
Meditieren mit Baby
Diese Meditation kannst du durchführen in Anwesenheit deines Babys. Idealerweise bis zum Krabbelalter. Dein Baby ist anwesend, und du folgst mit deiner Aufmerksamkeit der Meditation und wanderst durch deinen Körper.
Transkription
Diese Meditation kannst du durchführen,
Wenn dein Kind einigermaßen zufrieden vor dir liegt oder sitzt.
Je nachdem,
Wie abgelenkt du bist,
Kann diese Übung sehr herausfordernd sein.
Wichtig ist,
Immer wieder zurückzukommen und meinen Worten zu folgen.
Versuche in dieser Meditation bei dir selbst zu sein und dem Kind gerade so viel Aufmerksamkeit zu schenken,
Wie es braucht,
Damit es deine Anwesenheit spürt und zufrieden bleibt,
Zumindest soweit es in deinem Einfluss ist.
Es ist also eine Art geteilte Aufmerksamkeit.
Als Richtwert kannst du dir vorstellen,
Dass im Durchschnitt 80% der Aufmerksamkeit bei dir ist und 20% bei deinem Kind.
Das kann natürlich stark variieren,
Wenn dein Kind beispielsweise weint oder in eine andere Position gebracht werden möchte,
Dann verändert sich dieser Richtwert.
Du kannst auch auf Pause drücken und danach wieder weitermachen.
So wie dein Kind dich braucht,
Um bereit für die Welt zu sein,
Brauchst auch du einen Rückzug.
Du tankst jetzt dich selbst auf,
Damit du für dein Kind da sein kannst.
Es sind nur einige Minuten.
Diese Zeit darfst du dir nehmen,
Um hinterher wieder mehr Kraft,
Klarheit und eine innere Anwesenheit für dich selbst und für dein Kind zu haben.
Deshalb wege ab,
Wie viel Ablenkung wirklich sein muss.
Manchmal ist es nötig,
Eine Pause zu machen.
Dann drücke auf Stopp und fange später noch einmal an.
Sei geduldig,
Aber bleib dran.
Je nach Alter liegt dein Kind auf einer Decke vor dir,
In deinem Schoß,
In einem Stuhl und so weiter.
Deine Augen sind auf dein Kind gerichtet.
Du kannst Blickkontakt halten,
Um Sicherheit zu vermitteln und du kannst gerne lächeln.
Deine Aufmerksamkeit jedoch folgt meiner Stimme und ist bei dir selbst.
Okay,
Wir fangen an.
Komm nun in eine aufrechte Sitzposition und jetzt nimm erstmal ein paar tiefe Atemzüge.
Einatmen und wieder ausatmen in deinem eigenen Tempo.
Die Aufmerksamkeit folgt dem Atem.
Da,
Wo er am meisten spürbar ist.
Vielleicht spürst du,
Wie deine Brust sich hebt und senkt.
Oder vielleicht spürst du den Atem in deinen Nasenflügeln,
Wie die Luft ein- und ausströmt.
Einfach wahrnehmen.
Und jetzt schau,
Wo in deinem Körper noch Spannung ist,
Die ein bisschen mehr abfallen möchte.
In deinen Armen,
Deinem Kiefer,
Dein Gesicht.
Wir Mütter müssen den ganzen Tag über aufmerksam sein.
Die Signale unseres Kindes wahrnehmen,
Interpretieren.
Unsere Sprösslinge schützen.
Jetzt ist die Zeit,
In der wir loslassen können.
Diese Spannung an die Erde abgeben.
Weich werden.
Und jetzt langsam durch den Körper scannen,
Wie mit einer Taschenlampe.
Bei den Augen beginnen.
Die Augen weich werden lassen.
Entspannen,
Loslassen.
Die Empfindungen wahrnehmen.
Vielleicht ist da ein Kitzeln,
Vibrieren.
Mit der Aufmerksamkeit zum Mund wandern.
Vielleicht formt sich dort auch ein Lächeln.
Der Zunge erlauben,
Den ganzen Mundraum auszufüllen.
Ganz entspannt.
Oder so entspannt,
Wie es dir möglich ist.
Alle Spannungen in der Zunge loslassen.
Im Kiefer loslassen.
Das Zahnfleisch,
Die Zähne,
Die Lippen spüren.
Welche Empfindungen kannst du dort wahrnehmen?
Erlaube dir,
Dass dieses Bewusstsein deinen ganzen Kopf einnimmt.
Sich in deinem Kopf verbreitet.
Ihn ausfüllt.
Den Raum spüren im Kopf.
Alle Empfindungen spüren,
Die sich dir zeigen.
Die Lebendigkeit.
Das Bewusstsein,
Das nun den Kopf füllt.
Sich vorstellen,
Wie das Bewusstsein den Hals,
Den Nacken erfüllt.
Die Schultern wahrnehmen.
Vielleicht möchten deine Schultern nach unten sinken.
Loslassen.
Das Bewusstsein in die Schultern strömen lassen.
Wenn ein Kind Blick und Takt sucht,
Dann erwidere ihn und bleibe bei deiner Aufmerksamkeit in deinem Empfinden.
Auch ein Empfinden der Liebe,
Der Verbundenheit,
Findet immer in deinem Körper statt.
