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Emotionaler Missbrauch und toxische Beziehungen

by Claudia Bechert-Möckel

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In diesem Podcast klären wir, woran du erkennst, dass deine Beziehung ungesund ist, die wesentlichen Warnsignale einer toxischen Beziehung auf die du achten solltest, die typischen Strategien emotionalen Missbrauchs in destruktiven Beziehungen, warum nicht jede toxische Beziehung mit Narzissmus zu tun hat.

Transkription

Schön,

Dass du da bist.

Hier ist eine neue Ausgabe des Leben lieben lassen Podcast,

Folge Nummer 36.

Diesmal das Thema emotionaler Missbrauch und toxische Beziehungen,

Warnsignale und Symptome des emotionalen Missbrauchs,

Wie du ungesunde Beziehungen und Manipulationsstrategien erkennst und dich daraus befreist.

Wir klären in diesem Podcast,

Woran erkennst du,

Dass deine Beziehung ungesund bzw.

Toxisch ist.

Was sind eigentlich die wesentlichen Warnsignale einer solchen toxischen Beziehung,

Auf die du achten solltest?

Was sind die typischen Strategien des emotionalen Missbrauchs?

Und warum ist nicht jede toxische Beziehung gleich die mit einem Narzissen?

Leben lieben lassen,

Der Podcast zum Thema Persönlichkeit,

Beziehung und Selbstliebe.

Von und mit Claudia Bechert-Möckel.

Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Leben lieben lassen Podcasts.

Ich bin Claudia Bechert-Möckel,

Persönlichkeits- und Beziehungscoach aus Dresden.

Ich unterstütze Menschen dabei,

Gelingende Beziehungen zu sich selbst und zu anderen zu führen.

Fangen wir an mit der Frage,

Was sind toxische Beziehungen?

Klingt irgendwie gefährlich,

Oder?

Toxische Beziehungen sind ungesunde Beziehungen.

Das bedeutet,

Dass du dich im Laufe der Zeit in dieser Beziehung selbst verlierst.

Dass dein Fokus zunehmend außerhalb von dir selbst ist.

Und du mehr damit beschäftigt bist,

Dich nach dem anderen auszurichten als nach dir selbst.

Das wird von dir erwartet.

Und dieses Muster erfüllst du zunehmend,

Weil du glaubst,

Dafür Liebe zu bekommen.

Oft findet,

Wie gesagt,

Emotionaler Missbrauch statt,

Manipulation,

Ausbeutung.

Du wirst klein gemacht und verletzt.

Emotional und manchmal sogar auch körperlich.

Dein Selbstwert schwindet mit der Zeit,

Genauso wie deine Lebensfreude.

Das geht so schleichend,

Dass du irgendwann nicht mehr weißt,

Was richtig oder falsch ist.

Du bist in Angst und Schuldgefühlen gefangen.

Selbstzweifel quälen dich.

Du wirst immer unsicherer,

Versuchst passend zu sein und dich anzustrengen,

Damit dein Partner dich liebt und weißt am Ende vielleicht gar nicht mehr so richtig,

Wer du eigentlich bist.

Die angestrebte Verschmelzung mit dem anderen wird das bestimmende Muster der Beziehung,

Dem sich alles andere unterzuordnen hat.

Wenn du dir eine Waage vorstellst und in eine der Waagschalen legst du das,

Was du an Schönem in dieser Beziehung hast,

Das,

Was dich daran wirklich glücklich macht,

Und in die andere Schale legst du das,

Was der Preis dafür ist,

Den du für dieses Glück zahlst,

Dann wird es in einer toxischen Beziehung kein Gleichgewicht geben.

Das Leid wird sehr viel größer sein als das Glück,

Das du erlebst,

Und zwar dauerhaft.

Ich gehe diesmal nicht in der Tiefe darauf ein,

Dass es auch eigene innere Muster gibt,

Die einen anfällig machen für ungesunde,

Toxische und selbstausbeuterische Beziehungen.

Das setze ich erstmal als Grundannahme voraus und mehr dazu findest du in meinem Artikel zu emotionaler Abhängigkeit,

Den ich auch in der Transkription dieses Podcasts auf der Seite leben-lieben-lassen.

De nochmal verlinken werde.

Aber mir geht es heute mehr um die grundsätzliche Dynamik von toxischen Beziehungen.

Oft,

Das lese ich immer wieder oder höre es auch in Videos,

Wird eine toxische Beziehung gleichgesetzt mit Narzissmus.

Doch nicht nur Beziehungen zu einem Narzissten oder einer Narzisstin sind toxisch.

Auch eine Beziehung zu einem bindungsgestörten bzw.

Bindungsängstlichen Menschen kann toxisch sein.

Toxisch heißt giftig.

Und so ist es auch.

Deine Stärke,

Dein Selbstwert,

Deine Autonomie,

Deine Beziehung zu dir selbst werden schleichend vergiftet.

Du gerätst in einen selbstzerstörerischen Strudel,

Aus dem sich nur schwer wieder herausfinden lässt.

Du verlierst die Orientierung für dich und deine Bedürfnisse.

Du fühlst dich klein,

Hilflos und bedürftig.

Und alle Betroffenen verbindet,

Dass sie sich selbst vollkommen aus dem Blick verloren haben.

Sie stecken so fest in emotionale Abhängigkeit,

Dass es oft lange dauert,

Bis sie das überhaupt erkennen.

Und genau das ist eine der großen Schwierigkeiten toxischer Beziehungen,

Dass du in einer Art illusorisch verklärtem Idealbild deines Partners und der Beziehung gefangen bist und die Realität hinter der Illusion weder wahrnehmen kannst noch willst.

Man könnte sagen,

Du bringst dich mit der Zeit sogar selbst dazu,

Deine eigene Wahrnehmung der Realität immer wieder mit deinem Wunschdenken zu überblenden.

Das heißt,

Du trickst dich selbst aus,

Um den Partner nicht loslassen zu müssen.

Du rechtfertigst ihn.

Und so wird der Mensch,

Der dich schlecht behandelt oder deine Bedürfnisse vollkommen ignoriert,

Gleichzeitig für dich zur übergroßen Retterfigur,

Die dir den Ausweg aus deinem Leid zeigen soll.

Mit diesem Podcast möchte ich dir helfen,

Dieses Paradoxon aufzulösen und einen ersten Ansatz zu finden,

Dich selbst aus dieser ungesunden Beziehungssucht zu lösen.

Dieser Suchtcharakter,

Von dem ich gern spreche,

Toxischer Beziehungen,

Ist nicht etwa eine charakterliche Schwäche oder Unfähigkeit,

Vielleicht sogar Dummheit deinerseits.

Er entsteht durch die besondere Dynamik toxischer Beziehungen und hat auch etwas mit hirnbiologischen und biochemischen Zusammenhängen zu tun.

Es erschreckt mich,

Ehrlich gesagt,

Immer wieder selbst zu sehen,

Wie traurig,

Leer,

Ausgesaugt und innerlich ausgehöhlt sich die Betroffenen in solchen Beziehungen fühlen und dennoch bereit sind,

Alles zu tun,

Um nur einen pfizzlichen Zuneigung zu bekommen.

