
Achtsamkeitsmeditation - Sinne wahrnehmen
by Melissa Gein
Sinne wahrnehmen: In dieser Meditation wollen wir mit voller Achtsamkeit all unsere Sinne erkennen und wahrnehmen. Hören, fühlen, riechen, schmecken und sehen. Diese Meditation eignet sich besonders gut, um aus dem Gedanken- und Gefühlskarussell auszusteigen und einfach mal ganz bewusst auf das zu achten, was um einen und in einem so passiert.
Transkription
Schön,
Dass du da bist und dir jetzt in diesem Moment Zeit nimmst für deine Achtsamkeitspraxis.
Nimm eine für dich bequeme und gleichzeitig aufrechte Sitzposition ein,
In der du die nächsten Minuten ganz unangestrengt und konzentriert sitzen kannst.
Lass dir Zeit,
Um deinen Sitz aufzubauen und schließe,
Wenn du magst,
Deine Augen oder halte deinen Blick ganz ruhig und weich auf einen Punkt zwischen dir und dem Boden gerichtet.
Deine Füße,
Unterschenkel und Sitzbeinhöcker sind geerdet und du baust dir ein gutes,
Stabiles Fundament.
Deine Wilbesäule ist lang,
Aufrecht und leicht,
Deine Schultern ziehen sanft nach unten,
Dein Brustbein hebt sich leicht,
Deine Bauchdecke ist ganz weich und entspannt.
Und dann kannst du dir einen Faden vorstellen,
Der dich ganz leicht am Hinterkopf nach oben Richtung Decke zieht,
Sodass dein Nacken frei wird und dein Kinn 1-2 mm zum Brustbein sinkt.
Entspann nochmal ganz bewusst deine Gesichtszüge,
Entspann deine Stirn und deinen Kiefer.
Dein Mund ist nur leicht geschlossen und deine Atmung fließt durch die Nase ein und aus.
Beobachte für ein paar Momente deine Atemzüge,
Um ganz hier anzukommen.
Die kühle Luft der Einatmung fließt in deine Nase und die leicht erwärmte Luft der Ausatmung strömt wieder hinaus.
Ein und aus,
Ein und aus.
Sollte dich ein Gedanke oder ein Gefühl ablenken,
Dann komm ganz liebevoll und ohne Bewertung wieder zurück zu deiner Atmung.
Dein Atem kommt und geht,
Gedanken und Gefühle kommen und gehen.
Und dann bring deine Aufmerksamkeit ganz behutsam auf deine Ohren,
Deinen Hörsinn,
Nimm deine Ohrmuschel wahr,
Dein Gehörgang,
Nimm bewusst wahr,
Welche Dinge du hier und jetzt hören kannst.
Geräusche von draußen,
Geräusche in deinem Raum,
Der Klang meiner Stimme,
Der Klang deines Atemrhythmus.
Nimm jedes Geräusch einfach wahr,
Nimm wahr,
Wie es an deinem Ohr ankommt,
Ob du dieses Geräusch eventuell direkt als etwas benennst und nimm auch wahr,
Wie der Ton wieder verklingt und es wieder leiser wird.
Nimm ganz wertfrei deinen Hörsinn wahr.
Und dann lenke ganz langsam und bedacht deine Aufmerksamkeit vom Hören hin zum Fühlen.
Nimm bewusst deinen Tastsinn wahr,
Also die Empfindungen auf deine Haut,
Auf deiner Körperoberfläche.
Vielleicht spürst du deine Kleidung oder einen Luftzug.
Vielleicht nimmst du leichten Druck oder ein Gefühl von Wärme an deinen Händen oder Füßen wahr.
Vielleicht spürst du auch hier das zarte Gefühl deiner Ein- und Ausatmung.
Nimm einfach wahr,
Wieder ganz frei von Bewertung.
Wie fühlt sich deine Haut an?
Welche Empfindungen gibt es an deiner Körperoberfläche?
Dann bring deine Aufmerksamkeit auf deinen Geruchssinn.
Kannst du in diesem Moment einen Geruch wahrnehmen?
Und wenn ja,
Wo genau nimmst du diesen Geruch wahr?
Ist es eher am Anfang deiner Nase oder weiter oben?
Welche Erinnerungen,
Welche Gefühle verknüpfst du vielleicht mit diesem Geruch?
Und wenn du gerade nichts riechen kannst,
Bleib dann auch ganz konzentriert und gleichzeitig ohne Anstrengung bei deinem Sinnesorgan,
Bei deiner Nase.
Und dann löst dich langsam von deinem Geruchssinn und geh über zu deinem Geschmackssinn.
Gibt es irgendeinen Geschmack in deinem Mundraum?
Süß,
Bitter,
Salzig,
Sauer?
Vielleicht bemerkst du sogar die unterschiedlichen Geschmackszonen auf deiner Zunge.
Versuch auch hier ganz wertungsfrei und konzentriert zu bleiben.
Es ist absolut nicht schlimm,
Wenn du gerade nichts schmecken kannst.
Bleib ganz achtsam,
Konzentriert in diesem Moment.
Und dann löse dich von diesem Sinn und komm ganz achtsam zu deinem Sehsinn.
Bring deine volle Aufmerksamkeit zu deinen Augen und beobachte einmal,
Was du nun vielleicht trotz geschlossener Augen sehen kannst.
Meistens sehen wir auch mit geschlossenen Augen nicht nur schwarz,
Sondern eventuell Muster,
Farben,
Lichteinfälle oder Schatten.
Was kannst du jetzt in diesem Moment sehen?
Und dann stelle dir all deine fünf Sinnesorgane nochmal vor.
Deine Ohren,
Deine Haut,
Deine Nase,
Deine Zunge und deine Augen.
Und spür ganz viel Dankbarkeit für deine funktionierenden Sinnesorgane und dafür,
Dass sie die Erlebnisse deines Lebens so viel reicher,
Bunter und schöner machen.
Und dann atme nochmal tief ein durch die Nase und lass ausatmend durch den Mund alles los.
Nimm deinen ganzen Körper hier sitzend wahr.
Vom Kopf die lange Wirbelsäule nach unten,
Ins Becken,
Bis zu den Füßen.
Und dann fang langsam an,
Dich wieder zu bewegen.
Streck dich,
Wenn du magst und öffne dann ganz sanft deine Augen wieder.
Bis zum nächsten Mal.
Und bleib achtsam.
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4.7 (307)
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