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Die Wut Verwandeln

by Lars Pracejus

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Bewertet
4.3
Group
Aktivität
Meditation
Geeignet für
Alle
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Unterdrückte Gefühle bleiben bestehen oder werden sogar stärker. Wut ist eine natürliche Reaktion darauf, wenn Grenzen überschritten oder verletzt werden. Wir stellen dadurch Energie bereit, um unsere Grenzen zu schützen oder wiederherzustellen. Wähle für die folgende Übung bitte eine leichte oder mittelgradige Situation aus, in der Du gekränkt wurdest. ACHTUNG: Das ist keine Traumatherapie!

Transkription

Die Wut verwandeln Gefühle,

Die wir vermeiden,

Können anhalten oder auch schlimmer werden.

Die folgende Übung kann uns anleiten,

Die Wut im Körper spüren zu lassen,

Ohne sie auszuleben.

Ich kann mir eine bequeme Position aussuchen,

Im Sitzen oder im Liegen,

Was mir mehr entspricht.

Dabei kann alles zur Ruhe kommen.

Der Blick auf einen Punkt in der Ferne oder hinter den geschlossenen Augenlidern,

Das dürfen die Augen ganz alleine entscheiden.

Mit jedem Ausatmen kann ich mir sagen,

Darf ich einen Schritt weiter nach innen gehen,

Zu mir selbst,

Während die Dinge drumherum an Bedeutung verlieren.

Geräusche können kommen und gehen und ich lasse sie vorbeistreichen,

Ohne ihnen Aufmerksamkeit zu schenken.

Nun,

Vereinzelt kann es sein,

Dass mal ein Gedanke kommt,

Das ist ganz normal.

Ich lasse einen solchen Gedanken vorbeistreichen mit dem nächsten Ausatmen.

Ich darf all die Dinge loslassen,

Um die ich mich nun nicht mehr zu kümmern brauche.

Und für die folgende Übung kann ich eine Situation auswählen aus meiner Lebensgeschichte,

In der ich ein bisschen das Gefühl hatte,

Gekränkt oder verletzt zu werden.

Und für diese Übung darf das eine kleine Situation sein,

Eine kleine Verletzung oder Kränkung.

Zum Üben ist es gut,

Nicht zu groß anzufangen.

Und diese Situation kann ich vor meinem inneren Auge entstehen lassen.

Und in dieser Situation spielt es gar keine Rolle,

Ob die Verletzung oder Kränkung absichtlich herbeigeführt wurde oder unabsichtlich.

Es geht im Wesentlichen darum,

Dass meine Bedürfnisse übergangen wurden,

Meine Grenze überschritten wurde.

Das habe ich deutlich gespürt.

Und diese Situation darf ein geringes oder mittelmäßiges Unbehagen in mir auslösen,

Wenn ich jetzt an sie zurückdenke.

Ich kann die Situation vor meinem inneren Auge nochmal lebendig werden lassen.

Was ist passiert?

Wer war daran beteiligt?

Und was wurde gesagt?

Und ich kann nun in meinen ganzen Körper hineinspüren.

Mich fragen,

Wie sich mein Körper jetzt anfühlt.

Dazu kann ich einen kleinen Scan durch meinen Körper machen.

Das kann helfen,

Die Empfindungen von Kopf bis Fuß einmal zu scannen.

Vielleicht spüre ich etwas Anspannung im Unterkiefer,

Im Nacken,

In den Armen oder Händen.

Ist mir eher warm oder eher kalt?

Wie fühlt sich mein Brustraum an?

Eher weit oder eher eng?

Wie schnell schlägt mein Herz?

Und ich spüre neugierig die Empfindungen,

So als ob ich mich mit ihnen vertraut machen würde,

Sie kennenlernen würde.

Und ich erlaube mir,

Diese möglicherweise unangenehmen Empfindungen in diesem Moment so sein zu lassen,

Wie sie gerade sind.

Es geht nicht darum,

Etwas zu verändern.

Ich erkenne meine Gefühle freundlich an,

Als ob ein guter Freund,

Eine gute Freundin mich mit diesem Schmerz sehen würde.

Zu mir sagt,

Ich sehe deine Wut,

Deinen Ärger.

Es ist verständlich,

Dass du verärgert bist,

Da du dich angegriffen fühlst,

Übergangen,

Nicht respektiert.

Du darfst wütend sein.

Und wenn ich die Wut mit liebevollem Blick in den Fokus nehme,

Dann kann sie sich von ganz allein verändern,

Abschwächen.

Es kann von ganz alleine geschehen,

Langsam oder in der eigenen Geschwindigkeit.

Ich beobachte alles mit Geduld und Offenheit.

Änderung darf auch langsam geschehen.

Und ich bleibe mit dem Scheinwerfer meiner inneren Aufmerksamkeit auf dem Ärger und beobachte,

Was geschieht.

Ich kann mir dafür etwas Zeit lassen.

Ich lasse mir so viel Zeit,

Wie es braucht,

Um in eine beginnende Veränderung zu kommen.

Ich umsorge mich liebevoll,

So wie ich es brauche und so lange,

Bis ich mich getröstet und verstanden fühle.

Und vielleicht erlaubt ein Teil in mir,

Den Ärger ein bisschen gehen zu lassen.

Und mit der Zeit darf noch mehr von diesem Unwohlsein gehen.

Diese Veränderung kann langsam beginnen.

Und jeder einzelne Schritt in Richtung Loslassen kann ein guter Schritt in die richtige Richtung sein.

Und ich kann diese Übung wiederholen,

So oft es mir gut tut und wann immer ich sie brauche.

Idealerweise darf ich in ruhigen Momenten üben,

Wo ich bei mir bin,

Gut für mich da sein kann.

Und dieser Prozess,

Mit mir verbunden zu sein und hinzuschauen,

Darf auch in Zukunft weiter wirken.

Es ist wie ein Versprechen an mich selbst.

Und so kann ich mich nun dankbar von den inneren Bildern verabschieden und der sicheren Gewissheit,

Dass ich mit mir verbunden bleibe.

Wenn ich nun nochmal auf meine Atmung achte,

Mit jedem Einatmen Schritt für Schritt und Stufe um Stufe zurückkehren kann in die wache Aufmerksamkeit.

Indem ich mit dem nächsten Einatmen wieder die Geräusche wahrnehmen kann.

In der Ferne,

Geräusche in der Nähe und Geräusche hier im Raum.

Ich kann mit dem nächsten Einatmen anfangen Finger und Zehen zu bewegen,

Spüre mir das Gefühl und die Kraft zurückkehrt.

Wenn ich Hände und Füße bewege,

Arme und Beine,

Ich kann mich etwas recken und strecken,

Rekeln,

Tief durchatmen und in meiner eigenen Geschwindigkeit die Augen aufschlagen,

So dass ich wieder frisch,

Wach und klar zurück bin im Hier und Jetzt.

4.3 (15)

Neueste Bewertungen

Recha

September 3, 2025

Hat mir sehr geholfen meine Wut zu verstehen und aufzulösen. Vielen Dank.

Nike

August 22, 2024

Ich habe mich danach wieder geklärt gefühlt. Vielen Dank!!

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