
#10 Loslassen mit Yoga
Der Herbst steht im Yoga für Loslassen und Wandel. In der heutigen Podcastfolge habe ich drei Tipps für dich, wie du dich von Ballast befreien kannst.
Transkription
Yoga Strong dein Podcast für Yoga und mentale Gesundheit.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcast Folge.
Ich bin Alexa Katharina und dieser Podcast wird genau einen Tag vor meinem Abflug nach Australien veröffentlicht.
Ich nehme den Podcast natürlich immer ein bisschen eher auf,
Aber wenn er wirklich online kommt,
Dann habe ich noch einen Tag in Deutschland und dann zähle ich für drei Jahre nach Australien.
Und da finde ich das Thema ganz spannend,
Dass ich heute in der Folge für dich habe und das ist das Loslassen.
Der Herbst ist ja die Zeit des Wandels.
Du siehst das auch in der Natur.
Die Bäume lassen langsam ihre Blätter fallen und irgendwie verändert sich alles.
Das Wetter wird komplett anders und vielleicht merkst du auch,
Dass du vieles mitgetragen hast,
Was du eigentlich jetzt loslassen könntest.
Auch im Yoga heißt es so,
Dass der Herbst die Zeit ist,
Um loszulassen,
Um sich wieder ein bisschen zu wandeln und deswegen habe ich hier dir drei Punkte zusammengefasst,
Die mir sehr helfen und vielleicht dir ja auch.
Bei mir steht jetzt ja eine riesengroße Veränderung an.
Ich ziehe ans andere Ende der Welt.
Ich habe meine Jobs gekündigt.
Ich werde wieder ein komplett anderes Umfeld vorerst haben und in meiner Story in Instagram habe ich euch erzählt,
Dass ich in mich hineingehört habe und sich das alles richtig gut anfühlt.
Genauso wie es jetzt ist.
Klar,
Ich habe meine letzte Yogastunde gehalten,
Die ich sehr,
Sehr liebe und ich habe hier Menschen,
Die ich liebe,
Aber es fühlt sich gut an,
Jetzt diesen Schritt zu gehen.
Und deswegen habe ich auch den ersten Tipp für dich.
Hör mal in dich hinein.
Was fühlt sich für dich gut an?
Und vielleicht ist es bei dir jetzt auch so,
Dass du denkst,
Okay,
Wie soll ich denn jetzt in mich hineinhören?
Keine Ahnung,
Ich habe hier ganz viele verschiedene Gefühle und woher soll ich denn wissen,
Was denn gut für mich ist?
Und genauso ging es mir auch.
Das war vor circa vier Jahren.
Da war ich unglücklich in einer Beziehung.
Ich habe meinen Alltag mit Dingen verbracht,
Die mir eigentlich gar nicht so viel Spaß machen.
Und ja,
Es hat sich nicht so gut angefühlt,
Aber ich wusste jetzt nicht,
Ja,
Was genau kann ich ändern?
Was fühlt sich gut an?
Weil irgendwie hat man ja dann doch Glücksmomente und ich wusste irgendwie nicht,
Was ich will.
Also ich konnte das überhaupt nicht.
Und was mir sehr,
Sehr geholfen hat,
Ist eben Yoga.
Und als ich auch angefangen habe zu meditieren,
War das am Anfang ganz,
Ganz,
Ja,
Überfordernd,
Weil es kamen so viele Gedanken und ich wusste gar nicht,
Okay,
Ja,
Wow,
Eigentlich mehr Negatives als Positives und wow,
Ich hatte davor nie in mich hineingehört.
Ich habe eigentlich immer auf andere Leute gehört und dachte mir dann,
Ja,
Wie soll ich denn das jetzt alles bitte ändern?
Das ist doch überhaupt nicht möglich und es soll auch nicht so passieren.
Also ich meine damit,
Es soll jetzt nicht so sein,
Dass du alles von heute auf morgen verändern sollst,
Gerade wenn du doch noch nicht in dich hineingehört hast.
Aber vielleicht kannst du mit kleinen Sachen mal anfangen und dich ein bisschen mehr auf dich konzentrieren und einfach mal schauen,
Hey,
Was ist denn das,
Was mir Spaß macht,
Wenn ich jeden Morgen zur Arbeit gehe?
Ist es genau das,
Was ich möchte?
Und wenn es das nicht ist,
Dann heißt es nicht,
Dass du direkt den Job kündigen sollst und was anderes machen sollst.
Das meine ich nicht.
Aber allein mal darüber nachzudenken,
Was möchte ich eigentlich auf lange Sicht hin,
Hat mir sehr,
Sehr viel geholfen.
Ich habe bisher auch ein Jahr noch im Angestelltenverhältnis gearbeitet,
Hatte jetzt auch die Chance,
Das Ganze nochmals auf zwei Jahre verlängern zu lassen.
