
Geführte Stehmeditation für Erdung und Präsenz
Die meisten Menschen verbinden Meditation vor allem mit dem Sitzen, manchmal auch mit dem Gehen. Das Stehen hingegen wird oft übersehen. Schade eigentlich, denn gerade diese Form der Praxis eignet sich besonders gut für den Alltag. Die Stehmeditation lässt sich jederzeit integrieren – beim Warten an der Supermarktkasse, beim Zähneputzen oder an der Bushaltestelle. Für kurze Momente. Für einige bewusste Atemzüge. Bewusstes Stehen kann dich dabei unterstützen, mehr Erdung zu erfahren und deine Präsenz im Alltag zu vertiefen. Gleichzeitig hilft es, Spannungen früher wahrzunehmen und loszulassen, bevor sie sich im Körper festsetzen. Da das meditative Stehen für viele Menschen zunächst ungewohnt ist, leite ich diese Meditation ausführlich und Schritt für Schritt an. Nach einer Minute Stille schließt die Meditation mit einem kurzen Bodyscan ab, damit du die Wirkung der Praxis bewusst nachspüren kannst.
Transkription
Komme entstehen!
Wenn es für dich bequem ist,
Stehe barfuß.
So dass du den Boden besser spüren kannst.
Die Füße in etwa Hüftbreit auseinander,
Die Füße ziehen parallel nach vorne.
Komme so an im Stehen.
Atme.
Einatmen,
Gefühl von länger Ausrichtung.
Und ausatmend ankommen,
Entspannen,
Im Stehen,
Ohne einzusenken.
Und ich spüre die Fußsohlen auf der Matte auf dem Boden,
Kontakt zur Erde.
Spüre deine Fersen.
Boden.
Und dann nochmal einatmend von deinen Fersen ausgehend ein Gefühl der Länge in deiner ganzen Rückseite.
Bis zur Hinterkopfkronenpunkt.
Ausatmend ankommen.
Und wenn du so gut bist.
Auch wenn es vielleicht etwas anstrengend ist,
So bewegungslos zu stehen.
Kommer an im Stehen.
Im Körper.
Ihr jetzt.
Vielleicht gibt deine Schultern,
Kiefergelenke,
Gesicht,
Augen noch einen Entspannungsimpuls.
Und loslassen.
Und dann bemerke,
Wie du atmest,
So im Stehen.
Bemerke,
Spüre die Einatmung.
Und die Ausatmung.
Dein Atemrhythmus.
Vielleicht atmest du schnell oder langsam.
Oder auch eher oberflächig.
Wie genau du atmest,
Ist unwichtig.
Wichtig ist,
Spüre,
Beobachte.
Die Einatmung.
AUSATMU!
Und wenn es für dich stimmig ist,
Mache die Vorstellung,
Dass du einatmend zum Bauch gehst.
Und ausatmend weg vom Bauch.
Einatmen zum Bauch.
Ausatmen,
Weg vom Bauch.
Oder auch atme auf deine eigene Weise.
Barus.
Entspannt.
Im Stehen.
Fühlen.
Noch so eine Minute stille.
Und nun beende langsam diese Übung.
Nimm dir noch einen Moment,
Um Nacht zu spüren,
Ohne dich zu bewegen.
Spüre deine Füße,
Beine.
Hüfte und Becken.
Bauch.
Brust,
Brustbein.
Unteren Rücken.
Schultern.
Amen.
Hände.
Spüre deinen Nacken und Kopf.
Wie fühlt sich dein Körper an?
Vielleicht bemerkst du einen kleinen Unterschied.
Vielleicht auch nur sehr subtil.
Mehr Ruhe,
Mehr Präsenz,
Mehr Erdung,
Kontakt zum Boden.
Und vielleicht kannst du genau dieses Gefühl mit in deinem Tag nehmen.
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