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Eine Adventsmeditation für schwere und leichte Gefühle

by Jennifer Metallidis

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Diese Meditation lädt dich ein, in der oft widersprüchlichen Adventszeit einen ehrlichen inneren Raum zu finden. Einen Raum, in dem sowohl Schwere als auch Leichtigkeit Platz haben dürfen. Wir erkunden zwei innere „Plätze“ – den Ort der Belastung und den Ort der Hoffnung – und du lernst, beide Gefühle gleichzeitig zu halten, ohne sie bekämpfen oder wegdrücken zu müssen. Die Meditation eignet sich besonders, wenn du dich in dieser Jahreszeit erschöpft, überfordert, sensibel oder innerlich widersprüchlich fühlst. Sie schenkt dir einen Moment der Weite, der Klarheit und der Selbstfreundlichkeit. Am Ende kehrst du mit einem ehrlicheren Atem und einer stärkeren Verbindung zu dir selbst zurück.

Transkription

Willkommen zu dieser Meditation im Advent.

Diese Zeit kann vieles gleichzeitig sein.

Warm und schwer,

Leuchtend und erschöpfend,

Friedlich und fordernd.

Ganz egal wie sie sich heute für dich anfühlt.

Du musst nichts verstecken.

Du darfst hier einfach ankommen.

Such dir eine Haltung,

Die dich trägt.

Vielleicht sitzend,

Vielleicht liegend.

Lass die Schultern etwas sinken.

Lass den Atem von selbst fließen.

Gib dir einen Moment,

Um innerlich leiser zu werden.

Und wenn du bereit bist,

Beginnen wir.

Lass deinen Atem einfach weiter fließen.

Und stell dir vor,

Du sitzt in dir selbst ein kleines Stück tiefer als sonst.

Nicht weggetreten,

Nicht fern.

Einfach ein paar Zentimeter tiefer im Körper,

Wo es ehrlicher ist.

Nimm einen Moment,

Um deinen Körper in dieser Haltung zu spüren.

Den Kontakt zum Boden,

Die Schwere deiner Beine,

Die Weichheit oder Unruhe in deinem Bauch und den Raum in deiner Brust.

Und dann lade ich dich ein,

Ein inneres Bild entstehen zu lassen.

Es ist ein Raum in dir.

Nicht perfekt,

Nicht heilig.

Ein echter Raum.

Der Raum deiner heutigen inneren Wahrheit.

Vielleicht ist dieser Raum gedämpft,

Vielleicht etwas dunkel,

Vielleicht kuschelig warm oder ganz neutral.

Lass ihn einfach vor deinem inneren Auge auftauchen.

In diesem Raum gibt es zwei Plätze,

Keine Gegensätze,

Sondern zwei Orte,

Wie zwei Stühle,

An denen verschiedene Gefühle heute sitzen dürfen.

Lass uns zuerst den Platz der Schwere finden.

Der Gefühle,

Die du vielleicht nicht magst oder weniger magst,

Aber die ehrlich sind.

Geh mit deiner Aufmerksamkeit in deinen Körper an eine Stelle,

An der du Druck,

Spannung,

Knoten oder Unruhe spürst.

Vielleicht im Brustkorb,

Vielleicht hinter den Augen oder irgendwo,

Wo du es gar nicht erwartest.

Spür einmal für dich nach.

Und dann erlaube diesem Gefühl,

Sich auf dem ersten Platz niederzulassen.

Du musst nichts erklären,

Du musst auch nichts klären.

Nur dieses Gefühl setzen,

Wie ein Mensch,

Der müde ist und endlich eine Bank gefunden hat zum Ausruhen.

Atme genau an diesen Platz.

Ein,

Ich sehe dich und aus,

Du darfst hier sitzen.

Lass die Schwere sein,

Ohne sie festzuhalten,

Ohne sie wegschieben zu wollen.

Nur sitzen lassen.

Und dann,

Ganz ohne Eile,

Wandere innerlich zum zweiten Platz.

Das ist der Platz der Leichtigkeit.

Und diese Leichtigkeit ist heute vielleicht noch ganz klein,

Vielleicht ganz zart,

Vielleicht nur ein Hauch,

Ein Zimmerchen für ein Gefühl,

Das noch nicht wachsen will.