Sie sind wie Junkies,

Der Partner ist die Droge.

Und es macht es auch so unfassbar schwer,

Sich wieder aus toxischen Beziehungen zu lösen.

Das Anerkennen des Suchtmechanismus ist daher auch,

Wie bei einem Alkoholiker oder Drogensüchtigen,

Der erste Schritt zurück zum eigenen Ich.

Woran du toxische Beziehungen erkennst?

Hier kommen die Merkmale toxischer Beziehungen.

Punkt 1.

Eine toxische Beziehung hat kein inneres Gleichgewicht zwischen Ich und Du.

Sie ist einseitig.

Man könnte auch von einer Plus-Minus-Beziehung sprechen.

Das Verhältnis zwischen Geben und Nehmen ist genauso gestört wie das Verhältnis zwischen Selbstbehauptung und Anpassung.

Bedeutet,

Einer nimmt ganz selbstverständlich mehr als er gibt und der andere gibt mehr als er nimmt und es reicht dennoch nie.

Der eine versucht,

Den anderen zu verstehen und alles richtig zu machen,

Damit die Beziehung gelingt.

Der andere geht null auf seinen Partner ein.

Einer bestimmt die Regeln,

Der andere kommt gar nicht mehr auf die Idee zu widersprechen.

Dieses ganze Beziehungsspiel ist sehr einseitig.

Das heißt,

Die Rollen und Funktionen sind klar verteilt.

Es gibt keine Bewegung zwischen den Positionen.

Man nennt das Polarisierung.

Und es findet auf allen Beziehungsebenen statt.

Auch zwischen den Positionen Macht und Kontrolle und Autonomie auf der einen Seite und auf der anderen Seite Ohnmacht über Anpassung.

Selbstaufgabe.

Wenn du dir dabei eine Wippe vorstellst,

Dann wird in einer toxischen Beziehung keine von beiden gesteuerte,

Lebendige Bewegung ausgeführt.

Ein Ungleichgewicht sorgt dafür,

Dass einer unten am Boden die Kontrolle über den anderen behält,

Der oben in der Luft hilflos mit den Beinen zappelt.

Wer die Kontrolle hat,

Der bestimmt einseitig darüber,

Wann ein Miteinanderwippen stattfindet.

Nämlich dann,

Wenn er gerade Lust hat oder es ihm passt.

Und wenn nicht,

Dann passiert doch nichts.

Der Partner,

Der die Macht hat,

Bestimmt also in fast allen Situationen Anfang und Ende der Interaktion.

Dem anderen,

Der machtlos ist,

Bleibt nur das Hoffen und Bitten.

Sehr deutlich kann man das am Beispiel von Ines sehen,

Einer meiner Klientinnen.

Ines ist eine wunderschöne,

Kluge junge Frau aus einer deutschen Großstadt,

Hat studiert und macht gerade ihren Doktor.

Der Mann,

Den sie als ihren Partner bezeichnet,

Denn er sagt,

Er weiß nicht,

Ob das eine Beziehung ist,

Was sie da haben.

Der Mann heißt Matthias und ist jemand mit einer gewissen Prominenz.

Oft ist er wochenlang im Ausland unterwegs,

Meldet sich kaum und ist angenervt,

Wenn Ines Kontakt aufnimmt und die Verbindung halten will.

Er will nicht gestört oder eingeschränkt werden.

Dass er andere Frauen hat,

Ist ganz selbstverständlich und wird auch nicht verheimlicht.

Dann wieder ist Matthias ganz plötzlich da,

Erwartet dann,

Dass Ines ihn bei sich wohnen lässt und lebt für eine sehr kurze Zeit mit ihr eine intensive Beziehung,

Die aber nicht so genannt werden darf.

Die beiden haben dann viel Spaß miteinander und tollen Sex.

Ines ist happy und bemüht sich,

Alle Erwartungen zu erfüllen,

Stets freundlich und sexy zu sein.

Dann ist Matthias wieder weg.

Ines mit ihren Nähewünschen allein und sehr,

Sehr traurig.

Doch das sagt sie nicht,

Weil sie Matthias dann verärgern würde.

Über Gefühle darf nicht gesprochen werden,

Matthias möchte das nicht,

Das ist anstrengend.

Vielleicht geht es dir genauso wie mir und du empfindest es als ziemlich krass.

Aber genau so findet es statt.

Deutlich wird der absolute Kontrollverlust von Ines,

Die sich eingeschüchtert in alles fügt,

Was Matthias vorgibt,

Und die totale Kontrolle ihres vermeintlichen Partners.

Es gibt keinerlei Gleichgewicht in dieser Beziehung.

Als Mensch mit eigenen Bedürfnissen wird Ines nicht gesehen.

Matthias behandelt sie wie ein Objekt.

Eine Puppe,

Die hin und her geschoben wird,

Je nach Bedarf und Laune.

Im Grunde wird Ines benutzt.

Mit Liebe hat das nichts zu tun,

Doch das will Ines noch nicht wahrhaben.

Ein zweites,

Häufig anzutreffendes Merkmal toxischer Beziehungen ist der On-Off-Charakter.

Solche Beziehungen gleichen einer emotionalen Achterbahnfahrt.

Wie am Gummiband fühlst du dich mal deinem Partner sehr nahe und verbunden und dann wieder ganz plötzlich weggestoßen.

Du bestimmst das aber nicht,

Es passiert dir eher.

Denn dein Partner hat alle Fäden in der Hand.

Dieses Komm-her-geh-weg-Wechselspiel ist super nervenaufreibend.

Du kannst dich nie sicher fühlen.

Du weißt einfach nicht,

Was als nächstes passiert.

Paradoxerweise wird der durch mangelnde Sicherheit ausgelöste emotionale Stress sehr oft als aufregend empfunden.

Denn eine toxische Beziehung ist alles andere als langweilig.

Das steigert wiederum die Leidenschaft und das führt zu einer Verstärkung des Bindungswunsches.

Es ist ein Teufelskreis,

Der wie gesagt in einer Sucht endet.

Der emotionale Stress,

Der durch die gefühlte Achterbahnfahrt in der Beziehung entsteht,

Kann nämlich mit Lebendigkeit und Temperament verwechselt werden.

Das wiederum aktiviert dein Bindungssystem.

Warum das so ist,

Kann die Wissenschaft bis heute nicht genau erklären.

Man weiß aber,

Dass Menschen,

Die sich in stressbeladenen,

Angstbesetzten Situationen kennenlernen,

Eine sehr viel größere Bereitschaft haben,

Sich zu verlieben,

Als in weniger stressbesetzten Alltagssituationen.

Punkt Nummer 3.

Besonders typisch ist der Verlauf einer toxischen Beziehung.

Sie beginnt immer spektakulär,

Mit einer Art euphorischem Ohrknall.

Auf einmal ist da jemand,

Der einen so unglaublich liebt.

Alles für einen tut.

Einen auf Händen trägt,

Um einen wirbt,

Sich bemüht.

Du fühlst dich wie im siebten Himmel.

Noch nie hast du dich jemandem so nahe gefühlt.

Und ganz am Anfang denkst du vielleicht noch,

Wie kann das sein?

