
Herbst-Meditation - Zeit für Dankbarkeit & Loslassen
by Anna Hahn
Genau wie Pflanzen ihre Energie im Herbst aus den Blättern, in ihren Stamm und ihre Wurzeln zurück ziehen, darfst auch du dich in dieser Jahreszeit wieder vermehrt deinem Inneren zuwenden. Die Meditationspraxis ist hierfür ganz besonders gut geeignet. Diese geführte Meditation ist eine kraftvolle Möglichkeit, die wertvollen Qualitäten des Herbstes zu kultivieren: Dankbarkeit (z.B. über die eingefahrene "Ernte") und Loslassen. Die Natur setzt im Herbst alles frei, was überflüssig und nicht mehr dienlich ist. So trennt sich der Baum zum Beispiel von seiner Blätterpracht und fokussiert sich auf das Wesentliche. Was darfst du freisetzen? Was darf gehen? Die Meditation kombiniert Vorstellungskraft, Atmung und die geistige Wiederholung des "modernen" Mantras Loslassen.
Transkription
Hallo,
Schön,
Dass du da bist.
Suche dir einen ruhigen Platz,
An dem du ungestört bist,
Und setze dich aufrecht und entspannend hin.
Wenn du soweit bist,
Schließe deine Augen oder senke den Blick nach unten ab.
Lasse den Atem ganz anstrengungslos durch die Nase ein- und ausströmen,
In seinem eigenen Rhythmus,
Ganz ohne dein Zutun.
Deine Schultern dürfen entspannt nach unten sinken und die Gesichtszüge weich werden.
Der Kiefer ist locker,
Die Stirn glatt.
Spüre,
Wie mit dem Einatmen weiter entsteht.
Mit dem Ausatmen lasse Anspannung entweichen.
Die Natur ist eine wundervolle Lehrerin.
Sie erinnert uns tagtäglich an den immerwährenden Kreislauf des Lebens,
Den Zyklus von Entstehen und Vergehen,
Von Leben und Tod.
Der Herbst steht hierbei symbolisch für eine Zeit des Loslassens,
Des Wandels,
Der Dankbarkeit,
Zum Beispiel über die eingefahrene Ernte und der Innenkehr.
Auch die Pflanzenwelt zieht langsam ihren Saft,
Ihre Lebenskraft aus den Blättern und Zweigen zurück in den Stamm und die Wurzeln,
Ins Innere.
Platziere nun deine Hände für einen Augenblick auf deinem Herzen,
Gerne die linke Hand unten,
Die rechte oben drauf.
Spüre das Herz,
Den Motor des Lebens,
In deiner linken Handfläche pulsieren.
Vervollständige in Gedanken den folgenden Satz,
Während du ruhig in dein Herz ein- und ausatmest.
Ich bin dankbar für … Wiederhole und vervollständige diesen Satz immer wieder im Geiste und verbinde dich mit einem tiefen Gefühl der Dankbarkeit für das,
Was war und das,
Was ist.
Beende diese kleine Übung und lasse deine Hände sanft nach unten auf die Oberschenkel sinken.
Dein Atem strömt anstrengungslos ein und aus.
Rufe dir nun einen großen,
Wunderschönen Baum vor dein inneres Auge,
Der in goldbraune,
Herbstliche Blätter gekleidet ist.
Versuche dir dieses Bild so lebendig und farbenfroh wie möglich vorzustellen.
Stell dir nun vor,
Wie eines der goldbraunen Blätter langsam und sanft zu Boden segelt.
Wiederhole dabei im Geiste das Wort Loslassen.
Stell dir vor,
Wie nach und nach weitere Blätter vor deinem inneren Auge langsam und sanft zu Boden sinken.
Wiederhole mit jedem fallenden Blatt das Wort Loslassen im Stillen für dich.
Fahre mit dieser Visualisierung für die nächsten Augenblicke fort.
Ich warte so lange auf dich.
Lass das Bild des Baumes und der Blätter nun wieder ziehen und verweile für einen Moment in der Stille.
Vertiefe nun deine Atmung und bringe etwas Bewegung in den Körper.
Kreise die Schultern nach hinten,
Nimm die Arme über die Seiten nach oben,
Mach dich lang,
Streck dich und wenn du soweit bist,
Öffne langsam wieder deine Augen.
Namaste.
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