
Mut - Bleib deinen Zielen treu.
Diesmal gibt es etwas zu feiern: Unseren Mutausbruch! In der vierten Episode sprechen Hospizbegleiterin Kathrin und Resilienztrainer Gerhard über ihren Weg zum fertigen Podcast. Wie sie alle Wenns und Abers und den inneren Kritiker an die Hand nehmen. Du bekommst Impulse, wie du mit deiner Angst vor Verletzlichkeit und dem Wunsch nach Wertschätzung umgehen kannst. Am Ende der Folge erhältst du eine Übung, wie du Mut in den Alltag integrierst. Viel Freude mit dieser Folge, die dich stark macht!
Transkription
Hallo und herzlich willkommen bei Fullstop Forward,
Dem Podcast für Achtsamkeit und die bewusst andere Perspektive.
Wir sind Katrin und Gerhard,
Ehrenamtliche Hospizbegleiterin und zertifizierter Resilienztrainer.
Wir freuen uns riesig,
Dass du den Weg zu unserem Podcast gefunden hast.
Ja,
Man kann es kaum glauben,
Katrin,
Es ist die vierte Folge.
Für uns ist es wirklich ein ganz großes Ereignis.
Wenn ich noch denke,
Fast ein halbes Jahr haben wir jetzt gebraucht,
Um das alles an den Start zu bekommen und ich finde das ganz wunderbar.
Deswegen feiern wir unsere vierte Folge heute ein bisschen und wir wollen natürlich euch,
Liebe Hörerinnen und liebe Hörer,
Mit auf diese Reise nehmen und werden deswegen heute mit euch auch über unseren Weg zum fertigen Podcast sprechen.
Zuvor aber möchten wir uns natürlich total bedanken,
Dass ihr unsere Folgen anhört und wir möchten auch ein großes Dankeschön sagen für euer wirklich liebevolles und aufmunterndes Feedback.
So haben wir es dann geschafft,
Wirklich schon die vierte Folge heute aufnehmen zu können,
Auch wenn es im Rückblick gar nicht mal so einfach erscheint.
Ja,
Wenn dann nicht ein paar Gefühle wären.
Ob das Thema relevant ist,
Wo es doch eigentlich schon so viele Achtsamkeitsangebote gibt oder sind unsere Erfahrungen für jemanden interessant?
Wie wirken wir?
Wie wirken unsere Stimmen?
Klingen wir echt so,
Wenn wir uns selbst anhören?
Wie wirken wir im Podcast als Menschen?
Gibt es relevante Impulse,
Die sich jemand mitnehmen kann?
Wir wollen euch heute etwas über unseren Weg zum fertigen Podcast erzählen.
Dann erfahrt ihr auch,
Wie wir mit diesen Stimmen,
Mit diesen Gedanken,
Mit allen Wens und Abers,
Die uns so begleiten,
Umgehen.
Und wir denken,
Euch geht es in eurem Leben oft ähnlich und ihr könnt vielleicht ein bisschen mitverfolgen,
Was wir so tun und für euch den ein oder anderen Tipp mitnehmen.
Deswegen sprechen wir heute über den Weg zu unserem Podcast und natürlich über ein viel,
Viel größeres Thema,
Mut und Sichtbarkeit.
Das ist unsere Folge vier.
Ja,
Wir wollen über unsere Mutausbrüche sprechen.
Ja,
An der Stelle gleich ein kleiner Spoiler.
Es wird um Selbstzweifel gehen,
Um den Mut,
Sich zu zeigen und um das eigene Sicherheitskonzept,
Das wir uns ganz gerne selbst bauen.
Wir wollen euch gerne mit dieser Folge vor allem Mut machen.
Ja,
Wunderbar.
Also,
Wir fangen an und wir fangen an mit dem Moment der Woche.
Katrin,
Was ist dir passiert in letzter Zeit?
Was hättest du Interessantes zu erzählen?
Für meinen Moment der Woche möchte ich von einer Situation erzählen,
In der ich Mut aufgebracht habe bzw.
Mich getraut habe,
In einer herausfordernden Situation kritisch Feedback zu geben.
Ich umschreibe vielleicht kurz die Situation grob.
Es war ein Gespräch von zwei Personen.
Ich war passiv involviert,
Also ich war nicht direkt Gesprächspartner,
Aber ich war dabei und hatte an einem Punkt des Gesprächs das Gefühl,
Dass einer der beiden sich irgendwie nicht wohlgefühlt hat.
Und jetzt bin ich jemand,
Der eigentlich recht empathisch ist bzw.
Dann auch die Bedürfnisse des anderen sieht.
Also,
Ich habe wie so einen innerlichen Radar und mein Hindernis an der Stelle war für mich auch wirklich die Stimme zu erheben,
Statt zu schweigen,
Also statt es einfach passieren zu lassen.
Und trotz,
Dass ich natürlich kein aktiver Part war in dem Gespräch,
War dann so ein bisschen angesagt,
Über meinen Schatten zu springen und mich auch in ein unangenehmes Feld zu wagen.
Das heißt,
Ich habe im Gespräch also eingegriffen und habe Person A gesagt,
Dass ich das Gefühl habe,
Dass ich Person B gerade vielleicht nicht so wohl fühlt oder auch nicht so gesehen fühlt und habe irgendwie auch für mich schon so ein bisschen selbst die Schulter eingezogen.
Und ich will jetzt gar nicht näher auf den Gesprächsinhalt eingehen,
Aber ich habe auf jeden Fall ein Learning aus dieser Situation mitgenommen,
Nämlich,
Dass das Gegenüber eigentlich ganz dankbar ist,
Wenn ein Gefühl einen Raum bekommt und dass eigentlich nur Dinge,
Die ich anspreche,
Also aktiv anspreche,
Auch wachsen können.
Aus der Situation habe ich für mich mitgenommen,
Dass wir drei Personen in dem Gespräch eigentlich auch davon profitiert haben,
Nämlich zum einen ich.
Ich konnte üben,
Mutig zu sein und für meinen Wert einstehen.
In dieser Situation war irgendwie mein moralisches Prinzip Mitgefühl,
Verantwortung,
Sicherheit oder auch Harmonie.
Person B,
Die sich nicht gesehen gefühlt hat,
Hat die Sicherheit bekommen,
Dass sie Hilfe bekommt,
Obwohl sie vielleicht selbst das gar nicht so artikuliert hat.