Wurde auch gut bezahlt,
Aber habe gemerkt,
Es ist nicht genau das,
Was ich möchte.
Und deswegen habe ich mich letztes Jahr schon umgeschaut nach einer weiteren Yoga-Ausbildung und habe dann die Bewerbung im Februar abgesendet.
Und im April habe ich eigentlich erst die Entscheidung getroffen und ich hatte natürlich Plan A,
Plan B,
Plan C.
Aber ich wusste,
Dass dieser Job so nicht weitergehen wird,
Weil es mich nicht erfüllt.
Und das heißt,
Ich habe jetzt nicht komplett alles gleich auf Eis gelegt und mein ganzes Leben geändert,
Sondern habe es nach und nach gemacht.
Und ich glaube,
Dass deswegen mir das jetzt auch so einfach fällt,
Weil ich fühle,
Dass es sich einfach gut anfühlt.
Das war genau das,
Was ich wollte.
Und wenn ich jetzt so ein Jahr zurückdenke und denke,
Was so mein Traum war,
Dann ist das genau das,
Was ich jetzt mache.
Ja,
Deswegen Tipp Nummer eins,
Hör mal in dich hinein.
Und wenn du auch ganz viele Gedanken hast,
Dann fang an einem Punkt an.
Und wenn du gerade nicht weißt,
Wie,
Dann kannst du gerne auch mal eine kostenlose Yoga-Challenge mitmachen und da auch in den Bereich Meditation ein bisschen reinschnuppern und das einfach mal für dich ausprobieren,
Wie sich das so anfühlt.
Punkt Nummer zwei ist,
Sei ehrlich zu dir selbst.
Und ich muss sagen,
Ich habe mich so so lang belogen.
Und das wird mir jetzt erst so richtig klar im Nachhinein,
Dass ich mich selbst so lang angelogen habe.
Vielleicht kennst du das ja auch und du machst Termine aus,
Obwohl du gerade eigentlich keine Lust hast,
Erschöpft bist und es dir eigentlich gerade nicht reinpasst.
Und ich war selbst früher auch so.
Ich wollte es jedem recht machen.
Ich habe da eine ganz witzige Geschichte dazu.
Da war ich 15 Jahre alt und eine Freundin von mir wollte unbedingt mit mir auf den Fußballplatz,
Wie wir früher immer auf dem Fußballplatz waren.
Und ich hatte totale Bauchschmerzen,
Mir war übel.
Da habe ich zu ihr gesagt,
Ich glaube,
Ich kann nicht mit.
Und dann meinte sie,
Ja,
Wenn ich nicht mit kann,
Dann findet sie das echt richtig blöd und ist sauer auf mich.
Und das wollte ich natürlich auch nicht.
Ich hatte es ja auch versprochen.
Das heißt,
Ich habe mich extrem schuldig gefühlt und bin dann auch mitgegangen.
Und auf dem Fußballplatz beim Zuschauen wurde es mir dann immer schlechter.
Mein Bauch wurde schlechter.
Und ich dachte,
Oh nein,
Was mache ich jetzt,
Wenn ich jetzt auf den Fußballplatz spuck und mich einfach vor allen übergebe.
Gerade mit 15 Jahren,
Es wäre schrecklich gewesen.
Dann bin ich immer mal wieder rumgelaufen.
Mir ging es ganz,
Ganz,
Ganz schlecht.
Dann ging es mir wieder ein bisschen besser.
Ich hatte immer dieses ganz komische Drücken im Bauch und dachte mir,
Gott,
Was mache ich denn jetzt?
Aber ich habe durchgehalten.
Bin dann nach Hause und dann ging es mir wieder ein bisschen besser.
Alles war wieder gut.
Und da dachte ich,
Hä,
Was war denn das?
Ganz,
Ganz komisch.
Und dann bin ich wieder raus zu Freunden und merke,
Oh,
Es fängt wieder an.
Mir wird ganz schlecht.
Und bin dann,
Glaube ich,
Um 9 Uhr nach Hause und da fing es an.
Ich habe mich angefangen zu übergeben.
Ich habe versucht zu liegen,
Zu sitzen.
Es ging gar nichts mehr.
Und irgendwann haben meine Eltern dann auch gesagt,
Hm,
Wir müssten da jetzt wirklich zum Arzt.
Und sind dann ins Krankenhaus gefahren.
Und um 5 Uhr morgens wurde ich dann operiert mit einer Not-OP und hatte fast einen Blinddarmdurchbruch.
Und das alles nur,
Weil ich meine Anzeichen ignoriert habe.
Und es jedem anderen recht machen wollte.
Das ist eigentlich das beste Beispiel dafür,
Wie ich früher war.
Ich habe einfach nur geschaut,
Dass alle anderen zufrieden sind mit dem,
Was ich mache.
