
Magisch Einschlafen
Fast vergessene tantrische Texte berichten von Körperstellen, die Tore darstellen. Tore, die uns auf fast magisch Weise in die Erfahrung der Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum im Körper sowie ihrer Äquivalente auf der Erde führen. In dieser Meditation tauchen wir ein in diese Orte und gleiten dabei in einen immer tieferen Schlaf.
Transkription
Du hast es dir für diese Meditation,
Bei der ich dich in einem tiefen und erholsamen Schlaf begleiten werde,
Jetzt sicherlich in deinem Bett schon gemütlich gemacht.
Lass dir noch ein bisschen Zeit,
Wenn du sie brauchst,
Bis du eine wirklich ganz perfekte Position gefunden hast,
Wo du das Gefühl hast,
Du brauchst dich jetzt überhaupt nicht mehr zu bewegen.
Sie ist so perfekt und wunderbar,
Wie sie besser nicht sein könnte.
Und dann bring jetzt deine Aufmerksamkeit zunächst mal auf die Kontaktfläche deines Körpers zu deinem Bett.
Vielleicht ist es noch ein bisschen kühl,
Nimm diese Stellen wahr,
Mit denen die Kühle des Bettes dich berührt und sink in die Auflagefläche noch ein bisschen mehr hinein,
So als würdest du von der Schwerkraft nach unten in deine Matratze gesogen werden.
Dann bring deine Aufmerksamkeit in deinen rechten Fuß und in dein rechtes Bein und lass dein ganzes Bein mit dem Fuß noch ein bisschen mehr sinken.
Deinen linken Fuß und dein linkes Bein,
Nimm das einmal ganz von innen wahr und lass es schwer nach unten sinken.
Dein Becken und dein Rumpf,
Noch einmal nimm die Kontaktfläche zum Bett,
Zur Matratze wahr und dann sink auch hier ein bisschen tiefer hinein.
Spür deine rechte Hand und deinen rechten Arm und lass sie schwer nach unten sinken,
Genauso wie deine linke Hand und dein linken Arm,
Einmal schwer loslassen.
Der Kopf an der Stelle,
Wo er dein Kopfkissen berührt,
Nimm diese Kontaktstelle wahr und lass sie ein wenig größer werden.
Den Kopf ein wenig mehr hinein sinken in dein weiches Kopfkissen und dann entspann die Haut in deinem Gesicht.
Stell dir vor,
Dass sie auseinander fließt,
Ganz weich wird.
Die Kopfhaut dehnt sich etwas auseinander,
Jede Haarwurzel entspannt etwas,
Die Muskulatur um deine Augen herum ist ganz weit und weich und der Oberkiefer strebt sanft ein bisschen nach oben zu den Jochbeinen,
So dass Raum im Mund entsteht.
Dann bitte ich dich einmal in die Augenhöhlen hinein zu denken und sie weiter werden zu lassen,
In die Ohren hinein zu gehen mit deiner Aufmerksamkeit und auch hier dir vorstellen,
Wie Raum entsteht.
Und dann geh mit deiner Aufmerksamkeit in deine Achselhöhlen und lass auch hier Raum entstehen und diese Räume lass jetzt noch einmal schwer in deine Unterlage sinken und nun nimm deinen Atem wahr,
Wie er jetzt schon eine ganze Weile ganz sanft durch den Körper fließt und dich mit jedem Ausatmen mehr entspannt.
Folge für einen Moment deinem Einatmen in den Körper,
Wie er deinen ganzen Rumpf und deinen Bauch ausdehnt und wie er im Ausatmen dich entspannt.
Noch einmal im Einatmen wird der Bauch weit,
Mit dem Ausatmen sinkt die Bauchdecke Richtung Unterlage und lässt die Organe ein wenig schwerer Richtung Unterlage sinken,
Um mit dem nächsten Einatmen noch einmal Raum und Weite zu schaffen und ausatmend entspannen.
Und dann lass uns jetzt unsere Reise durch die Elemente des Körpers und dieser wundervollen Erde beginnen.
Bring deine Aufmerksamkeit zum Grübchen am unteren Ende deines Halses,
Dieses kleine Grübchen,
Was links und rechts von den Schlüsselbeinen umrahmt wird.
Deine Aufmerksamkeit und dein Atem tauchen ein in dieses kleine Grübchen.
Erforsche es ein wenig.
Schmiege dich hinein in diesen Ort,
Während der Atem jetzt weiter in das Grübchen hineinfließt.
Denk einmal an deine Knochen.
Stell dir die Knochen deines Körpers vor.
Und der Atem fließt sanft um deine Knochen herum,
Wie der Wind um die Äste von Bäumen.
Stell dir vor,
Wie dein Atem das gleiche ist wie der Wind im Außen.
Und deine Knochen nichts anderes als die Bäume dieser Erde sind.
Dein Atem strömt um deine Knochen herum und du kannst förmlich ahnen,
Wie sich der Baum fühlt,
Wenn er vom Wind gestreichelt wird.
Löse dich von diesem Bild und fließe weiter.
Fließe zu deinem Gaumen,
Zu dem kleinen Zäpfchen,
Das sich in der Mitte deines Gaumensegels befindet.
Es ist nicht ganz leicht,
Sich dort hinzudenken,
Aber wenn du da in der Nähe bist,
Bist du genau richtig.
Und dann für einige Atemzüge lass jetzt hier deinen Atem kreisen und deine Aufmerksamkeit diese Gegend erforschen.
Und während dein Atem jetzt hier weiter fließt,
Stell dir nun deine Körperflüssigkeiten vor.
Dein Blut,
Deine Lymphe,
Der Speichel,
Der wahrscheinlich jetzt schon anfängt zu fließen.