Er oder sie kennt mich doch kaum.

Aber deine Zweifel verfliegen ganz bald im Zauber dieser übergroßen Liebe und der rasanten Geschwindigkeit.

Gerade toxische Beziehungen beginnen oft als eine Art magische Seelenverwandtschaft.

So scheint es jedenfalls.

Es passt einfach alles.

Es ist so anziehend.

Wie im Film.

Du öffnest dein Herz und verbindest dich mit diesem ganz einzigartigen Menschen.

Sehr schnell werden dann große gemeinsame Pläne gemacht.

Es gibt keine Fragen,

Nur Möglichkeiten.

Liebe schafft alles.

In der Euphorie und der Freude,

Endlich geliebt zu sein,

Merken die Betroffenen gar nicht,

Dass das alles ein bisschen drüber ist und die schwärmerischen Visionen ganz wenig Substanz haben.

Dieses Liebesbombardement ist einfach zu schön,

Um wahr zu sein.

Diese Anfangsphase der Beziehung ist der Auftakt und kommt nie wieder.

Aber das weißt du am Beginn der Beziehung noch nicht und du wirst das später nicht wahrhaben wollen und ständig versuchen,

Eben diesen Anfangszustand,

Der so euphorisch war,

Wieder zu erreichen.

Er wird dein Ankerpunkt und der Maßstab aller Dinge.

Eine Verheißung des Glücks,

Das möglich ist.

Bald nach der sogenannten Lovebombing-Phase beginnt dein Traum zu bröckeln.

Erste kleine Sticheleien,

Abwertungen,

Die ganz subtil in Humor verpackt sind oder auch eine immer öfter auftretende emotionale Distanzierung,

Emotionale Unerreichbarkeit zeigen sich.

Auch Unzuverlässigkeiten oder Genervtheit können auftreten.

Ein zunehmendes Desinteresse des Partners oder Distanzierungen in emotionaler und auch räumlicher Hinsicht.

Das wird aber am Anfang von den Betroffenen erstmal gar nicht wahr oder gar nicht ernst genommen oder als vorübergehendes Phänomen abgetan.

Das lässt du deinem Partner einfach durchgehen.

Natürlich verzeihst du ihm,

Auch wenn er dich gar nicht darum bittet.

Erstens bist du ja noch in aller schönster Sicherheit und im Rausch der einzigen und übergroßen Liebe.

Andererseits willst du ihn verstehen,

Ihm zeigen,

Dass du nicht gleich wegrennst,

Wenn es schwierig ist.

Schließlich ist es dir ernst mit dieser Liebe und diesem Menschen.

Dieser Prozess kann schnell gehen oder etwas dauern.

Er mündet aber immer im Kippen der Beziehungsdynamik in ihr anfängliches Gegenteil.

Die Bemühungen um dich werden am Ende dieser Phase weitestgehend eingestellt.

Die Gefühle scheinen irgendwie erkaltet.

Immer häufiger wirst du kritisiert,

Verletzt oder auch gedemütigt.

Wenn du über diese Probleme reden willst,

Kommt es häufig zum Streit,

An dessen Ende es keine richtige Klärung gibt.

Dein Partner ist beleidigt,

Weist dir den schwarzen Peter zu und versteht nicht,

Was du eigentlich von ihm willst.

Alles wäre doch gut,

So heißt es,

Wenn du nicht immer so nerven würdest,

So anstrengend wärst,

Nie zufrieden usw.

Von da an kommt es zu immer wieder kehrenden Abläufen von Anziehung und Ablehnung.

Die oben genannte Achterbahnfahrt beginnt.

Kurze Phasen des Glücks wechseln mit Distaxierung,

Streit und Vorwürfen.

Diese Konflikte werden oft als ganz normale Beziehungsprobleme missverstanden.

Allerdings finden sie keine Lösung,

Außer eben eine ungesunde,

Toxische.

Und die besteht darin,

Dass ihr euch unausgesprochen irgendwann darauf einigt,

Wer Opfer und wer Täter ist.

Du bist schuld,

Wenn es schwierig wird.

Am Anfang wärst du dich noch dagegen.

Später glaubst du das vielleicht auch.

Wenn du nur anders wärst,

Richtiger,

Verständnisvoller,

Liebender,

Dann gäbe es auch die Probleme nicht und alles könnte wieder so schön wie am Anfang sein.

Du übernimmst irgendwann diese Sichtweise und bist nun in der Bringeschuld.

Doch selbst diese Aufopferung ändert nichts daran,

Dass die Beziehung zwischen Anziehung und Ablehnung,

Ich nenne das das Komm-her-Geh-weg-Phänomen,

Pendelt.

Alle meine Klienten haben während dieser Achterbahnfahrt irgendwann den Absprung versucht,

Weil sie einfach aufgeben wollten.

Irgendwann war ihnen klar,

Dass es in dieser Beziehung nicht mehr um Liebe geht,

Sondern um Macht.

Sie versuchen zu erkennen,

Was eigentlich wirklich passiert.

Das ist der Punkt,

An dem sie anfangen,

Bücher zu lesen,

Podcasts zu hören.

Sie resignieren und wollen sich ablösen.

Schließlich fühlen sie sich ja nicht mehr geliebt.

Und genau dann passiert das Wunder.

Denn obwohl dein Partner in toxischen Beziehungen dir kaum echte Liebe oder Wertschätzung entgegenbringt,

Ändert sich das schlagartig in dem Moment,

In dem du dich lösen möchtest oder schlichtweg nicht mehr kannst.

Nun werden plötzlich wieder Versprechungen gemacht,

Einsichten gezeigt,

Dein Partner bemüht sich wieder aktiv um dich.

Ein wenig vom Rausch des Anfangs kehrt zurück.

Du wirst umworben,

Verstanden und geliebt.

Entspannung kehrt ein,

Die Angst lässt nach.

Irgendwann gibst du dem Werben nach.

Du öffnest dein Herz erneut ganz weit und lässt dich ganz auf deinen Partner ein,

Bereit,

Alles zu vergeben.

Vergessen,

Was deine Freunde sagen.

Vergessen,

Was du über toxische Beziehungen gelernt hast.

Sobald das passiert ist und du wieder voll zur Verfügung stehst,

Dreht sich die Situation wieder um 180 Grad und bald schon findest du dich wieder in Leid und Lieblosigkeit wieder.

Eine neue Runde der Eskalation beginnt und mit jeder wirst du kraftloser und schwächer und schutzloser.

Kommen wir zum Merkmal Nummer 4.

In toxischen Beziehungen leidest du mehr,

Als dass du Freude hast oder Glück erlebst.

Um das zu ändern,

Beginnst du den Kampf um jeden Preis.

Die Frage ist dann nicht mehr,

Was brauche ich denn eigentlich,

Um mich in dieser Beziehung wohlzufühlen?

Die Frage ist,

Wie muss ich sein,

Dass du mich liebst?

Diese Abwärtsspirale nimmt immer weiter Fahrt auf.

Irgendwann ist es dir dann vielleicht auch zu viel.

Du willst den Absprung erneut schaffen und versuchst dich zu lösen.

