
Vitamine für die Seele
In dieser Übung bekommst du Hilfestellungen um deine 3 Emotionsregulationssysteme auszubalancieren: das Bedrohungssystem, das Antriebssystem und das Fürsorgesystem. Es geht darum die Qualitäten von Sicherheit und Frieden, Zufriedenheit und Dankbarkeit und Verbundenheit zu erfahren. Auch wenn es vielleicht nur milde Erfahrungen sind, die wir dabei machen. Es sind stärkende Erfahrungen, so wie Vitamine uns stärken. Einzelne Schritte der Übung kannst du auch gut regelmäßig in den Alltag einbauen.
Transkription
In dieser Übung geht es darum,
Unsere Emotionsregulationssysteme auszubalancieren.
Unsere drei Emotionsregulationssysteme sind das Bedrohungssystem,
Das Antriebssystem und das Fürsorgesystem.
Nimm dir zunächst etwas Zeit,
Um im gegenwärtigen Moment anzukommen.
Achte darauf,
Was dein Körper braucht,
Welche Bedürfnisse er hat.
Vielleicht magst du dich noch etwas strecken oder dehnen oder auch gehen oder ein paar tiefe,
Sanfte Atemzüge nehmen,
Vielleicht bewusster ausatmen mit einem längeren Seufzer,
Dich niederlassen in dir selbst und vielleicht magst du die Augen schließen oder den Blick senken oder die Augen auch offen lassen,
Wie es sich für dich stimmig anfühlt.
Richte es dir insgesamt so ein,
Dass es für dich eine möglichst angenehme Zeit ist.
Nimm dir ein paar Momente,
Um deinen Atem bewusst zu spüren.
Nimm wahr,
Wie du hier sitzt oder liegst,
Wie dein Körper Kontakt zur Unterlage hat und von der Unterlage getragen wird.
Wie ist deine Stimmung jetzt gerade?
Bist du bereit,
Dich auf die Übung einzulassen und wenn du zwischendurch bemerkst,
Dass du bei einem Aspekt der Übung verweilen möchtest und nicht weiter gehen willst,
Dann mach das einfach.
Du brauchst meiner Anleitung nicht zu folgen.
Nimm dir den Freiraum,
Den du brauchst,
Streng dich nicht an und mach es dir möglichst einfach.
Als erstes wenden wir uns dem Bedrohungssystem zu.
Das Bedrohungssystem ist eine Art Wächter,
Ein Wächter,
Der ständig danach Ausschau hält,
Ob irgendwo was Gefährliches ist oder passieren könnte.
Wir brauchen das nicht loswerden,
Es ist schließlich sehr hilfreich auch für unser Leben.
Aber manchmal ist es anstrengend,
Wenn die Wächter sich gar nicht zur Ruhe begeben und so eine Art Untergrund,
Ängstlichkeit oder Unsicherheit da ist.
Vielleicht ist es hilfreich für dich,
Falls du solche Anteile in dir entdeckst,
Sie zu benennen,
Wie zum Beispiel ein Angsthase in mir oder das ängstliche Kind in mir.
Vielleicht magst du diesem Teil auch deine Anerkennung und Wertschätzung geben,
Dafür,
Dass er dich beschützen möchte,
Auch wenn du manchmal genervt bist und diesen Teil gerne loswerden würdest.
Die gute Absicht dieses Teils ist es,
Dich zu beschützen und vor Gefahr zu bewahren.
Schau,
Ob du diese gute Absicht anerkennen und würdigen kannst,
Du musst nicht großartig dankbar dafür sein.
Und dann schau,
Ob du diesen Teil für diese Übung bitten kannst,
Ein Stück beiseite zu treten.
Er kann auch ruhig in der Nähe bleiben und eingreifen,
Wenn er das Gefühl hat,
Das wird mir jetzt zu viel.
Mal schauen,
Ob dieser ängstliche oder unsichere Teil bereit ist,
Ein paar Momente zur Seite oder in den Hintergrund zu treten.
