
Intuition
Du hattest schon mal das Gefühl, etwas stimmt nicht – konntest es aber nicht erklären? In diesem Video schauen wir uns an, was Intuition wirklich ist, warum Kinder sie noch haben und Erwachsene oft nicht mehr – und wie du den Zugang zurückbekommst.
Transkription
Du hast bestimmt schon mal gespürt,
Dass etwas irgendwie nicht stimmt,
Dass sich etwas falsch anfühlt oder auch,
Dass sich etwas gut anfühlt.
Vielleicht hast du auch schon mal erlebt,
Dass du sagst,
Ach,
Hätte ich doch damals auf mein Bauchgefühl gehört.
Worüber wir hier sprechen,
Ist die sogenannte Intuition.
Intuition,
Ein Wissen,
Was tief aus uns kommt,
Was uns etwas sagt über uns,
Über die Situation,
Über andere.
Und auf das wir verlernen zu hören im Lauf unseres Lebens.
Mein Name ist Wiebke Wiedeck.
Ich bin Diplom-Psychologin,
Diplom-Pädagogin,
Senior-Coachin und Autorin und ich möchte mit dir heute mal gemeinsam das Thema Intuition anschauen.
Was ist das eigentlich?
Warum ist das wichtig für uns?
Wo kommt es her?
Warum verwechseln wir es manchmal mit Mustern,
Die wir kennengelernt haben?
Und was können wir tun,
Um unsere Intuition wieder zurück zu erobern?
In der Entwicklung der Menschheit war ein intuitives Gefühl überlebensnotwendig.
Wenn ich nicht intuitiv gespürt habe,
Habe ich es mit Freund oder mit Feind zu tun,
War davon auszugehen,
Dass ich meine Gene nicht weiter fortpflanzen,
Denn es war wahrscheinlich nichts von mir übrig.
Warum ist es aber so,
Dass die Intuition in der heutigen Welt so in den Hintergrund gerückt ist?
Kognitive Erfassung von Themen ist vorderrangig.
Wir haben im Grunde gelernt,
Dass unser Bauchgefühl etwas ist,
Was wir nach hinten zu schieben haben.
In einer hochkomplexen Welt mit vielen Informationen scheint der kognitive,
Der rein kognitive Weg der bessere zu sein.
Doch warum sollten wir uns mehr auf unsere Intuition zurück erinnern oder wieder mehr lernen zu fühlen,
Was uns unser Bauchgefühl sagen möchte?
Das schauen wir uns jetzt gleich an und als erstes möchte ich mit dir mal reflektieren,
Was ist eigentlich Intuition?
Intuition ist eine Rückmeldung aus unserem Inneren.
Zu einer Situation.
Zu Menschen oder zu Begegnungen oder auch zu Orten.
Das heißt,
Ich kriege ein Signal aus mir heraus,
Mit dem ich im Grunde schon eine unterbewusste Wertung treffen kann.
In der Psychologie wird Intuition oft in Verbindung gebracht mit dem Zugriff auf unser Unterbewusstsein.
Das Unterbewusstsein ist im weitesten Sinne ein großer Speicher von Erfahrungen,
Gefühlen,
Die wir gemacht haben,
Geht sogar zurück bis ins Vorgeburtliche.
Das ist aber interessant,
Denn wenn Intuition Und nur das wäre,
Also nur der Zugriff auf unser Unterbewusstsein.
Dann würde ja die Frage im Raum stehen,
Warum haben eigentlich Kinder einen so guten Zugriff zu ihrer Intuition,
Wo sie doch noch gar nicht ein so großes Unterbewusstsein haben,
Einen nicht so großen Erfahrungsschatz,
Den sie über die Jahre entwickelt haben.
Also was könnte denn dann noch eine Rolle spielen?
Die die Intuition in uns ausmacht oder entwickelt oder zeigen lässt.
Als allererstes spielt eine ganz große Rolle unser Zugang zu unseren Gefühlen.
