21:03

Transformation von negativen Gefühlen

by Alexandra Matthes

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Meditation
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Was tun, wenn negative Gefühle dich fest im Griff zu haben scheinen? Ich habe eine meditative Mentalübung für dich geschrieben und aufgenommen, die dir hilft mit diesen Gefühlen umzugehen. Mache eine Reise zu dir selbst, um Abstand zu gewinnen, deine Gefühle zu "verstehen", in Kommunikation mit diesen Gefühlen zu gehen und die Gefühle anzunehmen und aufzulösen. Auch die negativen Gefühle gehören zum Leben dazu - sie sind genau so wichtig, wie die positiven.

Transkription

Ich lade dich ein,

Innezuhalten und für ein paar Momente aus deiner aktuellen Situation auszusteigen.

Du darfst deine momentane Umwelt verlassen und in dich selbst eintauchen.

Lasse dich auf dich selbst ein und dafür mach es dir bequem.

Entweder im Sitzen,

Zum Beispiel auf dem Sofa,

Du kannst dich natürlich auch,

Wenn es dir lieber ist,

Hinlegen,

Finde eine für dich angenehme Position.

Lasse deine Augen erstmal noch leicht geöffnet,

Entspanne dein Gesicht,

Senke den Blick vielleicht auf deine Hände oder,

Wenn du zugedeckt bist,

Auf die Decke und lasse deinen Blick dann ganz diffus und unscharf werden.

Du machst gleich eine Reise zu dir selbst,

Um einem wichtigen Gefühl nachzugehen.

Ein Gefühl,

Das jetzt gerade präsent ist,

Vielleicht auch eines,

Das sehr oft in dir präsent ist und das dich belastet.

Vielleicht ist dieses Gefühl Stress oder Frust oder Angst,

Einsamkeit oder Traurigkeit,

Vielleicht auch das Gefühl,

Nicht verstanden zu werden oder auch eine Mischung aus mehreren Gefühlen.

Erlaube dem Gefühl,

Da zu sein,

Fühle es.

Es ist alles gut,

Es darf gerade da sein,

Spüre,

Wie es sich anfühlt.

Ganz sachlich gesehen,

Auf einer Skala von 0 bis 10,

Wenn 10 der höchste und damit unangenehmste Wert ist,

Welchen Wert hat das unangenehme Gefühl jetzt gerade?

Nimm einfach intuitiv die Zahl,

Die dir als erstes in den Sinn kommt und dann notiere dir diese Zahl in Gedanken.

Atme tief durch,

Vielleicht möchtest du seufzen beim Ausatmen,

Dann tu das und jetzt blicke dich ganz bewusst noch einmal in dem Raum um,

In dem du dich gerade befindest und dann atme bewusst und ganz tief und vollständig ein und vollständig wieder aus.

Atme noch einmal genauso tief ein und mit dem nächsten Ausatmen,

Schließe deine Augen,

Komme an,

Entspanne deinen Körper,

Vielleicht möchtest du an deiner Position noch etwas nachjustieren,

Dass du es richtig bequem hast.

Erlaube dir,

Mit jedem Ausatmen ein bisschen mehr loszulassen und lasse mit jedem Einatmen Frische und Energie in deinen Körper hineinströmen.

Dein Atem versorgt dich mit Frische und Klarheit und dein Atem hilft dir,

Mit jedem Ausatmen noch mehr zu entspannen.

Du darfst dich in die Unterlage,

Auf der du sitzt oder liegst,

Hinein entspannen,

Ganz weich werden.

Lass dich geborgen hinein sinken und lasse deinen Atem ganz natürlich und regelmäßig ganz ruhig fließen.

Lasse nach und nach das Außen zurück.

Kehre mehr und mehr in dich selbst ein.

Spüre,

Wie dein ganzes Gewicht getragen wird.

Du brauchst nichts davon festhalten.

Du brauchst nichts mehr tun,

Nichts mehr denken,

Einfach atmen.

Und das alleine kann schon so heilsam sein.

Einfach mal das Außen gut sein zu lassen,

Sich die Zeit nehmen loszulassen und in dich hinein einzutauchen,

Dich von deinem Atem versorgen zu lassen.

Einfach sein,

Das ist gerade das Beste,

Was du tun kannst.

Dein Körper liebt diese Momente der Ruhe,

In denen er heilen und regenerieren kann.

Und das darf sich gut anfühlen.

Lass dir Zeit.

Du hast alle Zeit der Welt.

Stelle dir vor,

Du legst den Alltag mit all seinen Themen wie ein Bündel Kleider am Fußende deines Bettes oder Sofas,

Je nachdem,

Wo du gerade bist,

Ab.

Stell dir dieses Bündel vor,

Dieses Bündel Alltag.

Vielleicht ist es groß und weich,

Vielleicht auch ganz fest geschnürt und komprimiert.