Es geht auch nicht darum,
Etwas künstlich herzustellen oder zu erreichen oder irgendwelche tollen Ergebnisse zu erzielen.
Es geht in dieser Übung darum,
Sich nach innen zu wenden und etwas von der Qualität,
Sich sicher zu fühlen,
Sich geborgen und wohl zu fühlen,
In uns aufzunehmen,
Wie Vitamine,
Die wir uns zuführen.
Ich lade dich nun ein,
Dir ein paar Begebenheiten zu vergegenwärtigen,
Die du tatsächlich erlebt hast oder erlebst,
Zum Beispiel,
Dass wir hier das Glück haben,
In einer weitestgehend sicheren Gesellschaft zu leben,
Wo wir nicht ständig von Krieg oder Ähnlichem bedroht sind,
Dass wir hier oder auch zu Hause ein Dach über dem Kopf haben.
Im Moment besteht keine akute Gefahr.
Vielleicht kannst du das als Botschaft an deinen inneren Wächter weitergeben und ihm sagen,
Im Moment ist alles okay.
Es war sicher nicht immer alles okay und es wird auch wieder Situationen geben,
Wo es nicht okay ist.
Aber jetzt,
Für diesen Moment,
Ist keine akute Gefahr.
Schau mal,
Ob das ein Stück weit in dir ankommt.
Ob dir die Wächter eine Ruhepause gönnen können,
Damit du dich niederlassen kannst.
Wenn du magst,
Kannst du dir jetzt einen Ort vorstellen,
An dem du dich wohl und geborgen fühlst.
Vielleicht ist das ein Ort in der Natur,
Vielleicht magst du den Ort mit deiner Fantasie etwas abwandeln,
Oder du wählst völlig einen Fantasieort.
Schau,
Was auftaucht,
Welcher Ort,
Wo du dich ganz wohl und geborgen fühlen kannst.
Und du kannst deinen Ort für dich in deiner Fantasie so gestalten,
Wie es sich für dich richtig anfühlt,
Sodass du dich an diesem Ort sicher,
Geborgen und friedlich fühlen kannst.
Wie sieht dein Ort aus?
Was kannst du dort sehen,
Hören oder vielleicht auch riechen?
Es geht nicht darum,
Dass du eine spektakuläre Erfahrung erleben musst.
Es reicht,
Wenn es ein Hauch von Frieden,
Sicherheit und Geborgenheit ist.
Wie fühlt es sich an,
An diesem Ort zu sein?
Was spürst du da in deinem Körper?
Erlaube dir,
Dich an diesem Ort niederzulassen.
Kannst du Frieden,
Sicherheit und Geborgenheit erleben,
Auch wenn es vielleicht nur milde Erfahrungen sind?
Erlaube dir,
Diese Qualitäten in dich aufzunehmen,
Wie Vitamine,
Die du zu dir nimmst.
Erlaube dir,
Noch etwas tiefer in deine Erfahrung einzusinken.
Vielleicht ist das Bild hilfreich,
Dass du diese Qualitäten deinem Atem mitgibst oder dass dich diese Qualitäten wie in einem warmen Bad umspülen.
Vielleicht tauchen auch andere Bilder in dir auf,
Die für dich hilfreich sind.
Die Worte in dich sinken lassen.
Frieden,
Sicherheit,
Geborgenheit.
Wenn du bemerkst,
Dass noch immer ein gewisser Grad von Unruhe oder Ängstlichkeit da ist,
Ist das kein Problem,
Das ist völlig in Ordnung.
Vielleicht kannst du anerkennen,
Dass dieser Teil dich beschützen möchte.
Du kannst aber auch den Wunsch äußern,
Deinem Wächter gegenüber,
Dass du gerne für einen Moment in Frieden sein möchtest,
Dass du dich gerne geborgen fühlen möchtest.
Vielleicht magst du innerlich diese Wünsche für dich formulieren.
Schau,
Wie es sich für dich am besten anfühlt.
