
Berg-Meditation
by Eva Linnartz
Bei dieser geleiteten Meditation kreierst du in deiner inneren Vorstellung einen Berg. Er symbolisiert unter anderem Gegenwärtigkeit, Gelassenheit und Stille. Wenn dich dieses Bild anspricht, kannst du ab und zu sitzen wie ein Berg und seine Qualitäten in deinem Leben kultivieren.
Transkription
Bergmeditation.
Finde eine stabile,
Aufrechte und auch unangestrengte Meditationshaltung.
Die Augen sanft schließen,
Sie hinter den geschlossenen Lidern ganz weich werden lassen.
Einige Momente spüren,
Wie du hier sitzt.
Alle Empfindungen,
Die da sind,
Wahrnehmen.
Den Atem betrachten,
Wer kommt und geht.
Stelle dir einen Berg vor.
Einen Berg voller Kraft,
Stabilität,
Festigkeit.
Schau ihn genau an.
Den weiten,
Breiten Fuß.
Vielleicht gibt es große Wiesen,
Weiden,
Wälder,
Weiche,
Sanfte Hügel,
Schroffe Felsen,
Einen großen Gipfel.
Vielleicht mit schneebedeckten Flächen.
Eine unendliche Weite des Horizonts.
Wie auch immer dein Berg aussieht,
Lasse ihn vor deinem geistigen Auge ganz lebendig werden.
Die Bergwelt und alle Gefühle,
Die sich zeigen,
Auf dich einwirken lassen.
Der Berg ist ganz präsent,
Strahlt Würde,
Kraft und Ruhe aus.
Mit einer soliden,
Breiten Basis ist er verwurzelt mit der Erde.
Mit seinem Gipfel ragt er hoch in den Himmel hinein.
Stell dir vor,
Wie du selbst zu diesem Berg wirst.
Fühle,
Wie der Körper schwer und ruhig wird.
Gut geerdet auf seinem Platz.
So,
Wie es angenehm ist,
Tief ein- und lang ausatmen.
Mit jedem Atemzug mehr und mehr zu diesem Berg werden.
Der Fuß des Berges sind deine Beine und dein Gesäß.
Die Schwerkraft spüren.
Die Verwurzelung mit der Erde.
Unbeweglich und unverrückbar bist du mit ihr verbunden.
Oberkörper und Schultern streben nach oben,
Ganz erhaben und würdevoll.
Der Kopf ist der Gipfel,
Der in den Himmel ragt.
Sitzen wie ein Berg.
Einfach da sein.
Den ganzen Tag,
Während die Sonne über den Himmel wandert.
Licht,
Schatten und Farben von Augenblick zu Augenblick wechseln.
Nachts,
Wenn die Natur zur Ruhe kommt und sich die Dunkelheit herabsenkt.
Ein sanftes Licht von Sternen und Mond.
Je nach Wetterlage stürmt es manchmal heftig.
Dann wieder ist kein Lufttauch zu spüren.
Manchmal ist im Morgengrauen oder im Nebel kaum etwas zu sehen.
Dann wieder ist die Sicht ganz klar.
Jahreszeiten kommen und gehen.
Frühling,
Sommer,
Herbst,
Winter.
Was auch immer geschieht,
Der Berg ist und bleibt der Berg.
Unveränderlich,
Standhaft,
Lässt alle Veränderungen gleichmütig an sich vorbeiziehen.
Er nimmt alle Dinge,
Wie sie sind.
Ob etwas weggespült wird oder wegbricht.
Er bleibt unbeeindruckt und gelassen.
Während diese Bilder vor deinem inneren Auge entstehen,
Erinnern sie dich vielleicht an Stürme und Veränderungen in deinem Leben.
Es gibt Zeiten des Lichts und des Wachstums,
Zeiten der Dunkelheit und des Stillstands,
Heftige Stürme und ein ruhiges Dahinplätschern.
Betrachte Erinnerungen,
Die auftauchen,
Wie aus der Ferne.
Werd frei,
Gleichmütig und gelassen.
Dies sind die Qualitäten eines Berges.
Spüre sie in dir selbst.
Verbinde dich mit ihnen.
Sitzen wie ein Berg,
Gerade und hoch aufgerichtet,
Bei jedem Wetter.
Sitzen wie ein Berg.
Mit allem,
Was ist,
Einfach sein.
Der Berg,
Symbol für das Verweilen in der Gegenwart mit ruhiger Kraft und Gelassenheit.
Löse dich nun von der Identifikation mit dem Berg.
Spüre,
Wie du hier sitzt.
Vielleicht kannst du körperlich eine besondere Aufgerichtetheit und Stabilität wahrnehmen.
Innerlich vielleicht Ruhe und Gelassenheit.
Alles annehmen,
Wie es ist.
Nun den Atem noch einige Momente fließen lassen,
So wie er kommt und geht.
Wenn gleich die Sendschale erklingt,
Gib dir die Zeit,
Die du brauchst,
Ehe du sanft die Augen öffnest und dich bewegst.
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