Und Person A,
Der gar nicht bewusst war,
Dass sie den anderen möglicherweise verletzt hat,
Hätte das auch nie reflektiert,
Weil es die Person B einfach geschluckt hätte.
Also die Stimme nutzen und sich für etwas Gutes einsetzen,
Auch wenn es herausfordernd ist.
Das klingt nach einer Situation,
Die wirklich Mut erfordert hat,
Denn wenn man sich wirklich meldet und für jemand einsetzt,
Obwohl man ja eigentlich erst einmal gar nicht selbst betroffen ist,
Ist es natürlich immer eine Kleinigkeit,
Weiterzugehen oder wegzuhören und dann wirklich einzuschreiten,
Das ist schon eine tolle Sache und ich finde es auch besonders schön,
Wenn du eben siehst,
Dass wirklich alle drei Leute davon profitiert haben.
Das ist ja auch mal eine ganz neue Perspektive,
Man vergisst es ja sonst,
Man denkt immer an sich.
Und so hast du ja total schön erzählt,
Wie das alle drei verändert hat.
Ja,
Hast du denn einen Moment der Woche mitgebracht?
Ja,
Habe ich auch und auch einen,
Der etwas mit Mut zu tun hat.
Ich mache auf der App Insight Timer Live Sessions,
Das heißt,
Das sind Achtsamkeitsübungen,
Die von mir geführt werden und jede und jeder kann daran teilnehmen.
Es wird gestreamt,
Man kann im Chat mitsprechen,
Das ist eigentlich eine ganz,
Ganz tolle Sache,
Aber als ich das das erste Mal gemacht habe,
Hatte ich schon etwas Angst.
Zum einen die technische Seite,
Dass ich mich frage,
Wird alles funktionieren,
Muss alles zu einem bestimmten Zeitpunkt funktionieren,
Weil die Leute wissen,
Um 8 Uhr geht es los und der andere Punkt ist natürlich,
Da kann jeder mitmachen,
Da sind theoretisch Menschen aus der ganzen Welt dabei,
Bei mir waren jetzt Leute aus Europa dabei,
Das ist schon ein ganz besonderes Gefühl und das bin ich auch noch nicht so gewohnt und ich selber bin ja auch Moderator in meinem Job und du und ich,
Katrin,
Wir waren ja beide schon als Moderatorin und Moderator tätig und haben auch gemeinsam Team-Events,
Team-Retrospektiven moderiert vor Ort und die Erfahrung auch jetzt mit vielen Online-Meetings,
Die kommt mir schon zugute,
Aber jetzt bei der Live-Session muss ich schon sagen,
Man hört mich nicht nur,
Wie hier im Podcast,
Sondern man sieht mich auch und man sieht mich von einer Seite,
Die viele gar nicht kennen,
Eine sehr ruhige,
Eine sehr stille,
Eine meditative Seite und das ist für mich schon auch erst einmal ein Sprung,
Diese Seite von mir zu zeigen.
Aber auch da hatte ich ein total schönes Erlebnis,
Weil als dann alles am Laufen war und als dann die Übung auch unterwegs war,
Da hatte ich,
Obwohl das online ist und man sich nicht so richtig sieht,
Das Gefühl,
Es ist einfach ganz wunderbar,
Es ist echt eine Gruppe,
Wir sind ja zur selben Zeit versammelt und wir gehen da gemeinsam einen wirklich schönen Weg und auch da praktisch langer Rede kurzer Sinn,
Es lohnt sich,
Mutig zu sein.
Es lohnt sich auf jeden Fall,
Über den eigenen Schatten zu springen oder um auch noch ein anderes Symbolbild anzubringen,
Die eigene Komfortzone auch wirklich zu verlassen.
Die Erfahrung haben wir beide ja auch im Podcast-Prozess schon zur Genüge gemacht in unserer Zeit bisher.
Wie hast du es denn erlebt?
Ja,
Also die ehrliche Antwort ist,
Ich hatte keine Ahnung,
Was da auf mich zukommt und andererseits muss ich sagen,
Das ist auch gut so.
Wenn ich mir jetzt vorstelle,
Dass ich viel Zeit gehabt hätte zum Nachdenken,
Dann wären ganz,
Ganz viele Bedenken hochgekommen.
Was werden wohl andere sagen,
Was werden Kollegen im Job sagen,
Was werden Freunde sagen,
Ist meine Stimme überhaupt auch nur annähernd tauglich für einen Podcast,
Ist das,
Was ich zu sagen habe,
Überhaupt sagenswert,
Haben das nicht schon hundert andere gesagt?
Und wenn diese Fragen kommen,
Dann weißt auch du,
Liebe Hörerin und lieber Hörer,
Dann kommen immer noch mehr und es wird immer abgründiger und deswegen ist es eigentlich ganz schön,
Wenn man einfach mal anfängt und das ist mir leicht gefallen,
Weil ich war nicht allein,
Katrin,
Wir haben es gemeinsam gemacht und ich glaube,
Wir haben uns wirklich zusammen uns gegenseitig super geholfen und gegenseitig wirklich was Tolles auf die Beine gestellt.
Ja,
Da kann ich auf jeden Fall von meiner Seite auch dazu sagen,
Ich bin ja eher eine Person,
Die sich gerne vorbereitet,
Die irgendwie gerne einfach eine Struktur hat,
Die schon ja auch vorbereitet in eine Sache hineingeht,
Also mich hat es schon wirklich eine große Herausforderung gekostet,
Mich da auch reinzuwerfen und irgendwie so,
Ich sage jetzt mal im generellen vorbereitet sein Wunsch oder dem Denken irgendwie das Ganze auch ein bisschen loszulassen,
Aber ich finde jetzt im Nachhinein,
Wir haben das super gemeistert und wir haben die Sache ja auch sich entwickeln lassen,
Also wir haben in den Prozess vertraut,
Wir haben uns schon vorher definiert,
Wie wir bestimmte Dinge angehen möchten,
Was uns auch aus unseren beiden Blickwinkeln wichtig ist,
Aber ja,
Ich hatte natürlich auch ganz viel herausfordernde Fragen,
Ähnlich wie du es gerade beschrieben hast,
Also was werden die anderen sagen,
Dass ich einen Podcast starte,
Wo es doch so viele andere Personen gibt,
Die auch einen Podcast haben und ja dann auch natürlich selbst Zweifel,
Kann ich das Ganze technisch überhaupt oder ich habe jetzt keine große Kenntnis in Audiosachen,
Ja.