Wenn ich einen guten Zugang zu meinem Gefühl habe.
Dann ist das ein wichtiger Schritt,
Um einen Zugang zu meiner Intuition zu haben.
Der Zugang zu meinen Gefühlen bedeutet immer auch,
Den Zugang zu meinen Bedürfnissen zu haben.
Ein Gefühl zeigt mir immer ein Bedürfnis.
Wenn ich Angst fühle,
Habe ich das Bedürfnis nach Wissen oder nach Sicherheit.
Wenn ich eine unbewusste Gereiztheit spüre,
Dann bedeutet das,
Dass irgendwas nicht stimmt,
Dass ich irgendetwas brauche,
Damit diese Gereiztheit weggeht.
Also der Zugang zu meinen Gefühlen und den damit verbundenen Emotionen spielt eine große Rolle.
Im Wahrnehmen meiner Intuition.
Und da kommt schon der zweite Aspekt,
Der eine wichtige Rolle spielt.
Das sogenannte Störgefühl.
Ich bin der Meinung,
Wir Menschen in der heutigen Zeit sollten viel mehr auf unsere sogenannten Störgefühle achten.
Ein Stirrgefühl ist ein Impuls aus meinem Inneren,
Ein Gefühl,
Was mir einfach sagt,
Irgendwas stimmt nicht.
Irgendwas ist doch da faul dran.
Irgendwas fühlt sich hier falsch an.
Es kann sich auch in mir äußern über eine nicht ganz fassbare Wut oder über eine nicht ganz fassbare Unklarheit in mir zu bestimmten Themen.
Zu bestimmten Menschen.
Es ist ein Signal aus meinem Inneren,
Dass irgendwas nicht stimmt.
Und hier gilt es zu gucken,
Hat das jetzt was mit mir zu tun?
Oder was mit den anderen oder dem Ort oder der Situation.
Also was will mir dieses Störgefühl eigentlich sagen?
Ein weiterer wichtiger Aspekt,
Wie Intuition entsteht oder was sie ausmacht,
Ist der unbewusste Umgang mit Orten.
Die wir wahrnehmen über unser Körpergefühl,
Über Gerüche,
Über sensorische Möglichkeiten in uns.
Um diesen Ort unbewusst zu bewerten und natürlich auch die Menschen,
Die in diesem Ort sind oder an diesem Ort sind,
Unbewusst zu bewerten.
Hier spielt das limbische System und besonders auch die Amygdala eine ganz große Rolle,
Die quasi sensorisch unser Umfeld abtastet.
Das heißt,
Wir tasten mit unseren Sinnen die Orte ab,
In denen wir uns befinden über die sogenannte Exterozeption.
Das heißt,
Ich spüre den Wind auf meinem Gesicht.
Ich höre Schritte hinter mir.
Ich rieche etwas,
Was sich gut anfühlt oder was mir angenehm erscheint.
Es geht in dieser Wahrnehmung darum,
Zu fühlen,
Was quasi auf mich einwirkt,
Was ich mit meinen Sinnen wahrnehmen kann.
Hinzu kommt die sogenannte Propriozeption.
Die wiederum kommt aus meinem Körpergefühl.
Ich spüre unbewusst,
Ob ich mein Bein anspanne oder nicht.
Ich weiß,
Wie weit ich ungefähr meinen Arm ausstrecke,
Um diese oder jene Wirkung zu erreichen.
Ein sehr,
Sehr wichtiger Aspekt,
Um zum Beispiel tanzen zu können oder mich in einem Raum zurechtzufinden.
Diese Propriozeption,
Ein Körpergefühl,
Das dir sagt,
Wie dein Körper sich gerade positioniert,
Ohne dass du ihn die ganze Zeit anschauen musst.
Die ist extrem unbewusst.
Also du denkst gar nicht die ganze Zeit darüber nach.
Und dann kommt noch die Interozeption hinzu.
Das ist das Spüren nach innen.
