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Mondnacht - Ein Impuls zum Innehalten

by Natalie Arndt

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Ein stiller Moment unter dem Mond. In dieser Betrachtung teile ich Gedanken und innere Bilder, die beim Blick zum Mond in mir entstehen. Du bist eingeladen, mitzugehen, nachzuspüren und zu hören, was diese Gedanken in dir anklingen lassen. Eine kurze, ruhige Auszeit, die dich innehalten lässt, staunen lässt und dich für einen Augenblick ganz ehrfürchtig werden lässt, weil du etwas wieder spürst, das im Alltag leicht verloren geht.

Transkription

Herzlich willkommen bei dir.

Ich möchte heute Gedanken mit dir teilen,

Die in mir gewachsen sind.

Vielleicht tragen sie etwas in sich,

Das dich bereichern kann.

Es gibt Nächte,

In denen ich wach bin und den Mond betrachte.

Und in diesen Augenblicken geschieht etwas.

Etwas,

Das meine ganze Perspektive verschiebt.

Die Nacht ist still,

Der Mond steht über mir und plötzlich fühle ich eine Ehrfurcht,

Die ich im Alltag kaum kenne.

In solchen Momenten begreife ich,

Ich befinde mich nicht einfach in meinem Leben,

Ich befinde mich auf einem Planeten,

Mitten im Weltraum.

Das vergesse ich oft.

Ich vergesse,

Dass Wolken nichts anderes sind als schwebende Wasserteilchen und nicht die weißen Wattbauschwolken meiner gemalten Kindheit.

Ich vergesse,

Dass die Sonne ein glühender Gasriese ist und kein gelber lächelnder Kreis in der Ecke eines DIN-A4-Blattes.

Manchmal nehme ich mein Leben immer noch so begrenzt wahr wie die Ränder dieser Kinderzeichnungen.

Ich sehe nur meinen Ort,

Meine Verbindungen,

Meine kleinen Alltagsbahnen und übersehe,

Dass ich Teil von etwas Unermesslichem bin.

Wenn ich in die Nacht schaue,

Werde ich nachdenklich.

Ich denke an all die Menschen vor mir,

An die Zeit,

In der man glaubte,

Die Erde sei eine Scheibe und man könne am Rand herunterfallen.

Ich stelle mir eine Frau vor,

Die vor tausenden Jahren unter demselben Mond stand und vielleicht ihren Liebsten vermisste und sich ihm durch dieses Licht verbunden fühlte.

Ich sehe einen jungen Mann auf einem Felsen sitzen,

Weit vor unserer Zeitrechnung und auch er schaut hinauf,

Genau dorthin,

Wo ich jetzt hinschaue.

Wo sind diese Menschen heute?

Wer erinnert sich an sie?

Und wie viele Leben,

Wie viele Geschichten,

Wie viele Biografien wurden niemals erzählt?

Dann frage ich mich,

Wer wird in viertausend Jahren leben?

Wer wird dann in eine Nacht wie diese blicken und wird er oder sie auch etwas fühlen?

In solchen Momenten werde ich still.

Ich spüre,

Wie klein ich bin und gleichzeitig,

Wie viel Bedeutung in meinem Dasein liegt.

Klein,

Weil ich nur ein Atemzug in der Geschichte bin,

Bedeutend,

Weil ich diesen Atemzug bewusst erlebe,

Weil ich sehe,

Weil ich fühle,

Weil ich existiere und mir dessen bewusst bin.

Vielleicht ist das keine Meditation,

Vielleicht ist es einfach ein Impuls,

Ein Moment,

In dem sich dir etwas öffnet und du dich selbst im größeren Ganzen erkennst.

Nimm dieses Staunen und diese Ehrfurcht vor dem Leben mit in deinen Alltag,

Dieses Wissen,

Dass du Teil eines riesigen Zusammenhangs bist und gleichzeitig einzigartig in deiner Wahrnehmung.

Und danke dir selbst dafür,

Dass du dir diesen Moment erlaubt hast,

Diesen Blick in die Nacht,

Diesen Blick in dich.

Nimm diese Gedanken mit in deinen Tag und spüre nach,

Wie er in dir weiterwirkt.

Danke,

Dass du dir die Zeit geschenkt hast,

Diesem Impuls nachzuspüren.

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© 2026 Natalie Arndt. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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