Das waren ganz schön viele Zweifel,
Aber es ist auch ganz gut,
So das anzusprechen,
Weil ich denke,
Jeder,
Der anfängt oder jede,
Die ein Projekt hat,
Kennt genau das,
Also anfänglich ist die Begeisterung und sehr schnell kommen eben andere Gedanken,
Aber es gibt in der Achtsamkeit einen schönen Begriff,
Der heißt Beginnergeist und damit ist gemeint,
Dass man alles so erlebt,
Als ob man es zum ersten Mal erlebt.
Wir haben aber oft die Tendenz,
Gleich zu bewerten,
Das kenne ich schon,
Es wird sowieso nichts,
Ach wer weiß,
Wie das ausgeht,
Anstatt einfach einmal etwas zu beobachten,
Etwas auf sich zukommen zu lassen und offen zu bleiben und wir hatten intuitiv Beginnergeist,
Einfach weil wir Anfänger waren.
Ja und weil wir halt das Vertrauen auch in uns als Team,
Aber ich glaube auch du in dich und ich in mich auch einzeln gelegt haben,
Dass das,
Was hintenbei rauskommt,
Schon einfach gut werden wird und ab einem bestimmten Punkt,
Finde ich,
Ist es ganz wichtig,
Einfach Vertrauen in die Sache hineinzulegen,
Also nicht nur in die Sache an sich,
Also dass wir jetzt einen Podcast machen,
Sondern auch Vertrauen in mich selbst,
Dass ich das schon gut meistern werde und auch ein Vertrauen,
Also ein Vertrauen in dich als meinen Podcast-Partner,
Wo ich dir sozusagen auch zutraue,
Dass du das genauso gut machen wirst und aber auch einfach ein Vertrauen in uns als Team,
Dass wir diesen ganzen Prozess genauso gestalten werden,
Wie wir uns weiter das wünschen.
Ja,
Das ist,
Glaube ich,
Ganz wichtig,
Weil man vergisst,
Dass man nicht allein auf der Welt ist.
Wenn man Angst hat,
Hat man immer das Gefühl,
Ich muss alles alleine schaffen,
Ich muss alles alleine hinbekommen und das stimmt gar nicht.
Man kann immer andere um Hilfe bitten,
Man kann immer mit anderen sprechen oder wie wir,
Wir sind sowieso zu zweit am Starten,
Zu zweit bekommt man die Sachen auch viel leichter eigentlich hin.
Und für mich war das aber an einem bestimmten Punkt auch so,
Dass ich mir gedacht habe,
Okay,
Hier sind alle deine Bedenken und die nimmst du jetzt und die steckst du in den Rucksack,
Den du immer mit dir rumträgst.
Also so bildlich hat jeder von uns einen Rucksack dabei,
Wo man immer alle so Gedanken und Bedenken mitträgt und mitschleppt.
Ich vertraue jetzt einfach,
Dass es gut werden wird.
Also,
Liebe Bedenken,
Ab in den Rucksack mit euch und den Rucksack,
Den nehme ich jetzt,
Den stelle ich an den Wegesrand und kehre nie mehr dorthin zurück.
Und das hat mir total geholfen,
Weil man wird nicht fertig mit dem Nachdenken und dem Bedenken und es ist einfach wichtig,
Voranzugehen,
Offen zu bleiben und zu vertrauen,
Weil sich viele Dinge von selbst finden oder einfach neu ergeben.
Ich finde dein Symbol des Rucksacks wunderbar,
Denn bei einem Rucksack muss ich auch direkt einfach an eine Wanderung denken und im Endeffekt so ein Prozess,
Egal jetzt für welches Projekt,
Ob es wie bei uns ein Podcast ist oder auch einfach ein anderes Projekt oder im Leben einfach auch eine bestimmte Phase,
Das ist ja eigentlich auch wie eine Wanderung.
Also es ist ein Weg,
Den beschreiten wir und ja,
Der Gedanke,
Die Gefühle oder die eigenen Bedenken und alle Gedanken,
Die damit zusammenhängen,
In einen Rucksack zu packen,
Finde ich deswegen schön,
Weil man sie nicht wegschiebt.
Also man lässt sie nicht am Wegesrand fallen oder wirft sie einfach irgendwie weg ins Gras,
In den nächsten Mülleimer,
Sondern man nimmt sie zu sich,
Nimmt sie in dem Moment ja auch an,
Also nimmt sie sozusagen an die Hand oder packt sie in den Rucksack und ja,
Hat sie alle beieinander und kann dann weitergehen.
Genau,
Und dann kann ich das machen,
Was ich will und wir wollten einen Podcast machen,
Das war unser Ziel und anstatt in den Bedenken hängen zu bleiben die ganze Zeit,
Sind wir losgegangen und ich denke,
So ist es generell mit dem Mut,
Der Mut hilft mir,
Meine Ziele auch umzusetzen,
Wenn ich weiß,
Was ich will,
Dann kann ich auch Angst hinter mir lassen oder Bedenken stehen lassen,
Weil ich mein Ziel vor Augen habe und weiß,
Es lohnt sich dafür auch zu kämpfen,
Es lohnt sich dafür auch einmal Gefühle wie Angst in Kauf zu nehmen,
Weil mir das wichtig ist und ich am Ende auch ein erfülltes oder glückliches Leben dadurch gewinne.
Und Mut heißt ja eben nicht,
Dass ich ohne Angst bin,
Sondern Mut heißt ja,
Ich habe Angst und ich mache es trotzdem.
Ich nehme die Angst in Kauf,
Das ist eigentlich das,
Was Mut auszeichnet und das ist dann wichtig,
Wenn ich ein Ziel vor Augen habe.
Ja und das Ziel befindet sich ja auch im Herzen,
Also das ist ja in unserem Herzen drin,
Das ist ja vorhanden und ja,
Es gibt kein richtig oder falsch,
Also es gibt ja unser Ziel und wenn wir unser Ziel oder unsere Vision oder unseren Wunsch,
Was wir kreieren wollen,
Sozusagen wie als Nordstern vor uns sehen,
Dann ist,
Genau,
Dann gibt es kein richtig oder falsch auf dem Weg,
Sondern wir können den Weg gestalten und in diesen Weg können wir eben dann auch das Vertrauen legen.
