
Bauchschmerzen: Meditation Für Verdauung Und Körpervertrauen
Diese Meditation stärkt deine Verbindung zu deinem Bauch und hilft dir, ihn loszulassen. Ob Verdauungsprobleme, Anspannung im Bauch oder ein Unbehagen, das dich schon länger begleitet: Oft stecken dahinter unverdaute Gefühle und Erfahrungen. Angst, Widerstand und Anspannung beeinflussen unsere Verdauung direkt. Erst in der Akzeptanz kann sich etwas verändern. Diese Übung ist angelehnt an die Arbeit von Celia Roberts und kombiniert Atemtechnik, somatische Achtsamkeit und sanfte Selbstmassage, um deinen Bauch weicher werden zu lassen. In dieser Meditation lernst du: - Mit verlängertem Ausatem dein parasympathisches Nervensystem zu aktivieren - Empfindungen im Bauch mit Neugier statt Angst zu begegnen - Dein Verhältnis zu deinem Bauch und zum Essen nachhaltig zu verändern Dauer: ca. 15 Minuten | Für alle Level geeignet
Transkription
Willkommen,
Ich bin Julia,
Dein Coach bei Erschöpfung und Stress.
Ich habe selbst jahrelang unter schlimmen Bauchschmerzen gelitten und ich weiß,
Wie schwer das ist und wie belastend das sein kann.
Heute machen wir eine Meditation für deine Bauchgesundheit und für dein gutes Bauchgefühl.
Wir stärken mit dieser Meditation die Verbindung zwischen dir und deinem Bauch.
Vielleicht hast du Angst davor,
Deinen Bauch loszulassen.
Oder du hast Verdauungsprobleme,
Die dich schon eine Weile begleiten.
Wir üben,
Unseren Bauch zu entspannen,
Um unsere Verdauung zu verbessern.
Diese Übung ist angelehnt an eine Meditation von Celia Roberts.
Wenn du gut Englisch verstehst,
Hör dir sie gerne im Original an.
Gerade ist,
Dein Sitz stabil und du gehalten wirst.
Schließe deine Augen,
Falls dir das möglich ist,
Sonst schau mit halb geschlossenen Augen nach unten.
Nun geh mit deiner Aufmerksamkeit zu deinem Bauch und lass ihn ganz weich und locker werden.
Du kannst dabei deinen Atem nutzen.
Einatmend hebt sich dein Bauch,
Ausatmend senkt sich dein Bauch wieder.
Leg eine Hand oder ein Kissen auf deinen Bauch und fühl in die Bewegung hinein.
Wenn du atmest,
Versuche dich nicht anzustrengen,
Sondern lass deinen Atem sanft fließen.
Lenke deinen Atem bewusst in deinen Bauch.
Nur so lang und tief.
Wie es sich mühelos anfühlt.
Einatmend hebt sich dein Bauch.
Und ausatmend senkt sich dein Bauch wieder.
Wenn wir länger ausatmen als einatmen.
Aktivieren wir unser parasympathisches Nervensystem und entspannen uns.
Das lange Ausatmen ist wie ein Kleidschirm,
Der uns sanft landen lässt.
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten,
Unser Ausatmen ohne Mühe zu verlängern.
Wir nutzen heute ein Summen beim Ausatmen mit der Silbe HM.
Das Summen hat eine zusätzlich entspannende Wirkung und unterstützt deine Verdauung.
Atme ein.
Und dann lang wieder aus.
Einatmen.
Und viel,
Viel länger ausatmen.
Und ein letztes Mal einatmen.
Und wieder ausatmen.
Das lange Ausatmen senkt deinen Puls.
Komm zurück mit deiner Aufmerksamkeit zu der Weichheit deines Bauches.
Falls du noch Anspannung oder Schmerz in deinem Bauch wahrnimmst,
Geh mit deiner Aufmerksamkeit genau zu dieser Empfindung.
Und erlaube dieser Empfindung da zu sein.
Schau dir die Empfindungen genauer an.
Beobachte,
Wie sie sich in deinem Bauch bewegen.
Oft sind die Empfindungen nicht so starr und fest,
Wie wir zuerst vermuten.
Sie bewegen sich,
Ändern ihre Form,
Konsistenz und Intensität.
Begegne jeder Empfindung für einen Moment mit Neugier und Offenheit.
Vielleicht entsteht sogar ein Gefühl der Weite oder des Raumes in deinem Bauch.
Falls keine Anspannung da ist,
Nimmst du vielleicht ein Unbehagen wahr.
Untersuche auch diese Empfindung.
Sei mit ihr und verbinde dich mit ihr.
Atme tief und ruhig weiter,
Während du mit deiner Aufmerksamkeit bei den Empfindungen in deinem Bauch bleibst.
Es gibt nichts zu machen,
Nur da sein,
Mit dem Sein,
Was ist.
Gefühle drücken sich in unserem Körper als Empfindungen aus.
Sei mit dem,
Was sich zeigt und was gesehen werden will.