Möge ich in Frieden sein,
Möge ich sicher sein,
Möge ich geborgen sein.
In Frieden,
Sicher und geborgen.
Vielleicht magst du hier verweilen,
Wenn du das Gefühl hast,
Dass diese Qualitäten,
Sich friedlich,
Sicher und geborgen zu fühlen,
Genau die sind,
Die du zurzeit am meisten brauchst.
Falls du weitergehen möchtest in der Übung,
Dann stell dich darauf ein,
Diese Qualitäten etwas in den Hintergrund treten zu lassen.
Wir wenden uns nun dem Antriebssystem zu.
Wie ist es,
Wenn dieses System im Ungleichgewicht ist?
Wie merkst du das?
Fühlst du dich dann unzufrieden oder getrieben?
Vielleicht kennst du das Gefühl,
Unbedingt etwas haben zu müssen,
Noch mehr erreichen zu wollen.
Kennzeichen können auch sein,
Dass man sich ständig im Mangel fühlt.
Vielleicht kennst du das Gefühl,
Ich muss ständig etwas leisten,
Ich muss was erledigen,
Ich kann es mir gar nicht erlauben,
Eine Pause zu machen,
Einfach mal nichts zu tun.
Zunächst geht es nur darum,
Sich bewusst zu machen,
Wie sich das anfühlt,
Wenn dieses System im Ungleichgewicht ist.
Auch diese Anteile in uns haben eine Funktion.
Sie möchten,
Dass wir zufrieden sind.
Aber leider führt das Getriebensein und ständig im Erledigungsmodus oder Leistungsmodus zu sein,
Nicht zur Zufriedenheit.
Vielleicht kannst du aber auch hier die gute Absicht dieser Anteile anerkennen.
Und schau,
Ob du für diese Übung wieder für ein paar Momente auch diese Anteile bitten kannst,
Etwas zur Seite zu treten.
Ich lade dich nun ein,
Dir ein paar Dinge zu vergegenwärtigen.
Und dann kannst du schauen,
Wie sich das auf deine Grundzufriedenheit,
Auf deine Grundstimmung auswirkt.
Vergegenwärtige dir Situationen,
Die dir Freude bereiten oder bereitet haben,
Oder die genussvoll oder einfach angenehm sind,
Das können ganz triviale Situationen sein.
Zum Beispiel,
Wenn du was isst,
Was du so richtig gerne magst,
Was so richtig köstlich ist,
Was dir dann so ein Gefühl von Zufriedenheit oder auch Glücklichsein vermittelt.
Vielleicht auch eine Situation,
Wo du mit jemandem zusammen bist,
Wo du dich wohlfühlst.
Vielleicht fallen dir auch Dinge ein,
Für die du dankbar bist.
Vieles halten wir häufig für selbstverständlich.
Zum Beispiel,
Dass wir genügend zu essen und zu trinken haben,
Dass wir Kleidung haben.
Alle Ressourcen für unser Leben sind nicht selbstverständlich.
Selbst so alltägliche Dinge wie fließend warmes Wasser,
Heizung im Winter und noch vieles andere.
Und auch hier geht es nicht darum,
Großartige Gefühle zu erleben.
Es reicht,
Wenn wir nur eine milde Erfahrung der Zufriedenheit und Dankbarkeit spüren.
Oder wenn wir es uns mental vergegenwärtigen.
Ja,
Das stimmt.
So vieles ist nicht selbstverständlich.
Statt immer nur auf das zu schauen,
Was wir nicht haben,
Können wir uns ein paar Dinge bewusst machen,
Über die wir uns freuen und für die wir dankbar sein können.
Du kannst dir auch etwas bewusst machen,
Wo dir etwas gelungen ist,
Was du dir vorgenommen hast.
Dieses Gefühl,
Ja,
Ich habe es geschafft.
Das kann was Größeres sein,
Aber auch was Kleines.
Wie etwas,
Was du vor dir hergeschoben hast und dann endlich erledigt hast.