Ja,
Deswegen,
Wenn ich einen Workshop gebe,
In dem es um Krise,
Verwandlung,
Neue Strukturen,
Veränderungen im Leben geht,
Also überall,
Wo man sich eher unsicher fühlt,
Machen wir viel Wertearbeit,
Wir suchen unsere Werte und Ziele,
Was ist mir eigentlich wichtig,
Wo will ich hin?
Und wenn ich das weiß,
Dann habe ich eben einen Kompass,
Dann weiß ich,
Wie ich mein Leben ausrichte und dann bin ich auch motiviert,
Dieses Ziel zu verfolgen und da wiederum kommt der Mut fast von selbst,
Weil ich weiß,
Wofür ich kämpfe oder wofür ich auch etwas ertrage oder erleide in dem Augenblick und das finde ich auch ganz besonders schön eben bei der Akzeptanz- und Commitment-Therapie,
Viele,
Viele schöne Übungen und Techniken,
Dort ist es ganz wichtig,
Dass man sich über seine Werte und Ziele klar wird und sich dann eben dazu committet,
Das heißt mit seinem ganzen Herzen an seine Werte und Ziele dranhängt,
Weil dann bin ich sozusagen ausgerichtet,
Genordet,
Ich weiß,
Wo ich hin will und dann wie gesagt,
Kommt der Mut eigentlich fast von selbst.
Ja,
Da fällt mir direkt auch noch eine Erinnerung von mir ein,
In der Vorbereitung auf unsere aktuelle Podcast-Folge habe ich mich nämlich an ein Gespräch erinnert,
Das wir beide mal hatten,
Ganz am Anfang,
Ich weiß auch gar nicht mehr ganz genau,
Was Inhalt war,
Ich hatte zu irgendeiner Sache ein bisschen Zweifel und du hast mich total bestärkt und du hast drei ganz kurze und knappe Sätze gesagt,
Die ich mir so ganz fest auf meine Festplatte eingespeichert habe,
Dass ich sie tatsächlich schon oft wieder rausgeholt habe.
Du hast nämlich gesagt,
Sag dir doch einfach,
Ich habe einen Plan,
Ich habe was zu sagen und ich mache es.
Und das hat mich auch einfach so abgeholt und so bestärkt,
Dass ich letztendlich auch mich von dem Glauben oder ja von dem Zweifel oder von dem Glauben,
Dass es jemand anderes besser weiß,
Dass jemand anderes meine Ideen vielleicht besser umsetzt,
Einfach befreien konnte,
Weil im Endeffekt,
Das sind meine Ideen und nur ich kann meine Ideen ja so umsetzen,
Wie es mir wichtig ist und da brauche ich jetzt nicht unbedingt irgendein Zertifikat,
Was ich noch mit an den Podcast hin label,
Sondern es sind einfach Themen und Felder,
Die mir liegen,
Die mir wichtig sind und klar,
Es gibt im gleichen Bereich,
Also jetzt im Achtsamkeits-,
Endlichkeits-,
Resilienzbereich oder so immer Menschen,
Die vielleicht Dinge anders angehen,
Aber genau,
Also da,
Wie wir vorhin schon gesagt haben,
Es gibt ja kein richtig oder falsch.
Ja,
Wie wohl das Zertifikat für uns aussehen würde,
Staatlich geprüfte Podcaster oder kündiglich bayerische Achtsamkeitsbeamten,
Ich weiß es nicht genau,
Aber was du sagst,
Freut mich natürlich total,
Dass du dich daran erinnerst und der Punkt ist ja immer der gleiche,
Man muss erst einmal bei sich selbst beginnen und die eigenen Ziele kennen und nicht immer fragen,
Was werden wohl die anderen denken,
Aber es ist natürlich so,
Man ist immer verletzlich oder man macht sich verletzlich oder verwundbar,
Wenn man etwas von sich zeigt.
In dem Augenblick,
Wo ich von mir zeige,
Dass ich einen Podcast mache,
Dass ich eine Live-Session mache,
Dass ich vielleicht ganz andere Dinge mache als das,
Was die Leute von mir in meinem bisherigen Job kennen,
Bin ich angreifbar oder verletzlich oder verwundbar und da kommt natürlich auch unsere Angst her.
Klar,
Weil wir haben ja auch ein Gefühl in uns,
Wir wollen ja gemocht werden,
Also wir wollen,
Dass unser Tun wertgeschätzt wird und klar,
Man will natürlich auch,
Ich glaube,
Da spreche ich für alle,
Auch kompetent wirken,
Also man wünscht sich oder ich wünsche mir,
Dass mir der andere sagt,
Hey,
Wahnsinn,
Hammer,
Was du da auf die Beine stellst und in dem Moment,
Wo etwas Kritisches aus dem Umfeld kommt,
Genau,
Fühle ich mich verletzt,
Fühle ich mich angegriffen in meinem Tun,
Eigentlich in dem ganzen Projekt,
Also ich kenne das von mir ganz oft,
Dass ich an solchen Punkten mir dann schon auch manchmal überlegt habe,
Boah,
Ist das überhaupt irgendwie richtig,
Dass ich das hier tue und sollte ich überhaupt weitermachen,
Aber ich glaube,
Da spreche ich auch für uns alle im Leben,
Wir haben so viele Momente in Lebensphasen,
Wo wir einfach mit Kritik konfrontiert sind und wenn wir dann immer aufhören würden,
Ja,
Dann würden wir ganz viel,
Glaube ich,
Auch einfach nicht mehr schaffen.
Ja,
Ich denke,
Jeder von uns will natürlich gemocht werden und anerkannt werden und wertgeschätzt werden,
Es kann schwierig sein,
Wenn wir dann Kritik hören,
Aber vielleicht schaffen wir es ja,
Die Ebenen einzutrennen,
Weil es ist schon nochmal ein Unterschied,
Ob jemand sagt,
An dem Podcast stimmt der Aufbau nicht oder das Thema hätte ich lieber so und so gesehen oder ob jemand sagt,
Lass den Podcast doch einfach sein,
Das ist nichts für dich,
Da muss man,
Glaube ich,
Schon mal auseinanderhalten,
Was meint der andere oder die andere und wo sehe ich mich,
Aber Mut heißt eben Mut und das heißt,
Geh doch einfach den Schritt weiter und geh weiter nach vorne.
