
Meditation - Langsamkeit einladen
by Melissa Gein
Bei dieser Meditation kannst du einmal in dich gehen, dir zuhören und deinen Geschwindigkeitsregler etwas drosseln. Wir laden bewusst mehr Langsamkeit ein, um die Wuseligkeit des Lebens zu unterbrechen und innezuhalten. In Stille können wir lauschen und immer wieder bewusst langsamer werden - im Atmen und in den Gedanken.
Transkription
Meditation,
Um Langsamkeit einzuladen.
Schön,
Dass du da bist.
Nimm eine für dich bequeme Haltung ein.
Das kann im Sitzen sein,
Auf einem Stuhl oder auf dem Boden.
Oder du legst dich ganz entspannt auf dein Bett oder deine Yogamatte auf den Boden.
Organisiere dich in deiner Haltung.
Ist es gut genug so für dich in diesem Augenblick?
Hast du alles,
Was du brauchst?
Kannst du für die nächsten Minuten in dieser Haltung verweilen?
Und wenn du soweit bist,
Wenn du dich selbst organisiert hast in deiner Haltung,
Schau einmal,
Ob du deine Augen schließen magst.
Ansonsten lass den Blick ganz ruhig auf einen Punkt gerichtet.
Dann entspanne dich noch einmal bewusst in deiner Haltung.
Lass die Schultern los und den Kiefer.
Entspanne den Bereich zwischen deinen Augenbrauen.
Löse deine Zunge vom Gaumen.
Lade bereits hier beim Aufbau deiner Meditationshaltung Langsamkeit ein.
Alles hat Zeit.
Gib dir die Zeit.
Vielleicht bemerkst du,
Dass du allein durch diesen langsamen Aufbau bereits Entschleunigung einladen kannst.
Vielleicht geschieht das von ganz allein.
Es muss keine perfekte Meditationshaltung sein,
Die wir schnell einnehmen und darauf losmeditieren.
Du hast Zeit.
Gib dir die Zeit,
Die du jetzt brauchst.
Dann bring deine Aufmerksamkeit auf deine Atmung.
Wie fließt dein Atem in diesem Moment durch deinen Körper?
Welche Geschwindigkeit hat dieser Atemzug?
Fühlt es sich noch etwas hektisch an,
Unbedacht?
Wenn du magst und es sich angenehm anfühlt,
Verlangsame deine Atmung.
Lass sie tiefer durch dich hindurch fließen.
Langsam ein und vielleicht noch etwas langsamer aus.
Langsam und tief ein.
Langsamer und tiefer aus.
Und dann beobachte deine Gedanken.
Rasen sie noch schnell durch dein Geist?
Oder kannst du auch deine Gedanken mit jedem Atemzug etwas langsamer werden lassen?
Kannst du den Geschwindigkeitsregler deiner Gedanken etwas nach unten drehen?
Deine Atmung fließt dabei weiterhin entspannt ein und aus.
Langsam und gleichmäßig.
Wie fühlt sich für dich diese Langsamkeit an?
Vielleicht ist es etwas ungewohnt und du fühlst dich dadurch unruhig oder nervös.
Vielleicht tritt aber auch ein Gefühl der Entspannung ein,
Der Entschleunigung.
Sei einfach wahr,
Wie es jetzt in diesem Moment ist,
Wenn du langsamer wirst.
Es gibt gar nichts zu erreichen,
Kein Ziel,
Keinen bestimmten Zustand.
Es gibt auch nichts zu bewerten.
Es ist einfach so,
Wie es ist.
Nimm einfach weiter wahr und beobachte für einige Minuten in Stille.
Lade immer wieder die Langsamkeit ein,
Wenn du bemerkst,
Dass dein Atem oder deine Gedanken wieder schneller werden.
Tiefe,
Entspannte Atemzüge können dich dabei unterstützen,
Langsam zu sein,
Zu entschleunigen,
Den Geist zu beruhigen und dadurch vielleicht etwas Klarheit zu bekommen.
Bleib noch für ein paar Momente ganz in Stille.
Der Fokus auf deinem Atem.
Deine Gedanken fließen so dahin.
Alles darf ganz langsam vonstatten gehen.
Wenn dich deine Gedanken wieder einholen und du bemerkst,
Dass es wieder etwas zu schnell wird für dich,
Zu unruhig,
Dann kann dich deine Atmung dabei unterstützen,
Den Geschwindigkeitsregler wieder etwas nach unten zu drehen,
Indem du tief ein- und noch etwas tiefer ausatmest.
Vielleicht machst du zwischendurch auch noch mit deinen Schultern lockern,
Dich wieder in deinem Sitz oder in deiner Haltung verankern.
Dann bring deine Aufmerksamkeit langsam wieder zurück in deinen Körper.
Wie war es für dich,
Deinen Geist und deine Atmung zu beobachten?
Gibt es vielleicht auch im Alltag Momente,
In denen du langsamer werden möchtest?
Dann mach dich bereit,
Die Meditation zu beenden.
Nimm dir noch drei ganz tiefe und entspannte Atemzüge durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus.
Noch mal tief ein und tief wieder aus.
Tief und langsam ein,
Tief und langsam aus.
Wenn du magst,
Dann streck dich noch mal,
Regle dich und öffne dann deine Augen wieder.
Bis bald und bleib achtsam.
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