Wenn du merkst,
Dein Herzschlag wird schneller.
Wenn du das Gefühl hast,
Deine Haare stellen sich auf.
Wenn du traurig bist,
Wird dir schwer ums Herz.
Wenn du wütend bist,
Kriegst du so Hitze und steigt Hitze in dir auf.
Also wenn du in der Lage bist,
Dein Körpergefühl wahrzunehmen es bestenfalls auch noch mit dem Gefühl zusammenzubringen,
Was dieses Körpergefühl in dir auslöst.
Manchmal sagen Menschen,
Ich habe das Gefühl,
Die Energie stimmt hier nicht oder ich spüre eine positive oder eine negative Energie.
Wie könnten wir denn das deuten?
Erstmal scannt unser Gehirn ständig Orte,
Begebenheiten,
Menschen ab,
Um für sich herauszufinden,
Gefahr,
Nicht Gefahr,
Muss ich mich kümmern,
Muss ich mich nicht kümmern.
Das kann ich natürlich fühlen als eine Art Energie.
Die sich so und so anfühlt.
Natürlich hat auch jeder Ort,
An dem ich mich befinde,
Eine bestimmte Resonanz,
Die sich auch verbinden kann mit Erfahrungen,
Die ich gemacht habe.
Ein heller Ort hat für mich vielleicht positive Erfahrungen.
Ein dunkler Ort hat für mich.
.
.
Negative Erfahrungen oder eben auch positive Erfahrungen,
Wenn ich mich gerne in der Dunkelheit irgendwo hinsetze und mir die Sterne anschaue und etwas anschauen kann oder mich entspannen kann.
Natürlich kann es auch sogenannte kulturelle oder soziale Kodierungen geben,
Die in mir eine Rolle spielen.
Ein altes Haus,
Ein Keller,
Ein Behandlungsraum.
Kann in mir,
In meinem Unterbewusstsein,
Irgendwie abgelegt sein,
Auch über Filme oder über irgendwelche Erlebnisse,
Die ich mal hatte oder Erzählungen,
Die mich beeindruckt haben oder etwas in mir hinterlassen haben.
Insofern ist dieses Gefühl von ich spüre eine Energie,
Ein Ausdruck aus meinem Unterbewusstsein oder ein intuitiver Ausdruck.
Die nonverbale Kommunikation spielt eine große Rolle.
Ich lese andere Menschen.
Instinktiv über meine Intuition.
Was streitet dieser Mensch aus?
Wie fühlt sich das an?
Ist das jemand,
Wo die Chemie stimmt oder nicht?
Die Wissenschaft streitet sich da.
Wird gesagt,
In den ersten zehn Sekunden passiert das,
Andere sagen irgendwie drei Minuten dauert das,
Aber in dieser Zeit beginnt ein Prozess,
In dem ich für mich eine Wertung beginne,
Die natürlich eventuell auch verknüpft sein kann mit Erfahrungen,
Die ich gemacht habe.
Was noch in unsere Intuition hineinspielen kann,
Sind epigenetische oder biografische Aspekte.
Ich kann als Kind Erfahrungen gemacht haben mit Orten,
Mit Situationen,
Die in mir wieder in Schwingung kommen,
Wenn ich anderen Menschen begegne oder anderen Orten begegne.
Natürlich auch traumatische Erfahrungen gehen in Kontakt mit meiner Intuition.
Ganz spannend ist das abgespaltene Traumata den Zugang zu unserer Intuition blockieren können,
Weil ein abgespaltenes Traumata auch bedeutet,
Dass ein Teil von mir,
Ein emotionaler Teil von mir im Grunde abgespalten ist,
Gar nicht existent ist,
Irgendwo in mir gelagert wird.
Das heißt,
Mein ganzes.
.
.
Emotionales Erleben ist nicht komplex aktiv,
Sondern nur ein bestimmter Teil meines Selbst.
Traumatisierungen können meine Intuition blockieren.
