
Für schwierige Zeiten
Ohne, dass ich sie näher definieren möchte: Es gibt diese besonderen Zeiten — besonders herausfordernd —, in denen wir alle jemanden bräuchten, der uns an die Hand nimmt, und mit einem weisen Rat zur Seite steht. In dieser Meditation wirst du ihn finden. Denn sie ist genau für dich, und deine schwierigen Zeiten.
Transkription
Diese Meditation heute ist speziell für schwierige Zeiten mit sagen wir mal ganz besonderen Emotionen.
Ich sage dir jedoch vorab,
Es muss nicht funktionieren und vielleicht empfindest du es auch als vollkommenen Bullshit,
Wenn du dir das jetzt anhörst.
Aber du hast nichts zu verlieren,
Also lass dich einfach darauf ein.
Ich bin Dani von Evakuera und siehe mich heute als Gastgeberin in dieser Meditation.
Ich möchte diese schwierigen Zeiten auch nicht näher definieren,
Da sie so verschieden sein können und jeder sie anders erlebt.
Ich möchte nur eines dazu sagen,
Wenn diese Meditation vielleicht nichts für dich ist.
Es kann helfen,
Doch manchmal sind Emotionen so herausfordernd,
Dass es gar nicht so ratsam wäre,
Sich in der Stelle hinzusetzen,
Hineinzuspüren und auch zu reflektieren.
Als Beispiel habe ich eine Zeit nach der OP meiner Tochter,
Letztes Jahr,
Als sie circa zehn Wochen alt war und ich an ihrem Bett saß und sie nach dieser OP nicht mehr von alleine atmen wollte.
Und es wäre extrem kontraproduktiv gewesen,
Wenn ich mich dann noch mit diesem sagen wir mal erschlagenen Gefühl auseinandergesetzt hätte.
Ich weiß noch,
Dass ich dachte,
Wenn jetzt noch irgendjemand mich fragt,
Wie es mir geht,
Dann breche ich zusammen.
Denn da ging es akut in der Situation erst einmal darum zu funktionieren,
Bei Clara zu sein und auch den Tag zu überleben und das ging nur,
Indem ich mich irgendwie betäubt habe.
Ich stand quasi vor so einer Wand von Emotionen,
Die mich nahezu erschlagen hat und ich konnte sie gar nicht näher definieren.
Mich hinzusetzen und sie zu reflektieren wäre nicht gut gewesen in dem Moment.
Unser Körper macht es automatisch,
Unser Geist macht es automatisch,
Dass wir in ganz bestimmten Situationen,
Die wir nicht meistern können,
So eine Art Schutzschild haben.
Wir können immer noch später aus einer Situation heraus,
In der wir uns sicher und geborgen fühlen,
Uns mit den Emotionen auseinandersetzen.
Aber nicht in der akuten Situation.
Also wenn ich von schwierigen Zeiten rede,
Dann nicht von den erschlagenden,
Sondern von allen anderen,
Die es ja allerdings auch noch zur Genüge gibt.
Ich möchte,
Dass du dich irgendwo an einem Ort hinsetzt oder hinlegst,
An dem es dir besonders gut geht und an dem dich keiner ablenkt.
Und ich möchte,
Dass du es dir hier bequem machst.
Du musst nicht unbedingt irgendeine Position einnehmen,
Nur weil es eine Meditationsposition ist,
Sondern wähle die Position,
In der du vollkommen abschalten kannst.
Und dann schließe deine Augen und dann konzentriere dich für einen Moment auf deine Atmung.
Und ich möchte dir gar keinen Atemrhythmus vorgeben.
Beobachte einfach deine Atmung,
Wie du einatmest und ausatmest.
Vielleicht ist die Einatmung länger als die Ausatmung oder die Ausatmung länger als die Einatmung.
Vielleicht kannst du auch mit der Zeit,
Während du einfach deine Konzentration auf deine Atmung hältst,
Deine Atmung ein klein wenig ganz natürlich,
Auf eine einfache Art und Weise gleichmäßiger werden lassen.
Doch erzwinge nichts.
Beobachte deine natürliche Atmung.
Dann von deiner Atmung richte dein Fokus auf deinen Körper.
Wie fühlt sich dein Körper momentan an?
Und was kannst du an Emotionen erkennen?
Was kannst du wahrnehmen?
Was ist da,
Was ist belastend und wie nimmt es dich ein?
Auf emotionaler Ebene,
Physischer Ebene,
Also auf körperlicher Ebene,
Aber auch auf geistiger Ebene.