Denke an die Säfte deiner Organe,
Einschließlich der Säfte deiner Sexualorgane und auch an deine Tränenflüssigkeit.
Nimm sie als Flüsse in deinem Körper wahr.
Vielleicht kannst du jetzt fühlen,
Wie dein Blut durch deine Adern strömt,
Genauso wie die Flüsse über diese Erde ziehen.
Stell dir vor,
Dass die Flüsse deines Körpers in direkter Verbindung stehen mit den Flüssen und Seen dieser Erde.
Dein Atem lässt sich tragen vom Blut von den Lymphen und fließt mit ihnen durch deinen Körper.
Und als gäbe es eine magische Verbindung,
Fließen deine Körperflüssigkeiten in die Seen und Flüsse dieser Erde hinein und werden eins mit ihnen.
Die Adern deines Körpers bilden einen Kreislauf mit den Adern dieser Erde.
Es strömt aus dir in die Erde und aus den Seen und Flüssen dieser Erde strömt es zurück in dich hinein.
Dein Atem fließt durch deine Adern und durch die Flüsse dieser Erde,
Als wären sie eins.
Dann löse dich auch jetzt langsam von diesem Bild und fließe zu deinem Bauch,
Zu deinem Bauchnabel und stell dir hier ein warmes,
Wohliges,
Ganz wundervoll temperiertes Feuer vor.
Ein Feuer,
Das dort sanft,
Vielleicht leise knisternd lodert.
Die warmen,
Absolut wohltuenden Flammen erwärmen nicht nur dich,
Sondern auch den Raum um dich herum.
Dieses Feuer in dir ist ein kleines und dennoch perfektes Abbild des Feuers,
Das in der Mitte unserer Erde brennt,
Als Quelle allen Lebens,
Als Quelle des Reichtums dieser Erde.
Atem und Bewusstsein fließen jetzt weiter zu deinem rechten,
Großen Fußsee.
Erforsche hier für einen Moment von innen die Empfindungen,
Die sich auftun,
In dem Moment,
Wo du deine Aufmerksamkeit ganz dorthin fließen lässt,
In deinen rechten,
Großen Fußsee.
Und als hätte das Feuer in dir die Erde und das Wasser in einen anderen Aggregatszustand transformiert.
Tauche hier ein in Prana,
In deine Lebensenergie,
Die hier pulsiert und die die Basis alles Lebens in dir,
Aber auch als allem zugrunde liegende Energie dieser Erde ist.
Tauche hinein in die subtile Empfindung,
Die sich von deinem großen,
Rechten Fußsee ausbreitet,
Ganz zart über den ganzen Fuß,
Den Unterschenkel,
Oberschenkel,
Becken,
Hinunter zum linken Fuß durch das Bein hindurch,
Beginnt alles ganz fein zu kribbeln,
Zu strömen und zu fließen,
Wie zuvor das Wasser,
Nur dass es jetzt noch viel feiner ist,
Ganz zart vibrierend geht es weiter vom Becken den Rumpf nach oben,
Die Arme entlang zu den Händen,
Und den Hals nach oben in den Kopf,
Eine ganz feine Energie durchströmt dich,
Dein ganzer Körper,
Jede Zelle deines Körpers ist durchströmt von einem feinen Pulsieren,
Von einer ganz zarten,
Liebevollen Energie,
Eine Energie,
Die eine sanfte Berührung ist,
Und diese Lebensenergie,
Die so kraftvoll und voller Liebe durch dich strömt,
Durchströmt auch diese Erde,
Ähnlich wie der Wind durch die Äste geweht hat,
Weht jetzt diese zarte Energie in tiefer Liebe für diese Erde und für dich,
Durch jedes Atom in dir,
Wie in dieser Welt.
Deine Aufmerksamkeit und dein Atem fließen jetzt weiter zur Krone deines Kopfes.
Jeder Einatem lässt den Raum in deinem Kopf weiter werden und jeder Ausatem lässt ihn klarer und ruhiger werden.
Die Ausdehnung wird immer weiter und der Raum darin ruhiger.
Nach jedem Einatem ist es Stille,
Die sich mit dem Ausatem vergrößert,
Die am Ende des Ausatems in einem Moment der absoluten Stille sich vollendet.
Und während der Atem jetzt sanft weiter fließt,
Tauche ein in den Moment der absoluten Stille am Ende deines Ausatems.
Dieser kleine Moment ist wie ein Tor,
Wie ein Tor in einen noch viel weiteren offenen Raum,
Der den Atem,
Das Ein und Aus umgibt.
Es ist der Raum,
In dem das Ein und Aus des Atems stattfindet.
Es ist ein Raum des absoluten Friedens.
Ein Frieden,
Der dein Herz berührt.
Ein Frieden,
Der von der Weite zurück in jede Zelle deines Körpers spiegelt und Frieden in jeden Teil deines Körpers hineinleuchten lässt.
So wie deine Knochen die Bäume dieser Erde sind,
Die Adern mit den Flüssigkeiten deines Körpers die Flüsse dieser Erde sind,
Das Feuer,
Das in dir brennt,
Das Abbild des Feuers dieser Erde ist und die Energie,
Die durch jede deiner Zellen fließt,
Die gleiche Energie ist,
Die die Schönheit dieser Erde hervorbringt,
So ist dieser unendlich friedliche Raum nicht nur im Außen,
Sondern in jeder Zelle deines Körpers.
Dein Atem ist der Atem dieser Erde.
Wenn du lächelst,
Lächelt diese Erde.
Und deine Träume sind der Traum der Welt.
Ich wünsche dir gute Träume.
Ich wünsche dir einen tiefen und erholsamen Schlaf.
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