
Das Licht reinlassen - Yule Fest | Wintersonnenwende feiern
by Andrea Hönig
In dieser Folge zeige ich dir, warum die Jahreskreisfeste und Naturverbindung modern und aktuell sind. Wie du das Fest zur Rückkehr des Lichts in deinem Alltag zelebrieren kannst und wieso Dunkelheit etwas Wunderbares ist. Music by Jess Lefebvre
Transkription
Hi,
Schön,
Dass du da bist.
Mein Name ist Andrea und heute geht es um das Juhlfest und wieso es absolut kein ESO-Zeug ist,
Sondern uns die Natur damit helfen kann,
Hoffnung zu schöpfen.
Auch wenn es manchmal so aussieht,
Als gäbe es nur noch Dunkelheit.
Die Wintersonnwende steht am 21.
12.
Vor der Tür und an dem Tag findet auch das Juhlfest statt,
Wenn du es feiern magst.
Viele Kulturen,
Von den Kelten bis zu den Römern,
Feierten diesen Tag mit verschiedenen Ritualen.
Warum?
Um das Wachstum und die Rückkehr des Lichts zu begrüßen in ihrem Leben.
Es ist der kürzeste Tag und die längste Nacht in unseren Breitengraden.
Danach werden die Tage wieder länger,
Also es kommt wieder mehr Licht.
Manche Menschen denken jetzt vielleicht,
Dass das irgendwie esoterisch ist oder irgendwie Voodoo-Zeug und eigentlich gar nicht relevant für ein aktuelles Leben im 21.
Jahrhundert.
Und ich möchte heute gerne zeigen,
Wieso das überhaupt nicht so ist und die natürlichen Abläufe absolut wertvoll für unser eigenes Leben sind.
Unsere keltischen Ahnen haben die Wiedergeburt der Sonne und des Lichts gefeiert,
Weil sie mit der Natur verbunden waren,
Weil sie naturnah gelebt haben.
Aber fangen wir mal vorne an.
Das fehlende Licht hat direkte Auswirkungen auf unseren Körper und die sind gut wissenschaftlich erforscht.
Da gibt es zum Beispiel die Produktion von Vitamin D,
Die heruntergefahren wird.
Vielleicht weißt du,
Dass Sonnenlicht benötigt wird für das Vitamin D.
Und die Produktion von Serotonin hängt direkt mit dem Licht zusammen.
Das ist ein Bodenstoff für Wohlbefindende und unsere Stimmung.
Und dann gibt es dann auch als wichtiges Müdigkeitshormon den Melatonin-Spiegel.
Der steigt in der Dunkelheit und dadurch werden wir müder und antriebsloser.
Jetzt kommt vielleicht noch dazu,
Dass der Winter sowieso für viele eine schwierige Zeit ist,
Emotional gesehen.
Es wird alles ein bisschen melancholischer und viele mögen diese Stimmung nicht,
Diesen Rückzug in sich selbst.
Und die vermehrte Dunkelheit kombiniert mit vermehrtem Stress,
Also zum Beispiel diese Weihnachtshopping-Thematiken,
Der Konsum und so weiter,
Ist problematisch,
Weil Stresshormone und zum Beispiel das Melatonin komplett gegenteilig auf unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und auch auf Teile des Immunsystems wirken.
Das heißt,
Im Prinzip der Körper kennt sich nicht mehr aus.
Und Dunkelheit an sich kann Gefühle von Isolation,
Überforderung,
Energielosigkeit entweder verschlimmern,
Wenn sie vielleicht vorher schon da waren,
Oder auch auslösen.
Und durch die Verbindung zur Natur und zur natürlichen Dunkelheit können wir dem zum einen so ein bisschen was Positives abgewinnen und einfach auch besser damit umgehen.
Was heißt das eigentlich verbunden mit der Natur?
Es geht darum,
Sich nicht gegen diese natürlichen Abläufe zu wehren und im Widerstand zu sein,
Sondern sich damit zu verbinden und daraus Einsichten und Lösungsstrategien für den eigenen Alltag zu entwickeln.
Und deswegen finde ich,
Ist das Julfest eine wunderbare Einladung der Natur,
Sich mit dem Inneren und auch dem Dunkeln,
Das da ist,
Zu beschäftigen.
Wie zum Beispiel mit der Frage,
Was liegt denn da im Verborgenen,
Im Dunkeln?