Schwupps,

Dreht sich das Rad wieder und dein Partner bemüht sich wieder mehr um dich.

Du sollst nicht gehen.

Wieder neue Versprechungen einsichten,

Du schöpfst wieder Hoffnung.

Du lässt dich wieder auf ihn ein,

Alles beginnt von vorn.

Immer wieder Achterbahnfahrt,

Immer wieder wegstoßen,

Ranziehen,

Bis du völlig ausgelaugt bist.

Punkt Nummer 5.

Toxische Beziehungen basieren auf einer falschen Grundannahme.

Der Denkfehler ist,

Dass Menschen,

Die in toxischen Beziehungen gefangen sind,

Eine nicht immer bewusste innere Überzeugung haben.

Wenn ich mich nur genug anstrenge,

Wirst du mich schon lieben.

Sie glauben,

Und es wird ihnen natürlich auch immer wieder eingeredet,

Dass das beziehungsuntaugliche Verhalten ihres Partners mehr mit ihnen als mit diesem Selbst zu tun hat.

Doch oft genug wird dabei vergessen und nicht erkannt,

Dass der Beziehungspartner das,

Was du dir wünschst,

Gar nicht geben kann oder will.

In toxischen Beziehungen geht es nicht um Liebe,

Es geht um Macht.

Allerdings,

Und damit kommen wir zu Merkmal Nummer 6,

Darf man eins nicht vergessen,

So seltsam es klingt,

Toxische Beziehungen haben auch gute Seiten.

Klingt komisch,

Ist aber so.

Auch das macht es schwer,

Sich aus ihnen zu lösen.

Da wäre zum einen ein ganz wundervoller,

Aufregender Sex,

Der sich erstaunlicherweise trotz aller Eskapaden nicht verliert.

Warum das so ist,

Kann ich dir nicht sagen,

Nur dass alle meine Klienten davon berichten.

Vielleicht hängt es auch mit dem heftigen Wechsel von Nähe und Distanz zusammen,

Der durch dieses Komm-her-geh-weg passiert.

Und nicht zu vergessen,

Da ist der galaktisch aufregende Anfang der Beziehung,

Der sich so anfühlt,

Als ob Universen sich verbinden.

Dieses Eins-seins-Gefühl der Verschmelzung verschafft tiefe emotionale,

Unvergessliche Erfahrungen und eine tiefe Sehnsucht,

Die alle Menschen haben.

Dazu kommt die schon erwähnte permanente Aufregung in der Beziehung,

Die alles andere als öde ist,

Und das fühlt sich lebendig an.

Eine meiner Klientinnen,

Wir nennen sie Irene,

Ist eine wunderbare,

Tiefgründige,

Gebildete Frau in den 50ern.

Irene ist lebenslustig,

Selbstbestimmt,

Attraktiv.

Nach einer langen Ehe ist sie geschieden und froh damit.

Irene hat viele Hobbys und Interessen und sie ist mit ihrem Leben im Großen und Ganzen zufrieden.

Bei einem Seminar lernt Irene Michael kennen.

Er lebt in einer großen Stadt,

Hunderte Kilometer weg von Irene,

Ist einiges jünger und sehr interessiert an dieser wunderbaren Frau.

Irene nimmt Michael am Anfang gar nicht ernst.

Es amüsiert sie,

Dass sie ihr den Hof macht.

Sie flirten und tauschen Nummern aus.

In den folgenden Wochen und Monaten bemüht sich Michael mit aller Macht um die schöne Irene.

Beide haben ähnliche Interessen,

Kunst,

Literatur,

Musik.

Sie haben berauschende gemeinsame Erfahrungen,

Sehen sich regelmäßig.

Kein Weg ist zu weit.

Sie lesen sich am Telefon Gedichte vor,

Haben Sex,

Der alle Vorstellungen sprengt,

Und entwickeln gemeinsame Ziele und Visionen für die Zukunft.

Michael ist der,

Der dabei Vollgas gibt.

Er ist die treibende Kraft in dieser Liebesgeschichte.

Sie offenbaren sich ihre tiefsten Geheimnisse.

In dieser Zeit gibt Irene ihre letzten Zweifel auf und lässt sich ganz und gar auf Michael ein.

Das Einzige,

Was sie stört,

Ist der Umstand,

Dass sie nie weiß,

Wann sie sich wiedersehen werden.

Michael will keine genauen Absprachen machen.

Er wird sich melden,

So sagt er es bei jedem Abschied.

Irene leidet,

Sagt aber nichts.

Sie will ihn nicht bedrängen.

Kaum spürbar verändert sich etwas.

Michael meldet sich immer öfter nicht.

Er spricht nicht mehr von den gemeinsamen Zielen.

Der Sex ist nicht mehr ganz so toll.

Sie sehen sich weniger.

Immer öfter hat er Wichtigeres zu tun.

Irene verzerrt sich nach ihm,

Fängt an,

An sich zu zweifeln.

Sie leidet und denkt an nichts anderes als an Michael.

Der fühlt sich von ihr bedrängt und distanziert sich immer mehr.

Sehen sie sich,

Dann negiert er plötzlich,

Dass sie eine Beziehung hätten.

Es sei doch nur eine Affäre und da wäre ja auch der Altersunterschied.

Und so toll sei der Sex nun auch nicht gewesen.

Irene bemüht sich um ihn,

Macht sich dabei immer kleiner,

Fängt an zu betteln und zu weinen,

Zu flehen.

Doch Michael wird immer kühler und distanzierter.

Ihre Bedürfnisse spielen keine Rolle mehr.

Emotional ist er unerreichbar.

Schließlich wird er verletzend und bestreitet,

Dass es jemals wunderbar zwischen ihnen gewesen sei.

Er demütigt Irene direkt und indirekt.

Aus Komplimenten werden Abwertungen.

Seine einst so leidenschaftlichen Gefühle sind vollkommen verschwunden.

Er verweigert sich allen Aussprachen.

Das braucht er nicht.

Michael hat die absolute Kontrolle.

Irene ist klein und hilflos.

Dennoch möchte sie an die tolle Anfangsphase anknüpfen und das Glück zurückholen.

Sie strengt sich an,

Versucht Pausen zu machen,

Nicht so bedürftig zu sein und trotzdem verliert sie nach und nach ihr eigenes Leben vollkommen aus dem Blick.

Jede SMS von Michael ist ein Highlight.

Als ihr während unserer Zusammenarbeit klar wird,

Dass das eine ungesunde Beziehung ist,

Wagt sie den Absprung aus der Sucht.

Sie will sich trotz der Schmerzen lösen und sich selbst wiederfinden.

Sie erkennt,

Warum sie in diese Abhängigkeit geraten ist und was das mit ihrer Beziehungsgeschichte zu tun hat.

Doch das gefällt Michael absolut gar nicht.

Sofort passiert,

Was Irene und ich schon bei unserem Termin vorher besprochen hatten.

Michael bemüht sich wieder um Irene.

Er schreibt wieder,

Will sie sehen,

Ist offen und herzlich.

Schlussendlich,

Nach mehreren Runden des Komm-her-geh-weg-Spiels,

Wird Irene klar,

Es geht gar nicht um sie.

