedürfnis andersweitig auszuleben,
Also andersweitig zu erfüllen.
Du könntest auch ein Bedürfnis nach Bewegung zum Beispiel haben.
Das könnte auch sein.
Das heißt,
Der Partner will vielleicht nicht zum Joggen mitkommen und natürlich hast du da noch die Option,
Okay,
Kann das den anderen kommunizieren.
Ich brauche das jetzt irgendwie bis in Bewegung.
Ich gehe jetzt mal alleine los und gehe joggen.
Also,
Mehr ist das gar nicht.
Das ist einfach nur eine ganz andere Art,
Eben zu kommunizieren,
Authentisch.
Also,
Man sieht,
Das ist wirklich ein Stück,
Was man dem anderen mitgibt von sich.
Und genauso ist das auch in jeglicher Art Freundschaftskonflikt oder Verwandtschaftskonflikt.
Der erste Schritt,
Noch mal zum Zusammenfassen,
Ist die Akzeptanz.
Das trifft vor allem zu,
Wenn der Streit bereits passiert ist,
Also der Konflikt,
Weil innerhalb des Konfliktes geht das natürlich zügig vonstatten,
Sowas.
Aber dennoch kann es mit Übung gemacht werden.
Das heißt,
Wenn man dabei ist wirklich bei dem Gespräch,
Nicht im Kopf,
Sondern im Motto,
Wenn der das jetzt gesagt hat,
Dann was sage ich jetzt,
Was sage ich jetzt,
Sondern man ist bei dem Gespräch dabei,
Merkt vielleicht auch sogar noch seine Atmung,
Sein Körpergefühl und kann,
Wenn dann irgendetwas gesagt wird und man merkt,
Wie der innere Widerstand dazu aufkommt,
Innerlich,
Kann man sagen,
Ja,
Das darf sein,
Innerlich,
Ganz kurz.
Und schon ist man wieder dabei und lässt diesen Fluss fließen,
Diese Verbundenheit.
Es hat nie was damit zu tun,
Dass man nur noch ja,
Ja,
Ja sagt.
Ganz im Gegenteil,
Denn wenn man wirklich ein klares Nein empfindet zu dem,
Was gesagt wird,
Dass man das auch authentisch mitteilen kann.
Also,
Wie gesagt,
Erster Schritt Akzeptanz,
Ja,
Das durfte sein oder ja,
Das darf sein.
Und der zweite Schritt ist die Art,
Wie ich etwas sage.
Der zweite Schritt war jetzt diese Kommunikationsart mit diesen vier Unterpunkten,
Beobachtung,
Gefühl aufgrund eines Bedürfnisses und den Wunsch dann.
Also es dreht sich alles in deine Richtung.
Das möchte ich dir noch abschließend mitgeben.
Denn wir haben eben oft diese Gedanken,
Dass der andere an allem irgendwie schuld ist,
Aber letztendlich geht es nur darum,
Dass du dich öffnest und zeigst,
Was das mit dir gemacht hat.
Das ist das Angebot an den anderen und das muss er nicht annehmen,
Aber in der Regel funktioniert es viel besser,
Als wenn man jetzt nur jeder für sich dann weiter in seinem Kopf verharrt und gar nicht mehr miteinander redet oder Sonstiges.
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