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MBSR Bergmeditation - inspiriert von Jon Kabat-Zinn

by Jana Willms

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4.7
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Aktivität
Meditation
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Erfahrene
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In der MBSR Bergmeditation kann dich die Metapher eines sanft ruhenden Berges dabei unterstützen, innere Balance und Gelassenheit angesichts der allgegenwärtigen Veränderungen in dir und in der Welt zu kultivieren. Dabei verkörpert der Berg mit seinem soliden Gestein einerseits Festigkeit und Stabilität und gleichzeitig tiefe Lebendigkeit, denn die kleinsten Teilchen seiner Materie sind immer in Bewegung. Die Meditation endet mit einigen Minuten der Stille und einem abschließenden Gong.

Transkription

Bergmeditation.

Und für diese Übung,

Da kann es unterstützend sein,

Wenn du dich in einer sitzenden Haltung niederlässt.

Vielleicht auf einem Stuhl oder Bänkchen oder deinem Meditationskissen.

Der Rücken so auf eine bequeme Weise aufgerichtet.

Vielleicht frei oder auch angelehnt.

Die Hände auf den Oberschenkeln oder auch im Schoß.

Vielleicht auch mit einem kleinen Kissen unterlagert.

Und erlaub dir erstmal Zeit,

Um anzukommen hier in deiner Haltung.

Aufrecht und gleichzeitig bequem.

Und spüren,

Wie der Körper auf der Unterlage geruht und gehalten ist und unterstützt.

Die Wirbelsäule aufgerichtet und Wachheit verkörpernd.

Der Brustkorb sanft geöffnet,

Vielleicht indem die Schultern noch ein kleines bisschen nach hinten und unten sinken dürfen.

Aufrecht und gleichzeitig entspannt.

Und vielleicht gibt es irgendwo im Körper Spannung,

Die du jetzt spürst.

Das kann gut sein.

Dann kannst du etwas extra Sanftheit dorthin bringen und so spüren,

Ob sich die Spannung vielleicht lösen möchte.

Auf eine natürliche Weise jetzt hier so im Körper ruhen mit der Aufmerksamkeit.

Und vielleicht spürst du dabei auch,

Wie der Körper lebendig ist und atmet.

Ganz von alleine.

Dieses sanfte Kommen und Gehen der Luft fühlen.

Hier sein und den ganzen atmenden Körper fühlen.

Vielleicht mit dem Ausatmen noch ein bisschen mehr Gewicht der Erde anvertrauen und dich tragen lassen.

Und fühl mal,

Wie das jetzt so möglich ist.

Und dann fühl mal die Höhen des Körpers.

Die Haut,

Die Kleidung und auch den Körperinnenraum.

Mit einem ganzen Universum an Empfindungen.

Und manche sind vielleicht deutlich,

Andere sind sehr zart.

Vielleicht gibt es Bereiche,

Wo es keine Empfindung zu geben scheint.

Das kann auch sein.

Und so mit Sanftheit wahrnehmen,

Wie sie sich wandeln und verändern,

Diese Körperempfindung.

Wie das Leben durch dich hindurch fließt jetzt.

Und in dieser Übung lade ich dich ein,

Dich überraschen zu lassen.

Überraschen zu lassen,

Was sich im Feld deiner Vorstellung zeigen möchte.

Und es ist gut zu wissen,

Es gibt keine falschen Erfahrungen.

Wir können das einfach mit Achtsamkeit bemerken,

Was sich zeigt.

Und dich öffnen für die Vorstellung eines Berges.

Vielleicht einen Berg,

Den du kennst oder den du schon mal auf einem Foto gesehen hast.

Vielleicht auch ein Berg aus deiner Fantasie oder eine Mischung.

Was möchte sich zeigen?

Und wenn sich etwas zeigt,

Dann so innerlich lebendig werden lassen.

Wie sieht dieser Berg aus?

Vielleicht hat er einen hohen Gipfel.

Vielleicht hat er steile Flanken oder sanft abfallende Flanken.

Eine weite Basis.

Und achte mal drauf,

Wie massiv dieser Berg ist.

Wie er im Gestein der Erdkruste ruht.

Still und präsent und unerschütterlich.

Und auch wahrnehmen,

Wie einzigartig seine Gestalt ist.

Seine Form,

Seine Schönheit.

Vielleicht hat er einen hohen Gipfel oder mehrere.

Vielleicht ist da oben Schnee.

Die Hänge vielleicht bewaldet.

Vielleicht hat er auch keine Spitze.

Vielleicht ist es eher so ein hohes Plateau.

Und es können auch andere Sinne beteiligt sein.

In dieser Vorstellung des Berges.

Vielleicht merkst du,

Da gehören Geräusche dazu.

Vielleicht Wind oder Blätter,

Die so rascheln oder Tierstimmen.

Vielleicht auch Gerüche,

Die dazugehören.

Vielleicht so eine frische oder ein erdiger Geruch oder waldig.

Das so mit allen Sinnen,

So wie es sich gerade zeigt,

Lebendig werden lassen.