Und das ist überhaupt nicht der richtige Weg.
Natürlich war es nicht immer so extrem,
Aber ich muss auch sagen,
Im Erwachsenenalter ist mir das sehr,
Sehr häufig passiert.
Und deswegen sei ehrlich zu dir.
Und auch wenn du mal absagen musst,
Sag ab.
Es geht nicht darum,
Es jedem immer recht zu machen.
Natürlich solltest du nicht immer absagen,
Aber wenn es dir mal nicht so gut geht und wenn es einfach nicht passt,
Dann steh dazu und dann verschieb Termine.
Also ich muss sagen,
Seitdem ich mir die Freiheit rausnehme und nochmal schaue,
Ob das mir überhaupt so passt,
Ob es mir gut genug geht,
Ob ich die Zeit dafür habe oder ob ich vielleicht einfach nur im Bett liegen muss,
Weil ich ein bisschen erschöpft bin,
Dann nehme ich mir jetzt auch die Zeit.
Und das solltest du auch tun.
Punkt Nummer drei ist das Ausmisten.
Vielleicht hast du es auch schon in meiner Story gesehen und mir hat das so,
So gut getan.
Ich habe meine kompletten Klamotten ausgemistet.
Natürlich hat das bei mir jetzt auch einen besonderen Anlass,
Weil ich insgesamt nur 30 Kilo mit nach Australien nehmen kann.
Und du wirst es nicht glauben,
Ich habe es tatsächlich geschafft.
Bin ich ein bisschen stolz auf mich.
Ich habe meinen Kleiderschrank komplett aussortiert und habe mal durchgeschaut und ich muss sagen,
Ich habe sogar Kleidungsstücke gefunden,
An die ich mich nicht mehr erinnern konnte.
Und das hat mich erschreckt.
Ich mache es jetzt so,
Dass ich Dinge,
Die ich länger nicht anhatte,
Die verkaufe ich,
Die verschenke ich oder spende ich.
Was bringt es mir,
Wenn diese Dinge in meinem Schrank sind?
Und ganz ehrlich,
Wenn ich irgendwas mal so sehr vermisse,
Dass ich denke,
Dieser eine Pulli,
Der hat mich so glücklich gemacht,
Der war es,
Der hat mein Leben total bereichert,
Dann glaube ich auch,
Dass man diesen Pulli einfach wieder kaufen kann.
Davon bin ich überzeugt.
Ich hatte einmal eine Jacke,
Eine Sportjacke,
Die habe ich bis heute noch,
Die habe ich das erste Mal,
Puh,
Ich habe die bestimmt schon,
Seitdem ich 16 bin,
Also 14 Jahre,
Auf jeden Fall habe ich die einmal verloren.
Und dann dachte ich,
Ja okay,
Brauche ich ja nicht wieder kaufen.
Und dann dachte ich,
Ha,
Irgendwie fand ich die so bequem und habe sie mir einfach dann wiedergekauft,
Beziehungsweise nicht die gleiche,
Aber so eine ähnliche.
Und gut ist,
Das sind alles nur materielle Sachen.
Ja,
Und nicht nur meine Klamotten habe ich ausgemistet,
Sondern allgemein meinen ganzen Haushalt.
Klar,
Ich kann nicht so viel einlagern,
Deswegen habe ich schon extrem reduziert,
Aber ich muss sagen,
Es hat auch echt gut getan,
Einfach so ein paar Dinge freizulassen und mir selbst ein bisschen mehr Raum zu geben.
Mit jedem Gegenstand,
Den ich eigentlich weggegeben habe,
Habe ich so ein bisschen Ballast auch weggegeben.
Mich haben Dinge sehr,
Sehr belastet und es ist nicht so,
Dass ich gar nichts mehr haben möchte,
Aber vielleicht kennst du es ja auch,
Man sammelt einfach immer mehr an,
Als man eigentlich braucht.
Deswegen schau vielleicht auch mal bei dir durch,
Mit welchen Dingen du anderen Menschen eine Freude machen kannst.
Ich habe viele Dinge in meinem Bekanntenkreis verschenkt,
Habe aber auch dann einfach meine Kiste genommen,
Zu verschenken draufgeschrieben und auf die Straße gestellt.
Und die war auch sehr schnell weg.
Also einfach auch mal fremden Menschen ein Gefallen zu tun und vielleicht können die etwas Besseres damit anfangen.
Das waren jetzt meine drei Punkte zum Loslassen im Herbst.
Und vielleicht hat es dich ja auch ein bisschen inspiriert und du kannst auch ein bisschen mehr in dich hineinhören und loslassen und so ein bisschen Ballast im Leben loswerden.
Ich wünsche dir eine wunderschöne Woche.
Bis bald und Namaste.
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