
Miaohui | Gedicht einer Zen-Nonne
"Miaohui" bedeutet übersetzt Tempelversammlung und ist das Gedicht einer Zen-Nonne, die ungefähr um das Jahr 1600 in China lebte. In ihren Versen bringt sie ihr Verständnis von Leerheit, zu dem sie auf ihrem spirituellen Weg gelangte, zum Ausdruck. Aus der Erkenntnis, dass alles mit allem verbunden ist, entwickelte sie umfassendes und tiefes Mitgefühl.
Transkription
Nächtlicher Regen fällt auf die Felswände und durchnässt das Grün der Morgendämmerung.
Sitzend kontempliere ich Leerheit,
Während eine frische Brise den Tempel füllt.
Wörter sind in sich leer und dennoch schätze ich Pinsel und Tusche.
Mein Geist ist wie Asche nach einem Feuer,
Aber dennoch bin ich an die Welt gebunden.
Bambus am Fenster,
Leerer Geist,
Die Kiefer im Hof,
Ursprüngliche Reinheit.
Der Stamm dieses ehrwürdigen Baumes ist weder Form noch Nicht-Form.
Zwischen Glockenschlag und Fischtrommel muss ich immer noch die Essenz des Dharma verstehen.
Und doch spüre ich seinen Duft,
Als wäre ich ein Passagier auf dem Schiff des Mitgefühls.
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