
Stehmeditation I | Das bewusste Stehen für Erdung & Präsenz
Die meisten Menschen verbinden Meditation vor allem mit dem Sitzen. Das bewusste Stehen wird hingegen oft übersehen. Schade, denn diese Form der Praxis eignet sich besonders gut für den Alltag. Die Stehmeditation in einer natürlichen Standhaltung lässt sich jederzeit integrieren: beim Warten an der Supermarktkasse, beim Zähneputzen oder an der Bushaltestelle. Für kurze Momente, für einige bewusste Atemzüge. Bewusstes Stehen kann dich dabei unterstützen, mehr Erdung und Präsenz im Alltag zu erfahren. Gleichzeitig hilft es, Spannungen frühzeitig wahrzunehmen und loszulassen, bevor sie sich im Körper festsetzen. Diese erste Praxis legt den Schwerpunkt auf Stabilität, Erdung und bewusstes Stehen. In der zweiten Stehmeditation wird diese Grundlage um einfache Balance-Elemente erweitert. Wenn du das Thema 'Stehen' noch tiefer und in Ruhe vertiefen möchtest, lade ich dich herzlich ein zu meinem 5-Tagekurs „Die vergessene Kunst des Stehens“, der auf meinem Profil zu finden ist.
Transkription
Komme entstehen!
Wenn es für dich bequem ist,
Stehe barfuß.
So dass du den Boden besser spüren kannst.
Die Füße in etwa Hüftbreit auseinander,
Die Füße ziehen parallel nach vorne.
Komme so an im Stehen.
Atme.
Einatmen,
Gefühl von länger Ausrichtung.
Und ausatmend ankommen,
Entspannen,
Im Stehen,
Ohne einzusenken.
Und ich spüre die Fußsohlen auf der Matte auf dem Boden,
Kontakt zur Erde.
Spüre deine Fersen.
Boden.
Und dann nochmal einatmend von deinen Fersen ausgehend ein Gefühl der Länge in deiner ganzen Rückseite.
Bis zur Hinterkopfkronenpunkt.
Ausatmend ankommen.
Und wenn du so gut bist.
Auch wenn es vielleicht etwas anstrengend ist,
So bewegungslos zu stehen.
Kommer an im Stehen.
Im Körper.
Ihr jetzt.
Vielleicht gibt deine Schultern,
Kiefergelenke,
Gesicht,
Augen noch einen Entspannungsimpuls.
Und loslassen.
Und dann bemerke,
Wie du atmest,
So im Stehen.
Bemerke,
Spüre die Einatmung.
Und die Ausatmung.
Dein Atemrhythmus.
Vielleicht atmest du schnell oder langsam.
Oder auch eher oberflächig.
Wie genau du atmest,
Ist unwichtig.
Wichtig ist,
Spüre,
Beobachte.
Die Einatmung.
AUSATMU!
Und wenn es für dich stimmig ist,
Mache die Vorstellung,
Dass du einatmend zum Bauch gehst.
Und ausatmend weg vom Bauch.
Einatmen zum Bauch.
Ausatmen,
Weg vom Bauch.
Oder auch atme auf deine eigene Weise.
Barus.
Entspannt.
Im Stehen.
Fühlen.
Noch so eine Minute stille.
Und nun beende langsam diese Übung.
Nimm dir noch einen Moment,
Um Nacht zu spüren,
Ohne dich zu bewegen.
Spüre deine Füße,
Beine.
Hüfte und Becken.
Bauch.
Brust,
Brustbein.
Unteren Rücken.
Schultern.
Amen.
Hände.
Spüre deinen Nacken und Kopf.
Wie fühlt sich dein Körper an?
Vielleicht bemerkst du einen kleinen Unterschied.
Vielleicht auch nur sehr subtil.
Mehr Ruhe,
Mehr Präsenz,
Mehr Erdung,
Kontakt zum Boden.
Und vielleicht kannst du genau dieses Gefühl mit in deinem Tag nehmen.
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