22:40

Einschlafmärchen & Abendmeditation: Der Zauberwald (England)

by Alexandra Matthes

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Lasse Dich von mir in den Schlaf begleiten. Nach einer meditativen Entspannungs-Sequenz erzähle ich Dir das Märchen " Der Zauberwald", eine Geschichte aus England. Du darfst jederzeit einschlafen, denn Du kannst sicher sein, dass es gut ausgehen wird. Ich wünsche Dir eine gute Nacht und schöne Träume!

Transkription

Der Zauberwald,

Eine meditative Tagesabschlussreflexion mit Gute-Nacht-Geschichte aus Nordamerika.

Setze dich aufrecht in dein Bett und komme erstmal dort,

Wo du gerade bist,

An.

Blicke dich um,

Lasse deinen Blick schweifen,

Wenn es schon zu dunkel ist,

Dann fühle dich um,

Nimm dein Hier und Jetzt wahr,

Dann senke deinen Blick,

Lege deine Hände flach aufeinander auf dein Herz,

Wenn du möchtest,

Dann kannst du deine Augen dazu auch schließen,

Nimm dich selbst wahr,

Wie du dort sitzt am heutigen Abend,

Schenke dir und dem Tag zur Verabschiedung ein Lächeln,

Vertiefe deinen Atem,

Nimm drei ganz befreiende tiefe Atemzüge und dann regle dich ein bisschen,

Recke und strecke dich,

Bring nochmal ein bisschen Bewegung in deinen Körper,

Schüttel deine Hände aus,

Als würdest du alle Wachheit und alles was war von dir schütteln und dann ist der Moment gekommen,

An dem du unter deine Decke in dein Bett schlüpfst,

Es dir gemütlich machst,

Finde eine angenehme Position im Liegen und wenn du dann soweit bist,

Dann schließe deine Augen,

Beobachte deinen Atem,

Der nun ganz natürlich,

Ganz gleichmäßig ein- und ausströmt und dann lasse gleich,

Wenn ich es sage,

Für eine Minute die Bilder deines Tages nochmal vor deinem inneren Auge vorbeiziehen,

Was hat dich heute beschäftigt,

Was hat diesen Tag ausgemacht,

Was hast du erlebt und getan,

Ab jetzt eine Minute für deine Bilder des Tages,

Lasse dir drei Dinge ins Gedächtnis kommen,

Für die du besonders dankbar bist,

Vielleicht fallen dir direkt auch viel mehr ein,

Die Gedanken des Tages dürfen sich nun auflösen und du darfst ganz bequem und gemütlich immer schwerer und schwerer in die Matratze sinken,

Lass los mit jedem Atemzug mehr und mehr,

Stell dir vor,

Der warme Wind trägt dich davon in eine wundervolle Märchenwelt und du darfst jederzeit einschlafen,

Darfst erholen,

Auftanken,

Während dein Körper für Regeneration und Erneuerung sorgt,

Reißt dein Geist mit schönen Bildern davon und du kommst an in einem wunderschönen tiefen Wald,

In dem alte Mammutbäume stehen,

Dort im tiefen Wald lebte einst eine Hexe in ihrer Höhle,

Zu dieser Zeit gab es Hexen,

Die mit ihrem Atem das Wasser trüb machen konnten,

Es gab aber auch welche,

Die sich graue Nebelschwaden aus ihren Haaren kämmten,

Die Hexe aus der Felsenhöhle,

Von der ich dir heute erzählen werde,

Pflegte hölzerne Käfige an die Mammutbäume zu hängen,

In diese Käfige sperrte sie die als Vögel verzauberten Mädchen ein,

Die Männer,

Die im Wald die Bäume fällten,

Lauschten dem Gesang der Vögel,

Ahnten jedoch nichts von dem bösen Zauber der Hexe,

An einem milden Spätsommerabend spazierten die schöne Melinda mit ihrem Bräutigam Jonathan durch den Wald,

Man hört allerlei Geschichten über eine böse Hexe,

Die hier ihr Unwesen treibt,

Sagte Jonathan,

Melinda nickte nur und bückte sich zu einer hübschen gelben Blume,

Die unter einem der großen Bäume wuchs,

Sie pflückte sie und bald fand sie auch eine blaue und eine rote Blume,

Auch nach ihnen bückte sie sich und brach sie vorsichtig ab,

Jonathan ermahnte Melinda,

Nicht tiefer in den Wald zu gehen,

Doch die Blumen wurden in der Tiefe des Waldes immer schöner,

Melinda ließ sich nicht abbringen,

Sie einzusammeln,

Es war aber die alte Hexe,

Die die Blumen gepflanzt hatte,

Um damit junge Mädchen anzulocken,

Jeden Morgen pflanzte sie eine Blume,

Melinda war wie von Sinnen und lief immer weiter in den Wald hinein,

Jonathan folgte ihr,

Sie erreichten schließlich das Gebiet,

In dem die Käfige mit den Vögeln hingen und sie hörten deren schönen Gesang,

Lass uns zurückgehen Liebste,

Bat Jonathan und Melinda antwortete,

Nur noch die eine,

Die dort an der Höhlenwand steht,

Sie ist besonders schön,

Kaum hatte sie aber die Blume berührt,

Trat die Hexe aus der Höhle,

Griff blitzschnell nach Melindas Hand und verwandelte sie in einen Vogel,

Jonathan erstarrte und war nicht mehr imstande,

Sich zu regen,

Die Hexe steckte den Vogel in einen leeren Käfig und hängte ihn hoch oben in den Baum vor ihrer Höhle und verschwand,

