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Körpermeditation - Wo das Bewusstsein entspringt

by Norwin Stuffer

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Meditation
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In dieser Meditation führen wir eine bewusste Körperwahrnehmung durch, spüren einzelne Körperteile und nehmen wahr, wo das Bewusstsein dafür entspringt. Auf diese Weise verbinden wir uns mit dem Körper als zentralem Träger unseres Bewusstseins und werden uns unserer selbst gewahr. Auf diese Weise kannst du auch lernen, deine Aufmerksamkeit zu steuern, wie eine Taschenlampe, die du auf innere und äußere Vorgänge richtest.

Transkription

Herzlich willkommen zu einer kleinen Körpermeditation,

Zu einer Körperwahrnehmung,

Einem Bodyscan.

Dabei wollen wir ein bisschen genauer wahrnehmen,

Wo unsere Aufmerksamkeit im Körper überhaupt entsteht.

Mach es dir dafür gemütlich,

Du kannst es im Sitzen oder im Liegen durchführen.

Die Hauptsache ist,

Dass du dich wohlfühlst und dass du dich vorab schon mal so gut es geht entspannen kannst,

Aber vielleicht gelingt es dir auch durch die Übung ein kleines bisschen besser,

Die letzte Spannung,

Die gerade im Körper ist,

Loszulassen.

Lass uns beginnen.

Nimm einmal ein paar ganz bewusste Atemzüge.

Atme locker ein.

Lang und fließend wieder aus.

Locker ein.

Lang und fließend wieder aus.

Mach das in deinem Tempo,

In deinem Rhythmus noch ein paar Mal.

Ganz egal,

Ob du dabei durch den offenen Mund,

Durch geschlossene Lippen ausatmen möchtest oder vielleicht mit so einem ganz leichten Hauchen oder so einem ganz leichten Loslassen in deiner Stimme.

Wunderbar.

Dann werden wir den Körper einmal von oben nach unten wahrnehmen.

Nimm einmal deine Füße wahr.

Vielleicht fühlst du die Sohle.

Vielleicht fühlst du die Zehen.

Vielleicht fühlst du den Spann und den Fuß als Ganzes.

Wenn du da irgendwo nicht so wirklich was spürst oder nicht so ganz wahrnehmen kannst,

Noch keine Verbindung ist,

Dann nimm es nicht zu ernst.

Denke einfach nur an diesen Bereich vom Körper.

Dann wandern wir von da nach oben.

Nimm einmal deine Beine wahr.

Spüre die Waden,

Das Schienbein.

Spüre die Knie und die Oberschenkel.

Spüre deine Hüfte.

Spüre sie vorne,

Wo die Beine in der Hüftpfanne ansetzen,

Wo die Leiste ist.

Fühle sie hinten,

Wo die Gesäßmuskulatur am Boden liegt.

Kannst du wahrnehmen,

Wo am Körper überall Kontakt zum Boden ist.

Fühle einmal in der Hüfte den Gesäß und in den Beinen,

Wenn die einen Abdruck hinterlassen würden,

Wenn du jetzt im warmen Sand liegen würdest.

Wie würde der aussehen?

Wunderbar.

Dann fühle einmal nur das linke Bein.

Dann fühle danach einmal nur das rechte Bein.

Dann fühle noch einmal das linke Bein.

Hier die erste Frage dazu.

Du kannst einen Unterschied wahrnehmen zwischen den Beinen,

Wie sie liegen,

Wie sie sich anfühlen,

Was sich darin so tut,

Welche Empfindungen da kommen.

Dann fühle noch einmal das rechte Bein.

Dann frag dich einmal,

Wer nimmt hier eigentlich wahr?

Wer fühlt gerade das Bein?

Wo entsteht diese Aufmerksamkeit?

Oder das,

Was wir Aufmerksamkeit nennen.

Wo kommt das her?

Und wie funktioniert das?

Spring noch einmal zum linken Bein.

Vielleicht hast du ein Umschalten wahrgenommen,

Das irgendwo hergekommen ist,

Wie ein Funke.

Vielleicht auch nicht.

Behalte diesen Gedanken im Hinterkopf.

Und dann fühle noch einmal beide Beine.

Vielleicht hast du jetzt wahrgenommen,

Wie die Aufmerksamkeit weiter geworden ist.

Nicht mehr fokussiert auf einen Bereich,

Sondern zack,

Ein bisschen sich erweitert hat.

Wandern wir von da aus nach oben.

Fühle einmal den Bauchraum.

Fühle,

Wie er sich mit der Atmung leicht hebt.

Bei der Einatmung.

Und leicht senkt mit der Ausatmung.

Fühle einmal hinein,

Ob du wahrnehmen kannst,

In welche Richtung sich das alles ausweitet.

Wie sich da eine leichte Spannung aufbaut.

Auf der Haut.

Vielleicht kannst du auch tiefer hineinfühlen,

Was da im Inneren so vor sich geht.

