
Verwandle deinen inneren Kritiker
Das ist eine Übung, die dir helfen kann, deinen inneren Kritiker etwas näher kennenzulernen und dadurch Frieden zu schließen. Zunächst beginnen wir mit einer Einführung und Erklärung zur Entstehung des Kritikers, die dir helfen kann, einen Perspektivenwechsel im Umgang mit dem inneren Kritiker vorzunehmen. Anschließend folgt eine kurze Übung.
Transkription
Hallo und schön,
Dass du da bist.
Mein Name ist Heldina und das ist eine Übung,
Die dir helfen kann,
Deinen inneren Kritiker etwas näher kennenzulernen und dadurch etwas Frieden zu schließen.
Kennst du die Situation,
In denen du vielleicht ein neues Projekt oder einen neuen Job startest und plötzlich wird die bekannte Stimme in deinem Kopf immer lauter,
Die dir einredet,
Was machst du da eigentlich,
Du kannst das doch gar nicht oder du bist nicht gut genug.
Oder vielleicht der Antreiber,
Der dir vermittelt,
Du bist nur gut,
Wenn du hart arbeitest,
Wenn du immer mindestens 100% gibst und dann findest du dich vielleicht abends lethargisch auf der Couch mit Bier oder Schokolade vor der Glotze hocken,
Weil du einfach nicht mehr kannst.
Die Kritiker sind da,
Um uns zu zeigen,
Wo wir noch nicht gut genug sind und sie können unseren Alltag wirklich sehr erschweren.
Sie untergraben unser Selbstbewusstsein,
Reden uns ständig Selbstzweifel ein und nehmen uns somit Lebensfreude und Leichtigkeit.
Und ich wette mit dir,
Du hast auch schon versucht,
Mit ihm zu diskutieren und ihn zu ignorieren oder vielleicht ins Klo zu spülen oder was es sonst noch so für Tipps gibt und wahrscheinlich hast du festgestellt,
Er geht so nicht weg.
Stattdessen kostet dieser innere Kampf und dieses immer wieder neu versuchen,
Ihn irgendwie wegzubekommen,
Kraft und Energie und meistens wird die Stimme dadurch noch lauter.
Ich lade dich hier zu einem Perspektivwechsel ein und das kann ein wirklicher Game Changer im Umgang mit dem inneren Kritiker sein.
Du kannst deinen Kritiker sogar zu deinem inneren Unterstützer machen.
Auch wenn es manchmal kaum vorstellbar ist,
Dein Kritiker arbeitet für dich.
Das,
Was er tut,
Ist in deinem Interesse.
Das Problem ist,
Er steckt in der Vergangenheit fest.
Der Kritiker sowie alle inneren Persönlichkeitsanteile sind irgendwann mal aus einem guten Grund entstanden,
Also sie waren eine Bewältigungsstrategie.
Ich lade dich hier zu einem Gedankenexperiment ein.
Stell dir vor,
Da ist ein 8-jähriger Junge und er kommt von der Schule mit Hausaufgaben und bittet seinen Vater um Hilfe,
Weil er es einfach nicht versteht.
Es ist diese fiese Matheübung und alle in der Klasse scheinen es irgendwie verstanden zu haben.
Der Junge konnte allerdings schon seit einiger Zeit nicht mehr folgen und so sitzt er da mit dem Vater am Küchentisch mit seinen Hausaufgaben in der Hoffnung,
Dass der Vater ihm Abhilfe erschafft und ihm hilft,
Ihm das erklärt.
Doch was passiert?
Der Junge wird vom Vater geschimpft,
Weil er nicht gut rechnen kann.
Er sagt Sätze wie,
Das gibt es doch nicht,
Dass du das nicht verstehst,
Das ist wirklich ganz einfach,
Hör besser zu im Unterricht.
Was passiert?
Der 8-jährige Junge wird tief gekränkt und glaubt,
Er ist dumm.
Und es entsteht ein Teil in dem Jungen,
Wie eine Wunde,
Die tief verletzt ist und er würde sich am liebsten zurückziehen.
Gleichzeitig entwickelt der Junge einen Teil,
Der ihm Orientierung in dieser Welt gibt,
Der zu ihm sagt,
Du bist dumm,
Also musst du dich anstrengen,
Koste es,
Was es wolle.
