
Wo das wahrhaftige Glück (trotz Corona) zu finden ist — eine Wegbeschreibung
Corona hat uns voll im Griff... Aber Sorgen und Ängste sind Teil unseres Lebens und wir versuchen sie oft zu ignorieren oder mit äußerlichen "Glückserlebnissen" zu überschreiben. Heute erwartet dich nach einem Wissenseinstieg in das Thema "Frei werden vom Leid" eine Meditation, die dich auf dem Weg zu wahrhaftigem Glück in dir begleitet. Bringe dein Leben zum Leuchten! Namasté!
Transkription
Hi,
Hier ist die Juli.
Ich freue mich heute mit dir gemeinsam die Erfahrung der Stille zu machen.
Ich hoffe,
Es geht dir wunderbar und du bist bereit,
Dir für einen Moment eine Auszeit zu nehmen.
Vom Alltag,
Von allem,
Was dich belastet,
Was dir Sorgen macht und allem,
Was dich vielleicht sonst irgendwie aus der Bahn wirft.
Meditation ist der Weg,
Um dein Leben wieder ins Gleichgewicht zu bringen und heute zeige ich dir,
Wie.
Setz dich auf dein Meditationskissen oder einfach auf den Boden.
Mach es dir bequem,
Schließ die Augen.
Nimm wahr,
Wie sich das anfühlt.
Und dann nimm wahr,
Wo du überall Anspannung hast in deinem Körper.
Spür mal in den Kiefer hinein.
Was ist da los?
Spüre in deine Stirn hinein.
Entspanne sie,
Mache sie ganz glatt.
Betzt du die Augen zusammen oder sind sie ganz sanft geschlossen?
Wie sieht es mit deinem Nacken und deinen Schultern aus?
Spür die Schultern nochmal zurück.
Nimm wahr,
Ob das anstrengend ist,
Ob es da Widerstände gibt oder dass es ganz leicht geht.
Und übe dich darin,
Die Dinge so sein zu lassen,
Wie sie sind.
Entspann deinen Bauch.
Lass zu,
Dass der Einatmen den Bauch ein kleines bisschen wirrt.
Der Ausatmen ihn noch mehr entspannt.
Die Hände kannst du als Schale in deinen Schoß legen.
Die rechte Hand ruht in der linken.
Die Daumen berühren sich dabei.
Oft suchen wir das Glück im Außen.
Unsere Sinne verleiten uns dazu,
Befriedigung im Außen zu finden.
Aber wenn du dich einmal ganz genau beobachtest,
Merkst du,
Dass Zufriedenheit nicht durch die Befriedigung deiner Sinne kommt oder deines Willens,
Sondern echtes Glück ist oft einfach da,
Ohne dass du groß etwas dafür getan hast.
Und wenn du diesen Zustand kennst,
Wenn du ihn schon einmal bei dir beobachtet hast,
Irgendwann im Alltag,
Dann kannst du ihn immer wieder erfahren,
Denn es ist dein natürlicher Seinszustand.
Und ein anderes Wort für Glück,
So sagt man im Buddhismus,
Ist die Stille.
Denn in dieser Stille erfährst du alles,
Was du brauchst zum glücklich sein.
Es ist das Loslassen des Leidens,
Das Ende des Leidens.
Denn all die Gedanken,
Die wir haben,
Egal in welcher Ausprägung,
Ob du sie als positiv oder negativ empfindest,
Führen häufig irgendwann zu Leiden,
Weil du etwas nicht haben magst,
Dich dagegen wehrst oder weil du etwas nicht loslassen möchtest,
Weil du es am liebsten für immer so beibehalten wollen würdest,
Wie es ist.
Oder immer mehr von einem Zustand,
Einer Qualität in deinem Leben verwirklichen magst.
Es ist also die Angst des Verlustes,
Die uns Leid zufügt,
Die Angst nicht genug zu haben oder zu bekommen oder das Festhalten an Dingen,
Menschen oder Situationen.
Im Grunde hat nur eines Bestand und das ist der Wandel.
Die Erfahrung hast du sicher schon gemacht.
Irgendwann hat sich auch die schrecklichste Situation,
In der du dich befunden hast,
Wieder gewandelt,
Wieder verändert.
Und so ist es mit allem im Leben.
Alles ist permanent in Bewegung und im Wandel.
Jedes Atom,
Die kleinste Einheit in diesem Universum.
Das Problem ist,
Dass wir kontrollieren wollen.
Wir wollen unseren Körper kontrollieren,
Unser Denken,
Unsere Gefühle sogar,
Den Zustand,
Der da ist.
Die Wahrheit ist,
Dass Kontrolle dich nicht weiterbringt,
Sondern nur Kampf bedeutet.
Kampf,
Sich gegen die Strömung zu stellen.
Kampf,
Sich gegen den natürlichen Lauf der Dinge zu stellen.
Wo immer wir im Leben Widerstand bemerken,
Sollte uns klar sein,
Dass dann etwas falsch läuft.