Wichtig ist hier zu wissen,
Dass geboren werden,
Leben entsteht immer im Dunkeln.
Es findet immer im Dunkeln statt.
Egal ob Menschen oder Säugetiere in ihrer Gebärmutter oder der Samen als Keim einer Pflanze oder Vögel in Eiern.
Jeder einzelne Baum,
Ja jeder Grashalm hat seinen Ursprung im Dunkeln,
In der nähernden Erde,
Ohne die er einfach nicht entstehen würde.
Und die Dunkelheit hat also eine erschaffende Komponente,
Etwas Näherndes.
Und das ist uns oft nicht mehr bewusst.
Für uns ist oft Dunkelheit etwas Schwieriges,
Etwas Unangenehmes.
Und in der Dunkelheit haben wir Zeit und Raum zu beobachten,
Was gerade in unser Leben kommen will,
Was geboren werden will,
Was vielleicht das nächste Jahr bringt.
Und natürlich spielt auch das Loslassen eine Rolle in dem Kontext,
Weil erst wenn wir Altes und Belastendes zurücklassen können,
Dann können wir offen sein für das,
Was kommt.
Die Dunkelheit hier nicht als böse oder gefährlich anzusehen,
Sondern sich zu öffnen und zu besinnen,
Was unsere Ahnen schon zelebriert haben.
Im Dunkeln haben wir leichteren Zugang zu unserem Kern,
Unserem Inneren,
Unserer Intuition.
Das ist eigentlich der Grund,
Warum auf die Wintersonnenwende dann die Zwölf-Frauen-Nächte folgen,
Falls du die feierst.
Früher hat man gesagt,
Dass da der Schleier zur Anderswelt offen ist.
Vielleicht ist es aber auch nur eine Möglichkeit,
Da wirklich in den Rückzug zu gehen und sich mit sich selbst zu beschäftigen.
Das kann ja jede für sich feiern,
Ausmachen.
Und wenn du jetzt für die Wintersonnenwende so eine Zeremonie oder ein Fest oder wie auch immer du es nennen magst,
Am 21.
12.
Durchführen willst,
Kannst du zum Beispiel damit beginnen,
Dass du die Dunkelheit gedanklich umarmst.
Die Dunkelheit einfach mal willkommen heißt.
Und danach kann man dann das Licht begrüßen,
Diese Wiedergeburt des Lichts feiern.
Ideen dazu gebe ich dir später am Ende der Folge noch ein paar.
Und jetzt kommt noch was Wichtiges,
Und zwar gerade wenn wir so unterwegs sind,
Dass wir sagen,
Okay,
Einmal die Dunkelheit begrüßen und willkommen heißen und dann auch das Licht begrüßen,
Dann ist es wichtig,
Hier nicht im Zwang zu sein.
Also nicht so in diesem,
Ah,
Jetzt kommt endlich Licht,
Sondern mehr in diesem Empfangen,
Im Annehmen.
Das ist ein natürlicher Ablauf.
Das Licht kommt sowieso,
Ob du dich damit verbindest oder nicht.
Und dieses Annehmen,
Empfangen,
Das ist ein sehr weiblicher Aspekt.
Und die Essenz des Ganzen ist einfach,
Dass das Leben die Dunkelheit braucht,
Um zu entstehen.
Und im weiteren Verlauf braucht das Leben auch Licht,
Um zu existieren.
Deswegen haben wir angeborener Weise dieses Bedürfnis nach Licht und Wärme,
Weil wir wissen,
Dass es zum Leben einfach notwendig ist.
Und das wussten auch unsere Vorfahrerinnen und deswegen feierten sie dieses Juhlfest.
Das Licht kehrt zurück.
Das Juhlfest ist auch eins der acht Jahreskreisfeste.
Und es steht einfach für Neubeginn und Hoffnung.
Und im Prinzip wird es auch nach der dunkelsten Phase wieder Licht geben.
Das sagt uns die Natur hier.
Und wenn du jetzt wissen wirst,
Wie man so ein bisschen zelebrieren kann,
Also ein bisschen feiern kann,
Dann kannst du dich erstmal mit der Dunkelheit verbinden,
Vielleicht das Licht ausmachen und fünf Minuten mal reinspüren,
Wie fühlt sich Stille und Dunkelheit für dich an.
Was macht das mit dir?