Du kannst es einfach dort lassen,

Es in Ruhe lassen,

Während du aus dir heraus schwebst.

Stell dir vor,

Dein Geist wird ganz,

Ganz leicht und auf einem goldenen Lichtstrahl wirst du durch einen leichten,

Angenehmen Sog auf einen Berg geleitet.

Hier ist es angenehm hell und warm und von hier aus hast du einen wunderbaren Ausblick und kannst alles beobachten.

Die Natur,

Die Orte und die vielen Menschen,

Die siehst du sehr gut von hier oben.

Du siehst,

Wie sie alle so ihrer Wege gehen und jeder versucht irgendwie auf seine Art und Weise das Beste aus seinem Leben zu machen,

Dem Leben einen Sinn zu geben.

Jeder hat so seine eigenen Motive,

Seine eigenen Ansichten,

Seine eigenen Möglichkeiten und Methoden.

Denn jeder hat andere Erfahrungen gemacht und hat anders gelernt,

Damit umzugehen.

Und du siehst von hier oben auch dich selbst.

Was kannst du beobachten?

Was machst du an so einem ganz normalen Tag?

Bist du in Harmonie oder bist du gestresst?

Was bewegt dich und wie gehst du mit deinen Gefühlen und Unsicherheiten um?

Beobachte dich ganz nachsichtig,

Ganz freundlich.

Vielleicht kannst du auch erkennen,

Was der eigentliche Schmerz ist,

Der in dir liegt.

Schaffe eine Verbindung zu dem kleinen Ich da unten und spüre hinein,

Was tut da so weh und welcher Gedanke über dich selbst quält dich.

Vielleicht,

Dass du nicht gut genug bist,

Dass du es nicht schaffen kannst.

Vielleicht,

Dass du weniger erfolgreich,

Talentiert,

Weniger schön oder liebenswert bist als andere.

Ja,

Dieses Gefühl tut weh,

Aber du kannst es aushalten.

Du hast schon so viel geschafft und du hast schon so viel erfahren.

Und du hast immer wieder die Erfahrung gemacht,

Dass Gefühle wieder gehen und dass du auch viele,

Viele andere Gefühle auf deiner Gefühlspalette hast.

Auch dieses jetzige unangenehme Gefühl wird wieder gehen und es wird alles gut werden.

Ich helfe dir,

Das Gefühl loszuwerden.

Aber jetzt,

Wo du dem Gefühl so nahe bist,

Jetzt ist die Gelegenheit,

Es näher anzusehen.

Und nicht nur das,

Denn vielleicht will dir das Gefühl auch etwas sagen.

Vielleicht möchte es auch gehört werden.

Hast du schon ein Bild,

Wie dieses Gefühl aussieht?

Du weißt,

Wie es sich anfühlt in deinem Körper,

In deinem Bauch vielleicht oder in deinem Hals oder in deiner Brust.

Vielleicht ergibt sich daraus auch eine Gestalt.

Vielleicht hat es lange Krallen oder ist feurig heiß.

Vielleicht ist es aber auch eine Art Rauchwolke oder etwas Schleimiges,

Klebriges.

Sprich es an,

Nimm Kontakt auf,

Frage das Gefühl,

Was es will.

Wovor will es dich vielleicht bewahren oder beschützen?

Und welche Angst oder Sorge steckt dahinter?

Vielleicht will es dich beschützen,

Damit du in der Welt nicht untergehst und will dafür sorgen,

Dass du nicht zu mutig,

Zu kühn durchs Leben spazierst.

Vielleicht will es dich auch aufrütteln,

Damit du endlich wieder das Zepter für dich selbst in die Hand nimmst und den Mut aufbringst,

Aufzustehen und loszugehen,

In Aktion zu kommen.

Das Gefühl scheint jemand aus der Reihe deiner Schutztruppen zu sein oder jemand aus dem Aufweckkommando.

Was meinst du?

Womöglich möchte das Gefühl dich daran erinnern,

Dass das Leben nicht immer wehren wird,

Dass es jetzt Zeit ist zu leben,

Denn irgendwann gibt es kein Später mehr und du weißt das.

Höre gut zu,

Was es zu sagen hat.

Wo sieht das Gefühl in deinem aktuellen Leben Schwierigkeiten?

Verstehe die Botschaft,

Die es dir sendet.

Lade das Gefühl ein,

Sich neben dich zu setzen.

Lade es ein,

Ein Freund und Berater zu sein.

Wenn du spürst,

Dass du die Botschaft dieses Gefühls verstanden hast,

Dann lege deine Hände flach auf dein Herz.

Spüre deinen Herzschlag,

Spüre deinen Atem,

Spüre das Leben,

Das durch dich hindurch fließt.

Atme tief durch dein Herz hindurch und öffne dich für dein Leben.

Versprich dir selbst,

Dass du den Mut aufbringst,

Die Dinge,

Die dir nicht gut tun in deinem Leben,

Zu verändern.

