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Du darfst Pause machen – Eine Meditation zum Innehalten

by Franziska Bläser

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Meditation
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Wann hast du das letzte Mal eine Pause gemacht, ohne dabei etwas zu konsumieren, zu erledigen oder zu optimieren? Wir sind es gewohnt, unsere Zeit möglichst gut zu nutzen. Wir hören Podcasts beim Sport, lesen Nachrichten beim Essen und greifen zum Handy, sobald ein paar Minuten Leere entstehen. Nichts davon ist grundsätzlich schlecht. Aber vielleicht dürfen zwischendurch auch Momente entstehen, in denen nichts weiter dazukommen muss. Diese Meditation ist eine Einladung, für ein paar Minuten aus dem Tun auszusteigen und einfach zu sein. Für diesen Moment musst du nichts erreichen. Du darfst einfach hier sein. Vielleicht nimmst du am Ende diesen Gedanken mit: Nicht jeder freie Moment muss gefüllt werden. Nicht jede Pause braucht einen Zweck. Manchmal darf ein Moment einfach ein Moment sein. Erlaube dir diesen kurzen Moment nur für dich.

Transkription

Wie schön,

Dass du dir die Zeit für dich nimmst,

Für eine kurze Pause.

Vielleicht möchtest du für die nächsten Minuten alle Ablenkungen im Außen einmal abschalten.

Dein Handy in den Nicht-Stören-Modus schalten,

Sodass du für ein paar Momente wirklich ungestört bist.

Es gibt gerade nichts,

Was so wichtig sein könnte,

Dass es nicht für ein paar Minuten warten kann.

Für jetzt gibt es nur dich und diesen Moment.

Also,

Wenn du soweit bist,

Dann mach es dir gemütlich.

Vielleicht möchtest du sitzen oder auch liegen.

Finde eine Position,

Die dir gerade gut tut.

Bringe deine Sünde nun einmal nach innen.

Indem du ganz sanft deine Augen schließt.

Dieser Moment.

Gehört dir.

Du darfst jetzt Pause machen.

Nichts leisten,

Nichts erledigen,

Nichts erreichen.

Einfach nur hier sein.

Nimm nun einmal einen tiefen Atemzug durch die Nase ein.

Und lass mit der Ausatmung deinen Körper ein wenig los.

Vielleicht stellst du dir vor,

Wie mit jeder Einatmung etwas mehr Ruhe in dir Raum bekommt.

Und wie mit jeder Ausatmung ein wenig Anspannung von dir abfließen darf.

Ruhe ein.

Anspannung auf.

Gibt dir hier Zeit.

Manchmal dauert es ein wenig,

Bis der Körper merkt,

Dass er gerade nichts tun muss.

Versuche nicht,

Die Ruhe zu erzwingen.

Lass sie Schritt für Schritt entstehen.

Copyright WDR 2021 Für diesen Moment darf alles genauso sein,

Wie es ist.

Beobachte einmal,

Wie dein Atem gerade fließt.

Du musst ihn nicht verändern.

Lass deine Atemzüge ganz natürlich kommen und gehen.

Wie Wellen am Strand.

Vielleicht spürst du,

Wie sich deine Bauchdecke mit der Einatmung ganz sanft hebt.

Und mit der Ausatmung wieder senken.

Erlaube dir,

Dich in diesen natürlichen Rhythmus deiner Atmung hinein zu entspannen.

Und vielleicht möchtest du deine Atmung gedanklich begleiten mit einem Ein.

Aus.

Auf.

Eine kleine Aufgabe für deinen Geist,

Damit auch er langsam zur Ruhe kommen kann.

Aus.

Erlaube dir,

Dass dies gerade deine einzige Aufgabe sein darf.

Lass dich einfach von deiner Atmung von Moment zu Moment tragen.

Auf.

Nur dieser Moment und du.

Und vielleicht ein paar Gedanken,

Die dich immer wieder mal von der Atmung abbringen.

Keine Sorge,

Das ist ganz normal und es liegt in der Natur unseres Geistes.

Die Gedanken dürfen vorbeischauen,

Aber du musst ihnen heute keine große Aufmerksamkeit schenken.

Und muss sie nicht festhalten und sie auch nicht wegschieben.

Du darfst einfach beobachten,

Wie sie kommen und wieder gehen.