Und hier sitzen und atmen mit diesem Berg.

Ihn wahrnehmen und dir auch bewusst werden,

Welche Eigenschaften ihn auszeichnen.

Ruhige,

Freundliche Präsenz,

Wachheit,

Schütterlichkeit.

Und auf den ersten Blick,

Da mag sein Gestein solide und fest sein.

Aber wenn wir tiefer schauen,

Tiefer fühlen,

Dann gibt es auch hier ständigen Wandel.

Kleinste Teilchen der Materie sind immer in Bewegung.

Und dann möchte ich zu einem kleinen Experiment einladen.

Raum zu geben für die Vorstellung,

Dass dein Körper und dieser Berg eins werden.

Dass der Oberkörper diesen aufragenden Gipfel oder das hohe Plateau bildet.

Schultern und Arme,

Die bilden die Bergflanken.

Gesäß,

Beine und Füße,

Die bilden die stabile Basis,

Die auf der Unterlage ruht.

Gut geerdet und gleichzeitig mit dem Oberkörper würdevoll und wach nach oben wachsen,

Zum Himmel.

Und dir so vorstellen,

Dass du zu diesem Berg wirst.

Dass du die Qualitäten des Bergs einverkörperst.

Dass du in deiner Mitte ruhst und verkörperst und ausstrahlst,

Was du jenseits von Worten oder Gedanken oder Gefühlen bist.

Geerdet,

Wach,

Ruhig und auf freundliche Weise präsent.

Und was macht das,

Wenn du dieser Möglichkeit Raum gibst in dir?

Was resoniert?

Was geschieht vielleicht im Körper,

Im Geist und vielleicht auch mit deiner Stimmung?

Der Berg ist einfach da und präsent,

Während die Sonne am Tag über den Himmel wandert.

Und sich Licht und Schatten ständig wandeln,

Genauso wie die Farben,

Die sich ändern.

Und auch das Wetter wandert sich von Moment zu Moment.

Und der Berg ist ruhig und präsent,

Anwesend inmitten all dieser Veränderungen um ihn herum.

Er erlebt,

Wie sich die Jahreszeiten wandeln.

Im Sommer gibt es keinen Schnee,

Außer vielleicht oben auf der Spitze oder irgendwo im Schatten.

Im Herbst vielleicht ein Mantel leuchtender Farben,

Der den Berg bedeckt.

Im Winter gibt es Schnee und Eis und dann kommt der Frühling.

Und vielleicht gibt es Blumen auf den Bergwiesen und Schmelzwasser,

Was so ins Tal rauscht.

Und in allen Jahreszeiten ist dieser Berg manchmal eingehüllt von Wolken oder von Nebel.

Manchmal toben Stürme um ihn herum.

Und der Berg ruht inmitten von all dem,

Wissend,

Dass all diese Wetterlagen dazu gehören und auch vergänglich sind.

Und wenn wir so sitzen,

Dann kann uns die Vorstellung des Berges unterstützen,

Diese gleiche,

Unerschütterliche Stille und freundliche Präsenz inmitten der Veränderungen zu kultivieren,

Die wir erleben.

Wir alle erleben helle Zeiten und dunkle Zeiten.

Lebendige Farben und Grau in Grau,

Kleine Stürme,

Größere Stürme in der Meditation und auch in unserem Leben und in der Welt natürlich.

Und diese achtsame Präsenz,

Die kann uns helfen,

Ruhig und würdevoll durch Zeiten von Schmerz oder Kummer zu gehen.

Und sie kann uns auch helfen,

Momente der Freude und des Glücks von ganzem Herzen zu genießen,

Wenn sie vorbeikommen.

Und vielleicht erkennen wir,

Dass das Wetter unseres Lebens vielleicht gar nicht so persönlich ist,

Wie wir oft denken.

Dass es einfach dazu gehört zu diesem menschlichen Dasein und sich auch ständig wandelt.

Und so hier sitzen,

Wie ein Berg,

Ruhig und würdevoll und auf eine freundliche,

Großzügige und manchmal auch mutige Weise,

Präsent mit jedem Wetter.

4.7 (33)

Neueste Bewertungen

Anousha

February 3, 2026

Das war toll! Danke. Auch für den Moment der Stille am Ende und den schönen Gong.

Antja

August 2, 2025

Danke liebe Jana, auch diese wunderbar sanft angeleitete Bergmediration ist mir eine Freude,besonders morgens, Antja

Hanna

December 23, 2024

Ich danke Dir für diese wertvolle Meditation! Sie wird mich weiterhin begleiten. Liebe Grüße Hanna

Maren

December 21, 2023

Danke Jana Es hat sich tatsächlich etwas geöffnet und geweitet in mir

Meike

November 26, 2023

Vielen Dank, ich bin in eine wundervolle Ruhe gekommen, toll!

Hannes

October 17, 2023

Danke Dir...Namaste...🙏

Alexa

March 4, 2023

Wunderschön, wie immer 🙂Danke, liebe Jana!

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