
Herbstmeditation
In dieser wunderbaren Meditation nehme ich dich mit in einen herbstlichen Park, in dem dir etwas über dich und dein Leben klar wird. Du nimmst dir ein Beispiel an den Bäumen, die jeden Herbst ganz zuverlässig ihre Blätter abwerfen um im Frühling wieder neu austreiben zu können.
Transkription
Willkommen zu deinem Moment der Ruhe.
Ich bin Nadine von Ecco Mind und ich freue mich,
Dich bei dieser Meditation zu begleiten.
Draußen wird es langsam kühler und die Tage werden kürzer.
Perfekt also für eine ganz herbstzeitliche Meditation.
Mach es dir nun bequem.
Setz dich am besten aufrecht hin und lass deine Schultern sinken.
Lege deine Hände auf deinen Oberschenkeln oder im Schoß ab.
Und schließe sanft deine Augen.
Nimm einen tiefen Atemzug.
Und entspanne mit der Ausatmung ganz bewusst deinen Körper.
Komm ganz im Moment an und mach dich bereit für die nächsten Minuten.
Stell dir jetzt vor,
Du stehst an einem sonnigen Herbstnachmittag am Rand eines großen Parks.
Die Luft ist frisch.
Und riecht nach feuchter Erde und Laub.
Du ziehst deine Jacke ein wenig enger um dich und spürst,
Wie angenehm warm sie sich anfühlt.
Du gehst in den Park hinein.
Und unter deinen Füßen raschelt das Laub.
Mit jedem Schritt.
Hörst du dieses leise Geräusch und spürst den weichen Boden unter dir.
Die Sonne steht schon tief.
Scheint schräg durch die Äste,
Und ihr Licht lässt die Blätter in warmen Farben leuchten.
Du siehst gelb und orange.
Dazwischen ein kräftiges Rot und hier und da noch ein wenig Grün.
Atme die kühle Herbstluft tief ein.
Spüre,
Wie sie durch deine Nase strömt und deine Lunge füllt.
Beim Ausatmen spürst du,
Wie du noch etwas ruhiger wirst und dich noch mehr entspannst.
Am Wegrand entdeckst du eine Kastanie.
Du bückst dich.
Hebst sie auf.
Und hält sie in Deiner Hand.
Ihre Schale ist glatt,
Glänzt im Sonnenlicht.
Spüre ihr Gewicht und ihre kühle Oberfläche zwischen deinen Fingern.
Dann steckst du sie in deine Jackentasche und gehst weiter.
Einige Meter weiter entdeckst du den größten und ältesten Baum in diesem Park.
Seine Krone leuchtet in der Nachmittagssonne und der Stamm hat einen beeindruckenden Durchmesser.
Gehst auf den Baum zu.
Und betrachtest ihn.
Da geht ein leichter Windhauch durch die Äste.
Ein Blatt löst sich.
Und schwebt ganz langsam zu Boden.
Du schaust ihm nach,
Wie er sich dreht.
Und schließlich sanft neben dir landet.
Der Baum lässt seine Blätter wie ganz selbstverständlich gehen.
Denn er weiß,
Dass jetzt die Zeit dafür gekommen ist,
Damit er im Frühling neue Knospen bilden und wieder in frischem Grün erstrahlen kann.
Und alles in der Natur folgt diesem Rhythmus.
Auf den Sommer folgte Herbst.
Und nach dem Winter beginnt alles wieder von vorne.
Auch in deinem Leben verändert sich ständig etwas.
Manche Veränderungen hast du dir selbst gewöhnt.
Und andere sind einfach passiert.
Lenke deine Aufmerksamkeit jetzt auf eine Veränderung,
Die dich gerade beschäftigt.
Nimm wahr,
Was sich gerade in deinem Leben wandelt.
Und spüre,
Wo in deinem Körper du diese Veränderung am meisten wahrnimmst.
Beobachte einfach,
Was da ist.
Alles,
Was du jetzt spürst,
Darf da sein.
Schau dann wieder hinauf in die Krone des Baumes.
Und sieh,
Wie er ruhig im Wind steht Während seine Blätter fallen.
Er lässt ein Blatt nach dem anderen gehen und bleibt dabei ganz fest verwurzelt.
Nimm dir diesen Baum zum Vorbild.
Atme tief ein und spüre die Veränderung,
Die du eben wahrgenommen hast.
Beim Ausatmen erlaubst du ihr einfach da zu sein.
Und dann sag zu dir innerlich.
Ich nehme an,
Was sich gerade verändert.
Ich vertraue darauf,
Dass alles seine Zeit hat.
Lass diese Sätze in dir wirken und spüre,
Wie dein Körper darauf reagiert.
Nimm nun das Blatt,
Das neben dir gelandet ist,
In deine Hand.
Und betrachte es.
Du siehst seine Farbe und die feinen Linien,
Die sich durch das Blatt ziehen.
Dieses Blatt hat den ganzen Sommer über Sonne und Regen aufgenommen und den Baum genährt.
Lege nun in dieses Blatt alles,
Was du jetzt gerade gehen lassen möchtest.
Nimm dir hiervor ruhig etwas Zeit.
Dann öffne deine Hand.
Und beobachte,
Wie der Wind das Blatt sanft hebt und wie es davon schwebt.
Zwischen den anderen Bäumen hindurch.
Hinaus aus dem Park und aus deinem Sichtfeld.
Du schaust ihm nach,
Bis es im bunten Laub verschwindet.
Atme tief ein und aus.
Und spüre,
Wie leicht du dich jetzt fühlst.
Es ist in Ordnung,
Dass sich Dinge verändern.
Mit jeder Veränderung entsteht Raum für etwas Neues.
Genauso wie der Baum im Frühling wieder austreibt.
Die Sonne ist inzwischen hinter den Bäumen versunken und du spürst,
Dass es etwas kühler wird.
Du stehst also auf.
Und geh es durch den Park zurück.
Dabei kommt dir ein Gedanke.
Genau wie die Natur sich im Herbst zurückzieht und Kraft sammelt,
Darf auch ich jetzt gut für mich sorgen.
Ich darf langsamer werden und mir Ruhe gönnen.
Spüre dabei in dich hinein.
Und lass in dir auftauchen,
Was dir in dieser Zeit guttut.
Die Antwort darf ganz von selbst kommen.
Nimm wahr,
Was sich zeigt.
Und halte es in deinem Herzen fest.
Leg nun eine Hand auf dein Herz.
Und spüre die Wärme.
Sagt zu dir.
Ich sorge gut für mich.
Ich schenke mir die Ruhe,
Die ich brauche.
Hole jetzt die Kastanie aus deiner Jackentasche und halte sie in deiner Hand.
In ihr steckt schon ein ganzer Baum,
Der darauf wartet zu wachsen.
Und sie erinnert dich daran,
Dass in jedem Ende auch ein neuer Anfang liegt.
Es ist nun an der Zeit,
Langsam zurückzukehren.
Lass den Park und die Bäume langsam verblassen und lenke deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem.
Atme ein wenig tiefer ein.
Und ein wenig länger wieder auf.
Spür deinen Körper.
Und bewege sanft deine Finger und Zehen.
Wenn du möchtest,
Streck dich ein wenig.
Bedanke dich dann bei dir selbst.
Und wenn du bereit bist,
Öffne langsam deine Augen.
Schön,
Dass du bei dieser Meditation dabei warst.
Bis zum nächsten Mal.
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