Ja,
Wir haben uns jetzt ja schon sehr viel auf das Positive konzentriert,
Also auf unsere Stärken,
Das finde ich super cool,
Weil es greifbarer wird.
Ja,
Und das ist auch ein Thema,
Was gerade ein Resilienztrainer total stark findet,
Nämlich das Thema Stärke,
Weil da geht es genau darum,
Was sind denn eigentlich meine Stärken und wenn ich meine Stärken kenne,
Dann kann ich viel,
Viel mehr schaffen,
Als ich denke.
Jetzt kommen immer wieder Leute zu mir und sagen,
Ich weiß aber gar nicht,
Was meine Stärken sind.
Dann gibt es eine ganz,
Ganz einfache Möglichkeit,
Frag doch jemanden.
Frag doch einfach mal jemanden,
Was sind meine Stärken,
Dann wirst du was Nettes,
Schönes,
Überraschendes über dich erfahren.
Das mache ich jetzt.
Katrin,
Ich habe keine Ahnung,
Was meine Stärken sind.
Kannst du mir sagen,
Wo ich eigentlich stark bin?
Wo findest du,
Bin ich gut?
Also ich finde dich super stark darin,
Gelassen zu bleiben.
Also wir kennen uns ja aus dem Joballtag und haben da auch die ein oder andere Situation miteinander schon oder ein Projekt miteinander erlebt.
Egal welches Problem auftritt,
Während andere irgendwie hektisch werden,
Du bist ein Fels in der Brandung,
Um den irgendwie die Gischt spült und dich bringt dann nichts aus der Ruhe.
Das fände ich eine richtig gute Stärke von dir und du versuchst es dann auch super mit Humor zu nehmen.
Also du brauchst,
Finde ich,
Nicht immer sofort irgendwie eine Lösung,
Sondern du gehst dann tatsächlich auch,
Ähnlich wie jetzt heute bei unserem Podcast-Thema,
Auch einfach mit der Herausforderung mit und ja,
Du schaust dann,
Wo du rauskommst und versuchst den ganzen Weg zu einer potenziellen Lösung einfach auch mit Humor zu sehen.
Ja,
Jetzt bin ich ganz gerührt.
Erzähl mir doch noch mehr.
Da fällt mir direkt noch was Drittes ein und zwar,
Ich finde,
Du hast auch ein sehr gutes Gespür dafür,
Was die Menschen in deiner Umgebung benötigen.
Also du kannst wertvolle Impulse geben,
Ohne viel Blabla,
Du kannst inspirieren und du kannst auch einfach die richtigen Fragen stellen.
Wunderbar.
Dann glaube ich,
Ist jetzt der Moment,
Wo wir aufhören,
Also aufhören ist am schönsten und wir könnten das einfach umdrehen jetzt,
Das Spiel.
Das ist eine gute Idee.
Ja,
Wie jeder,
Struggle auch ich manchmal und denke mir,
Hui,
Was sind meine Stärken?
Was sind denn meine Stärken?
Ja,
Katrin,
Das ist auf den ersten Blick zu erkennen,
Du bist eine sehr,
Sehr gute Autorin und man muss eigentlich sagen,
Du bist halt einfach mega schlau.
Du kannst immer tausend Sachen,
Du forschst nach,
Du findest viele Dinge und du kannst es einfach richtig gut darstellen und erzählen.
Also wenn ich deinen Account anschaue als Finiti auf Instagram,
Ist es einfach schön zu lesen.
Also da bist du richtig gut drin und da würde ich sagen,
Hast du eine Stärke umgesetzt und genutzt.
Es gibt noch was Zweites an dir,
Das ist für mich Unerschrockenheit.
Also wenn es Probleme gibt oder wenn Schwierigkeiten auftauchen,
Gehst du einfach mutig voran und stellst dich allem und bist offen und auch die Offenheit ist eigentlich ein ganz,
Ganz wichtiges Ding.
Du bist offen für Lösungen,
Du bist offen,
Dass was passiert.
Also auch da hast du eine sehr,
Sehr große Stärke.
Ja,
Das freut mich sehr,
Vielen Dank.
Ich hätte auch noch eine Dritte.
Und zwar,
Finde ich,
Ist das Herzlichkeit.
Wer dich kennt,
Der weiß,
Dass du immer ganz empathisch bist,
Einfühlsam.
Und am schönsten ist es zu erkennen,
Wenn du Geschenke machst.
Das sind wirklich sehr liebevolle Geschenke,
Sehr einfühlsame Geschenke.
Also du bist auch eine sehr gute Geschenke-Macherin.
Oh,
Mei.
Danke dir.
Ja,
Das ist schön,
Gell?
Man will jetzt einfach nur so,
Ach,
Genau.
Ich glaube,
Wenn du dir jetzt vorstellst,
Du fragst andere Menschen,
Dann wirst du merken,
Wie viel da eigentlich zurückkommt und das ist ein anderes Gefühl,
Wenn das jemand zu dir sagt,
Als wie wenn du dich da immer so,
Ah,
Was könnte ich können und wo bin ich und wo stehe ich?
Wenn es andere zu dir sagen,
Ist das einfach ganz einfach,
Weil die meisten Leute werden etwas Nettes zu dir sagen und die meisten Leute kennen dich auch gut und sofort hast du eine ganz,
Ganz andere Basis,
Um mal nach vorne zu schauen.
Ja,
Und ich finde es auch wirklich eine total gute Idee,
Jemanden zu fragen,
Was die eigenen Stärken sind,
Denn das verbindet,
Wie uns beide jetzt in dem Moment,
Wenn wir uns gegenseitig sagen,
Worin wir gut sind,
Das verbindet uns ja auch miteinander oder schweißt uns dann auch nochmal näher zusammen.
Vielleicht kann man sich ja auch in seinem Umfeld irgendwie einen Mood-Buddy suchen,
Um da einfach Unterstützung und Hilfe sich zu holen,
Um in diesem ganzen Spannungsfeld auch ein bisschen Orientierung zu bekommen,
Dass man sich jemandem anvertraut und dementsprechend auch die Selbstzweifel,
Dass man vielleicht manche Dinge einfach nicht so richtig macht oder nicht so gut kann,
Mit jemandem besprechen kann.