Interessant ist,
Dass der Zugang zu unserer Intuition immer wieder herstellbar ist.
Das schauen wir uns gleich etwas später an,
Wie das geht.
Aber lass uns doch erstmal schauen,
Warum Kinder einen so großartigen Zugang zu ihrer Intuition haben.
Nun erst einmal,
Der Neokortex ist ja bei Kindern nicht besonders ausgeprägt.
Der Neokortex ist der Teil in unserem Gehirn,
Der für kognitives Handeln,
Für kognitives Sein steht.
Das Mittelhirn mit allen emotionalen Aspekten ist sehr groß bei Kindern.
Der Neokortex ist erst.
Zu Ende entwickelt in einem Alter von 21 Jahren.
Das heißt,
Kinder fühlen sehr klar,
Sie fühlen Mut,
Sie fühlen Angst,
Sie fühlen das Gefühl oder den Verlust von Geborgenheit.
Sie denken nicht groß darüber nach,
Sie fühlen einfach.
Fühlt sich das gut an?
Fühlt sich das schlecht an?
Sie haben fast noch keine Filter im Sinne von,
Darf ich das jetzt fühlen?
Oder ich müsste doch mich jetzt aber anders verhalten.
Das ist ja erst was,
Was kognitiv in die Kinder hinein projiziert wird oder gelehrt wird.
Das heißt,
Sie gehen einfach auf jemand zu und fühlen,
Ohne darüber nachzudenken,
Was strahlt denn diese Person aus?
Oder was argt sie mir?
Oder wie,
Was muss ich jetzt darüber nachdenken?
Sie sind also quasi komplett ungefiltert.
Sie haben eine ganz klare Körperwahrnehmung.
Das heißt,
Sie fühlen sich viel intensiver und können das auch intensiver ausdrücken.
Und dann haben sie so etwas wie eine Bindungssensibilität.
Das bedeutet,
Aufgrund der evolutionären Entwicklung ist es wichtig,
Dass Kinder ihre Bezugspersonen relativ früh und sehr gut lesen können.
Denn ich muss ja als Kind schauen,
Dass ich irgendwie überleben kann.
Also reagiere ich sehr bindungsintensiv auf die Personen,
Die mich erziehen,
Oder die für mich zuständig ist.
Das ist also eine hochintelligente Form der Intuition,
In der Kinder die anderen Menschen lesen,
Um ihnen Sicherheit zu geben,
Um sich selbst zu schützen.
Das ist eine sehr hilfreiche,
Angeborene Intuition,
Die Kinder haben.
Nun hatte ich neulich eine Teilnehmerin in einem Seminar,
Die sagte,
Ja,
Woher erkenne ich denn überhaupt,
Ob das meine Intuition ist oder nicht?
Also ja,
Das ist eine wichtige,
Wertvolle Frage.
Woher weiß ich denn,
Ob das jetzt meine Intuition ist oder ein erlerntes Muster,
Was in mir spricht?
Nun,
Als erstes würde ich sagen,
Vielleicht findest du ein Bild zu dem Satz,
Intuition ist leise,
Muster sind laut.
Wenn du etwas fühlst,
Wenn deine Intuition sich in dir regt,
Ist das was leises,
Was stilles.
Während Muster in dir sofort anspringen.
Das darfst du nicht,
Da musst du aufpassen,
Da hast du schon mal Mist erlebt.
Also das eine,
Das kognitive Ich finde immer gern das Bild,
Das ist wie so eine Sekretärin,
Die in deinem Kopf sitzt oder ein Sekretär und die ganze Zeit vor sich hin labert,
Wie irgendwas zu bewerten ist oder wie du irgendetwas zu finden hast.
Also so ein kleines Wesen in deinem Kopf,
Das sagt,
Nein,
Das ist nicht richtig und nein,
Das darfst du nicht und guck doch mal,
Wie die Leute und so weiter.
Während deine Intuition still vielleicht sagt,
Ach,
Ich würde jetzt aber gerne ins Meer springen,
Egal,
Was die Leute dazu sagen.