Versprich es dir.

Jetzt.

Dein Körper wird dir ein Signal der Zustimmung schicken,

Vielleicht ein leichtes Zucken,

Ein Vibrieren,

Eine warme oder kalte Empfindung.

Sei ganz bei dir.

Lege die Hände dann wieder bequem neben dich und spüre nach.

Die Gedanken,

Nicht gut genug zu sein oder nicht liebenswert genug,

Die ergeben keinen Sinn mehr.

Es ist alles da,

Was du brauchst.

Du bist da und du darfst den unermesslichen Schatz des Lebens zu deinem machen,

Auf deine ganz eigene Art und Weise.

Du darfst zugreifen,

Wenn du zugreifen möchtest,

Und du darfst dankend ablehnen,

Wenn du etwas nicht möchtest.

Du kannst jederzeit wieder auf diesen Berg reisen,

Um dich hier mit deinen Gefühlen zu verbinden,

Um zu verstehen,

Wo in deinem Leben gerade etwas aus dem Lot gekommen ist.

All deine Gefühle sind wertvoll,

Auch die,

Die sich erstmal nicht gut anfühlen.

Auch sie gehören dazu.

Dann reise wieder zurück in den Raum,

In dem du dich befindest.

Kräftig,

Erneuert,

Durch die Erkenntnis deiner Reise,

Gestärkt.

Vertiefe deinen Atem,

Atme ganz frei,

Atme dich wach und auf einer Skala von 0 bis 10,

Wie stark ist das Gefühl noch vorhanden in seiner unangenehmen Version?

Ist noch etwas davon übrig?

Dann wende dich wieder dem Leben,

Deinem Körper und deinen Möglichkeiten zu.

Wecke deinen Körper voller Dankbarkeit und Freude auf.

Bewege deine Finger und deine Zehen und deine Hände,

Deine Füße,

Spüre in deinen Körper hinein.

Welche Bewegungen braucht er gerade?

Dann gib dir diese Bewegungen.

Prägle dich,

Recke dich und strecke dich.

Vielleicht möchtest du dich auch ganz sanft mit den Fingerspitzen abklopfen.

Und wenn du dann soweit bist,

Dann öffne blinzelnd deine Augen.

Atme noch einmal ganz tief,

Ganz befreiend,

Ganz erfrischend ein und aus.

Und gib dir die Zeit,

Die du brauchst,

Um wieder voll und ganz in deinem Hier und Jetzt anzukommen.

Ich empfehle dir,

Öffne gleich die Fenster und lass die alte Luft raus und frische hinein.

Trink ein Glas Wasser und mach etwas Schönes,

Etwas,

Auf das du Lust hast.

Oder gehe die Dinge,

Die getan werden müssen,

Auf die du vielleicht nicht so Lust hast,

Mit einer aufrechten und neuen und offenen Haltung an.

Damit sind wir jetzt auch schon am Ende dieser Folge angelangt.

Ich hoffe,

Dir hat diese Entspannung gut getan.

4.8 (236)

Neueste Bewertungen

Ella

December 27, 2025

Mega, so wie alles von Dir. Ganz lieben Dank!

Hella

November 1, 2025

So toll! Das hat gut getan. Runder kann man es nicht machen. Danke dafür ❣️

Heidi

April 7, 2025

Danke Dir für diese Meditation, konnte mich gut darauf einlassen, das unangenehme Gefühl ist stark geschrumpft.

Jana

December 8, 2024

Wow, vielen Dank für diese Anleitung. Anfangs war ich den Tränen nahe, jetzt fühle ich mich deutlich ruhiger und klarer und spüre Dankbarkeit 💛 Kleine Anregung: Wenn es darum geht, sich den eigenen Gefühlen zu nähern, würden mir etwas längere Momente der Stille zwischen dem Gesagten gefallen, damit man noch tiefer und konzentrierter in sich hineinspüren kann 🙏

Ulsim

December 8, 2024

Danke für diese spannende Reise. In dem Moment wo ein Bild vom Gefühl auftaucht, wär mehr stille Zeit schön, um das genauer zu betrachten, was da ist.

AJ

September 4, 2024

Danke für die Umkehrung meiner Gefühle! On

Silvi

August 13, 2024

Danke <3

Alain

February 12, 2024

Sehr zu empfehlen. Hat mir Klarheit gebracht. Danke Alexandra und eine angenehme Woche gewünscht.

Martina

October 31, 2023

Sehr gefühlvoll und beruhigend… vielen Dank für die angenehme und fürsorgliche Begleitung in dieser Meditation, liebe Alexandra 🙏🪷🙏

Marike

October 20, 2023

Wunderbar und so wertvoll! Du sprichst so tief in die Seele, mit so viel Wertschätzung. Vielen Dank 🫶🏻

© 2026 Alexandra Matthes. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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