Diese Momente,
Wenn du eine Aufgabe erledigt hast,
Dir dann zu erlauben für ein paar Sekunden es auszukosten und anzuerkennen,
Ja,
Das habe ich jetzt geschafft.
Und auch hier ist es völlig ausreichend,
Wenn nur ein mildes Gefühl dieser Art des Wohlbefindens und der Zufriedenheit sich einstellt,
Ohne irgendetwas zu erzwingen.
Erlaube dir diese Qualitäten von Dankbarkeit und Zufriedenheit und Freude in dich sinken zu lassen und dass sie sich ausbreiten dürfen in dir.
Zufriedenheit,
Dankbarkeit,
Freude.
Du kannst diese Qualitäten auch deinem Atem mitgeben oder als Wünsche auf dein Herz legen.
Möge ich zufrieden sein,
Möge ich dankbar sein,
Möge ich Freude erleben.
Das heißt nicht,
Dass du nie mehr irgendetwas anstreben sollst,
Sondern es geht darum,
Immer wieder Momente der Zufriedenheit,
Dankbarkeit und Freude zu erleben und sie auszukosten.
Uns diese Gefühle zu erlauben und ihnen erlauben,
Dass sie sich in uns ausbreiten dürfen,
Zufrieden,
Dankbar und Freude erleben.
Das sind die Vitamine für unser Antriebssystem.
Dann in deiner Zeit kannst du wieder entscheiden,
Ob du hier verweilen möchtest oder ob du noch einen Schritt weiter gehen möchtest zum Fürsorge- oder Verbundenheitssystem.
Und wenn du die Bereitschaft fühlst,
Weiter zu machen,
Dann lade ich dich zunächst ein,
Dir ein Wesen zu vergegenwärtigen,
Eine Person oder auch ein Tier,
Das ganz spontan ein Lächeln in dir entstehen lässt,
Wo du ganz spontan Wohlwollen empfindest,
Wo sich dein Herz ganz natürlich öffnet,
Wenn du an dieses Wesen denkst.
Lass dir Zeit,
Dass dieses Wesen vor deinem inneren Auge Gestalt annimmt.
Wie fühlt es sich an,
Wenn dieses Wesen mit seinen warmherzigen Augen dich anblickt?
Mit seinen warmherzigen und gütigen Augen.
Was spürst du da in deinem Körper?
Kannst du ein Gefühl von Verbundenheit und Wohlwollen spüren?
Wenn du magst,
Kannst du eine Hand oder auch beide Hände auf deinen Herzraum legen oder eine andere beruhigende Berührung wählen.
Spür die Wärme und den sanften Druck deiner Hände.
Mach dich empfänglich für den warmherzigen,
Gütigen Blick dieses Wesens.
Erlaube dir,
Die Gefühle von Wohlwollen und Verbundenheit aufzunehmen,
Dass sie sich ausbreiten dürfen in dir.
Du kannst diese Qualitäten,
Verbundenheit und Wohlwollen,
Liebe,
Wieder deinem Atem mitgeben oder die Wünsche auf dein Herz legen.
Möge ich Verbundenheit und Liebe erleben.
Und vielleicht tauchen auch noch andere Wünsche auf,
Die du für dich hast.
Möge ich mit Freude und Leichtigkeit durchs Leben gehen.
Und vielleicht tauchen auch Wünsche auf,
Die du für dieses Wesen hast.
Mögest du glücklich sein und frei von Leid.
Und dann kommen wir langsam zum Abschluss.
Zum Abschluss schau,
Ob du alle drei Qualitäten noch einmal in dir spüren kannst.
Das Gefühl von inneren Frieden und Sicherheit,
Zufriedenheit und Dankbarkeit und Verbundenheit und Liebe.
Sicher in Frieden,
Zufrieden,
Verbunden.
Und dann beende in deinem Tempo diese Übung.
Achte darauf,
Was dein Körper braucht jetzt beim Beenden.
Vielleicht Stricken,
Dehnen,
Regeln oder auch Gehen.
Nimm dir die Zeit,
Die du brauchst.
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