Es geht um ihre Verfügbarkeit in diesem Macht-und-Ohnmacht-Drama.

Michael hat einen Gewinn aus dieser Nicht-Beziehung.

Irenes Schwäche und Abhängigkeit verleihen ihm nämlich eine kranke Größe und Macht.

Und das ist der eigentliche Hintergrund des Ganzen.

Irene weiß das heute und ist auf einem guten Weg,

Auch wenn sie Michael noch nicht vergessen kann,

Ist die Suchtdynamik unterbrochen und Irene wieder zurück in ihrem Leben.

Und damit zu Punkt Nummer 7.

Ein typisches Zeichen,

Dass du in einer ungesunden Beziehung bist,

Besteht auch darin,

Dass deine Freunde dich warnen oder deine Familie sich Sorgen um dich macht.

Die Menschen,

Denen du wichtig bist,

Bemerken nämlich deine Veränderung.

Sie haben von außen einen klareren Blick und werden dich ansprechen.

Wahrscheinlich wirst du das aber abtun.

Punkt Nummer 8.

Ein weiteres Merkmal,

Ein auffälliges ist,

Wenn du 24 7 auf ihn oder sie fokussiert bist.

Ständig kreisen deine Gedanken um die Beziehung und den Partner,

So als hätte sie oder er dein Gehirn besetzt.

Das wiederum ist ein Zeichen des Suchtcharakters,

Den ich schon beschrieben habe.

Opfer toxischer Beziehungen sind co-abhängig.

Wissen oft sehr viel darüber,

Erkennen oft auch schon die ungesunden Beziehungsstrukturen,

Laufen aber im Zustand der Sucht sehenden Auges in den Schmerz hinein.

Ihr unbewusstes Beuteschema bzw.

Ihre unbewussten Beziehungsmuster,

Darüber haben wir schon im letzten Podcast gesprochen,

Lässt sie anders handeln,

Als es ihre Absicht ist.

Sie leben von der Hoffnung,

Haben oft auch ein Helfersyndrom und wollen den anderen retten.

Wenn ich mir nur genug Mühe gebe,

Wird er oder sie mich lieben.

Das ist eine kindhafte Hoffnung.

Wenn dich dieses Thema interessiert,

Dann hör nochmal rein in den Podcast über das innere Kind.

Obwohl du sonst in deinem Leben sehr selbstbestimmt warst,

Weißt du nun oft nicht mehr,

Was richtig ist oder falsch.

Du bist verwirrt,

Kannst nicht mehr klar erkennen,

Was los ist.

Vielleicht hast du auch mit der Zeit alte Kontakte und Freunde vernachlässigt,

Weil das dein Partner nicht will.

Du richtest dich immer stärker nach seinen Vorstellungen von dir aus,

Anstatt deine eigenen Vorstellungen zu leben.

Alles,

Was er nicht will,

Stellst du nach und nach ab.

Dein eigenes Lebensterritorium verweist dadurch.

Interessen richten sich auch nach denen des Partners.

Der Scheinwerfer deiner Aufmerksamkeit ist mehr bei deinem Partner als bei dir selbst.

Es gibt ein auffälliges Davor und Danach der Beziehung.

Davor warst du fröhlich,

Selbstbestimmt und offen.

Nun bist du ängstlich,

Abhängig und klein.

Immer wenn dein Partner dir etwas Zuneigung oder Nähe schenkt,

Geht es dir sofort besser.

Das alte Hochgefühl kehrt zurück.

Du bist voller Hoffnung.

Man nennt das Krümelhoch.

Denn es sind ja nur ein paar Brocken,

Die dir hingeworfen werden,

Dich aber in Euphorie und Hoffnung versetzen.

Dein Wohlgefühl und auch dein Wert existieren quasi nur,

Wenn sie dir durch die Aufmerksamkeit und Zuwendung deines Partners verliehen werden.

Und du bist bereit,

Dafür alles zu tun.

In einer toxischen Beziehung lernst du,

Auf Eierschalen zu laufen.

Bist immer vorsichtig,

Dass du ihn oder sie nicht verschreckst,

Keinen Ärger bekommst,

Ihr oder ihm nicht so nahe trittst und sie mit deinen berechtigten Vorwürfen etwa verletzt.

Es gibt keine wirkliche Bereitschaft zur Auseinandersetzung oder Klärung der Beziehungsprobleme.

Die werden vom Partner negiert oder dir zugeschoben.

Es gibt keine Übernahme für Verantwortung des eigenen Anteils an Problemen seitens deines Partners.

Auch hier ist die Sache einseitig.

Stattdessen reagiert dein Partner verletzt oder beleidigt,

Gerne auch mit Rückzug,

Wenn du eigenen Bedürfnissen Raum geben willst oder Beschwerden vorbringst.

Auf diese Weise kann nichts geklärt werden.

Du musst dein Leid wegdrücken und bist für die verletzten Gefühle deines Partners zuständig.

Diese Überanpassung entfernt dich immer weiter von dir selbst.

Du schaust mit einem Podestblick auf deinen Partner.

Wirkliche Augenhöhe fehlt.

Er oder sie werden von dir idealisiert.

Du nimmst ihn oder sie in Schutz,

Anstatt für dich einzutreten.

Du bist nicht auf deiner Seite,

Sondern ihr seid beide auf der Seite des Partners.

Eine Art unheilige Koalition entsteht,

Die auf deine Kosten geht.

Trotz deiner Verzweiflung und deines Schmerzes verdrängst du deine eigenen Verletzungen immer wieder und versuchst stattdessen,

Ihn oder sie zu verstehen.

Du identifizierst dich mit den Anschuldigungen und der Kritik,

So als wärst du gehirngewaschen.

Schlussendlich seid ihr euch einig,

Dass du das Problem bist.

Deine Lebensfreude und Energie verschwinden zunehmend.

Oft treten psychosomatische Beschwerden auf.

Fast alle meiner Klienten mit der Thematik toxische Beziehung leiden unter solchen Beschwerden wie Übelkeit,

Kraftlosigkeit,

Depressive Verstimmungen,

Kopfschmerzen,

Bauchschmerzen,

Rückenschmerzen.

Der schon beschriebene Suchtcharakter der Beziehung.

Wenn du einmal connected bist und im Strudel toxischer Beziehung gefangen,

Ist eine eindeutige Abwärtsdynamik erkennbar.

Dein Bindungssystem ist hochaktiv,

Dein Selbstschutzprogramm heruntergefahren.

Punkt Nummer 20.

Du trickst dich selbst aus und redest dir deine Einsichten aus,

Damit du an der Illusion der Beziehung festhalten kannst.

Sehenden Auges rennst du in dein Unglück.

Anna ist so ein Beispiel.

Anna ist eine lebenslustige Frau Mitte 30,

Arbeitet in der Filmbranche und ist mit ihrem Leben zufrieden.

Nur,

Dass es noch nie wirklich mit einer langfristigen Beziehung geklappt hat.

Und Anna sehnt sich nach einer Familie und Kindern.

Das ist ein Minuspunkt für Anna.

Da lernt sie Ben kennen und beide verlieben sich unsterblich.

Ben hat zwei Kinder und die lernt Anna bald schon kennen.