Und auch hier kannst du dir die Wellen am Strand vorstellen.

Sie kommen und sie gehen.

Und der Versuch,

Jede einzelne Welle festzuhalten oder zurückzuschieben.

Würde dich unnötig viel Energie kosten.

Also lass dich tragen von den Wellen deiner Atmung.

Beobachte das Kommen und Gehen deiner Gedanken und erlaube deinem Geist,

Langsam etwas ruhiger zu werden.

Vielleicht geht es dir auch so,

Dass es dir manchmal schwerfällt,

Ganz bewusst auf Pause zu drücken,

Einen Moment innezuhalten und einfach nichts zu tun zu machen.

Wir sind es gewohnt,

Unsere Zeit gut zu nutzen.

Vielleicht lernen wir schon früh,

Beschäftigt zu sein,

Dinge zu erledigen und unsere Zeit möglichst sinnvoll einzusetzen.

Und heute gibt es unendlich viele Möglichkeiten,

Jeden freien Moment mit etwas zu füllen.

Und es geht dabei nicht darum,

Dass all das schlecht wäre.

Du darfst Podcasts hören,

Serien schauen,

Nachrichten lesen oder Zeit auf deinem Handy verbringen.

Aber vielleicht dürfen zwischendurch auch Momente entstehen,

In denen nichts weiter dazukommen muss.

Momente,

In denen du nichts konsumierst,

Nichts erledigst,

Nichts optimierst.

Momente,

In denen wir Körper und Geist Raum geben,

Alles Erlebte einfach ein wenig nachwirken zu lassen,

Ohne sie direkt mit weiterem Input zu füttern.

Vielleicht dürfen wir ab und zu Momente erlauben,

In denen wir nach innen gehen und in denen sich die Welt da draußen für ein paar Momente ohne uns weiterdrehen darf.

Vielleicht möchtest du einmal hineinspüren,

Wie es sich anfühlt,

Nichts weiter zu tun.

Nichts zu lernen,

Nichts zu beantworten oder zu optimieren.

Und vielleicht bemerkst du,

Wie schnell dein Geist nach einer neuen Aufgabe sucht.

Was könnte ich jetzt noch machen?

Was muss ich später noch erledigen?

Eigentlich müsste ich jetzt anfangen zu kochen.

Falls dem so ist,

Dann sagt ihr innerlich,

Nicht jetzt.

Für diese paar Minuten muss ich nichts tun.

Spüre wieder deinen Atem.

Eins.

Aus.

Nichts tun bedeutet nicht,

Dass nichts passiert.

Du atmest.

Du fühlst.

Du bist hier.

Das Leben passiert auch dann,

Wenn du gerade nichts daraus machst.

Und vielleicht ist das die Erlaubnis,

Die wir uns manchmal selbst geben dürfen.

Ich muss nicht jeden freien Moment füllen.

Ich musste nicht aus jeder Minute etwas herausholen.

Ich darf langsam sein.

Ich darf Pause machen.

Und vielleicht bemerkst du,

Dass in diesen Momenten Raum für Erholung entstehen darf.

Raum,

In dem dein Geist sich sortieren darf und dein Körper langsam zur Ruhe kommen kann.

Bleibt noch ein paar Atemzüge hier.

Atme noch einmal tief ein.

Und ganz langsam wieder aus.

Beginne,

Deinen Körper wieder etwas mehr wahrzunehmen.

Bewege ganz langsam deine Finger und deine Zehen.

Vielleicht möchtest du dich einmal sanft strecken.

Und wenn du soweit bist,

Dann blinzle ganz langsam deine Augen wieder auf.

Und nimm den Raum um dich herum wieder wahr.

Nimm die Ruhe,

Die du dir gerade erlaubt hast,

Mit in deinen Tag.

Und vielleicht lässt du heute irgendwo ein paar Minuten frei.

Minuten,

Die nichts werden müssen.

Minuten,

Die einfach dir gehangen.

5.0 (3)

Neueste Bewertungen

Katharina

August 26, 2026

Danke für diese wunderbare Meditation, liebe Franzi! Ich mag deine ruhige Stimme, die angenehme Hintergrundmusik, die gedanklich Reflexion (vielleicht) und die praktischen Beispiele, das sich Erlauben-dürfen. Diese Meditation werde ich jetzt sicherlich häufiger hören. 🙏🍀

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