
Aussteigen aus der Negativ-Spirale - in deine Kraft kommen
Inspiration für diese Entspannung ist ein Quellentext des Yoga: das Yogasutra. Wenn wir uns in unserer Haut nicht wohl fühlen, wenn wir träge und apathisch sind oder innerlich getrieben und nervös. Wenn wir von Zweifeln geplagt werden, dann fällt es vielen oft schwer, klar zu denken und sich auf das Wesentliche auszurichten. Vielleicht kennst du das auch?! Diese Entspannung hilft dabei, wieder in deine Kraft zu kommen und dich auf das auszurichten, was dich nährt.
Transkription
Bevor ich dich gleich begleiten werde in dieser geführten Meditation,
Werde ich dir etwas über das Thema und den Hintergrund dazu erzählen.
Ich lade dich ein,
Es dir bequem zu machen,
Egal in welcher Position,
So dass du dich einstimmen kannst auf diese Meditation.
In einem der Quellentexte des Yoga,
Dem Yoga Sutra,
Werden neun Hindernisse auf dem Yogaweg beschrieben,
Die uns vom Üben abhalten und uns aus der Mitte bringen.
Gleichzeitig gibt uns der Text auch Tipps,
Wie wir diesen Hindernissen begegnen können,
Um wieder in unsere Kraft zu kommen.
Das erste Hindernis ist auf der physischen Ebene,
Ein diffuses körperliches Unwohlsein,
Schmerzen oder Krankheit,
Das kennst du vielleicht.
Die vier nächsten Hindernisse sind hauptsächlich von einer geistigen Dumpfheit geprägt.
Da ist Starrheit oder das Feststecken in Gewohnheiten.
Da ist der Zweifel,
Der zu Unsicherheit führt,
Zu Fragen wie,
Macht dieser ganze Aufwand noch Sinn und wofür mache ich das überhaupt?
Da ist Nachlässigkeit,
Ich vergesse,
Was ich mir vorgenommen habe und denke nicht mehr daran.
Das führt dann zu Faulheit und Trägheit,
Ich komme nicht in die Gänge und habe einfach keine Energie mehr.
Ein weiteres Hindernis ist der überaktive Geist,
Der sich ablenken lässt.
Das wiederum führt zu Zerstreutheit,
Ich fühle mich dann wie innerlich getrieben,
Fange viele Sachen an und verzettle mich und beende wenig,
Bin flatterhaft und gereizt.
Die letzten drei Hindernisse sind eher intellektueller Art,
Da ist zum einen das Unverständnis,
Wenn ich nicht wirklich verstehe,
Worum es eigentlich geht.
Dann ist da die Haltlosigkeit,
Der es an Sinnhaftigkeit fehlt und zu guter Letzt die Unbeständigkeit,
Wenn die klare innere Ausrichtung flöten geht.
Und all diese Hindernisse haben eine Gemeinsamkeit,
Eine unregelmäßige Atmung.
Die Atmung ist gekoppelt mit unserem vegetativen Nervensystem und unseren Gedanken und Gefühlen.
Über ein Verändern der Atmung können wir auf einfache,
Schnelle und direkte Weise Einfluss nehmen auf unseren Geist und unsere Stimmung.
Das Yoga Sutra bietet verschiedene Lösungen an,
Um aus dieser Negativspirale auszusteigen.
Ein bewährtes Mittel ist der Atem.
Ein anderes,
Sich auf das auszurichten,
Was glücklich macht.
Durch die Kultivierung von Liebe,
Mitgefühl,
Freude und Fehlerfreundlichkeit fördern wir zudem das Klarwerden des Geistes.
Die folgende Entspannungsübung lädt dich ein,
Über den Atem und die Ausrichtung auf das Wesentliche in eine Klarheit zu kommen und in deine Kraft.
Finde eine entspannte Lage auf dem Boden,
Auf deiner Matte,
Dem Sofa oder Bett.