Alles ist gut,

Die Liebe ist groß,

Familienpläne werden gemacht,

Das gemeinsame Leben wird durchgeplant.

Eigentlich geht das alles ein wenig schnell,

Findet Anna.

Aber weil Ben ihr doch endlich all das verspricht,

Was sie sich schon so lange wünscht,

Übergeht sie jeden Zweifel.

Nach ein paar Wochen schiebt Ben immer häufiger seine Arbeit vor.

Sie sehen sich weniger.

Wenn Anna nachfragt,

Wirkt Ben genervt und fühlt sich eingeengt.

Seine Gefühle scheinen irgendwie erkaltet.

Was hat Anna falsch gemacht?

Sie will ihn doch verstehen,

Lieben,

Akzeptieren,

So wie er ist.

Er soll sich sicher fühlen.

Anna schreibt Briefe,

Will mit ihm reden.

Sie streiten viel.

Ben ist verletzt,

Will plötzlich von einer Beziehung nichts mehr wissen.

Er gibt ihr die Schuld an dem,

Was passiert ist.

Sie soll nicht so viel fordern.

Es würde ihm dadurch schlecht gehen.

Vom gemeinsamen Leben und der Familie ist keine Rede mehr.

Sie hätte sich das alles nur eingebildet.

Sie würde übertreiben und sei überhaupt eine Furie.

Kein Wunder,

Dass sie bis jetzt keine Familie hätte.

Ben wird wütend,

Als Anna das nicht akzeptieren will.

Er beleidigt sie und macht ihr haltlose Vorwürfe.

Er fühlt sich verletzt und Anna ist schuld.

Anna glaubt nach einer Weile,

Dass sie einfach schrecklich ist und an allem allein die Schuld trägt.

Sie bettelt um ein Treffen.

Ben kanzelt sie ab.

Als wir miteinander arbeiten,

Dauert es lange,

Bis Anna aufhört,

Bens verletzendes Verhalten zu verteidigen und ihre eigene Position einzunehmen.

Es stellt sich heraus,

Dass Bens Beziehungen immer den gleichen Verlauf haben.

Das hilft Anna zu verstehen,

Dass Ben tut,

Was er tut,

Weil er es immer so macht und nicht,

Weil sie nicht gut genug ist und sie gibt ihre Rettungsversuche auf.

Nächster Punkt.

Was diese Beziehungen ausmacht,

Ist ein Mangel an wirklichem emotionalen Kontakt und tieferer Verbindung auf Seins-Ebene von Seiten des Partners,

Der die Beziehung dominiert.

Und das,

Obwohl der Zustand der tiefen emotionalen Verbindung stets als verheißungsvolles Versprechen im Raum steht.

Das wird zum einen durch die Leidenschaft der Anfangsphase,

Die Lovebombing genannt wird,

Suggeriert,

Zum anderen immer wieder wie ein Lockmittel vom dominierenden Partner als Beziehungsideal hingestellt.

So wird sich der emotional abhängige Part immer wieder bemühen,

Diesen Sehnsuchtsort tiefer Verbindung innerhalb der Beziehung zu erreichen.

Doch es bleibt eine Fata Morgana.

Merkmal Nummer 21.

In toxischen Beziehungen finden oft,

Nicht immer,

Auch Formen emotionalen Missbrauchs statt.

Hier eine kurze Übersicht,

Die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Formen emotionalen Missbrauchs.

Gaslighting.

Dieser Ausdruck steht für Irreführung.

Deine Wahrnehmung wird immer wieder in Frage gestellt oder belächelt.

Solange bist du glaubst,

Verrückt zu werden und vollkommen verunsichert bist.

Das bildest du dir doch alles nur ein.

Ist ein typischer Satz,

Der mit Gaslighting in Verbindung steht.

Eine Klientin hatte Beweise dafür,

Dass sich ihr Partner mit einer anderen Frau getroffen hatte.

Er lachte sie aber nur aus,

Als sie ihn konfrontierte,

Nannte sie eifersüchtig und hysterisch und war beleidigt.

Schließlich entschuldigte sie sich bei ihm und glaubte,

Sich geirrt zu haben.

Sie machte sich große Vorwürfe.

Schuldumkehr.

Die Verantwortung für alles,

Was schwierig in der Beziehung ist,

Wird auf dich abgewälzt.

Selbst wenn es offensichtlich ist,

Dass der Partner einen großen Anteil am Problem hat oder die Schuld trägt,

Zum Beispiel auch bei körperlicher Gewalt,

Heißt es,

Was hatte ich denn für eine Wahl,

Du bringst mich doch so weit.

Eine Klientin,

Deren Partner sie selbst und auch ihr Kind immer wieder geschlagen hatte,

Glaubte schließlich selbst daran,

Dass sie ihren Partner ja provozieren würde.

Manchmal,

Das kannst du dir bestimmt vorstellen,

Bleibt mir da kurz die Sprache weg.

Genau dieses Beispiel zeigt aber auch die Toxizität und die Vernebelung,

Die in solchen Beziehungen auftritt.

Klein machen an niedrigen.

Immer wieder gibt es teils verdeckte,

Teils offene Angriffe auf den Selbstwert des Partners.

Die Botschaft dieser Diskriminierungen,

Die oft auch vor anderen stattfinden,

Ist immer,

Du bist ungenügend,

Nicht gut genug.

Lächerlich machen oder Beschämungen gehören auch zum Repertoire.

Etwaiges Fehlverhalten wird vom Partner mit Schweigen oder Ignoranz bestraft.

Ausgeliefert sein und Machtlosigkeit des anderen sind die Folge und führen wiederum dazu,

Abbitte zu leisten und zu Kreuze zu kriechen,

Um wieder in Kontakt zu kommen.

Double Binds,

Doppelbotschaften spielen eine große Rolle.

Die Kluft zwischen Gesagtem und Getanem ist unüberbrückbar.

Das habe ich doch gar nicht gesagt,

Heißt es immer wieder.

Was heute versprochen wird,

Ist morgen kein Thema mehr.

Isolation.

Dein Partner zeigt dir,

Dass er deine Freundin nicht mag.

Er will dich ganz für sich haben.

Du sollst dich nur nach ihm ausrichten.

Diese Isolation macht dich noch einsamer und abhängiger.

Manchmal wird auch ein Keil zwischen deine Familie und dich getrieben.

Das sind nur einige Merkmale.

Nicht alle müssen vorkommen und nicht alle in der beschriebenen Intensität.

Man kann die Liste endlos ergänzen.

Ganz wichtig ist mir aber an der Stelle zu verstehen,

Dass wir alle manchmal ungesunde Strategien in Beziehungen verwenden.

Zum Beispiel wenn wir streiten.

Eine toxische Beziehung macht aber aus,

Dass diese Strategien dauerhaft und immer wieder verwendet werden,

Also ein typisches Musterbilden.

Narzissmus oder Bindungsangst?

Was sind eigentlich die Ursachen toxischer Beziehungen?

Ich habe es anfangs schon gesagt.

Nicht alle toxischen Beziehungen haben mit Narzissmus des Partners zu tun.

Das wird nach meiner Meinung sehr häufig vermengt.