Also du meinst,
Es ist wie so ein Joker,
Also wenn ich das Gefühl habe,
Ich habe jetzt gerade Angst oder ich verstricke mich wieder in allen möglichen Gedanken,
Dann weiß ich,
Ich rufe meinen Freund oder eine Freundin an und sage ihm oder ihr einfach,
Was gerade Sache ist und lasse mir mal erzählen,
Warum ich eigentlich doch toll bin.
Genau,
Jemanden lieben Fragen nach der Superpower.
Ja,
Das ist ein guter Plan,
Also das sollte man immer haben,
Den Joker,
Den Mood-Buddy,
Jemand,
Der einen so richtig aufbaut.
Aber du bist ja auch in der Endlichkeit unterwegs,
Das heißt,
Du stellst dich ja wirklich dem Problem ever,
Nämlich der Tatsache,
Dass wir eines Tages alle mal ein Ende finden werden und da gehört natürlich Mut dazu.
Vielleicht magst du da mal ein bisschen erzählen aus deinen Erfahrungen,
Wie kann man mutig sein so angesichts der eigenen Endlichkeit?
Ja,
Ich beginne vielleicht noch kurz einen Schritt vorher.
Damals,
Als ich mit meiner Ausbildung zur ehrenamtlichen Hospizbegleiterin begonnen habe,
Hat mich natürlich auch so einiges Feedback erreicht,
Also auch teilweise eher kritisches Feedback,
Beziehungsweise bewundern das.
Also es kamen viele Sätze wie,
Boah,
Krass,
Dass du das machst,
Du bist ja irgendwie wahnsinnig mutig,
Dich in so ein Feld zu begeben,
Was schwermütige Themen betrifft oder auch herausfordernde Emotionen damit im Zusammenhang stehen oder auch größten Respekt,
Das muss man sich erst mal trauen,
Das überhaupt zu machen.
Und für mich war das in dem Moment,
Also ich habe mich in dem Moment gar nicht mutig gefühlt,
Weil das war wieder so ein bisschen,
Was wir vorhin auch gesagt haben schon,
Ich hatte irgendwie dieses Ziel in meinem Herzen und dann bin ich diesen Weg gegangen.
Also für mich war das in dem Moment gar nicht so die große Stufe des Muters.
Allerdings gehört natürlich schon dennoch auch viel Mut dazu,
In so ein Thema sich hineinzuwerfen oder sich dann auch selbst zuzugestehen,
Dass man einfach tiefer blickt.
Und ich sehe es eigentlich so,
Dass Mut für mich ein bisschen wie so eine Metapher ist,
Wie eine Türe,
Die mir,
Wenn ich durchgehe,
Eigentlich ganz neue Möglichkeiten bietet.
Also wie wenn ich an einer Tür vorbeigehe,
Die geschlossen ist und ich erst gar nicht reingehe,
Dann vergebe ich mir manche Möglichkeiten.
Und im Rahmen der Ausbildung und auch in der Zeit seitdem,
Ja,
Habe ich einfach so viele tolle neue Menschen kennengelernt,
Deren Art mich sehr begeistert oder die ich auch bewundere,
Wie sie tatsächlich mit herausfordernden Situationen umgehen,
Gerade jetzt auch im Sinne des letzten Lebensweges,
Also wie sie manche Momente meistern oder auch Hilfe annehmen,
Um dann vielleicht nochmal ganz anders auch einen ganz anderen Blick aufs Leben zu sehen,
Eben mit so einer schweren Krankheit.
Oder ich habe auch ganz wundervolle Gespräche geführt,
Die ich ohne dieses Thema,
An die ich eigentlich nie gekommen wäre.
Also ich höre da so raus,
Dass es einfach wichtig ist,
Auch eine Angst nicht nur wegzuschieben,
Also umgekehrt natürlich auch nicht,
Sich in einer Angst zu verlieren,
Sondern mal der Angst ins Auge zu blicken und sich damit auseinanderzusetzen.
Und das hat ja bei dir,
Wie du gerade sagst,
Dazu geführt,
Dass du echt neue Sachen für dich im Leben entdeckt hast,
Neue Menschen,
Neue Aspekte.
Das finde ich wirklich spannend,
Weil das Thema ist ja erst einmal das Ende.
Und aus dem Ende raus hast du eigentlich ganz viele Anfänge gewonnen.
Ich sehe es auch so,
Die Beschäftigung mit der Endlichkeit,
Das klingt erstmal immer so nach tatsächlich,
Da ist ein Ende.
Und das ist doch vielleicht jetzt ein trauriges Thema,
Da geht es auch gar nicht mehr weiter.
Aber es verändert halt den Blickwinkel eigentlich auf das gesamte Leben.
Denn weil das Leben endlich ist,
Hat jeder Moment auch eine ganz besondere Bedeutung und einen Wert.
Und aus dieser Sichtweise,
Was sozusagen ja ein totaler Turnaround ist,
An den wir so nie denken,
Daraus konnte ich mir in der Tat sehr,
Sehr viel Lebenskraft ziehen oder auch Optimismus wiederum und vor allem auch Dankbarkeit.
Also Dankbarkeit,
Dass es mir trotzdem in einem Moment,
In dem ich gesund bin,
Gut geht und ich mit diesem Blickwinkel wiederum auf mein Leben anders gucken kann und dann auch wieder Mut fassen kann für beispielsweise neue Projekte.
Ja,
Es gibt ja auch so das Wort,
Die letzten Dinge regeln und auch gerade das sagt ja eigentlich was.
Nämlich,
Ich kann auch da der Angst ins Auge blicken und kann aber eine Lösung dafür finden.
Und da bist du ja auch jemand,
Der sehr gut Bescheid weiß,
Also so die letzten Dinge,
Was sind denn so Sachen,
Die man da angehen kann?
Ja,
Man kann sich an seine eigene Vergänglichkeit in der Tat auch mit so ein paar Gedankenübungen ganz,
Ganz gut annähern.
Also es gibt einige Meditationen,
Fällt mir jetzt auch gerade so ein,
In denen man beispielsweise vielleicht so über seine eigene Beerdigung nachdenkt oder manchmal gibt es in Coachingübungen ja auch die Übungsaufgabe,
Seine eigene Trauerrede zu schreiben.