Intuition ist gegenwärts bezogen.
Du spürst sie hier und jetzt.
Alte Muster oder Muster kommen oft aus der Vergangenheit.
Sie sind verknüpft mit alten Erfahrungen.
Doch wenn du intuitiv etwas fühlst,
Dann hat es mit dem Hier und Jetzt zu tun.
Auch daran kannst du erkennen,
Ob es ein altes Muster ist oder intuitiv.
Weiterhin erkennst du Intuition daran,
Dass sie sich im Grunde nicht erklärt.
Es ist ja ein Bauchgefühl.
Es ist einfach da.
Da kommt nichts hinterher.
Ich bin da,
Weil.
.
.
Nein,
Es ist einfach da.
Du fühlst es.
Während alten Muster argumentiere.
Wenn du also das Gefühl hast,
Du musst dich innerlich rechtfertigen,
Du überdenkst etwas die ganze Zeit,
Dann ist das eher ein Muster.
Intuition ist einfach da.
Was ich noch interessant finde,
Ist das Muster,
Etwas sind die relativ zwanghaft immer wieder kommen.
Gedankenmuster,
Die sich immer wieder wiederholen.
Das darfst du nicht.
Das kannst du nicht.
Warum ist das so?
Warum verhält sich die Person so?
Während Intuition eher flexibel reagiert.
Es kann sich mal so und mal so anfühlen.
Und ist aber in dem Gefühl,
Wenn du den Zugang dazu hast,
Relativ klar.
Was kannst du nun tun,
Wenn du dir nicht sicher bist,
Ob es sich um ein Muster oder um Intuition handelt?
Als erstes hilft Zeit.
Wenn du kannst,
Mach eine Pause für dich.
Versuche dir die Zeit zu nehmen und in dich hineinzufühlen.
Was passiert denn da gerade mit mir?
Fühlt sich das irgendwie an oder ist das ein Muster,
Wo die Sekretärin schon wieder beginnt,
Mir zu erzählen,
Was ich zu tun oder zu lassen habe?
Was spüre ich also wirklich?
Um das herauszufinden,
Hilft es,
Einfach mal rauszugehen aus der Situation.
Eine Runde um den Block zu gehen,
Mal durchzuatmen.
Und in seinen Bauch hineinzufühlen.
Um eine Zentrierung des Körpers oder im Körper zu erreichen.
Die zweite Möglichkeit ist,
Kontakt zu deinem Körper aufzunehmen.
Dein Körper lügt nicht,
Wenn sich deine Nackenhaare aufstellen,
Wenn du einen Druck in der Brust spürst,
Wenn du eine Beschwernis spürst.
Dann ist es ein ganz klares Zeichen,
Dass irgendwas nicht stimmt.
Die dritte Möglichkeit ist,
Genau die Stimmen in deinem Kopf zu betrachten.
Wenn sich diese Stimmen immer wieder wiederholen,
Wenn du diesen inneren Monolog hast,
Wenn du immer wieder das Gefühl hast,
Dieselben Dinge zu denken,
Dann sind das ganz sicher Muster.
Und keine Intuition.
Und um herauszufinden,
Intuition oder Muster,
Feiere doch bitte dein Störgefühl!
Jedes Störgefühl,
Was in dir sich zeigt,
In den nächsten Wochen,
Monaten.
Nimm es wahr,
Feiere es.
Sag,
Wow,
Da fühlt sich was nicht so gut an.
Dann kommen vielleicht gleich wieder die Sprachen in deinem Kopf oder die Sekretärin.
Ja,
Aber wieso?
Das musst du doch erst mal abwarten und keine Ahnung.
Nein,
Feiere einfach erst mal dein Störgefühl.
Du musst ja nicht gleich handeln,
Aber nimm es wahr,
Akzeptiere es,
Wertschätze und feiere es.
Und das allerletzten Tipp.