Natürlich sind es recht häufig Narzissten oder Menschen mit sehr starken narzisstischen Tendenzen,

Die sich in toxischen Beziehungen ausleben.

Aber auch Bindungsangst oder Persönlichkeitsstörungen können Ursache für eine toxische Beziehung sein.

Ich möchte in dieser Folge nicht zu tief auf dieses Thema eingehen,

Denn auch das hat wieder Stoff für ein ganzes Buch.

Vielleicht wird es eine weitere Podcast-Folge geben.

Allerdings gibt es im Netz auch jede Menge Material dazu.

Zum Thema Bindungsangst kann ich dir die Bücher von Stephanie Stahl empfehlen,

Die nach meiner Meinung die Expertin auf diesem Gebiet in Deutschland ist.

Wie du den Ausstieg aus toxischen Beziehungen findest Am Anfang der Befreiung steht die Erkenntnis,

Zu sehen,

Was wirklich ist.

Wenn du es schaffst,

Das Drama hinter der Beziehungsellusion zu sehen,

An die du dich so klammerst,

Dann ist der erste große und wichtigste Schritt getan.

Allerdings wird es ein emotional schmerzhafter Prozess sein.

Das sollte dir bewusst sein.

Wenn wir Bindungen eingehen,

Dockt unser Nervensystem regelrecht an am anderen.

Du kannst keine Verbindung sehen von außen und doch ist sie da.

Und jedes Durchtrennen dieser Bindung bedeutet,

Dass in deinem Nervensystem die Schmerzzentren aktiviert werden,

Die auch bei körperlichen Schmerzen aktiv sind.

Im Podcast über Trennung habe ich davon gesprochen,

Dass eine unfreiwillige Trennung sich so anfühlt,

Als würde dir ein Arm abgerissen.

Bei einer toxischen Beziehung musst du die Verbindung quasi selbst abreißen.

An diesem Bild kannst du ungefähr ermessen,

Was das bedeutet.

Doch auch du kannst es schaffen,

Weil es geht,

Weil es andere auch schaffen konnten und weil du wieder glücklich werden willst.

Du kannst es,

Wenn du es wirklich willst,

Versprochen.

Was also kann und sollte man tun?

Kontaktabbruch.

Diese Methode wird am allerhäufigsten empfohlen,

Egal wo du dich umschaust oder umhörst.

Meine Meinung dazu ist ehrlich gesagt differenziert.

Theoretisch ist der absolute Kontaktabbruch die allerbeste Lösung.

Nummern löschen,

Kommunikation einstellen,

Das volle Programm.

Dieser radikale Entzug wird dich nach einer Weile unabhängig und frei machen.

Nur,

Ich kenne keinen einzigen Klienten,

Der das durchgehalten hat.

Kurz ist die Bereitschaft da,

Allerdings droht der suchtbedingte Rückfall.

Und dann folgt auch noch die Erkenntnis,

Ich bin schwach.

Ich schaffe nicht mal den Kontaktabbruch.

Ich setze daher vor allem auf die Stärkung der eigenen Autonomie.

Ich arbeite mit meinen Klienten daran,

Die Königin oder den König in sich wiederzuwecken.

Aufzuhören,

Diener oder Dienerin zu sein und sich klein zu machen.

Wo ist deine wilde Seite geblieben?

Der Abenteurer in dir?

Die Bitch?

Hör auf,

Dieses artige Mädchen zu sein.

Erinnere dich wieder,

Was du eigentlich willst,

Was du brauchst,

Um dich okay zu fühlen.

Hole dir dein verlorenes Selbst zurück.

Das ist dein Ausweg.

Erkenne den Schwachpunkt in deinen unbewussten Beziehungsmustern.

Den Schwachpunkt,

Der dich eigentlich anfällig macht.

Und ändere dieses Schema.

Suche dir dazu,

Wenn nötig,

Professionelle Unterstützung.

Es ist keine Schwäche,

Hilfe anzunehmen,

Wenn man sie braucht.

Es ist eine Stärke.

Befreie dich aus der Isolation.

Weihe Freunde und Familie ein.

Erzähle ihnen,

Wie es dir wirklich geht.

Das ist ungemein wichtig.

Du brauchst einen starken Rückhalt.

Reiß das Scheinbild der Beziehung ein und hör bloß auf,

Dich zu schämen.

Nutze jede Unterstützung,

Die du finden kannst.

Fang wieder an,

Dir einen neuen Fokus zu suchen,

Eigene Interessen zu verfolgen.

Was tut dir gut?

Was hat dir früher Freude gemacht?

Richte den Scheinwerfer der Aufmerksamkeit immer mehr auf dich selbst.

Auch wenn du keine Lust hast,

Ist es wichtig und richtig,

Auf eigene Ressourcen zurückzugreifen.

Das wird dich stärken und darum geht es.

Triff eine Entscheidung,

Nämlich das Zepter des Handelns wieder in die Hand zu nehmen,

Auch wenn es schwer ist.

Versprich dir,

Selbst gut für dich zu sorgen.

Und es macht nichts,

Wenn du anfangs winzige Schritte machst.

Sei freundlich zu dir.

Es geht darum,

Dass du losgehst,

Nicht um das Tempo.

Unterstützung findest du auch in zahlreichen Foren oder Communities.

Unterstützung und Verständnis machen stark.

Ziehe in Gedanken eine innere Trennwand zwischen dich und deinen Partner.

Und reflektiere nun genau,

Was dein Anteil in einer schwierigen Situation ist und was er oder sie dazu beiträgt.

Halte an deiner Wahrnehmung fest.

Rede mit anderen darüber.

Schreibe es dir auf.

Meine Lieblingsübung ist der Faktencheck.

Lege dir ein Heft an und trage jeden Tag ein,

Was an Gutem und Schwierigem stattgefunden hat.

Was ist wirklich gesagt oder getan worden?

Sortiere die Fakten,

Anstatt dich auf Interpretationen deines Partners zu verlassen.

Schau in dein Heft,

Wenn du wieder glaubst,

Selbst in allem schuld zu sein.

Nimm regelmäßig die Haltung eines außenstehenden Beobachters ein.

Wenn du die Beziehung mit einem distanzierten Blick von außen beobachten würdest,

Was würde dir auffallen?

Was fehlt hier eigentlich?

Was ist zu viel?

Was ist an der falschen Stelle?

Erinnere dich regelmäßig an deine Erkenntnisse und die notierten Fakten.

Das hilft dir dauerhaft,

Dich nicht immer wieder selbst zu überlisten.

Auch eine meiner Lieblingsübungen,

Male eine Verlaufskurve.

Male dir auf ein A4-Blatt längs ein Diagramm.

Die untere Längsachse ist die Beziehungsdauer.

Unterteile sie in mindestens 10 Abschnitte.

Wenn du zum Beispiel ein Jahr lang zusammen bist,

Kannst du die Monate als Abschnitte nehmen.

Du kannst aber auch einzelne Ereignisse auswählen.

Die aufrechte Achse ist eine Skala von 0 bis 10.

10 symbolisiert ein absolutes Hochgefühl in der Beziehung,

0 den absoluten inneren Katastrophenzustand.