Mach es dir bequem.
Und gönne dir einige tiefe Atemzüge,
Wenn du kannst,
Durch die Nase ein und durch einen leicht geöffneten Mund aus.
Mit jedem Atemzug lass dich mehr und mehr ankommen,
Hier,
Jetzt,
An diesem Ort,
Auf deiner Unterlage,
In deinem Körper und bei deinem Atem.
Den Strom des Atems empfangen und ihn gelassen wieder ausströmen lassen.
Nimm die Kontaktpunkte deines Körpers zur Auflagefläche wahr und sinke in diese Kontaktpunkte hinein,
So,
Als ob du dich dort entspannen und ausruhen könntest.
Tiefe,
Ruhige,
Gleichmäßige Atemzüge,
Den Einatmen empfangen und den Ausatmen geschehen lassen.
Empfange den nächsten Einatmen und mit deinem nächsten Ausatmen atme alle Spannung aus,
Die sich noch in deinem Körper befindet und atme Entspannung ein.
Atme körperliches Unwohlsein aus.
Atme Wohlgefühl ein.
Atme enger aus und alles,
Was dir Druck bereitet.
Atme Weite und Leichtigkeit ein.
Atme Müdigkeit aus.
Atme Wachheit ein.
Atme Zweifel und Unsicherheit aus.
Atme Vertrauen und Sicherheit ein.
Atme Starrheit,
Sturheit aus.
Atme Offenheit und Neugier ein.
Atme Härte aus.
Atme Flexibilität und Weichheit ein.
Atme Stumpfheit aus.
Atme Sinnlichkeit ein.
Atme Unentschlossenheit aus.
Atme Klarheit und Entschlossenheit ein.
Atme Nachlässigkeit,
Teilnahmslosigkeit,
Gleichgültigkeit aus.
Atme Engagement,
Motivation und Freude ein.
Atme Faulheit und Trägheit aus.
Atme Energie und Lebendigkeit ein.
Atme Zerstreuung und Nervosität aus.
Atme Fokus und Ruhe ein.
Atme Stress aus.
Atme Regeneration und Erholung ein.
Atme Angst aus.
Atme Liebe und Freude ein.
Atme Unverständnis aus.
Atme Unterscheidungskraft und Erkenntnis ein.
Atme Uneinsichtigkeit aus.
Atme Toleranz ein.
Atme Urteilen aus.
Atme Fehlerfreundlichkeit ein.
Atme Bewertung aus.
Atme Mitgefühl ein.
Atme Haltlosigkeit und fehlende Zielstrebigkeit aus.
Atme Sinnhaftigkeit und eine klare innere Ausrichtung ein.
Atme alles aus,
Was nicht zu diesem gegenwärtigen Moment gehört.
Atme nun ein,
Was dich nährt.
Mit jedem Atemzug.
Beginne damit,
Einen tiefen und bewussten Atemzug zu nehmen.
Atme tief und bewusst durch.
Nimm deinen Körper wahr.
Wie fühlst du dich nach dieser Entspannung?
Nimm deinen Atem wahr.
Deine Gefühle,
Deine Gedanken.
Wie ist deine Stimmung jetzt?
Während du tief durchatmest,
Erlaube dir Bewegungen,
Die dir guttun.
Vielleicht magst du dich räkeln und strecken.
Oder dich zu einem Päckchen zusammenrollen.
Spüre,
Was dir guttut jetzt.
Wenn du in der Entspannung oder der geführten Meditation ganz zu dir kommen kannst,
Kommst du in deine Kraft und bist verbunden mit der universellen Weisheit,
Die uns allen zur Verfügung steht.
Und diese Erfahrung wird sich mehr und mehr in deinen Alltag weben und die Art und Weise beeinflussen,
Wie du dir und anderen begegnest.
Verweile so lange in der Entspannung,
Wie du magst und genieße,
Wie sich ihre wohltuende Wirkung in dein Leben webt.
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