
Gefühle wahrnehmen
In dieser Meditation geht es darum, Gefühle und Emotionen mit Abstand zu betrachten. Durch das genaue Anschauen, kann eine achtsamere Wahrnehmung auf die Gefühle entstehen. Dies kann helfen, im Alltag besser mit Gefühlen und Emotionen umzugehen.
Transkription
Suche dir einen ruhigen Ort,
An dem du ungestört bist.
Setze dich mit geradem Rücken auf den Boden,
Ein Kissen oder ein Stuhl.
Und achte darauf,
Wenn du auf einem Stuhl sitzt,
Dass beide Füße fest auf dem Boden stehen.
Und dann spüre jetzt deinen ganzen Körper.
Deine Schultern sind entspannt,
Die Augen ganz locker und ein Kiefer ist ebenfalls entspannt.
Und dann atme jetzt tief ein und halte den Atem kurz an und ausatmen.
Und noch einmal tief einatmen,
Den Atem anhalten und mit dem nächsten Ausatmen entspannen.
Nochmal tief einatmen,
Atem anhalten und mit jedem Ausatmen kannst du jetzt immer mehr loslassen und entspannen.
Nochmal einatmen und ausatmen.
Und dann lass deinen Atem jetzt ganz entspannt fließen.
Wer kommt und geht,
Ohne dass du ihn beeinflussen willst.
Und entspanne mit jedem Ausatmen deine Schultern,
Deine Augen und deinen Kiefer.
Heute geht es um Gefühle.
Rufe dir nun nacheinander verschiedene Gefühle in Erinnerung.
Denke jetzt an eine Situation,
An der du dich so richtig geärgert hast.
Du kannst regelrecht spüren,
Wie du wütend warst.
Das Gesicht ganz warm,
Der Atem rasend schnell,
Das Blut rauscht durch die Adern.
Du konntest dein Herz in den Ohren hören.
Spür da mal rein,
Diese Wut.
Und dann nimm jetzt einen ganz,
Ganz tiefen Atemzug,
Einen ganz tiefen,
Langen Atemzug und mit dem langsamen Ausatmen stell dir vor,
Wie das Gefühl verschwindet.
Und dann stelle dir jetzt eine Situation vor,
In der du traurig oder sogar enttäuscht warst.
Spüre die Schwere in deiner Brustgegend,
Wie sich dein Brustkorb zusammengezogen hat,
Wie die Tränen in deine Augen schossen und wie jeder Schritt ganz schwer war,
Wie der Atem ganz flach war und sich deine Kehle zusammengeschnürt hat.
Spür diese Enttäuschung und diese Traurigkeit.
Und dann nimm jetzt wieder einen ganz tiefen,
Langen Atemzug.
Atme ein und mit dem langsamen Ausatmen stell dir vor,
Wie auch das Gefühl beim Ausatmen wieder verschwindet.
Und nun erinnere dich an einen Moment,
An dem du glücklich warst,
Wie die Schmetterlinge in deinem Bauch kribbelten,
Wie du voller Energie warst und deine Mundwinkel nach oben schauten,
Wie du gelacht hast und rumgealbert.
Spüre diesen Glücksmoment.
Und dann nimm wieder einen tiefen Atemzug und mit dem nächsten Ausatmen lässt du auch dieses Gefühl wieder gehen und konzentriere dich dann auf deinen Atem.
Einatmen,
Ausatmen.
Du hast nun drei verschiedene Gefühle durchlebt und dir dabei zugesehen.
Du bist quasi zum Beobachter deiner Gefühle geworden und hast deine Gefühle durch das Ausatmen wieder losgelassen.
Und nun versuche jetzt auch im Alltag auftauchende Emotionen auf diese Weise wahrzunehmen und benenne diese.
Wenn du zum Beispiel verärgert über jemanden bist,
Schau dir das Gefühl an und benenne es zum Beispiel mit Ärger oder du hast gerade etwas voll Tolles gemacht,
Dann benenne dieses Gefühl mit Stolz oder ein Gefühl der Freude,
Benenne es mit Freude oder du fühlst dich unwohl,
Angespanntheit oder Angst.
Auf diese Weise lernst du mit der Zeit die Fähigkeit auch sehr intensive Gefühle mit etwas Abstand betrachten zu können und zum Beobachter deiner Gedanken und Gefühle zu werden.
Emotionen und Körperempfindungen können so besser eingeordnet und bearbeitet werden.
Komme nun noch mal zurück zu deinem Atem.
Atme tief ein und wieder aus und öffne deine Augen.
Wenn du magst,
Lege deine Hände vor deinem Herzen aneinander und bedanke dich bei dir selber,
Dass du dir heute wieder etwas Gutes getan hast.
Ich wünsche dir einen tollen Tag voller Wunder!
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