Beginne nun,

Den Anfang der Beziehung in emotionaler Hinsicht zu bewerten und zu markieren.

Wie hast du dich ganz am Anfang gefühlt auf einer Skala von 0 bis 10,

Wenn 10 wunderbar ist und 0 ganz schrecklich?

Wiederhole die Messungen für alle Zeitpunkte,

Die du auf der Längsachse notiert hast.

Verbinde alle Punkte zu einer Kurve und schreibe jetzt verschiedene Ereignisse dazu.

Zum Beispiel stellst du fest,

Dass die Kurve an einer bestimmten Stelle abfällt.

Was ist zu diesem Zeitpunkt passiert?

Was ist passiert,

Bevor du dich bei 2 fühltest?

Was hat dafür gesorgt,

Dass es wieder aufwärts ging?

Nun hast du sozusagen eine Fiberkurve der Beziehung und kannst sehr gut feststellen,

Ob die Tendenz abwärts oder aufwärts geht,

Ob eine Achterbahndynamik vorliegt und mit welchen Ereignissen das zu tun hat.

In der Regel erkenne ich hier mit meinen Klienten,

Dass die Dynamik immer schneller wird.

Dass die Katastrophendynamik in der Beziehung immer mehr Fahrt aufnimmt.

Am Anfang befinden sie sich alle um die 10 herum.

Später sieht man eine krasse Sinuskurve,

Ein einziges Auf und Ab im zackigen Hoch-Runter-Stil.

Auch sehr wirkungsvoll?

Betrachte die Vorbeziehungen deines Partners.

Woran sind die seiner oder ihrer Erzählung nach gescheitert?

Sind es die gleichen Themen,

Die ihr jetzt in der Beziehung habt?

Man kann an der Art und Weise,

Wie Menschen über ihre Verflossenen sprechen,

Sehr viele Rückschlüsse über das Beziehungsmuster ziehen und so zu tiefgreifenden Erkenntnissen kommen.

Und mein letzter Hinweis,

Setze dir eine innere Deadline,

Nur für dich.

Das holt dich aus der Hilflosigkeit zurück in die Selbstbestimmtheit.

Das könnte zum Beispiel so aussehen.

Ich werde dieser Beziehung noch eine Chance einräumen.

Ich schaue,

Ob sich etwas ändert,

Wenn ich aufhöre,

Mich klein und abhängig zu verhalten und anfange für mich einzutreten.

In drei Monaten werde ich eine ehrliche Statusaufnahme machen und neu entscheiden,

Wie ich damit umgehen will.

Das ist ein Unterschied zu Es passiert mir.

Ich wünsche dir dafür von Herzen alle Kraft der Welt.

Und zum Abschluss habe ich noch eine Bitte an dich.

Ich stecke sehr viel Zeit und Energie in den Podcast und den Blog,

Weil es mir sehr wichtig ist,

Dass diese Inhalte den Menschen helfen,

Die das wirklich brauchen,

Dass sie sich erkennen,

Sich verstanden fühlen und neue Wege einschlagen können.

Wir alle brauchen Selbstkompetenz,

Um Selbstwirksamkeit zu entwickeln.

Und ich liebe dieses Lebensprinzip.

Du weißt das.

Mir liegt es also sehr am Herzen und es freut mich daher auch sehr,

Wenn das gesehen und anerkannt wird.

Und wenn du jemanden kennst,

Dem diese Themen aus dem Leben,

Leben,

Lassen Podcast auch helfen könnten oder die Artikel auf Leben-Leben-Lassen.

De,

Wo alle Podcasts nochmal als Artikel vorliegen,

Dann freue ich mich,

Wenn du die Inhalte teilst,

Likst oder was auch immer.

Mir geht es darum,

Die Menschen zu erreichen,

Die genau diese Art von Unterstützung brauchen und für die ich eine Unterstützung sein kann.

Und wenn du mich dabei unterstützt,

Dann freue ich mich umso mehr.

Oft haben Menschen Angst davor,

Etwas zu verändern,

Weil es so schwierig erscheint.

Wenn wir Dinge verändern wollen in unserem Leben,

Dann ist es so,

Als würden wir Tennis lernen und haben das noch nie vorher gespielt.

Es geht erst einmal darum,

So viel wie möglich davon zu verstehen.

Das reicht aber nicht.

Wir müssen raus auf den Platz und anfangen zu üben.

Erst dann machen wir die Erfahrung,

Dass es immer besser und besser gelingt.

So funktioniert nun mal unser Gehirn und das gilt auch für persönliche Veränderungsprozesse.

Du brauchst Training,

Praktisch.

Und am besten,

Du spürst dabei in dich hinein,

Wie das für dich aussieht.

Bist du jemand,

Dem das reicht,

Was ich dir hier an die Hand gebe oder was du aus Büchern und Artikeln und Videos erarbeitet hast,

Um damit selbst zu trainieren?

Oder spürst du,

Dass du vielleicht ein bisschen Rückenwind brauchst,

Dir persönliche Unterstützung und Begleitung wünschst?

Einen Sparringspartner?

Einen Coach?

Dann suche dir diese ganz persönliche Unterstützung,

Wo immer du sie finden kannst und wo es gut für dich passt.

4.8 (128)

Neueste Bewertungen

Marcus

December 17, 2024

Liebe Claudia, ich danke dir für diesen Podcast und die daraus resultierende Erkenntnis. Nicht nur, dass ich über die Beziehung einen Bruch in meiner Karriere habe und jegliche Freundschaften auf Eis liegen, hat meine Partnerin eine extreme Abhängigkeit aufgebaut. Interessant dabei: signalisiere ich, dass die Partnerschaft so nicht weiter funktionieren kann und eine Veränderung notwendig ist, flammt eine ihrer (chronischen) Krankheiten auf, so dass von mir Pflege und Zuwendung eingefordert werden. Dein Podcast zeigt mir erste Impulse, wie ich damit weiter umgehen sollte. Vielen Dank!

Hanni

November 27, 2024

Vielen Dank für diese sehr ausführliche Beleuchtung/Beschreibung. Ich werde mir das noch öfter anhören, damit ich mitschreiben kann. So hilfreich- vielen Dank.

Markos

May 2, 2024

Ziemlich jeder Aspekt fühlt sich irgendwie bekannt an, gleichzeitig denke ich sind dann auch Familien und Beziehung toxischer Natur und ich bleibe als Narzist übrig? Das kann es ja auch nicht sein, oder?

Michaela

September 15, 2023

Sehr gut dargestellt! Danke 👌

Dieter

June 20, 2023

Super anschaulich und einfühlsam erklärt, danke!

Info

July 24, 2022

Sehr konstruktiv und hilfreich!! Danke

Heike

July 4, 2022

Sehr hilf- und aufschlussreich

guest-6625188403791851070

June 22, 2022

Sehr gut beschrieben, ich habe mich und meine zurückliegenden toxischen Beziehungen vollkommen wiedererkannt!

Inna

April 4, 2022

Sehr aufschlussreich, vielen Dank 🙏

Crissy

November 30, 2021

Großartig! DANKE! So gut beschrieben !! Lebensrettend!

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