Vielleicht spürst du etwas Grummeln,

Etwas Arbeiten.

Wenn wir zur Ruhe kommen,

Dann ist in der Körpermitte in der Regel ziemlich viel los.

Dann spüre einmal eine Etage höher den Brustkorb.

Wie der sich auch ähnlich oder vielleicht anders mit der Atmung mitbewegt.

Beim Einatmen hebt sich der Brustkorb ein bisschen nach vorne.

Wenn du lang und tief einatmen müsst,

Probiere ruhig mal ein kleines bisschen tiefer.

Sogar ein bisschen öffnet er sich.

Wie so zwei Flügel,

Die so ein kleines bisschen aufgehen.

Gleich steigt der Brustkorb sogar ein bisschen in die Höhe.

Bei der Ausatmung ist es wie so ein Loslassen.

Die Ausatmung ist einfach ein Hinauslassen des Atems aus dem Körper.

Das erfordert gar keine Kraft.

Fühlst du,

Wie der Körper sich dann bewegt und wo die Luft entlangfließt aus dem Körper heraus.

Fühle einmal die Schultern,

Diese schönen Kugelgelenke am Rumpf.

Fühl die Schulterblätter,

Wie sie am Boden liegen.

Gehe von daraus die Arme entlang.

Gleich ganz langsam,

Als würdest du mit so einer Taschenlampe.

Ganz vorsichtig vorarbeiten,

Erst zum Oberarm.

Langsam beim Ellenbogen ankommen.

Zum Unterarm.

Sei irgendwann beim Handgelenk.

Findet irgendwann die Handflächen.

Und dann die fünf Finger bis in die Fingerspitzen hinein.

Und dann hier auch noch einmal das Spiel mit der Aufmerksamkeit.

Nimm einmal deine linke Hand wahr,

Weil es ganz ist,

Wie sie da liegt.

Vielleicht hilft dir das Bild,

Dass du einen warmen Handschuh anhast.

Und dann spring mit der Aufmerksamkeit zur rechten Hand.

Nimm wieder wahr,

Wo da ein Umschalten passiert.

Wer da wahrnimmt,

Spring wieder zur linken Hand.

Zur rechten Hand.

Und beide Hände.

Vielleicht hast du gemerkt,

Wie die Aufmerksamkeit dabei weiter wird.

Umfassender.

Wunderbar.

Und dann wandern die Arme wieder nach oben,

Bis zu den Schultern.

Von da aus gehen wir den Nacken und den Hals entlang.

Bis zum Kopf.

Fühl einmal den Bereich um deinen Kiefer herum.

Wenn du da Spannung wahrnimmst,

Versuche ein bisschen loszulassen.

Vielleicht passiert das auch schon von selber.

Und dann fühl den Bereich um deine Ohren herum.

Und von da aus die ganze Kopfhaut,

Die den Schädel umgibt.

Wo die Haare sind.

Wie eine warme Mütze.

Und dann schließlich dein Gesicht.

Hier ist so ganz weich,

Aber ganz empfindsam.

Jetzt spürst du die Luft an den Lippen.

Vielleicht spürst du den Atem durch die Nase fließen.

Vielleicht fühlst du deinen eigenen Puls über den Augen,

Auf der Stirn oder in den Wangen.

Lass dein Gesicht ganz weich werden.

Kannst dir vorstellen,

Dass es mit der Ausatmung wie Honig in dir herunterfließt.

Wunderbar.

Und vielleicht nimmst du ja deinen Kopf als die Quelle dessen wahr,

Was diese Aufmerksamkeit steuert.

Vielleicht ist da die Quelle des Bewusstseins,

Die Quelle der Aufmerksamkeit.

Vielleicht ist dein Körper aber auch noch komplexer,

Als dass man sagen könnte,

Nur der Kopf,

Nur das Gehirn steuert das.

Vielleicht kann man auch sagen,

Der ganze Körper denkt mit.

Und trotzdem,

Irgendwo fließt hier Aufmerksamkeit.

Spür jetzt als letztes noch einmal den ganzen Körper.

Nimm ihn wahr,

Wie er als Ganzes da liegt.

Wie überall im Körper Leben herrscht und kreist.

Ganz wunderbar.

Wenn du möchtest,

Bleib noch einen Moment für dich in diesem Zustand.

Verinnerliche ihn,

Genieße ihn und vielleicht merke ihn dir ein bisschen,

Sodass du,

Wann immer du soweit bist und langsam wieder in der Realität ankommst,

Du noch ein bisschen von diesem Körperbewusstsein mit in den Alltag,

Mit in dein Tun nimmst.

Ganz viel Vergnügen damit.

Bis zum nächsten Mal.

4.0 (2)

Neueste Bewertungen

Petra

June 20, 2024

Sehr schöner, etwas anderer Bodyscan. Könnte gut wahrnehmen und entspannen. Angenehme Stimme und angemessenes Tempo. Vielen Dank 😊

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