Die Schultern von innen wahrnehmen.
Spannungen wahrnehmen.
Vielleicht hältst du fest.
Vielleicht aber spürst du auch andere Empfindungen wie Wärme,
Kälte.
Die Lebendigkeit der Schultern wahrnehmen.
In die Arme wandern mit der Aufmerksamkeit.
Die Schwere der Arme wahrnehmen.
Die Länge der Arme wahrnehmen.
Die Arme von innen spüren.
In den Daumen spüren.
Vielleicht ist da ein Kitzeln,
Eine Vibration.
Den Zeigefinger.
Den Ringfinger.
Die Finger von innen wahrnehmen.
Alles was da ist,
Ist in Ordnung und darf da sein.
Den Raum zwischen den Fingern wahrnehmen.
Den Ringfinger,
Den kleinen Finger.
Raum spüren,
Lebendigkeit spüren.
Die Handinnenfläche und die Oberfläche spüren.
Und den Raum dazwischen.
Die ganze Hand wahrnehmen.
Prüfe,
Ob dein Gesicht noch entspannt ist.
Deine Stirn,
Dein Kiefer,
Die Lippen.
Und jetzt tief in den Rumpf spüren.
Spannung wahrnehmen.
Sie ziehen lassen.
Den Bauch wahrnehmen.
Das Leben in deinem Bauch wahrnehmen.
Dein Brustbereich.
Der Rücken,
Oberer Rücken.
Unterer Rücken.
Tailie.
Dein Körper ist weich und empfänglich.
Die Hände,
Das Gesicht.
Weich und offen.
Empfindungen kommen und Empfindungen gehen.
Wenn deine Gedanken abgeschweift sind,
Dann nimm auch das wahr und hol deine Aufmerksamkeit ganz sanft in deinen Körper zurück.
Das ist Meditation.
Wir nehmen wahr,
Wo wir sind,
Mit unseren Gedanken,
Mit unserer Aufmerksamkeit und kommen immer wieder zurück zum Moment,
Zum Hier und Jetzt.
Wander mit deiner Aufmerksamkeit in die Hüfte.
Die Beine.
Kontaktflächen wahrnehmen zur Unterlage.
Das Gewicht.
Die Schwere,
Die Länge der Beine spüren.
Spüre die Füße.
Die Berührungspunkte.
Die Berührungspunkte der Unterlage des Bodens,
Der Kleidung.
Die Zehen wahrnehmen.
Den Raum zwischen den Zehen wahrnehmen.
Kitzeln,
Vibrieren,
Temperatur.
Das Blickfeld jetzt erweitern und den ganzen Körper wahrnehmen.
Die Lebendigkeit wahrnehmen,
Ohne etwas verändern zu wollen.
Den Innenraum wahrnehmen,
Raum geben.
Die Empfindungen des Atems.
Hier geht es nicht darum,
Etwas zu tun,
Sondern Dinge so zu lassen,
Wie sie sind.
Beobachten.
Sich des atmenden Körpers bewusst sein.
Und soweit es geht,
In die Gegenwart rein zu entspannen.
Sich in den Moment fallen lassen.
Und den Körper nochmal mit der vollen Aufmerksamkeit durchfluten.
Gibt es jetzt noch Orte in deinem Körper,
Die noch etwas mehr entspannen möchten?
Atem für Atem.
Immer weiter loslassen.
Fallen lassen.
Ankommen.
Wenn es schwierige Empfindungen gibt,
Wie etwa Müdigkeit,
Schmerz,
Traurigkeit,
Auch diese Empfindungen sanft und freundlich einladen.
Wie möchte diese Empfindung sein?
Wie zeigt sie sich dir?
Du kannst doch fragen,
Was braucht dieser Teil von dir?
Alles darf da sein.
Wachsam,
Freundlich wahrnehmen.
Zulassen,
Dass sich die Empfindungen den Raum nehmen,
Den sie benötigen.
Sie kommen und sie gehen auch wieder.
Wie Wolken,
Die im Himmel auftauchen und vorziehen.
Wir beobachten.
Wir beobachten,
Wie sie größer werden,
Kleiner werden und wie sie wieder vorziehen.
Alles darf so sein,
Wie es ist.
Es gibt kein richtig und kein falsch.
Und das Leben lebt sich selbst.
Wir sind die Beobachter.
Zum Abschluss dieser Meditation möchte ich ein Gedicht von Dana Falls vorlesen.
Atemzug für Atemzug Leben schreitet fort.
Atemzug für Atemzug.
Tief,
Voll und leicht.
Oberflächlich oder uneben.
Atem ist der Schlüssel,
Um Frieden zu kultivieren.
Atemzug für Atemzug Wähle,
Gegenwärtig zu sein.
Es ist nicht Erfolg,
Was du suchst,
Sondern ein Sich-Ausliefern an den Energiefluss.
Es ist nicht die Kontrolle,
Die wichtig ist,
Sondern das Loslassen.
Das Leben genau so zuzulassen,
Wie es gerade in diesem Moment ist,
Um Dich berühren,
Verändern und durch Dich durchatmen zu lassen.
Vielen Dank.
Ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag.
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