Beobachtet ist.
Und lasst die Zeit damit.
Wenn wir in Widerstand zu dem gehen,
Was ist,
Bleibt es,
Verhärtet sich und fragt uns immer wieder nach unserer Aufmerksamkeit,
Bis wir sie ihm geben.
Wir können dem Schmerz nicht aus dem Weg gehen.
Erst in der Akzeptanz kann sich etwas verändern und wir bewegen das,
Was da ist.
Atme tief und ruhig in deinen Bauch und lass ihn noch weicher werden,
Während du mit deiner Aufmerksamkeit bei deinen Empfindungen bleibst.
Es gibt nichts zu machen,
Nur da sein,
Mit dem Sein,
Was ist.
Und atme weiter länger aus,
Als du einatmest,
Um noch tiefer zu entspannen.
Leg deine Hand auf deinen Bauch und massiere ihn in sanften Kreisen.
Der Großteil unseres Serotonins wird im Magen-Darm-Trakt und nicht im Gehirn erzeugt.
Massiere sanft deinen Bauch.
Und atme dabei tief ein und aus.
Lass die Berührung so sanft sein,
Wie du magst.
Und nimm die Berührung ganz genau wahr.
Was hilft dir und deinem Geist dabei,
Deinen Bauch entspannt wahrzunehmen?
Du veränderst damit,
Wie du deinen eigenen Bauch wahrnimmst.
Atme noch ein paar Mal tief in deinen Bauch hinein.
Du wirst gehalten,
Du bist sicher hier,
Du wirst beschützt und bist getragen.
Öffne dich dem,
Was in deinem Körper vorgeht.
Wie fühlt es sich an,
Mit deiner Aufmerksamkeit in deinem Bauch bei den Empfindungen zu sein,
Dem Moment zu vertrauen?
Den Moment zu verdauen.
Glaube den Empfindungen da zu sein.
Beobachte sie,
Ohne sie zu bewerten.
Nimm wahr,
Was sich verändert hat.
Und falls sich nichts bewegt hat,
Ist es völlig in Ordnung.
Wir wollen mit diesen Empfindungen sein.
Sie erlauben,
Da zu sein.
Und sie im Körper wahrnehmen.
Nicht sie zu ändern oder weghaben zu wollen.
Du kannst dich fragen,
Wie verdaue ich das Leben?
Bin ich im Moment?
Oder schlucke ich Gefühle runter oder Dinge,
Die ich sagen wollte?
Kämpfe ich mit dem,
Was da ist?
Wie würde es sich anfühlen,
Das alles loszulassen?
Bin ich im Widerstand mit dem,
Was passiert?
Wünsche ich mir,
Dass es anders ist?
Unter all dem liegen unverdaute Gefühle und Erfahrungen.
Widerstand,
Angst,
Wut,
Kroll,
Trauer,
Traurigkeit.
All das beeinflusst unsere Verdauung.
Gefühle kommen wie Wellen und gehen wie Wellen.
Und am besten lassen wir sie durch uns durchfließen.
Wir alle gehen durch Schwierigkeiten und unangenehme Gefühle hindurch.
Gehört zum Leben dazu.
Angst und Stress verstärkt Schmerz und lässt dich im Kreislauf bleiben.
Du hast gerade gelernt,
Deinen Schmerz anzunehmen,
Was ihn mindert.
Wann immer du es brauchst,
Kehre zu dieser Übung zurück und um diesen Muskel in deinem System zu stärken.
Atme noch einmal tief in deinen Bauch ein.
Und atme mit einem sanften HMMMM wieder aus.
Wenn wir dasselbe Lebensmittel zu uns nehmen,
Das eine Mal mit Angst und das andere Mal mit der Erwartung,
Dass es uns nährt,
Machen wir eine andere Erfahrung damit.
Und das gleiche gilt für deinen Schmerz.
Es ist wichtig,
Dass wir beim Essen in der Fülle und nicht im Mangel sind und das Gefühl haben,
Dass unser Essen uns nährt.
Essen ist deine Medizin und deine Meditation.
Nun halte deinen ganzen Körper in deiner Aufmerksamkeit,
Von Kopf bis Fuß.
Nimm wahr,
Wie dein Körper atmet.
Nimm wahr,
Wo dein Körper aufliegt,
Wie er gehalten wird.
Nimm nochmal einen tiefen Atemzug durch die Nase ein.
Atme mit einem Seufzen aus.
Hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm Schenke dir selbst ein Lächeln und wenn du soweit bist,
Öffne deine Augen.
Je häufiger du eine andere Erfahrung mit deinem Bauch machst,
Umso schneller wird sich dein Verhältnis zu ihm und zum Essen verändern.
Deine Gedanken und Gefühle werden sich von Scham,
Angst und Ausgeliefertsein zu Wohlwollen,
Dankbarkeit und Annahme verändern.
Und komm zu dieser Übung zurück,
Wann immer du sie brauchst.
Bis bald.
Tschüss.
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