Und dann kannst du dir schöne Kerze anzünden,
Vielleicht hast du sogar eine Rauhnachtskerze oder einfach irgendeine neue Kerze.
Und auch hier geht es ganz darum,
Bewusst,
Achtsam wahrzunehmen,
Wie dieses Licht entsteht.
Und das ist wirklich besonders beeindruckend in einem komplett dunklen Raum.
Viele mögen auch das Räuchern,
Es wird jetzt auch immer beliebter.
Und da von mir als Tipp,
Da kann man ganz viel nehmen aus dem Wald,
Was auch brennt,
Ob das Kiefernadeln oder Harz oder auch andere Dinge sind.
Aber da natürlich nur in dem rahmen Wiesenwald nicht schadet.
Auch eine Möglichkeit ist,
Sich einfach mal einen langen Spaziergang zu gönnen.
Vielleicht mit einem lieben Menschen,
Vielleicht alleine.
Wirklich rauszugehen in die Natur,
In den Wald und mal kein Ziel zu haben,
Sondern sich so ein bisschen treiben zu lassen.
Und auch wirklich ohne zeitliche Begrenzung.
Einfach solange,
Wie es einem Spaß macht,
Wie man sich gut fühlt,
Wie es einem warm ist,
Sich richtig schön einmummeln.
Da kann man auch vielleicht die Zeit des Sonnenaufgangs nutzen.
Als letzten Tipp möchte ich dir noch mitgeben,
Zeit für sich alleine einzuräumen,
Um mit sich zu sein,
Um das Ganze einfach mal wahrzunehmen.
Und dann kann man auch schauen,
Ob man zum Beispiel mit einem warmen Öl den Körper pflegen möchte.
Und da einfach auch ohne irgendwas zu müssen,
Sondern wirklich das,
Was einem selber gut tut.
Die eine mag es,
Die andere nicht.
Ihr seid da völlig frei in dem,
Wie du es umsetzt.
Also was schenkt dir Wärme und Geborgenheit?
Wobei fühlst du dich gut?
Was ist jetzt so in dieser Zeit Qualität für dich wichtig?
Durch diese Verbindung mit der Natur und dem Rhythmus haben wir die Möglichkeit,
Auch mal so ein bisschen emotional in uns tiefer zu gehen.
Und jetzt geht es einfach in dieser Phase nicht darum,
Irgendwas zu tun.
Deswegen sind die Emotionen jetzt so interessant,
Weil es darum geht zu spüren.
Es geht darum,
In uns selbst Geborgenheit und Wärme zu entdecken,
Sie uns zu schenken.
Mutter Natur sagt,
Es ist wieder Zeit für Hoffnung und Optimismus.
Das ist eigentlich die Quelle des 21.
12.
,
Dieser Wintersonnenwende,
Wenn du die feiern magst.
Und wenn wir mal nichts tun,
Dann geht es dir vielleicht auch so,
Dass du so das Gefühl hast von Unruhe und Unsicherheit.
Wir denken dann irgendwie so,
Dass wir getrennt sind vom Licht,
Von der Liebe.
Wenn wir einfach gerade nichts tun,
Dann ist es nicht wertvoll.
Meine Erkenntnis daraus war,
Dass das Licht immer von innen kommt und es im Dunkeln entsteht.
Das ist im Prinzip das Kernlearning.
Licht kommt von innen,
Es entsteht im Dunkeln,
Es kommt wieder auch nach einer sehr dunklen Phase und das ist das,
Was uns die Natur lernt.
Und es darf durchsickern,
Wenn du magst.
Und ich wünsche dir,
Dass dir genau das jetzt dient.
Die Verbindung zur Natur,
Die Idee der Trennung,
Sowas wie ich kann nicht,
Ich darf nicht,
Ich bin nicht,
Was auch immer,
Hebt das Ganze auf.
Das heißt,
Wenn wir diese Verbindung eingehen,
Wenn wir da wieder so uns öffnen für diese natürlichen Zyklen und Rhythmen,
Dann hebt es diese Idee der Trennung auf.
Und abschließen möchte ich heute gern mit einem Zitat von Albert Camus.
Und es geht so,
In den Tiefen des Winters erfuhr ich schließlich,
Dass in mir ein unbesiegbarer Sommer liegt.
Damit möchte ich mich von dir verabschieden.
Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Mach's gut!
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