Jonathan blickte verzweifelt nach oben,

Konnte sich aber nicht weiter vorwärts bewegen,

Um den Käfig zu erreichen,

Er verbrachte sieben Tage neben dem Baum und tat nachts kein Auge zu,

Dann entschloss er,

Nach Hilfe zu suchen und machte sich auf den Weg aus dem Wald heraus,

In jedem Moment dachte er an Melinda,

Es wurde eine lange,

Harte Zeit für Jonathan,

Jedem den er traf,

Erzählte er,

Dass seine Braut von einer Hexe in einen Vogel verwandelt wurde,

Er erzählte auch,

Dass sobald er näher an den Baum herantrat,

Er sich nicht mehr weiter nach vorne bewegen konnte,

Er suchte Farmer,

Holzhacker und Jäger auf,

Doch alle rieten ihm ab,

Sich mit einer Hexe anzulegen,

Keiner wollte oder konnte ihm helfen,

Schließlich bat er um Unterschlupf in einer alten Mühle,

Der Müller sah ihm seinen Kummer an und fragte ihn,

Dir ist wohl etwas arges zugestoßen,

Erzähle mir davon,

Mein Junge,

Ach,

Ihr könnt mir ja doch nicht helfen,

Seufzte Jonathan,

Aber schließlich erzählte er von seiner Melinda und dem Zauber der Hexe,

Ach,

Wenn es weiter nichts ist,

Sagte der Müller,

So weiß ich dir wohl zu raten,

Geh und suche die Blume mit dem blauen Tautropfen,

Hast du sie gefunden,

So musst du sie ganz vorsichtig in den Wald tragen,

Denn der Tautropfen darf nicht herausfallen,

Wenn der Vogel den Tropfen trinkt,

So wird er in deine Braut zurück verwandelt,

Jonathan bedankte sich und zog direkt weiter,

Um die Blume zu finden,

Er reiste um die ganze Welt und suchte und suchte,

Eines Morgens kam er an einen Teich,

Dort fand er Blumen mit grünen Tautropfen,

In der Nacht hatten Wassernixen so wild gespielt und getollt,

Dass ihnen das Wasser aus den grünen Haaren in die Blütenkelche getropft ist,

Aber das waren nicht die richtigen Blumen,

Er sah auf seiner Reise die schönsten Blumen und immer wieder auch welche mit farbigen Tropfen in der Mitte,

Gelbe,

Rote,

Violette,

Aber eine mit blauem Tropfen war nicht zu finden,

Als er zurück in den Mammutbaumwald kam,

Hatte er die Blume immer noch nicht gefunden,

Er legte sich zum Schlafen unter einen Baum,

Im Traum rief ihm Melinda zu,

Wach auf Liebster,

Ich bin bei dir,

Jonathan schreckte auf und tastete im Dunkeln um sich,

Aber da waren nur Äste und Blätter des Baumes und das Rauschen des Windes,

Kurz danach schlief er wieder ein,

Als er am nächsten Morgen die Augen öffnete,

Sah er eine weiße Blume neben seinem Fuße stehen,

Mit blauem Tau-Tropfen in der Mitte,

Er traute seinen Augen kaum,

Diese Blume war so schön,

Wie er keine auf seiner Reise gesehen hatte,

Vorsichtig streckte er sich nach der Blume aus und brach sie ab,

Er bag sie in der hohlen Hand,

Damit der blaue Tropfen nicht auf die Erde fiel,

Er schützte die schöne Blüte vor den Sonnenstrahlen und ging zu Melindas Baum,

Mit der Blume in der Hand konnte er sich frei bewegen,

Er fand den Vogelkäfig sofort und hob die Blüte in die Höhe,

Da streckte der Vogel sein Köpfchen aus dem Käfig heraus und trank den blauen Tau-Tropfen,

Die Käfig- Tür sprang auf und vor Jonathan stand die schöne Melinda,

Sie umarmten einander,

Herzten und küssten sich,

Plötzlich verdunkelte sich der Himmel und ein eisiger Wind fegte durch den Wald,

Es blitzte und donnerte und die Felsenhöhle brach mit einem lauten Knall in zwei,

Aus ihr heraus entwich eine schwarze Wolke,

Nun war alle Macht der Hexe gebrochen,

Das Gewitter zog vorbei und die Sonne tauchte wieder auf und wärmte die Luft,

Für einen Moment wurde es ganz still,

Dann hörte man,

Wie ein Käfig nach dem anderen sich öffnete und wie die Vögel herausflogen,

Es rauschte und zwitscherte,

Bis schließlich alle Vögel in junge Mädchen zurück verwandelt wurden,

Gemeinsam zogen sie aus dem Wald heraus,

Als sich die Sonne dem Horizont näherte,

Kamen sie im Dorf an,

Sie wurden jubelnd empfangen,

Jonathan und Melinda heirateten einander und lebten in Glück und Frieden und wenn sie nicht gestorben sind,

So leben sie wohl auch heute noch,

Ich wünsche dir eine gute Nacht und schöne Träume.

4.7 (96)

Neueste Bewertungen

Regina

August 27, 2025

Dankeschön für die Meditation. Das Märchen habe ich (wie immer) nicht komplett gehört, weil ich gut eingeschlafen bin 😆

Gabi

December 5, 2022

Sehr schönes Märchen.

Christiane

July 2, 2022

🙏

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