Wo immer zu viel Energie von dir abgeht,
Weil du etwas nicht so haben willst,
Wie es gerade ist oder weil du dir Sorgen machst über etwas,
Was noch gar nicht da ist oder du krampfhaft an etwas festhältst,
Bist du im Widerstand.
Und dann wirst du die Situation nicht zum Positiven für dich verändern,
Sondern genau das,
Wovor du Angst hast,
Noch vergrößern.
Das Geheimnis ist nicht das Bekämpfen,
Denn alles,
Was man bekämpft,
Das wächst.
Das Geheimnis ist,
Die Dinge da sein zu lassen,
Die Dinge so sein zu lassen.
Finde in der Stille einen Zugang in dein Inneres,
Um dir anzuschauen,
Was da gerade so in dir arbeitet und warum da gerade ein Widerstand ist.
Das heißt nicht,
Dass du analysieren sollst oder dein Denkapparat nach irgendeiner Lösung suchen soll.
Im Gegenteil,
Entspannung ist der Schlüssel.
Denn erst in dieser Entspannung gelangst du in eine Bewusstseinsebene,
Die dir Zugang zu deiner inneren Stille gibt,
Einer Stille,
Die dir auch Zugang zu Inspiration und Kreativität ist und zu einem Gefühl von absoluter Zufriedenheit,
Von absolutem Annehmen von dem,
Was ist.
Kontrolliere noch einmal,
Ob dein Bauch noch locker ist.
Lass die Worte,
Die du gerade gehört hast,
Einen Moment sacken.
Und dann nimm wahr,
Was in dir drinnen gerade vor sich geht.
Sind da noch Gedanken?
Sind da Gefühle,
Die dich ablenken,
Die dich innerlich in Bewegung halten,
Sodass du nicht in diese Stille hineinfinden kannst?
Das Wichtige ist,
Lass sie da sein.
Wenn ein großer Kloß in dir drin ist,
Eine große Angst,
Tiefe Trauer oder ein anderer Zustand,
Den du nicht als angenehm beschreiben würdest,
Lass ihn da sein.
Spüre in ihn hinein.
Lass von aller Erwartung los.
Du willst das Gefühl nicht weghaben,
Du willst es nicht anders haben.
Du hältst es mit ihm aus.
Du lädst es ein,
Da zu sein und so lange zu verweilen,
Wie es mag.
Als seist du ein guter Gastgeber.
Gehe immer wieder zu deinem Atem zurück.
Beobachte,
Was in dir vor sich geht.
Fühle,
Fühle dich hinein.
Dein Ego will das Denken anschalten,
Will die Lösung vorstellen.
Aber dein Ego bringt dich nicht weiter.
Bleib im Fühlen.
Was wäre,
Wenn dieses Gefühl wirklich nur ein Freund ist,
Der zu Besuch ist?
Wenn es nichts Reales ist,
Sondern einfach nur ein vorübergehender Zustand,
Der dich besucht und bereit ist,
Wenn er lang genug gesehen wurde,
Beachtet wurde,
Wieder zu gehen.
Trotzdem erwarte nicht,
Dass er jetzt geht.
Nun halte die Tür offen.
Lade das Gefühl ein,
So lang zu bleiben,
Wie es möchte.
Vielleicht stellt sich nach und nach eine Veränderung ein.
Vielleicht spürst du,
Dass du ruhiger wirst,
Dass du innerlich entspannst und da mehr Frieden in dir auftaucht.
Wenn das noch nicht der Fall ist,
Dann drücke kurz auf Pause und verweile so lange in diesem Zustand,
Bis du merkst,
Dass sich innerlich ein Knoten löst,
Dass dieses Gefühl bereit ist zu gehen.
Dann genieße diese Stille in dir.
Stille,
Weite,
Unendliche Weite ist,
Was sich in dieser Stille befindet.
Du spürst,
Wie diese Weite,
Dieser Raum,
Diese Unendlichkeit in dir,
Dir Kraft geben.
Wie dieser Zustand der Entspannung dir Kraft gibt.
Für deinen Alltag,
Ohne dass du dir jetzt vorstellst,
Wie das aussehen kann,
Du bleibst einfach in diesem Zustand.
Je häufiger es dir gelingt,
In diese Stille zu finden,
Desto harmonischer und leichter und freudvoller wird sich dein Leben anfühlen.
Denn den Halt,
Das Glück und den Frieden,
Den du auf dem Außen suchst,
Hast du immer bei dir,
Deinem Inneren.
Vertiefe nun den Atem.
Hol die Schultern einmal zurück.
Nimm die Hände vor dein Herz,
Die Handflächen aneinandergelegt ins Anjali-Mutra.
Schicke einen guten Wunsch hinaus in die Welt.
Und wenn du möchtest,
Dann verbeuge dich vor dir selbst,
Dieser unendlichen Stille in dir.
Ich lege dich dann nach oben auf und öffne wann immer du möchtest die Augen.
Ich wünsche dir einen friedvollen Tag,
Dein Juli vom Entfaltungsatelier.
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