Das sind alles erstmal,
Ja,
Das sind Übungen,
Die liest man oder macht man jetzt auch nicht jeden Tag,
Aber da kann man sich ganz gut erstmal reinfinden und es muss ja alles nicht sofort gleich perfekt sein,
Aber man kann einfach mal hinspüren und gucken,
Welche Gefühle aufkommen oder auch welche Wünsche man hätte.
Ja,
Um vielleicht auch noch ein bisschen was Greifbares zu nennen,
Man kann sich natürlich auch schon jetzt oder in einem gesunden Zustand auch überlegen,
Welchen Bestattungswunsch man hätte.
Fühlt man sich wohl?
Fühlt man sich selbst wohl oder wohler mit einer Erdbestattung auf einem Friedhof oder war man beispielsweise sehr gerne irgendwie vielleicht auf der Hohen See unterwegs oder am Meer?
Ist man so der Meer-Typ und kann sich zum Beispiel sehr gut vorstellen,
Dass die eigene Asche dann auch im Meer verstreut wird,
Also da gibt es auch Möglichkeiten.
Oder beispielsweise gibt es ja auch eine Waldbestattung bzw.
Bestattungswälder,
Das heißt,
Dort wird die Urne dann in einem Bestattungswald beigesetzt und das finde ich eigentlich auch eine ganz schöne Vorstellung,
Dass über meiner beigesetzten Urne oder an dem Baum dann auch die Eichhörnchen durchhüpfen oder irgendwie Vogel zwitschern und das Ganze einfach im Verlauf der Jahreszeiten in der Gegend oder an der Stelle quasi passiert,
An der ich dann meine letzte Ruhe gefunden habe.
Genau,
Also so ein Thema Bestattungswunsch ist zum Beispiel eines oder natürlich auch die Patientenverfügung auch ein riesengroßes Wort,
Aber wichtig ist ja nicht,
Dass wir irgendein Dokument ausgefüllt zu Hause in der Schublade haben,
Sondern wichtig ist ja,
Dass wir uns damit auseinandersetzen,
Welche Wünsche habe ich und unter welchen Voraussetzungen möchte ich vielleicht auch nicht mehr weiterleben,
Sich darüber Gedanken machen,
Auch die Gefühle angucken,
Die da hochkommen und dann aber,
Das finde ich auch noch sehr,
Sehr wichtig,
Eigentlich neben das reine Dokument auch mit dem Umfeld sprechen,
Also über die Wünsche wirklich sprechen,
Weil im Falle des Falles,
Wenn so eine Patientenverfügung Anwendung findet,
Dann ist die ja dafür da,
Dass mein Umfeld,
Also meine Angehörigen oder Zugehörigen meine Wünsche sozusagen in die Tat umsetzen und dann eben auch Bescheid wissen,
Was ich letztendlich mit einem Kreuz oder einem nicht gesetzten Kreuz tun möchte oder wie ich mich da wohlgefühlt hätte oder wohlfühlen würde.
Und dann sind wir wieder bei einem Vertrauen,
Also denke,
Man selbst hat dann auch das Vertrauen,
Dass die letzten Dinge geregelt sind und umgekehrt weiß ich aus eigener Erfahrung,
Wenn jemand auf mich zukommt mit einer Patientenverfügung oder einer Vollmacht,
Das war jetzt bei mir in der Familie schon der Fall,
Dann ist das auch ein Vertrauensbeweis,
Wo ich mir denke,
Da vertraut mir jemand das an,
Dass ich mich dann entsprechend kümmere.
Auch das spricht dafür,
Dass wenn man den Mut hat,
Das anzusprechen,
Dass dann eher auch was Positives zurückkommt.
Ja,
Auf jeden Fall.
Ich würde fast noch einen Schritt weiter gehen,
Das ist eigentlich ja auch ein Liebesbeweis.
Also es legt jemand sein Leben in deine Hände,
So ist es dann im Fall des Falles,
Ja.
Ja,
Also da würde ich sagen,
Das ist wirklich erstaunlich,
Was sich da für eine Welt auftut.
Aber es ist tatsächlich sinnvoll,
Das einfach zu verstehen und zu begreifen für sich.
Mir fällt jetzt gerade spontan noch ein Metal-Song dazu ein,
Das passt jetzt vielleicht gar nicht so in diese getragene Stimmung,
Aber tatsächlich ist es im Metal auch oft so,
Dass es um Leben und Sterben geht und um die großen Dinge.
Und es gibt einen Metal-Song,
Der heißt Impermanence,
Also Unbeständigkeit,
Und da heißt der Refrain,
Wer Angst hat vom Sterben,
Wird niemals wahrhaft leben.
Und ich glaube,
Das ist ungefähr genau das,
Was du gerade sagen willst.
Also wenn du dich dem stellst und dem ins Auge blickst,
Gewinnst du was fürs jetzige Leben für dich.
Das ist,
Glaube ich,
Ein ganz,
Ganz wichtiger Gedanke.
Und das ist auch Mut.
Mut heißt eben den Schritt gehen,
Sich etwas stellen und dadurch etwas Neues gewinnen.
Insofern möchten wir,
Glaube ich,
Euch alle jetzt ermutigen,
Mut zu zeigen und erste Schritte zu machen.
Erste Schritte kann man eigentlich immer gehen.
Du hattest dafür einen ganz tollen Tipp,
Katrin,
Wie man Mut im Alltag einüben kann.
Ja,
Man kann das natürlich an ganz vielen Stellen in den Alltag auch einbauen.
Beispielsweise beim nächsten Wochenendeinkauf an der Supermarktkasse hat man manchmal ja,
Dass man sich denkt,
Mensch,
Die Kassiererin hat eine ganz tolle Frisur,
Dann kann ich das ja auch der Person sagen und kann sagen,
Mensch,
Die Frisur steht Ihnen total gut,
Sieht super aus.
Oder vielleicht steht man an der Ampel und ein Mann steht neben einem mit einer stylischen Brille,
Dann kann man das auch aussprechen und eben da schon so ein kleines bisschen Mut zeigen und über seinen Schatten springen und das auch artikulieren,
Statt sich das Ganze nur zu denken.
Und ich bin mir ganz arg sicher,
Dass das Gegenüber das natürlich als Kompliment auffasst und mit einem Lächeln honoriert.
Und das ist ja einfach eine schöne zwischenmenschliche Geste,
Dem anderen ein Kompliment zu machen oder auch eben vielleicht eine Stärke ihm zu sagen,
So wie wir das vorhin ja auch gegenseitig gemacht haben.