Und jetzt meine Frage an dich.
Was meinst du,
Welcher Teil ist nützlicher für diesen Jungen?
Was ist die bessere Strategie in diesem Moment?
Wahrscheinlich ist es der innere Kritiker.
Er sorgt dafür,
Dass der Junge durch sein Leben kommt,
Weil seine Umstände kann man als Kind kaum verändern.
Das ist die Geschichte des Jungen.
Und wenn du das heute hörst,
Bist du vermutlich kein Junge,
Sondern du bist Erwachsen.
Du kannst sehr wohl etwas ändern und hast ganz andere Ressourcen zur Hand.
Das heißt,
Es ist eine gute Gelegenheit,
Deine inneren Kritiker zu entlasten.
Und genau das ist der Perspektivwechsel.
Mit dem inneren Kritiker in einen freundlichen und interessierten Kontakt zu treten und mehr von ihm zu erfahren.
Du kannst erfahren,
Wodurch er entstanden ist,
Wie beim Jungen oder was seine Aufgabe heute ist.
Denn auch heute hat er wichtige Aufgaben.
Und wenn du eine vertrauensvolle Beziehung zu ihm aufbaust,
Dann ist es dir vielleicht sogar möglich,
Ihm eine neue Aufgabe zuzuteilen.
Eine,
Die dir wirklich,
Wirklich sinnvoll erscheint.
So ist es bei mir zum Beispiel so,
Dass mein innerer Kritiker zu meinem inneren Qualitätsmanager geworden ist,
Der immer prüft,
Ob das,
Was ich mache,
Auch richtig ist und ob das gut ist.
Wenn du Lust hast,
Dann lade ich dich hier zu einer kleinen Übung ein.
Du kannst sie auch gerne öfter durchführen.
Weil mit unseren inneren Anteilen ist es so wie mit Menschen.
Wir treffen sie,
Dann sind sie uns vielleicht sympathisch oder unsympathisch,
Aber wir brauchen Zeit,
Um eine Beziehung aufzubauen und so ist es eben auch mit diesen Kritikern.
Der erste Teil der Übung ist eine Achtsamkeitsübung,
Um die Qualität dieses freundlichen Gewahrseins zu erlangen.
Das ist der Ort des Wohlwollens und dieses akzeptierenden Beobachters.
Also wenn du während dem zweiten Teil der Übung merkst,
Dass du wertest oder dass du etwas anderes haben möchtest,
Dann geh zurück zu deinem Anker,
Den wir zu Beginn der Übung benennen und stärke deine Achtsamkeit.
Lass uns beginnen.
Jetzt komm in die Stille und nimm ein paar tiefe Atemzüge.
Einatmen und wieder ausatmen.
Fühle dich wie zu Hause in diesem Moment und der bewusste Atem kann hilfreich sein,
Um zurück in den Moment zu kommen.
Einatmen,
Die Lunge füllen,
Ausatmen und spüren,
Wie der Körper loslässt.
Dem Atem erlauben,
In seinem natürlichen Rhythmus zu fließen und such dir eine Stelle im Körper,
An denen du deinen Atem am deutlichsten wahrnehmen kannst.
Das können die Nasenflügel sein,
Der Brustkorb,
Wie er sich hebt und senkt,
Die Oberlippe,
Dieser kleine Raum unter der Nase.
Und wenn der Atem für dich kein guter Anker ist,
Dann such dir einfach eine kleine Stelle in deinem Körper,
Der sich für dich gut anfühlt und verweile dort für einige Momente.
Du kannst während der Übung jederzeit zu diesem Ort zurückkehren,
Wenn es sich für dich zu viel anfühlt oder du merkst,
Dass du abschweifst.
Und jetzt stell dir vor deinem inneren Auge eine Situation mit deinem inneren Kritiker vor,
Die du kennst.
Eine Situation,
Die dich fordert,
Aber nicht überfordert.
Also schau,
Dass du in der Position des Beobachters bleiben kannst.
Wie in einem Kino.
Und wer ist in dieser Situation?
Wer ist dabei?
Wo befindest du dich?
Was wird gesprochen?
Und schau mal,
Was der Kritiker jetzt sagt.
Und wie nimmst du ihn wahr?