Und das ist völlig in Ordnung.

Finde einen Ort in deinem Körper,

Der sich heute ein bisschen weiter anfühlt.

Vielleicht ein Atemzug,

Der leicht war,

Ein Muskel,

Der weicher ist oder entspannter.

Oder auch ein Moment,

In dem du dachtest,

Vielleicht könnte die Adventszeit für mich in diesem Jahr etwas anders werden.

Und dann setzt dieses Gefühl der Leichtigkeit ganz sanft auf diesen zweiten Platz in deinem inneren Raum.

Und du musst dieses Gefühl gar nicht groß machen,

Du musst es nicht leuchten lassen.

Nur sitzen,

Wie so eine leise Begleitung.

Und dann stell dir einmal vor,

Du selbst sitzt zwischen diesen beiden Plätzen.

Zwischen dem,

Was schwer ist und dem,

Was leicht ist.

Zwischen dem,

Was drückt und dem,

Was löst.

Und zwischen dem,

Was müde ist und dem,

Was wach bleibt.

Atme dort in der Mitte.

Und aus beides darf da sein.

Und dann spüre einmal,

Wie diese Mitte sich anfühlt.

Vielleicht ist sie ruhig,

Vielleicht unruhig,

Vielleicht ist sie neutral oder vielleicht berührt sie dich auch.

Was auch immer es ist,

Lass es da sein.

Und jetzt lade ich dich ein,

Den Raum ein wenig zu vergrößern,

Nur innerlich.

Nur so,

Dass du beide Gefühle mit mehr Platz halten kannst.

Stell dir vor,

Die Wände deines inneren Raums gehen ein wenig auseinander,

Nicht viel.

Nur so,

Als würdest du jemandem,

Der dicht vor dir steht,

Einen halben Schritt Raum geben.

In diesem Raum darf die Schwere bleiben,

Aber sie muss sich nicht ausbreiten.

Und auch die Leichtigkeit darf bleiben,

Aber sie muss sich nicht beweisen.

Beides darf einfach nebeneinander existieren.

Und dabei atmest du ganz ruhig ein.

Ich halte beides.

Und aus.

Ich werde nicht zerrissen.

Und dann spüre einmal,

Ob sich etwas für dich verändert,

Wenn du nicht versuchst,

Eine Seite loszuwerden.

Wenn du nicht versuchst,

Einen Zustand zu erzwingen.

Wenn du dir erlaubst,

Heute einfach dieser Mensch zu sein.

Ein Mensch,

In dem beides lebt.

Bleib hier einen Moment in dieser Mitte,

In dieser inneren Weite,

In diesem ehrlichen Raum.

Ein paar Atemzüge lang einfach sitzen,

Einfach sein mit allem.

Und dann stell dir vor,

Du nimmst diese beiden Gefühle,

Schwere und Leichtigkeit,

Mit deinem Bewusstsein auf und setzt sie ein kleines Stück weiter zur Seite.

Nicht weg.

Nur an einen Platz,

Wo sie in dir sein dürfen,

Ohne dich zu überfluten.

Spür deinen Atem wieder.

Spür deinen Brustkorb.

Spür die Luft um dich herum.

Und dann bleib noch einen Moment in dieser Mitte,

Die du dir gerade selbst gegeben hast.

Der Mitte zwischen Last und Licht.

Und wenn du bereit bist,

Dann nimm einen tiefen Atemzug,

Der sich jetzt ein bisschen ehrlicher anfühlt,

Ein bisschen leichter.

Und komm langsam wieder zurück in das Hier und Jetzt.

Nimm dir einen Moment,

Um die Augen wieder zu öffnen oder den Blick zu erheben.

Spür,

Dass du alles,

Was du heute wahrgenommen hast,

In deinem eigenen Tempo mitnehmen kannst.

Nichts muss sofort gelöst oder sofort entschieden werden.

Vielleicht begleitet dich ein Hauch von Weite.

Vielleicht nur ein bisschen mehr Verständnis für dich selbst.

Danke dir,

Dass du dir diese Zeit gegeben hast.

Wir sehen uns beim nächsten Mal.

© 2026 Jennifer Metallidis. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

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