Einfach nur beobachten.
Und jetzt denke mal an eine Person,
Zu der du aufschaust,
Die du bewunderst und von der du glaubst,
Dass sie mit solchen schwierigen Situationen sehr gut umgehen könnte.
Das kann jemand sein,
Den es in deinem Umfeld tatsächlich gibt.
Es kann aber auch Buddha,
Jesus oder Gandhi sein,
Wer auch immer.
Such dir eine Person aus,
Von der du glaubst,
Dass sie mit dieser Situation umgehen könnte und auch gut umgehen könnte.
Und dann stell dir vor deinem inneren Auge vor,
Dass diese Person jetzt an deiner Tür klopft.
Und du aufstehst und damit auch einen Moment die Situation mit all der Schwere und ihren Emotionen verlässt.
Du zur Tür gehst und dieser Person Eintritt gewährst.
Und diese Person kommt in den Raum und schaut dich an,
Mitfühlend.
Und fragt dich mitfühlend,
Mit einem liebevollen Blick,
Ob du in etwa einen schwierigen Tag hättest und ob du gerade was besonderes schultern musst.
Und mitfühlend und helfen wollend,
Wie diese Person nun mal ist,
Macht sie dir einen Vorschlag.
Sie bietet dir freundlicherweise und mit einem Blick voller Güte an,
Dass sie für einen Moment bereit ist,
Deinen Körper zu übernehmen und damit deine Last mit allen deinen Gefühlen und Gedanken.
Sie möchte dir zeigen,
Wie sie mit dieser Situation umgehen würde und du nimmst das dankend an.
Und vielleicht stellst du dir bildlich vor,
Wie diese Person,
Wie in dem Film Ghost Nachricht von Sam,
In deinen Körper steigt und bereit ist,
Die Kontrolle,
Das Handeln hier zu übernehmen.
Und jetzt möchte ich,
Dass du in die Beobachterposition wechselst.
Und was nimmst du nun wahr?
Wie verändert sich deine Körperhaltung?
Wie verändert sich dein Gefühl?
Vielleicht sogar deine Atmung?
Wie würde diese Person sich verhalten?
Wie tut sie das im Moment in dir?
Was würde die Person sagen oder eben auch nicht?
Wie würde sie mit den Gefühlen umgehen?
Wie würde sie sie äußern oder auch nicht?
Was würde sie sich vornehmen und was auch nicht?
Was würde sie tun?
Und jetzt,
Nach einem kurzen Moment in deinem Körper,
Ist die Person bereit,
Ihn wieder zu verlassen und steht jetzt wieder vor dir und vermittelt dir voller Vertrauen in dich,
Dass du jetzt selbst damit gut umgehen kannst.
Und du spürst in deinem Körper und nimmst wahr,
Was von dieser Person zurückgeblieben ist.
Etwas,
Was dich in die für dich richtige Richtung zieht.
Etwas,
Was sich gut anfühlt.
Was sich in dir verändert hat.
Und du begleitest deinen Gast noch zur Tür.
Doch bevor sie geht und sich verabschiedet,
Greift sie noch in ihre Tasche und übergibt dir ein kleines Geschenk.
Und es ist genau das,
Was du gebrauchen kannst.
Du wirst wissen,
Was es ist.
Selbstvertrauen,
Vertrauen,
Stärke,
Halt,
Zuversicht,
Zuneigung,
Trost,
Was auch immer.
Und du nimmst es dankend an.
Und bevor ihr auseinander geht,
Liegt diese Person noch einmal kurzgütig und dir zugeneigt und vor allem heilsam die Hand auf den Arm,
Auf die Schulter.
Und ganz leise flüstert sie dir etwas zu.
Sie gibt dir den Rat,
Den du jetzt gebrauchen kannst.
Und dankbar und voller Respekt verabschiedest du dich.
Und du kommst zurück in deinen Körper,
In den Raum,
In dem du liegst,
Mit deinem Geschenk bei dir.
Und du öffnest deine Augen.
Was ich dir noch ganz zum Schluss mitgeben möchte,
Ist das Besondere an dieser Meditation.
Denn alles,
Was du hier an Weisheit und Wissen erlangt hast oder erlangen kannst,
Kommt einzig und alleine aus dir selbst heraus.
Im Buddhismus spricht man hier von der Buddhanatur,
Die in uns allen liegt und die davon ausgeht,
Dass wir von außen keinen Heilsbringer brauchen,
Sondern jede Antwort in uns selbst verborgen liegt.
Wir müssen sie nur finden.
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