Versuch mal mehr zu fühlen und herauszufinden,
Welches Bedürfnis Dahinter steckt hinter diesem Gefühl.
Hatte ich neulich eine super Situation in einem Seminar,
Sollten Teilnehmer mal Gefühle aufschreiben,
Die sie in den letzten Wochen gefühlt haben?
Und überlegen,
Welches Bedürfnis dahinter steckte.
War super share für alle.
Also unseren Zugang zu unseren Gefühlen und den dahinter verborgenen Bedürfnissen.
Den haben viele verlernt.
Wie kannst du denn jetzt deine Intuition wieder mehr aktivieren?
Ich mag kreative Übungen,
Denn ich kann mich ja nicht hinstellen,
Meiner Sekretärin im Kopf sagen,
Hey,
Jetzt aktiviere mal meine Intuition wieder,
Sondern es geht ja um den Zugang zu mir.
Und den kriegst du besonders gut über kreative Übungen.
Als erstes empfehle ich dir die Übung des freien Schreibens.
Stell dir einfach mal einen Timer,
10 Minuten,
5 Minuten,
Setz dich vor ein Blatt und schreib einfach alles runter,
Was dir gerade im Kopf so rumwurschtelt.
Schreib einfach alles auf,
Was dir einfällt.
Wenn du gar keine Idee hast,
Wie du anfangen sollst,
Dann fang doch mal an mit ich spüre oder mich beschäftigt oder ich weiß das oder gestern Abend oder Wenn ich könnte oder wenn dieses Problem nicht in meinem Leben wäre,
Dann wäre.
.
.
Such dir einfach Anfänge und bewerte nicht,
Was du schreibst.
Schreib einfach runter,
Was dir in den Kopf kommt oder was aus dem Herzen will.
Eine weitere tolle Übung ist das Malen mit der nicht-dominanten Hand.
Normalerweise machst du alles rechts,
Dann nimm mal einen Stift und mal mal was mit links.
Du malst sonst mit links oder du machst alles mit links?
Ja,
Dann nimm mal einen Stift oder einen Pinsel und mal mal mit rechts.
Was dabei herauskommen wird,
Wird ganz sicher nichts sein,
Was in irgendeiner Form gegenständlich ist,
Sondern irgendetwas anderes.
Schaust dir mal an und sag,
Was sehe ich denn da drin?
Welche Farbe habe ich gewählt?
Was will mir dieses Bild sagen?
Wenn du nichts siehst,
Ist auch nicht schlimm,
Guck es dir morgen nochmal an.
Dritte Möglichkeit,
Du kannst intuitiv Collagen basteln.
Such dir mal Bilder aus,
Aus Zeitungen oder aus Katalogen,
Die dich einfach ansprechen.
Schneide sie aus.
Klebe sie in irgendeinem Kontext aneinander.
Schau dir das Bild an und lass es einfach mal wirken.
Was will es dir sagen?
Wie willst du es nennen?
Was macht dieses Bild mit dir?
Ist übrigens eine Möglichkeit,
Die auch in der Kunsttherapie und auch im Coaching genutzt wird.
Versuche es mal mit einer Imaginationsreise.
Es gibt auf diesem Kanal ein Video,
Wo ich zu einer solchen Imagination einlade und ich werde dazu auch noch weitere Videos aufnehmen.
Gehe einfach mal in dich und besuche einen Ort deiner Wahl.
Das kann ein Urlaubsort sein oder irgendetwas anderes.
Schau mal,
Wie es dir dort geht.
Welche Erinnerungen kommen hoch?
Was passiert mit dir,
Wenn du dir diesen Ort vorstellst?
Wenn du dich quasi aus dem Hier und Jetzt an einen völlig anderen Ort imaginierst,
Also dich dorthin denkst,
Wenn du dich an einem völlig anderen Ort innerlich wiederfindest.
Schau mal an diesem Ort,
Ob es dort vielleicht auch Tiere gibt oder Gestalten oder Dinge.