Und ja,
In dem Üben des Mutigseins,
Also daraus ergibt sich mehr Mut.
Ja,
Das ist eine gute Taktik.
Ich weiß gar nicht,
Ob ich so viel Mut habe,
Aber ich mache das etwas anders.
Ich habe immer einen Talisman dabei,
Also irgendein Gegenstand,
Der mich daran erinnert,
Mutig zu sein und einfach mal den ersten Schritt zu gehen.
Und das sind oft Eintrittskarten oder Karten aus dem Urlaub.
Ich habe zum Beispiel gerade eine Dreitageskarte für Oslo immer noch dabei.
Die ist schon abgelaufen,
Aber an diesen drei Tagen konnten wir alle Verkehrsmittel benutzen und alle Museen ansehen.
Und das alleine war jetzt nicht besonders mutig,
Aber diese Karte erinnert mich daran,
Dass immer eine ganze Welt da draußen liegt und dass es natürlich schön ist,
Die ersten Schritte zu machen und diese Welt zu erkunden.
Und hier vor meinem Computer steht ein anderer Talisman,
Nämlich eine weiße Tigerglocke,
Eine japanische.
Und ich werde die jetzt mal läuten und die klingt überhaupt gar nicht wie eine Glocke.
Habe ich dieses Jahr zum Geburtstag bekommen und die steht eben neben meinem Computer,
Damit ich jeden Tag sehe.
Das Glück wartet auf dich.
Gehe los,
Blick dich nicht um,
Alles wird gut werden.
Und damit sind wir auch schon am Ende unserer vierten Folge angekommen.
Und wie immer haben wir eine Übung mitgebracht,
Mit der du das Thema Mut gut in deinen Alltag integrieren kannst.
Wir nennen die Übung unser Ressourcenpool.
Frag dich ganz konkret,
Was sind deine Stärken,
Notier dir die Frage und dann sei mutig und frag Menschen,
Die dir nahestehen,
Zu denen du eine tiefe Herzensverbindung hast,
Denen du vertraust.
Das können deine Oma sein,
Deine Partnerin,
Dein Sohn,
Eine liebe Nachbarin oder dein Mann.
Notier dir die Nennungen gerne mit der Hand und dann kannst du sie für dich gestalten,
Wie du das möchtest.
Liebevoll,
Entweder du klebst sie in ein Album und gestaltest sie und malst oder du schreibst sie auf kleine Zettelchen und packst sie in ein Glas,
Machst vielleicht eine schöne Schleife drumrum oder aber du klebst dir in deine ganze Wohnung Post-its mit den Stärken.
Ja,
Und es gibt eine ganz schöne Ergänzung zu dieser Übung.
Genau,
Also wir bauen ja hier Mut-Tankstellen auf,
Also egal ob das die Post-its sind oder dann das schöne Album.
Du findest auf jeden Fall,
Wenn du gerade ein Gefühl hast,
Dass du etwas unsicher bist,
Eine Möglichkeit nochmal nachzulesen und es wirklich schriftlich vor dir zu haben,
Wo bin ich überall stark.
Und es ist besonders schön eben,
Wenn du andere Menschen befragst,
So wie Katrin und ich uns in der Folge auch schon gegenseitig befragt haben,
Wo die Stärken liegen.
Aber du kannst noch mehr Stärken finden,
Wenn du Lieblingsgegenstände von dir aufschreibst.
Wenn du beispielsweise dein Fahrrad aufschreibst.
Für mich sagt das,
Du bist körperlich fitter als du denkst,
Du bist naturverbunden,
Du bist sehr mobil und sehr gern unterwegs und du merkst schon,
Da sind ganz viele Stärken damit verbunden.
Oder du schreibst eine Lieblingstätigkeit auf,
Zum Beispiel Kochen.
Wenn du gern kochst,
Dann bist du vielleicht gesellig,
Weil du mit dem Essen andere Leute erfreuen willst.
Oder du bist sehr gut im Umgang mit vielen Zutaten.
Beim Kochen gehört ja auch eine gewisse Fingerfertigkeit dazu.
Auch da zeichnet sich schon eine Stärke ab.
Deswegen schau dich doch mal um in deinem Alltag.
Es wird ganz viel geben,
Was du machst und was du vielleicht noch gar nicht gesehen hast.
Aber auch darin bist du stark.
Ja,
Ich mag die Übung auch selbst sehr,
Sehr gern.
Denn der Fokus auf die Stärken,
Der bringt dich,
Wie wir auch in der gesamten Folge ja schon näher erläutert haben,
Einfach näher zu dir selbst.
Du ziehst die Menschen an,
Die zu dir passen.
Du kannst die Verbindung zu ihnen vertiefen und es macht glücklich,
Weil es sich gut anfühlt.
Der Fokus auf deine Schwächen hingegen lässt sich eher festkleben und vielleicht eine Maske tragen.
Die Stärken befeuern dich und zeigen dir,
Wie deine Ampel,
Wo du auf grün schalten kannst.
Wunderbar.
Glücklich machen,
Das ist doch das Beste überhaupt.
Und wir wünschen dir ganz viel Glück in deiner nächsten Zeit und auch ganz viel Mut.
Wir wünschen dir,
Dass du alles angehen kannst,
Was du dir vorgenommen hast.
Und natürlich sind wir auch froh,
Wenn du uns weiterhin zuhörst.
Du kannst das tun,
Indem du uns folgst und unseren Podcast abonnierst.
Du kannst dich auch gern über die verschiedenen Kanäle bei uns melden und Fragen stellen.
Und wir sind froh,
Wenn wir dich bei der nächsten Folge wiederhören.
Und in dieser nächsten Folge wird es um ein Thema gehen,
Das vielleicht ganz spannend ist für dich.
Es geht darum,
Dass wir alle auch einmal Narben,
Verletzungen aus unserem Leben mitbekommen.
Und wir reden darüber,
Wie wir damit am besten umgehen können.
Jetzt erst einmal eine gute Zeit.
Das war Fullstop Forward,
Der Podcast für Achtsamkeit und die bewusst andere Perspektive.
Wir sind Kathrin und Gerhard.
Wir hören uns,
Wenn du magst,
Bald wieder.
Bis dahin,
Habt eine gute Zeit.
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