
Atem-Achtsamkeit mit Sakshi Bav Elementen
by Sitzen
Atem-Achtsamkeit wird ergänzt mit Elemente aus der Sakshi Bav Meditation. Hierbei geht es um eine Art "Dekodierung" der gängigen Bewusstseinsinhalte. Unter Fokussierung der Atmung werden andere aufkommende Bewusstseinsinhalte wie Gedanken, aber auch sinnliche Wahrnehmungen angeschaut. Hierbei leitet die Meditation zum "Etikettieren" der Bewusstseinsinhalte an, die so wieder frei werden können von den "Beimengungen" durch das Ich-Bewusstsein, welches dem, was ist, immer "Etwas" hinzufügt.
Transkription
Herzlich willkommen zur heutigen Meditation.
Der Fokus liegt heute auf dem Atem.
Einatmung passiert,
Ausatmung passiert.
Immer wieder neu,
Mit jedem Atemzug.
Jeder Atemzug unwiederbringlich und frisch.
Und auch Sinneswahrnehmung der Atmung findet statt.
Manchmal scheint es leicht zu fallen,
Die Aufmerksamkeit bei der Atmung zu halten.
Atemausstrom wird bewusster wahrgenommen.
Oder auch der Atemeinstrom,
Die kühle Bewegung des Einatmens und der wärmere Ausstrom beim Ausatmen.
Vielleicht liegt manchmal die Wahrnehmung eher bei der Bauchdecke.
Bauchdecke hebt sich,
Bauchdecke senkt sich.
Oder vielleicht liegt der Fokus manchmal auf dem Brustkorb,
Wie er sich ausdehnt und wieder zu seiner ursprünglichen Form zusammengeht.
Dies alles taucht auf,
Hat keinerlei bleibende Substanz und vergeht wieder,
Ohne jede Anstrengung,
Genauso wie es aufgetaucht ist.
Obwohl die Aufmerksamkeit bei der Atmung liegt,
Tauchen manchmal Gedanken auf,
Manchmal Gefühle,
Manchmal Sinneseindrücke.
All dies erscheint im Bewusstsein,
Wandert dort eine Weile und tritt wieder in den Hintergrund,
Bevor es gänzlich verweht.
Möglicherweise taucht so etwas wie Schmerzen auf oder ein Jucken oder ein Ziehen im Rücken.
Sobald das Ich-Bewusstsein beginnt,
Eine Geschichte daraus zu machen,
Möge jetzt einfach eine Benennung oder eine Etikettierung stattfinden.
Statt,
Da ist Schmerz oder wie schrecklich dieser Schmerz Oder warum muss dieser Schmerz gerade jetzt und immer nur mir passieren?
Findet jetzt einfach eine neutrale Benennung statt.
Körperwahrnehmung,
Rücken,
Oben links.
Oder Körperempfindung,
Rechtes Knie.
Oder Körperempfindung,
Linker Nasenflügel.
Die Etikettierung wird dreimal innerlich wiederholt,
Bevor die Aufmerksamkeit zurückkehrt zum Atem.
Einatmung,
Ausatmung.
Stets neu und unwiederbringlich.
Wahrscheinlich taucht auch immer wieder so etwas wie Gedanken auf oder Gefühle oder Geschichten und Erinnerungen.
Sobald dies im Bewusstsein auftaucht,
Möge jetzt einfach eine Benennung oder eine Etikettierung stattfinden.
Statt,
Ich müsste gleich noch dies und das machen.
Oder wie schrecklich,
Ich habe dies und das heute gar nicht geschafft.
Oder warum muss ich mich immer mit den vielen Problemen,
Die nur mich betreffen,
Beschäftigen?
Findet jetzt einfach eine neutrale Benennung statt.
Bildgedanke taucht auf oder Wortgedanke taucht auf.
Oder vielleicht einfach Geschichte wird erzählt.
Die Etikettierung wird dreimal innerlich wiederholt,
Bevor die Aufmerksamkeit zurückkehrt zum Atem.
Einatmung,
Ausatmung.
Stets neu und unwiederbringlich.
Immer wenn in den nächsten Minuten Inhalte im Bewusstsein erscheinen,
Möge Etikettierung passieren.
So festigt sich durch Üben der Achtsamkeit das genaue Hinschauen auf die Inhalte des Bewusstseins.
Inhalte bleiben frei von Bewertungen,
Von Kommentaren,
Von Stories.
Inhalte erscheinen,
Wandern umher im zeitlosen Raum und verlöschen wieder,
Genauso wie sie gekommen sind.
Wenn du jetzt gleich wieder in dein Alltagsbewusstsein eintrittst,
Bleibt vielleicht eine Erinnerungsspur aus dieser Meditation,
Die nachwirkt.
Vielleicht auch nur Verwunderung,
Irritation,
Was auch immer.
Auch dies wird verwehen.
Was bleibt,
Ist schlicht Freiheit.
Sein und das,
Was ist.
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