Wenn du in einem Entscheidungsprozess bist,
Kannst du alle,
Die in einem solchen Bild mit dir sind,
Einfach mal fragen,
Wie sie es machen würden.
Frag einfach in das Bild hinein,
Wenn du eine Antwort suchst und schau mal,
Was sich zeigt.
Auch eine ganz tolle Möglichkeit,
Stell dir einfach mal ruhige Musik an.
Und beginne dazu zu tanzen.
Ganz locker,
Ohne irgendwelchen Druck.
Bewege dich frei.
Nutze deinen Körper,
Egal wie alt du bist oder was dir wehtut.
Wir alle können uns frei bewegen und können uns zu Musik bewegen.
Und schau doch mal,
Wie sich das anfühlt,
Was bei dir passiert.
Vielleicht kommt Trauer hoch,
Vielleicht kommt Freude hoch,
Vielleicht kommt etwas ganz anderes hoch.
Deinen Körper als Tür zur Intuition.
Du kannst es auch mal mit einem Traumskitzenbuch versuchen.
Leg dir mal einen Zettel nebens Bett oder ein Heft.
Wenn du früh wach wirst,
Schreib dir mal den Traum auf,
Den du hattest,
Wenn du träumst.
Schaust dir mal am Tag an oder am nächsten Tag,
Fühl mal in diese Bilder hinein,
Die sich nachts gezeigt haben und frag dich,
Was will mir dieser Traum vielleicht sagen?
Einen ganz unerschöpflichen Zugang zu unserer Intuition finden wir in der Natur.
Wenn du dich einfach mal in den Wald setzt,
Den Vögeln zuhörst,
Einfach den Wald auf dich einwirken lässt,
Deine Gedanken schweifen lässt,
Wegschickst und einfach nur fühlst,
Wenn du mal einen Baum anfasst,
Wenn du mal Moos anfasst in deiner Hand,
Fühlst.
Auch mal daran riech's!
Damit aktivierst du auch schon deine Intuition.
Aber was du auch machen kannst,
Was ich sehr liebe,
Die Natur bietet ganz,
Ganz,
Ganz großartige Möglichkeiten,
In Kontakt zu gehen mit unserer Intuition.
Zum Beispiel,
Indem du,
Was du in der Natur findest,
Dir anschaust und mal herausfindest,
Was darin stecken könnte für ein Bild,
Für ein Konstrukt,
Was auf den ersten Blick vielleicht gar nicht sichtbar ist.
Diesen Stock gefunden und habe ihn dann angemalt.
Und aus diesem Stock ist eine Tänzerin geworden mit hochgestreckten Armen,
Mit roten Haaren,
Die im Wind wehen.
Und als der einfach so auf der Erde lag,
Sah der natürlich erst gar nicht danach aus.
Aber über das Hineinfühlen,
Über das Öffnen kreativer.
Aspekte ist dieses kleine Kunstwerk entstanden.
Oder ich habe in der Natur diesen tollen Stein gefunden,
Der aussieht wie ein Gesicht.
Oder eben auch dieses tolle Herz.
Dass mich ein wenig an den Film Das kalte Herz erinnert,
Ein Herz aus Stein.
Was aber wundervoll in meiner Hand liegt.
Kreativität ist also nicht das Gegenteil von Denken,
Sondern es ist ein Denken.
Teil deiner Intuition.
Eine Stimme deiner Intuition.
Und wenn du Zugang zu deiner Intuition haben möchtest,
Neben dem Fühlen,
Neben dem Spüren,
Neben dem Fokussieren,
Zentrieren auf dein Inneres,
Dann ist der Umgang mit Kreativität oder kreatives Sein ein toller Aspekt,
Um deine Intuition zu stärken und zu fördern.
Ich hoffe,
Wir sehen uns bald wieder.
Bis dahin,
Mach's gut.
Und vielleicht findest du demnächst auch einen so wundervollen Stein.
Treffen Sie Ihren Lehrer
5.0 (1)