Lass das wirklich körperlich passieren.
Wo in deinem Körper kannst du ihn wahrnehmen?
Merkst du,
Dass sich deine Hände zusammenziehen,
Zu Fäusten?
Merkst du Anspannung in den Schultern,
Im Nacken?
Wie macht er sich bemerkbar?
Und nimm auch wahr,
Was für Gefühle aufkommen.
Wut,
Taubheit.
Schau mal,
Wo im Körper.
Vielleicht ist der Kritiker auch außerhalb deines Körpers und nimmt da Gestalt an.
Und lass deine Fantasie hier wirklich freien Lauf,
Das ist hier keine logische,
Kognitive Aufgabe.
Schau,
Was entsteht in dir,
Wenn du dir diese Fragen stellst.
Welche Glaubenssätze tauchen auf?
Schau einfach nur hin und nimm wahr.
Und jetzt schau mal,
Ob du das in einem Raum der Akzeptanz und des Wohlwollens da sein lassen kannst.
Also,
Ob du in der Position des Beobachters bist,
Im Bewusstsein,
Dass auch dieser Teil in dir aus einem guten Grund entstanden ist und wir ihm Raum geben,
Um ihn näher kennen zu lernen.
Und schau mal,
Welches Bild des inneren Kritikers jetzt in dir entsteht.
Und du kannst deinen inneren Kritiker fragen,
Wie er denn heißt,
Was ist sein Name?
Und jetzt schau mal,
Ob er dich wahrnimmt.
Merkt er,
Dass du ihn gerade wahrnimmst?
Und wie ist das für ihn,
Wenn er so viel Aufmerksamkeit bekommt?
Schaut er dich an,
Schaut er weg?
Und wenn du das Gefühl hast,
Dass der Teil Vertrauen zu dir gefasst hat oder in Kontakt mit dir ist,
Dann kannst du ihn fragen,
Was denn seine Aufgabe ist.
Oder was würde passieren,
Wenn er nicht so hart arbeiten würde?
Und schau mal,
Ob es dir möglich ist,
Diese Aufgabe anzuerkennen,
Ohne Wertung,
Also wirklich in der Position des freundlichen Beobachters bleiben.
Und solange bist du mit deinem inneren Kritiker wohlwollend,
Mit dem Wissen,
Dass er hart für dich gearbeitet hat,
Hart dafür gesorgt hat,
Dass du in dieser Welt gut auskommst,
Schau mal,
Ob du das an dieser Stelle würdigen kannst.
Vielleicht hat er auch eine Geschichte für dich.
Du kannst diesen Teil fragen,
Ob es etwas gibt,
Was er dich wissen lassen möchte oder ob er etwas von dir braucht.
Und wenn du merkst,
Dass diese Übung dir schwerfällt,
Dann sei freundlich zu dir.
Manchmal braucht das Übung,
Manchmal ein bisschen mehr Vertrauen,
Zeit.
Wenn du möchtest,
Kannst du dir die nächsten Tage,
Wochen immer wieder ein paar Minuten Zeit nehmen und mit deinen inneren Kritikern in einen wohlwollenden und freundlichen Kontakt gehen.
Vielleicht ist das eine Geste,
Vielleicht möchtest du etwas aufschreiben,
Ihm einfach nur Hallo sagen,
Schau mal,
Was für dich passt.
Wenn du soweit bist,
Dann bedanke dich bei deinem Kritiker,
Dass er sich gezeigt hat und vielleicht gab es noch andere Teile,
Die sich in dir gezeigt haben und komme langsam aus dieser Übung raus.
Geh nochmal zu deinem Atem,
Bleib noch für einige Momente bei deinem Atem oder an diesem Ort,
Den wir uns vorher als Anker ausgesucht haben.
Und jetzt nimm ein paar tiefe Atemzüge,
Lass die Bewegung in die Fingerspitzen und die Füße,
Regel und streck dich.
Ich kann mir gut vorstellen,
Dass dieser Perspektivwechsel auch bei dir sehr,
Sehr viel bewirkt,
Aber sei geduldig.
Ich freue mich,
Dass du mit mir meditiert hast und freue mich,
Dich vielleicht mal wieder zu sehen in meinen Meditationen.
Bis bald!
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