
Selbst-Mitgefühl im Arbeitsalltag
Der Arbeitsalltag der meisten Menschen ist durchgetaktet, wir müssen ständig funktionieren und es bleibt keine Zeit für Gefühle. Dabei sind unsere Gefühle wichtige Hinweisgeber für mehr innere Ruhe. Daher möchte ich dich mit dieser Meditation dabei unterstützen, deine Aufmerksamkeit für einige Minuten deinen Gefühlen zu widmen, sie anzunehmen und so etwas mehr Platz & Ruhe für dich selbst im Arbeitsalltag zu schaffen.
Transkription
Hallo und herzlich Willkommen zu dieser Kurzmeditation für mehr Selbstmitgefühl am Arbeitsplatz.
Setze Dich dafür aufrecht auf Deinen Bürostuhl oder auf Deinen Sofa,
Deine Beine entweder im Schneidersitz oder auf dem Boden,
Deine Hände liegen entspannt auf den Oberschenkeln.
Schließe nun Deine Augen und nimm einige tiefe Atemzüge,
Bei denen Du mit der Einatmung bewusst Luft in Deinen Bauch- und Lungenraum aufnimmst.
Und mit der Ausatmung bewusst ein bisschen Stress und Anspannung aus Deinem Körper nach unten abfließen lässt.
Einatmen,
Neue Energie in Dich aufnehmen,
Ausatmen,
Altes und Anstrengendes abfließen lassen.
Und dann erlaube Dir in den kommenden Minuten einfach mal nur zu sein.
Es gibt jetzt keine To-Dos abzuarbeiten,
Nichts zu bedenken,
Nichts zu lösen.
Du darfst jetzt einfach mal sein und meiner Stimme folgen.
Und dann schau mal,
Welches Gefühl oder welche Gefühle gerade in Dir präsent sind.
Fühlst Du Dich vielleicht gestresst und müde oder aufgerührt?
Vielleicht bist Du frustriert oder wütend,
Verunsichert oder traurig?
Vielleicht fühlst Du Dich alleine oder ängstlich?
Vielleicht fühlst Du Dich auch ruhig und ausgeglichen?
Oder es fällt Dir schwer gerade zu spüren,
Was Du fühlst?
Schau mal,
Ob Du entdecken kannst,
Ob und welche Gefühle gerade in Dir präsent sind.
Alles darf da sein.
Lass alle Gefühle so sein,
Wie sie gerade sind.
Versuche nicht,
Sie zu verändern oder schnellstmöglich loshaben zu wollen.
Lass sie einfach mal da sein.
Wenn die Gefühle zu intensiv werden sollten,
Dann wechsle nach außen in eine Beobachterinnenrolle.
Von diesem Standpunkt kannst Du Deine Gefühle als neutrale Betrachterin beobachten,
Ohne dass sie Dich zu sehr einnehmen oder Du sie unterdrücken musst.
Sei Beobachterin Deiner Gefühle,
So als wärst Du eine Kinobesucherin und Deine Gefühle der Film auf der Leinwand.
Wenn es sich für Dich sicher anfühlt,
Kannst Du zwischen den beiden Perspektiven wechseln.
Du kannst die Gefühle für eine Weile bewusst in Dir spüren und dann wieder in die Beobachterinnenrolle,
In die Außenperspektive wechseln.
Wechsle so viel oder wenig,
Wie es sich für Dich stimmig anfühlt,
Wie es sich für Dich sicher anfühlt.
Es gibt hier keinen Druck und kein schlechter oder besser.
Wichtig ist,
Alle Deine Gefühle sind für Dich.
Alle Deine Gefühle wollen Dir dabei helfen,
Deinen Arbeitsalltag und Deine Arbeitsbeziehungen so zu gestalten,
Dass sie Dir gut tun.
Und dann schau mal,
Ob Du eine kritische Stimme in Dir entdeckst.
Eine Stimme,
Die Dir vielleicht sagt,
Das darfst Du so nicht fühlen.
Jetzt stell Dich doch nicht so an.
Das darfst Du nicht so persönlich nehmen.
Oder,
Da musst Du Dir aber ein dickeres Fell zulegen.
Falls diese oder eine ähnliche kritische Stimme in Dir auftauchen sollte,
Dann lass diese Gedanken weiterziehen,
Wie die Wolken am Himmel.
Und nun lade bewusst eine weitere Stimme in Deine Gedankenwelt ein.
Eine liebevolle Stimme,
Die versteht,
Wie Du Dich gerade fühlst.
Sie sagt zum Beispiel zu Dir,
Ich verstehe total,
Dass Du gerade müde und abgespannt bist.
Ich finde es absolut nachvollziehbar,
Dass Du richtig sauer bist.
Ich kann mir gut vorstellen,
Dass Du Dich gerade unsicher fühlst.
Oder,
Ich finde es total natürlich,
Dass Du gerade frustriert bist.
Ich verstehe,
Dass Dich das traurig macht.
Oder,
Ich kann gut nachvollziehen,
Dass Du gerade nicht viel fühlen kannst.
Deine innere,
Liebevolle Stimme sagt zu Dir,
Es ist völlig in Ordnung,
Was Du gerade fühlst.
Und ich verstehe total,
Dass Du Dich gerade so fühlst.
Vielleicht resoniert einer der genannten Sätze mit Dir.
Oder vielleicht findest Du Deinen ganz eigenen Satz des Selbstmitgefühls,
Den Du Dir jetzt liebevoll noch einmal selbst sagen darfst.
Und dann bleibe noch einige Momente in diesem Zustand.
Beobachte,
Wie es sich anfühlt,
Wenn Deine Gefühle akzeptiert werden und sogar verstanden werden.
Schau mal,
Wie in Deinem Körper- und Nervensystem ein kleines bisschen Entspannung eintritt,
Wie sich innerlich etwas Ruhe einstellt.
Anschließend darfst Du langsam wieder zurück in Dein Hier und Jetzt kommen.
Langsam Deine Augen öffnen,
Dich strecken und räkeln und die Bewegung machen,
Die Dir jetzt gut tut.
Ich wünsche Dir noch einen guten restlichen Arbeitstag und wünsche Dir immer wieder Momente,
In denen Du diese Übung für mehr Mitgefühl mit Dir selbst praktizieren und üben kannst.
Alles Liebe und bis zum nächsten Mal.
Christine
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